Frage von Lillysladytime, 46

Warum wird die Tiefe eines Sees meist zu geringeingeschätzt?

Expertenantwort
von PWolff, Community-Experte für Physik, 29

Wasser hat einen höheren Brechungsindex als Luft, deshalb werden die Lichtstrahlen, die aus dem Wasser herauskommen, vom Lot weg gebrochen.

Die Verlängerungen dieser Strahlen nach hinten treffen sich in einem Punkt, der weniger weit unter der Wasseroberfläche liegt als der tatsächliche Ort ihrer Herkunft.

Da wir den Ort eines Gegenstandes (u. a.) daran abschätzen, wie wir die Augen drehen müssen, damit die beiden Bilder des Gegenstandes auf beiden Netzhäuten zur Deckung kommen, erscheinen damit alle Gegenstände unter Wasser angehoben, insbesondere auch der Boden.

Hinzu kommt noch, dass Gegenstände, die dunkler und/oder mit weniger Kontrast sichtbar sind, als weiter entfernt wahrgenommen werden. Wenn das Wasser nicht völlig klar ist, trägt dies zusätzlich zu diesem Effekt bei.

Das Entsprechende sieht man auch, wenn man von der Seite in ein Aquarium blickt - es erscheint dann weniger tief (Raumtiefe - nach hinten).

Antwort
von FreundGottes, 20

Das ist weil auf dem Seeboden oft Ablagerungen sind, die weder einen festen Boden darstellen (von dem sich ein Taucher abstoßen könnte), noch eine durchdringbare Suspension. Was sollte also ein Echolot anzeigen, als diese Übergangsgrenze zu freiem Wasser? Wie dick und wie massiv diese Bodenzone ist, das weiß man nicht.

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