misssunny am 28.05.2008 um 22:18 Uhr
irgendwie geht es im alltag nur noch darum, sich durchzusetzten. man muss im bus einen platz kriegen, wenn man sich etwas kauft wollen alle vordränglen..kurz, alle denken nur noch an sich! mich gibts noch nich so lange, war das schon immer so? wenn nein, wann hat das angefangen und was für gründe hat das?

Nimm dich mal ganz bewußt zurück. Bleib im Bus stehen, oder biete deinen Sitzplatz an - in der Schlange an der Kassa warte geduldig, oder lasse jemanden vor, der weniger als du hat...
Das erfordert am Anfang Geduld, bringt viel Gelassenheit und am Ende Zufriedenheit!

Das, was dir im Außen begegnet ist ein Spiegel dafür, wie du im Inneren mit dir selbst umgehst. Je mehr du dich selbst liebst und annimmst, desto weniger werden dir solche Begebenheiten auffallen. Warte nicht darauf, dass andere dir wohlgesonnen sind, das ist ein Kuhhandel. Lächle in die Welt und sie lächelt zurück!
Luise am 28. Mai 2008 22:31 DH. Und es funktioniert.

Also ich kann das nicht bestätigen. Hier im Norden sind wir alle freundlich und zuvorkommend. Ich fahre sehr oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln und erlebe es jeden Tag, dass selbst die Jugend mit ihrem achso schlechten Ruf platz macht, wenn jemand älteres oder gebrechlicheres in den Bus steigt. Gleiches gilt fürs einkaufen. Ich wurde schon so oft vorgelassen oder habe Leute den Vortritt gelassen, wenn sie weniger Teile haben als ich.

Die Menschen werden deswegen immer unfreundlicher, weil in diesen Tagen des Konsums und der Geldgier es immer schwerer wird, sich durchzusetzen. Am Arbeitsplatz wirst du durch tausende Arbeitssuchende erpresst, viele Geschäfte versuchen dich ständig über den Tisch zu ziehen und die Gesetze schützen nicht mehr den kleinen Mann sondern stützen die Großverdiener.
Da ist manch einer eben froh, wenn er sich wenigstens im Bus bei der Sitzplatzsuche durchsetzt....
LG
Wieselchen
Smash am 28. Mai 2008 22:31 Das ist doch totaler Blödsinn "die Gsetze stützen nur die Großverdiener". Früher zur Zeit des Adels war das so, heute schützen die Gesetze gerade eher den "kleinen Mann". Gerade bei uns in Deutschland mit Demokratie und sozialer Markwirtschaft ist das so. Wenn viele damit nicht zufrieden sind, hat das andere Gründe.
Wieselchen1 am 28. Mai 2008 23:02 Ach ja? Nun, das sehe ich anders, kein Grund ausfallend zu werden. Die Gesetze sind vielleicht da - aber um sie durchzusetzen musst du solvent sein, denn der Anwalt macht das nicht gratis. Und wenn du dir dann die Einschränkungen durch die Sozialgesetze und die Arbeitsrechtgesetze anschaust, dann wirst du vielleicht nicht ganz so vorschnell von "totalem Blödsinn" sprechen.
LG
Wieselchen
Smash am 28. Mai 2008 23:29 Doch ich bleibe dabei. Und die LG und das ...chen kanns Du Dir sparen, das nimmt hier nur unnötig Platz weg. Ich will auch von Dir keine LG
Wieselchen1 am 29. Mai 2008 00:16 Das musst du schon mir überlassen, was ich hier schreibe. Wenn dich das stört, mache eine eigene Seite auf und verbiete das in den Richtlinien ;-)
LG
Wieselchen
Kaffeesatz am 29. Mai 2008 01:03 bleib mal locker smash ;-)

Nein das war nicht immer so. Erst seit es den Menschen hier so gut geht, sind so viele Menschen Egoisten und halten soziale Umgangsformen nicht mehr für notwendig. Als es den Menschen noch nicht so gut ging in meiner Jugend nach dem Kriege, da waren die Leute freundlicher. Im Restaurant und in der Eisenbahn grüßte man sich, man half sich gegenseitig, weil die Zeiten das erforderten. Wenn ich heute in arme Länder z.B. in Afrika reise, begegnen mir dort die Menschen noch mit solcher Freundlichkeit und Fröhlichkeit, daß ich oft mit Stirnrunzeln den Rückflug antrete.

Weil man nicht mehr aufeinander angewiesen ist. Man muss nicht freundlich zum Bauern sein, damit man Mehl bekommt. Man kauft sich ganz einfach ein Kilo bei Rewe. Man muss auch nicht in einer Stadt mit jedem befreundet sein, denn wenn man in eine Notsituation kommt, bekommt man Hartz IV.
Dennoch sind wir nicht alle grausame Roboter geworden, die nur danach trachten auf dem Rücken des Vordermannes auf den Gipfel des Berges zu gelangen. Ich bin zum Beispiel oft erstaunlich nett zu meinen Mitmenschen, obwohl ich eine Weltuntergangsstimmung habe.

Weil viele einfach nur doof sind. Ich Glaube diese Idioten gab es und wird es auch noch nach uns geben.

In Zeiten der Not rücken die Menschen zusammen. In einer Zeit wie heute glauben viele, dass Werte, Nächstenliebe, Freundlichkeit und Toleranz überflüssige Zeitverschwendung sind. Somit werden diese Werte auch nicht mehr an die Kinder vermittelt. Kinder die solche Werte nicht kennen, können sich ihrer nicht bedienen. So wird es schlimmer und schlimmer.
DH. Sehr richtig.