Frage von kubota91, 58

Warum wird die Außenfarbe teilweise schwarz/rot (Foto)?

Hallo, leider verfärbt sich die Außenfarbe an der einen Seite des Gebäudes. Woher kommt das & wie kann man es vermeiden beim nächsten Anstrich ? (Foto)

Antwort
von DieRaumagentur, Business, 12

Hallo, 

wie akkurat es schon schrieb, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die Wetterseite und um eine kalte Wand, ggfls. eine Fassade mit Außenddämmung. 

Dämmung besteht aus einem Kunststoff, der Luft enthält. Da sich in diesem Material keine Wärme anlagern kann, bleibt das Material kalt. Der Aufgetragene Putz und die Farbschicht lagern Wasser aus der Umwelt ein (Luftfeuchte, Niederschlag, …). Aufgrund des kühlen Untergrundes bleibt es auch dort und verdunstet nicht, oder nur bei direkter Sonneneinstrahlung. Daher ist es ein idealer Untergrund für Algen, Moose und anderes. 

Aus diesem Grund werden dem Putz und der Farbe Fungizide und Algizide beigemengt. Das klingt niedlich, sind aber Gifte gegen Pilze und Algen. Die Feuchtigkeit läuft nun immer die Fassade runter und wäscht diese Gifte nach und nach aus. Ziemlich genau sogar innerhalb der ersten 3 Jahre - genau der Dauer der Gewährleistungsfrist. 

Anschliessend bietet die Wand ohne Gifte keinen Schutz mehr vor Fungiden und Algen. Sie beginnen, sich auf der feuchten Fassade zu bilden, was dann in schattigen Bereichen ganz schnell geht und genau so ausschaut wie bei dir auf dem Foto.

Da hilft: abwaschen und neu streichen, mit neuen Giften, die sich innerhalb der nächsten drei Jahre wieder rauswaschen. 

Messungen in Berlin haben ergeben, daß die Spree vor Berlin kaum Schadstoffe aufweist, aber die Spree hinter der Stadt eine höhere Konzentration an genau diesen Schadstoffen aufweist, als zB. in der Landwirtschaft zulässig. 

Ein Langzeitschutz wäre eine zweite Wandverkleidung, so daß die Dämmschicht zwischen der Innenwand und der neuen Außenschale sitzt. Eine solche Außenhaut kann aus Holz, Metall oder Stein sein. Natürlich muss dafür auch der Dachüberstand um diese Bautiefe verlängert werden. Je nach Wahl des Material und nach den bauseitigen Gegebenheiten ist eine hinterlüftete oder eine direkt aufliegende Materialschicht zu wählen. Eine andere Möglichkeit, solche Algenbildung langfristig zu vermeiden gibt es nicht. es sei denn, die physikalischen Gesetzte ändern sich ;) 

Sollte nie solche Lösung in Betracht kommen: unbedingt einen Architekten oder Wärmesachverständigen Anfragen, damit sich zwischen den Schichten nicht etwas bildet, was man dort nicht haben will. 

Antwort
von XdietarX, 12

Man müsste wissen, auf welchen Untergrund die Farbe gestrichen wurde. Je nach dem können die Lösungen sehr verschieden sein. Dann muss man noch wissen, ob unter der Außenwand noch Dämmmaterialien verbaut wurden und welche. Wann wurde die Farbe aufgetragen. Für eine vernünftige Antwort fehlen die Fakten. Kein Mensch kann mit Hilfe deiner Angaben eine vernünftige Antwort geben.
Wenn du doch eine Antwort bekommst, dann wirklich nicht von Fachleuten.

Antwort
von akkurat01, 21

Das sieht aus wie die Wetterseite. Es hat sich (vermutlich auf einem Wärmedämmsystem) Schimmel gebildet.

Das sollte sich ein Maler- und/ oder Baufachbetrieb ansehen. Da hilft nur gründlich reinigen. Es gibt sehr gute Farben damit dies nicht gleich wieder passiert. Auszuschließen ist es aber nie ganz.

Antwort
von wdvsysteme, 1

hallo feuchtigkeitsschaden (algen-pilzbefall) auf einem mineralischen oberputz. gruss

Antwort
von peterobm, 32

sehe da die Ziegeln mit als Verursacher; es wurden keine Ortgangziegeln verbaut und der Überstand ist recht gering. Das wird immer wieder passieren.

Antwort
von rudelmoinmoin, 9

der Untergrund ist nicht genügend mit Sperrgrund bearbeitet worden, der Feuchtigkeitsschimmel ist durch gekommen 

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