Warum wird die amateurhafte Polizei-Arbeit beim Münchner Amoklauf von den Medien verschwiegen?

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7 Antworten

Das dachte ich mir auch schon wenn 1 Person schon so ein großes Problem darstellt was passiert dann mal wenn etwas Abgesprochenes in mehreren Orten oder Ländern mit mehreren Personen gleichzeitig passiert. 

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Ich war an dem Abend in München unterwegs. Hab erst am späten Abend im Hotel erfahren, was eigentlich los war. Davor bin ich einige Kilometer durch die Stadt gegangen (sogar in die Richtung des Tatorts), weil ALLE öffentlichen Verkehrsmittel ausfielen! Unterwegs waren alle Lokale geschlossen (die Polizei hatte "empfohlen", Wohnungen und Gebäude nicht zu verlassen) , München war wie eine Geisterstadt. Sirenen und Hubschrauber waren zu hören...

Was mich später an der Polizei nervte, war das hysterische Großaufgebot und die Befehlsgewalt über die Öffentlichkeit. Und es kreisten die ganze Nacht noch Hubschrauber, dass ich nicht schlafen konnte, obwohl die Sache spätestens mit dem Selbstmord des Täters eigentlich erledigt war.

M.E. hätte es ausgereicht, den Tatort und die Umgebung abzusichern, und nicht die ganze Stadt lahmzulegen. Den Hauptfehler der Polizei (aber auch der Bevölkerung) sehe ich in der allgemeinen Terrorangst. Dadurch werden Tatsachen verschwommen und es entstehen hysterische, unnötige Reaktionen.

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Richtig. Es hätte noch viel mehr passieren können.

Die Polizei hat spitzen Arbeit geleistet wenn man bedenkt in welcher Situation sich die Stadt befand. Es wusste doch lange Zeit niemand wie viele Täter es sind, ob es ein Anschlag oder ein Amoklauf ist oder ob an noch anderen Orten in München geschossen worden ist. (Wie der Polizei fälschlicher Weise mitgeteilt wurde)
Das sind auch nur Menschen. Und ich bin mir sicher die meisten die hier rum meckern wie man es hätte besser machen können sitzen Tag für Tag vor ihrem Fernseher und haben keine Ahnung von dem was in der Welt wirklich abgeht.
Die Polizisten setzten ihr Leben aufs Spiel in dem Wissen wie gefährlich ihr Job ist und müssen sich dann noch von "Kritikern" anhören das alles falsch gemacht worden ist.
Schade
Ich bedanke mich für den tollen Einsatz in München ;)

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Kommentar von DeinHerrscher
29.07.2016, 16:20

Ein Scharfschütze im Helikopter setzt ganz bestimmt nicht sein Leben aufs Spiel, wenn er einen 18-jährigen Jüngling "von oben herab" sucht. Nochmal: Der Täter befand sich die ganze Zeit in Tatortnähe. Wenn mehrere Tausend Polizisten mehrere Stunden brauchen, um einen Täter in einem Umkreis von wenigen Hundert Metern zu finden, dann läuft etwas gewaltig schief.

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1. Kritik an der Polizei ist selbstverständlich erlaubt und wird auch immer wieder geäußert. Siehe auch diesen Beitrag

2. Laut Spiegel sind die ersten Schüsse 17:50 gefallen, die Leiche des Amokläufers wurde 20:30 gefunden. Drei Stunden kann es also nicht gedauert haben.

3. Selbst wenn: Der Täter war mit einer Pistole bewaffnet und trug normale Kleidung. Wie hätte die Polizei ihn Deiner Meinung nach noch schneller finden können? Hätte er erneut geschossen, wäre die Polizei auch schneller auf ihn aufmerksam geworden - aber so? Er steckt die Waffe weg und läuft davon - wie soll da jemand auf ihn aufmerksam werden?

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Kommentar von DeinHerrscher
29.07.2016, 15:20

Auf "Spiegel" und "Welt" wurde meine Kritik an der Polizei nicht veröffentlicht. Da hatte der "Zensurmeister" etwas dagegen. Wie gesagt, der Amokläufer wurde minutenlang auf dem Parkdeck angeschrien. Auch dort hat er Schüsse abgegeben. Er ist nicht untergetaucht. Im Gegenteil, er hat die Waffe auch nach der Tat offen getragen. Wäre er mit dem Auto oder dem Motorrad geflüchtet, könnte ich die Überfoderung der Polizei ja noch nachvollziehen, aber ein Amokläufer, der nach der Tat stundenlang in der Tatort-Gegend umherläuft, muss deutlich schneller entdeckt werden.

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Kommentar von wissensies
29.07.2016, 16:44

Dann mach doch mal konkrete Besserungsvorschläge, anstatt nur rumzunörgeln. Was denkst du, wie viele Faktoren bei so etwas eine Rolle spielen? Wenn du wirklich helfen willst, dann geh doch zur Polizei!

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In wie weit bist du den mit Polizeitaktik vertraut? Hast du in so einem Fall schon mal an verantwortlicher Stelle gesessen?

Was hättest du den besser gemacht?

Fakt ist das es nach Eintreffen der Polizei keine weiteren Verletzten gegeben hat. Also was sollten sie besser machen?

Ich denke du willst dich nur wichtig machen ohne überhaupt auch nur den Ansatz einer Ahnung zu haben was wirklich vorgefallen ist.

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Kommentar von DeinHerrscher
29.07.2016, 20:53

"Fakt ist das es nach Eintreffen der Polizei keine weiteren Verletzten gegeben hat. " -- Das war reine Glücksache. Der Täter hätte in den Stunden danach noch etliche Menschen töten können. Er hatte ausreichend Munition dabei und die Tatsache, dass er nach der Tat ungehindert und unentdeckt mehrmals auf dem Parkdeck rumballern konnte (nachdem er minutenlang laut mit den Anwohnern diskutiert hat), zeigt doch, dass die Polizei komplett überfordert war.


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Meiner Meinung nach hast du von der polizeilichen Arbeit überhaupt keine Ahnung. Wie kannst du dir dann ein Urteil bilden? Wir sind hier im richtigen Leben und nicht bei "Kobra 11", "James Bond" oder sonstigen fiktiven Werken. Du hättest natürlich alles besser gemacht. 

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Kommentar von DeinHerrscher
29.07.2016, 15:23

Ein paar Tausend Polizisten können doch nie im Leben einen Amokläufer in einem Umkreis von wenigen Hundert Metern entdecken. Das ist vollkommen unrealistisch, da liegst du richtig. 

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Traurig ist nur, dass es immer wieder Leute gibt, die alles besser wissen, angeblich alles besser können, es aber leider nicht besser machen!

Bewirb dich bei der Polizei, dann hast du die Chance dazu.

Aber sitz nicht daheim auf dem Arsch vorm PC und mach andere schlecht, die sich selbst für das Wohl aller in Lebensgefahr begeben.

Wie soll es die Polizei besser und vor allem wie soll sie es allen recht machen?

Wenn ich alleine hier auf GF die vielen Fragen mit "darf die Polizei das" lese wird mir übel.

Einerseits wird ihr vorgeworfen nicht genug zu tun und andererseits wird ihr dann vorgeworfen zu Unrecht kontrolliert oder in Persönlichkeitsrechte eingegriffen zu haben, wenn sie was tut.

Alle Beteiligten bei solchen Ausnahmesituationen sind in erster Linie auch nur Menschen wie du und ich und handeln nach bestem Wissen und Gewissen.

Vom Fernsehsessel aus kann man leicht angeblich alles besser machen !!!

Außerdem setzen sie in ihren Einsätzen fast täglich auch für dich ihr Leben aufs Spiel, während du noch immer daheim gelangweilt vor deinem PC sitzt.

Jetzt steh auf und hilf mit, die Welt besser zu machen!

Viele Grüße

Michael

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Kommentar von DeinHerrscher
30.07.2016, 00:01

"Alle Beteiligten bei solchen Ausnahmesituationen sind in erster Linie auch nur Menschen wie du und ich" NEIN, sind sie nicht. Nehmen wir das SEK, das Sondereinsatzkommando Cobra, Scharfschützen oder Hubschrauberpiloten als Beispiel. Alle waren am Einsatz beteiligt und alle sind dem "Durchschnittsmenschen" in solchen Situationen meilenweit überlegen. Da wird man als Durchschnittsbürger doch mal die amateurhafte Arbeit beim Amoklauf kritisieren dürfen. Fehler passieren, aber man sollte sie nicht unter den Tisch kehren, sondern man sollte daraus lernen. Beim nächsten Mal ist es womöglich kein Einzeltäter-Jüngling, sondern gut organisierte Terroristen, die an mehreren Orten in der Stadt ihre "Spielchen" treiben. Wenn die Polizei dann genauso zahnlos handelt, dann wird auch der größte Polizisten-Verehrer aufwachen. 

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