Warum wird der Konsum von Rauschgift in unserer heutigen Gesellschaft, sowie hier auf GF so verharmlost und schön geredet?

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11 Antworten

Na ja, der Begriff Rauschgift sagt wohl schon wie hier Jemand zu diesen Substanzen steht, im Suchtbereich spricht man allgemein eher von psychoaktiven oder psychotropen Substanzen.

An sich wäre es in vielerlei Hinsicht wünschenswert wenn die illegalität von bestimmten psychoaktiven Substanzen aufgehoben würde. Es zeigt sich das der generalpräventive Effekt, welche durch die strafrechtliche Verfolgung angstrebt wird, seit 40 jahren nicht erreicht wir. Drogen sind im Schnitt in der Qualität zumeist immer besser geworden, die gehandelten Mengen nehmen eher zu als ab, die Konsumentenzahlen haben kontinuierlich zugenommen. Es stellt sich ausserdem die Frage, wieso man eine wenn überhaupt nur Selbsschädigende Handlung noch zusätzlich mit Strafandrohung belegt. Stell dir mal vor du willst ein paar Bier trinken (oder Kaffee) und landest deswegen vor Gericht oder im Knast...

Die Strafverfolgung ist ein extremer Einschnitt in das Leben von Menschen und der Krieg gegen die Drogen hat nachweislich wesentlich größere Schäden verursacht als all die Substanzen zusammen genommen. Desweiteren könnte unter einer legalen Abgabe eine wesentlich besser Aufklärung und Hilfe/Therapie stattfinden, da die illegalität in Verbindung mit der Tabuisierung beim Thema illegale Drogen dazu führt, dass einerseits kaum eine vernünftige Präventionsarbeit stattfinden kann und sich viele auch aufgrund von befürchteter Stigmatisierung keine Hilfe bei Problemen im Umgang mit diesen Substanzen suchen. 

Desweiteren zeigen Studien das die Intensität der Strafverfolgung quasi keinen Einfluss auf die Verbreitung von Drogen in der Bevölkerung hat. Die Einteilung in legal und illegal hat auch wenig mit wissenschaftlichen Kriterien zu tun, sondern eher mit kulturellen und moralischen Aspekten. Zumindest sind die legalen Drogen nicht per se Harmloser als die illegalen. desweiteren werden Drogen nun mal konsumiert, auf dem Schwarzmarkt gibt es aber keine Qualitätskontrollen, z. B. ist Heroin für den Körper an sich gut verträglich, man kann damit alt werden, durch die ganzen Strckmittel sieht man aber was diese mit den Konsumenten anrichten), unter legalen Bedingungen könnte zumindest die richtige Dosierung und eine entsprechende Qualität gewährleistet werden. Des weiteren kann mit Drogen nur so viel Geld verdient werden weil sie illegal sind, wären sie Legal könnten sie für einen Bruchteil von dem was auf dem Schwarzmarkt verlangt wird abgegeben werden. Dies würde die Beschaffugskriminalität quasi eliminieren. Das Terroristen und andere unangenhme Zeitgenossen sich auch durch den Drogenhandel finanzieren muss hier wohl nicht erwähnt werden. Es konsumieren auch nicht automatisch mehr Menschen Drogen, wenn sie legal verfügbar sind (siehe Cannabis).

Es ist also weder Leichtsinnig noch auf fehlende Aufklärung zurückzuführen.

Es ist aber nicht abzustreiten, das gewisse Kreise die negativen Auswirkungen welche durch diese Substanzen möglich sind herunterspielen. Andersherum werden diese in den Medien auch oft stark überhöht dargestellt. Da wird dann etwas von Suchtpotential der Substanz gefaselt (was es auch gibt) und es werden die anderen Faktoren bei der Entstehung von Sucht (psychische Situation, Perönlichkeit, Verfügbarkeit, Bewertung der sozial nahestehenden Personen usw.) völlig ausser Acht gelassen, was dann in Aussagen mündet wie: Die Substanz macht beim ersten mal Süchtig, als ob jeder beim ersten Konsum abhängig werden würde...

Insgesamt gibt es gerade im Drogenbereich oft Extrempositionen, also entweder sind sie toll oder ganz böse. Liegt wohl insgesamt daran das halt ne Menge Müll zu diesem Thema verzapft wird. Konsumenten stellen schnell fest, das die in den öffentlichen Massenmedien dargestellten überhöhten Gefahren nicht zutreffen, also ihren eigenen Erfahrungen und ihren Beobachtungen bei anderen Konsumenten wiedersprechen, dann wird den negativen Aspekten generell Misstraut. Des Weiteren muss man sich das als Konsument ja auch teils schönreden, wenn man sich die negativen Folgen eingesteht, so müsste man ja auch was an seinem Verhalten ändern....

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Nein das ist die jeweilige Persönliche Meinung, die meist auf selbstständiger Weiterbildung, den Einflüssen in Medien und der Präventation der Schulen basiert.

Ich vertrete ebenfalls die Meinung es wäre besser wenn es keine illegalen Rauschmittel gäbe, dafür eine verbesserte:

  •  Präventation (auf die Gefahren mit belegten Fakten Hinweisen)
  • Jugendschutz (Kein Dealer schaut auf das Alter, meist nur Profit orientiert)
  • kontrollierte Abgabe (Richtlinien wie viel man von welchen Stoffen z.B. im Monat beziehen kann)
  • Produkte Kontrollen (Das zur Zeit gefährlichste an Drogen sind die Streckmittel der Profitgeilen Dealer)
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Mir ist auch schon aufgefallen, dass viele den Konsum verharmlosen.
Aber Vorsicht. Der Wunsch nach Legalisierung aller Drogen (ja wirklich alle) darf nicht mit einer Verharmlosung gleich gestellt werden.
Es gibt viele Gründe, warum auch ich für eine Legalisierung aller Drogen bin:
Z.B. kann erst so ein richtiger Jugendschutz stattfinden.
Auch kann verhindert werden, dass gefährliche Streckmittel in die Drogen geraten.
Süchtige trauen sich in unserer Gesellschaft oft nicht nach Hilfe zu fragen, da ja schon das Schwert des Strafrechts über ihnen schwebt.
....
Ich bin für Prävention durch Aufklärung statt für eine Strafverfolgung die niemandem nützt, sondern sogar im Gegenteil Millionen an Steuermitteln frisst..
Fehlende Aufklärung sehe ich also tatsächlich auf der anderen Seite der Medallie und nicht auf der Seite der Legalisierungsbefürworter.
Immer wenn irgendwo jemand wegen Drogen verhaftet wird sehe ich als Steuerzahler nur Geldverschwendung und die Verfolgung von (zum großen Teil) in meinen Augen Unschuldigen.

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Kommentar von AbiesKoreana
04.02.2016, 20:49

Süchtige trauen sich in unserer Gesellschaft oft nicht nach Hilfe zu
fragen, da ja schon das Schwert des Strafrechts über ihnen schwebt.

Es hat ihnen auch niemand dazu gezwungen, mit einer Drogenkarriere zu beginnen. Und wenn man doch unbedingt illegale Substanzen konsumieren will, sollte man auch die zu Recht verhängten Strafen ertragen!!!!

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Diese "sie reden es sich schön" - Aussage sehen die Drogen-/Legalisierungsbefürworter (zu denen ich mich übrigens selber bekenne) oft sehr kritisch. Sollte man es als verkehrt bezeichnen, wenn jemand seinen Geist öffnen oder sein Körperempfinden verändern möchte? Sein ganzes Leben lang, strebt der Mensch nach Erfahrungen wie diesen; es handelt sich schlichtweg um ein Grundbedürfnis. Auch heute haben wir ja bereits einige legale Substanzen um unsere Wahrnehmung zu verändern.

Was macht aber nun eigentlich den Unterschied zwischen legalen Drogen und illegalen aus? Unsere Regierung findet dazu selbst keine schlüssigen Antworten: Unsere Drogenbeauftragte blamiert sich täglich vor den kritischen Infragestellern der Drogenpolitik. Sätze wie "Sie sind illegal, weil sie illegal sind, Punkt!" sind bei dieser Frau an der Tagesordnung. 

Wo ich dir sicherlich Recht geben mag: Aufklärung ist ein sehr wichtiger und essenzieller Punkt im Bezug auf den Drogenkonsum und viele andere Tätigkeiten. Momentan gibt es jedoch eine Art Revolution. Viele Wissenschaftler bewiesen in Studien, dass viele der illegalen Drogen nicht so schädlich sind wie unsere legalen. Das führt dazu, dass die Aufklärung mitlerweile mehr auf die Sicherheit des Drogenkonsums, als auf sein Verbot abzielt.Traurig ist es daher, dass brilliante Köpfe wie David Nutt von der Regierung entlassen werden, nur weil sie z.B. Alkohol (studienbasiert!!!) als eine der gefährlichsten Drogen darstellen - und das obwohl er dem Thema Anfangs sogar kritisch gegenüber stand und einer konservativen Partei angehörte. 

Du solltest dir auch einmal mehr Gedanken darüber machen, ob es nicht eher verblendet ist der Regierung etwas zu glauben, was sie nicht einmal mit Argumenten untermauern können. Die Aufklärung fehlt nämlich eindeutig bei diesen Menschen, die lieber auf Stur schalten, als sich mit gerechtfertigter Kritik auseinanderzusetzen.

Daher kann ich auch dir nur empfehlen, dich in dem Thema zu bilden und dir dann deine eigene Meinung zu bilden,

Ich habe selbst viele negative Erfahrungen mit den verschiedensten Substanzen gemacht und bin nun einmal trotzdem der Meinung, dass jeder selber entscheiden sollte,

Nur so als Denkanstoß, da ich hier wieder gelesen habe Alkohol soll ungefährlicher sein: Anlässlich des rheinischen Straßenkarnevals war ich bis eben mit Freunden unterwegs. Während uns ein paar Kiffer nach Feuer fragten und nett mit uns geredet haben, haben die Alkoholkonsumenten unsere Mädchen angegraben und sich beinahe überfahren lassen. Sowohl für sich, als auch für die Allgemeinheit stellen sie eine deutlich größere Gefahr dar und das mal abgesehen von körperlichen Schäden, Sucht etc. Selbst dieses kleine "Lebendexperiment" reicht für die Situationsbewertung bestens aus.

Ich bin übrigens nicht nur bestens aufgeklärt, sondern möchte später auch einmal Pharmazie studieren. Meine Recherchedauer allein zum Thema "Drogen" beträgt nun weit über 500 Stunden und ebenso bin ich für mein Alter recht gut über Medizin, Biologie und Chemie informiert - in Bio und Chemie stehe ich momentan "sehr gut". Ich würde mich weder als minderintelligent, noch als unaufgeklärt oder leichtsinnig bezeichnen.


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Kommentar von atze3011
04.02.2016, 21:19

Sehr gut zusammengefasst.

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Ich persönlich verharmlose nur cannabis das zum Beispiel Alkohol oder Nikotin also legale Drogen Viel schädlicher sind

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Kommentar von Unicorn3008
04.02.2016, 23:36

ein joint entspricht den teer von 5kippen xD aber ja zigaretten sind schädlicher, klar ^_^ xDD.

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Dir fehlt offensichtlich die aufklärung. Denn es wäre sehr sinnvoll alle drogen zu legalisieren! Und das hat einen ganz einfachen grund: bei jeder droe sind die streckmittel gefährlicher als die droge selber. Durch die legalisation und geregelte abgabe der drogen hat man natürlich den reinstoff und keine streckmittel mehr. Und ausserdem: ein verbot hält niemanden vom konsum ab. Es ist sogar so das nach der legalisation der droge weniger konsumiert wird! Siehe USA und cannabis. Also würde man mit der legalisation menschenleben retten, nur leider fehlt vielen eben das wissen, die meisten wurden nur von der anti drogen propagana verseucht und denken deshalb das drogen etwas ganz schlimmes sind. Was aber vollkommener quatsch ist!

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Kommentar von AbiesKoreana
04.02.2016, 20:58

bei jeder droe sind die streckmittel gefährlicher als die droge selber.

Es wird niemand gezwungen, Betäubungsmittel zu konsumieren. Ansonsten muss man einfach mit den negativen Folgen leben und sollte kein Recht auf Mitleid haben!

nur leider fehlt vielen eben das wissen, die meisten wurden nur von der anti drogen propagana verseucht

Propaganda ist eher das, was die ganzen Initiativen wie der Hanfverband etc. abziehen. Das ist grob fahrlässige Verharmlosung einer hochgefährlichen Substanz!

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Kommentar von tony5689
04.02.2016, 21:12

Mit dir will ich garnicht diskutieren so dämlich benimmst du dich grade. Sorry, aber hochgefährlich? Cannabis? Dein morgendlicher kaffe ist schlimmer! Dein feierabendbier! Deine zigarette zur mittagspause! Cannabis ist nicht vollkommen ohne nebenwirkungen das stimmt - aber hochgefärlich ist das auf keinen fall. Es ist eine pflanze, die ein riesen großes medizinisches potenzial hat, und wenn du das nicht glaubst ist das deine sache. Aber dein "wissen" hier so zu verbreiten ist wirklich dreist.

Und natürlich wird man gezwungen. Es ist keinesfalls verwerflich sich ab und zu mal berauschen zu wollen. Aber dadurch das alles ausser alkohol - was ein hochgradig gefährliches gift ist - illegal ist, wird man gradezu gezwungen alkohol zu konsumieren wenn man eben mal das verlangen hat sich zu berauschen. Du scheinst das betreffend sehr ignorant zu sein - das ist wieder deine eigene einstellung. Die darfst du haben, aber dann wundere dich nicht wenn negative resonanz kommt.

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Vielleicht eine Mischung aus allem, bei manchen sicher auch noch fehlende Reife.

Die gigantische Vielfalt an Informationen in all den (a)sozialen Netzen, im Internet usw. führt vermutlich dazu, dass wir alle denken wir wüssten über alles Bescheid. Was natürlich der Realität nicht standhält!

Suchtmittel als harmlos oder unbedenklich einzustufen, ist aber auf jeden Fall nicht besonders weitblickend!


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Kommentar von thxii
04.02.2016, 19:52

Stimmt, und durch Youtube Kanäle wie Openmind wird den Konsumenten zudem noch das vermittelt, was sie hören wollen um sich ihren Konsum schön zu reden :/

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Das Gegenteil ist der Fall, der Großteil der Menschen reagiert total übernervös auf das Thema... Ich habe bereits jede Droge mehrfach ausgiebig getestet und Lebe noch, bin bei bester Gesundheit, psychisch fit und attraktiv. Laut gewissen youtube-Videos müsste ich aber wie ein Zombie durch die Gegend laufen.

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Du solltest ein wenig hinzulernen durch recherchieren:

Definition von "Rauschgift" bzw. Drogen.

Wirkung von Drogen.

Drogen-Propaganda.

Krieg gegen Drogen.

Auswirkungen des Drogenkriegs am Beispiel Mexiko.

Folgetote-Zahlen Alkohol legaler "Rauschgifte" (Alkohol, Tabak)

Wirksamkeit des Betäubungsmittel-Gesetzes (BtMG) seit 1973 bis heute hinsichtlich Angebot und Nachfrage.

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Der Grund ist, dass leider unseren Politikern nichts mehr geglaubt wird. Es gibt zwar Politiker, die gegen eine Prohiition ist, aber die befinden sich häufig in der Opposition. Stattdessen setzen die Menschen oft auf Propagandavereinigungen wie z.B. den Hanfverband.

Es mag sein, das damals bei der Einführung der Prohibition v.A. bei Cannabis wirtschaftliche Faktoren ebenfalls eine Rollte spielen, aber repressive Maßnahmen sind schon eine gute Maßnahme, die Bevölkerung vor Drogenmissbrauch zu schützen. In soweit gilt die aktuelle Drogenpolitik in Deutschland als gescheitert, da für eine Konsumeindämmung stärkere Kontrollen, härtere Strafen und Abschaffung der geringen Menge nötig. Also ist die lasche Strafverfolgung ebenfalls Mitschuld an der Verharmlosung der illegalen Drogen, wobei letztere glücklicherweise noch nicht in der Mehrheit der Bevölkerung angekommen ist, aber leider einen steigenden Trend zu verzeichnen hat!


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Kommentar von MichaelSavior
05.02.2016, 07:21

Da hilft nur die Todesstrafe....

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ganz im gegenteil. das ist nicht mangelnde aufklärung, das ist vorhandene aufklärung.

denn wer sich etwas damit auskennt, weiß, dass das verbot mehr schäden verursacht als die substanzen selbst. somit ist die forderung nach legalisierung nur logisch.

PS: am allermeisten verharmlost wird immer noch alkohol. überall billg zu haben und zu anlässen wie gerade der fassnacht oder oktoberfest, 1. mai,... wird sich kollektiv zu geschüttet. das ist drogenmissbrauch als volkssport. und da machen sogar die politiker mit.

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