Frage von itsMEonly, 21

Warum wird das Blutgerinnungs-Selbstmanagement von den Kassen nicht bei allen bezahlt, die lebenslang Blutverdünner brauchen?

Ich habe Vorhofflimmern, habe 2 erfolglose Herzkathederablationen hinter mir und muss lebenslang Blutverdünner wie z.B. Marcumar nehmen. Ich muss noch mehrere andere Medikamente zusätzlich nehmen, deshalb möchte ich keinen der neueren Blutverdünner wie z.B. Xarelto o.a. nehmen, denn dort sind die Wechselwirkungen noch nicht so bekannt wie bei Marcumar.

Ich würde gerne meine Gerinnungswerte selbst messen und das Messgerät (incl. Verbrauchsmaterial) sowie die Schulung dafür von der Krankenkasse bezahlt bekommen.

Wenn ich eine künstliche Herzklappe hätte würde die Krankenkasse sofort ohne Wenn und Aber dieses Gerät mit allem Drum und dran samt Schulung bezahlen, aber bei Vorhofflimmern ist das an mehrere Bedingungen geknüpft (Kardiologe muss bescheinigen, dass z.B. meine Venen schlecht sind, dass meine Gerinnungswerte schwanken oder dass ich keine Zeit habe, um regelmäßig zum Blutabnehmen zu gehen - was er alles gar nicht wissen kann; das wüsste der Hausarzt besser, der darf das aber lt. der Kasse nicht bescheinigen).

Meine Frage: Da bei beiden Erkrankungen eine lebenslange Blutverdünnung durchgeführt werden muss, weshalb bekommen die Patienten mit der einen Diagnose das Blutgerinnungsselbstmanagement ohne Weiteres von der Kasse bezahlt und die andern eher nicht oder nur sehr schwer?

Antwort
von FelixFoxx, 10

Das solltest Du die Krankenkasse fragen. Ich habe ein Aneurhysma am Herzen und zu viele Thrombozyten und manage die Blutgerinnungsüberwachung schon seit Jahren selbst. Man muss allerdings einen Kurs machen, wie das ganze funktioniert.

Kommentar von itsMEonly ,

Das vom Kurs habe ich ja bereits geschrieben, das weiß ich auch.

Antwort
von itsMEonly, 4

Dass es für die Kassen billiger wäre wenn ich selbst messe weiß ich (das
war hier ja auch nicht meine Frage). Ich weiß auch genau, WESHALB ich
meine Blutgerinnung selbst managen möchte, das hatte ich auch nicht
gefragt. Und dass ich Zuzahlungen leisten muss, ist ja auch klar, wer
muss das nicht?  -  Das beantwortet alles leider meine Fragen nicht.

Antwort
von Hexe121967, 10

ich glaube, diese frage kann dir hier niemand beantworten. die musst du schon den kassen stellen.

Kommentar von itsMEonly ,

Ich möchte nur wissen, ob jemand weiß, ob man da als Patient ein Recht auf Gleichbehandlung hat o.ä., das man einfordern könnte.

Kommentar von Hexe121967 ,

die frage hast du aber nicht gestellt.

ob du ein recht auf gleichbehandlung hast, kann dir eventuell ein Anwalt sagen. ich glaube aber eher nicht, sonst hätte bestimmt schon jemand dieses recht eingeklagt.

Antwort
von mikke95, 8

Weil die Krankenkassen eben nicht mehr alle Leistungen übernehmen. Warum müssen Menschen, die ein Leben lang kurzsichtig sind, ihre Brille selber bezahlen? Willkommen im wahren Leben. Du hast jetzt erkannt, dass die Krankenkassen keine Goldesel sind, die den man grenzenlos melken kann. Wenn das so wäre, müssten unsere Versicherungsbeiträge um das dreifache steigen.

Kommentar von FelixFoxx ,

In diesem Fall falsch gedacht. Das Gerät zur Messung wird zur Verfügung gestellt, für die Teststäbchen muss man die 5€ Eigenanteil zahlen und insgesamt ist es für die Kassen deutlich billiger als mindestens alle 3 Wochen eine Blutentnahme beim Arzt. Dazu soll man wöchentlich messen und kann dadurch mehr überwachen und durch besser angepasste Dosierung gibt es nachweislich weniger Zwischenfälle wie Blutungen oder Thrombosen.

Kommentar von itsMEonly ,

Mich ärgert nur die Ungleich-Behandlung. Ich brauche dasselbe wie jemand mit anderer Diagnose, bekomme es aber verweigert, nur weil ich die falsche Diagnose habe.

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