Frage von nieraab, 74

Warum wird Buddhismus nicht in der Schule gelehrt?

Ich besuche erst die 8 Klasse und mir ist aufgefallen, dass man im evangelischen Unterricht nichts über den Buddhismus lernt, aber über andere Religionen. Wieso?

Antwort
von ramay1418, 41

Der Buddhismus ist keine Religion. Buddha hat sich nie als Religionsstifter gesehen oder bezeichnet. 

Trotzdem könnte man natürlich darüber sprechen, ebenso wie über den Taoismus oder den Shinto. Alle sind eher Philosophien als Religionen, aber sicher wert, mal besprochen zu werden. 

Und dann bleiben noch die Naturreligionen mit den Göttern in Bäumen, Gewässern und Steinen. Es ist also ein weites Feld. 

Vielleicht einfach mal den Lehrer ansprechen. Könnte man ja vielleicht als Projektarbeit von Kleingruppen machen und dann zu einem Gesamtbild zusammenfügen. 

Antwort
von juergen63225, 50

Ich denke, über die Weltreligionen etwas zu erfahren, gehört zur Allgemeinbildung die jede Schule vermitteln sollte.

Der Anachronismus hierbei ist der konfessionsgebundene Religionsunterricht an unseren Schulen. Wir werfen anderen vor, den Laiizismus (Trennung von Staat und Kirche) nicht umzusetzen, und lassen Religion (kath, und ev.) auf den Lehrplänen staatlicher Schulen. Ich finde es gehört sowas die Weltanschaung auf den Stundenplan, und Konfessionsunterricht gehört in die Gemeinden. Zum Glück sehen die meisten Religionslehrer das auch recht tolerant, jedenfall hatte ich schon vor mehr als 40 Jahren Lehrer, die in der Oberstufe weniger "katholische Religion" gelehrt haben, sondern sich mit franz. Existenzialisten, Kommunismus, Islam, Judentum und anderen Religionen beschäftigt haben. 

Kommentar von AMDFX8320 ,

Eig lernt man im Reli unterricht mehr von anderen Religionen als vom Christentum, genau deshalb, um allgemein zu bilden und man den eig Glauben schon kennen sollte.

Antwort
von LiselotteHerz, 12

Buddhismus ist keine Religion im eigentlichen Sinne (auch wenn man bei Wikipedia was anderes lesen kann), sondern eine Lebenseinstellung.

Man kann Christ sein und trotzdem Buddhist. lg Lilo

Antwort
von LadyOfCornwell, 33

Das kommt immer drauf an, welche Themenbereiche im Lehrplan vorgesehen sind und wie viel der Lehrer selbst über Buddhismus weiß. Jeder Lehrer regelt das etwas anders - je nachdem wie viel Spielraum man hat.
Im Fach Religion muss man bestimmte Themen behandeln, aber wann und wie der Lehrer das mqacht und welche Elemente er einbaut ist ihm überlassen.

Im Philosophieunterricht haben wir bspw. drüber gesprochen und den Buddhismus mit anderen Religionen verglichen, usw.

Antwort
von jerkfun, 26

Unterricht und Kultus bestimmt was Du an Lernangeboten bekommst.Da nun einmal verschiedene christliche Religionen hier überwiegend verbreitet sind,sind an allgemein bildenden Schulen auch keine Unterrichtungen in wenig verbreiteten Religionen üblich.Viel schlimmer ist es,das nichts oder wenig über Wirtschaft,Finanzdinge gelehrt wird,finde ich.Du hast das Recht Dich über jedwede Religion zu informieren.Die Schule muß Schwerpunkte setzen.Liebe Grüße

Antwort
von JustaUserr, 12

Ich habe das in der neunten Klasse ausführlich durchgenommen. Habe keine Religion und auch die schule ist ein Staatliches Gymnasium

Antwort
von Clarissant, 15

Mhm, also wir haben den Buddhismus im Religionsunterricht behandelt. 

Aber das dürfte sich wohl von Lehrplan zu Lehrplan unterscheiden. Da du erst in der 8. Klasse bist, kann es auch sein, dass der Buddhismus erst später behandelt wird. 

Manche Dinge finden aber auch einfach keinen Platz im Lehrplan, der ohnehin schon voll ist. Wenn ihr eine Sache nicht lernt, lernt ihr dafür was anderes. Man kann nicht alles behandeln. 

Frag doch mal deinen Lehrer / deine Lehrerin, ob ihr euch noch mit dem Buddhismus beschäftigen werdet, und wenn nein, warum nicht. 

Antwort
von quanTim, 26

ob buddhismus eine religion ist, ist selbst unter theologen nicht ganz klar. an sich gibt es im buddhismus keine götter verehrung. jedoch ist dies nicht der einzige gesichtspunkt für eine religion.
meist wird der buddhismus eher als eine glaubenslehre verstanden.

kann es sein das das thema noch kommt? ich hatte selbst evangelischen relliunterricht. dort haben wir uns sowohl mit den abbrahamitischen Religionen befasst, als auch mit dem hinduismus, dem buddismus und einigen kleineren naturreligionen.

frag deinen lehrer doch einfach mal was der lehrplan bei euch vorsieht.

Antwort
von Himmelswolke, 26

Ich weiß nicht wie das im evangelischen ist aber im katholischen hab ich es damals durchgenommen aber meine Religionslehrerin war eh bisschen komisch^^

Kommentar von Dackodil ,

Also wer sich mit Buddhismus beschäftigt ist ein bißchen komisch ;-)  ?

Kommentar von Himmelswolke ,

Nein das nicht. Ich fand das nur komisch wie meine Lehrern den Unterricht geführt hat. Sie hat eher über ihr Leben geredet und was sie alle gemacht hat. Was das Thema Religion angeht war da nicht wirklich Zeit dazu.

Antwort
von andreasolar, 25

Dann ist das Thema in den Lehrplänen deines Bundeslandes vermutlich erst in einer späteren Klasse vorgesehen:

Im Unterricht ist der Buddhismus am Ende der Sek. I oder in der Sek. II zu finden. Die klaren Strukturen kommen den Schüler_innen entgegen, wogegen die philosophischen Inhalte nicht so einfach zu vermitteln sind.

http://www.rpi-virtuell.net/tagpage/1C83049C-2912-48F3-B4D2-705E49F42D96

Antwort
von ilinalta, 14

Wir haben den Buddhismus damals in der 7ten Klasse grob durchgenommen und später dann nochmal genauer in der 9ten. Kommt vielleicht auch ein bisschen darauf an, in welchem Bundesland man zur Schule geht und was die jeweiligen Religionslehrer für den Unterricht planen


Antwort
von DirtyHarry85, 17

der Buddhismus ist in dem Sinn keine "Religion" sondern eine
Lehrtradition und Lebenseinstellung.

Auch vermute ich mal das wir weniger mit Buddhisten zu tun haben, als mit Moslems, deswegen wird der Islam wohl eher besprochen.

Antwort
von Farbton2, 16

Das kommt ganz auf den Unterrichtsplan an. Das kann man nicht relativieren. Ich hatte zB letztes Jahr (9. Klasse) die Weltreligionen, insbesondere eine große Runde durch den Buddhismus.

Vielleicht ist es bei dir auch nächstes Jahr dran.
Liebe Grüße :)

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 12

Ich bin Buddhist und bin damals freiwillig in den evangelischen Religionsunterricht gegangen, weil mich Religionen schon immer interessierten.

Bei uns war die Vermittlung von theoretischem Wissen über die großen Weltreligionen ein fester Teil des Religionsunterricht - darunter auch die beiden "Exoten" - Hinduismus und Buddhismus.

Dass es in Deutschland keinen explizit buddhistischen Religionsunterricht gibt, liegt übrigens daran, dass der Buddhismus nicht als Religionsgemeinschaft im Sinne einer Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt ist.

Antwort
von Ursusmaritimus, 17

Es steht dir frei deinen Lehrer hierauf anzusprechen.....

Antwort
von Infomercial, 15

Naja, aus einigen Lehren des Buddhismus könnte ein halbwegs denkfähiger Mensch ableiten, daß es sinnlos ist, sich zum Lohnsklaven zu machen - oder sein Konsumverhalten ändern (wesentlich einschränken) - oder anderen helfen sich selbst zu helfen - oder leichter die Lügen und Betrügereien der Regierung erkennen - oder ein Selbstvertrauen und -Bewußtsei entwickeln, gegen daß der Staat nicht mehr so leicht ankommt.

...sicher, im Vergleich zum Entstehungszeitpunkt des B. sind das sehr "moderne" und vorallem westliche "Probleme". Aber es ist nun mal nicht gewollt - wie so vieles.

Viele, die am Menschen richtig Geld verdienen, würden auf einen Großteil davon verzichten müssen, wenn in der Masse die Menschen auch nur 20% vom Buddhismus gegriffen hätten. Das wäre ja sch...ße für die Ausbeuter.

Man bringt dir in der Schule auch nicht bei, was ein Stirlingmotor ist. Man erzählt dir auch nicht, daß Ferdinand Porsche den Tiger-Panzer mit Elektromotor konzipiert hat, auch nicht, daß Elektroautos lange vor Autos mit Verbrennungsmotor fuhren. .... Wär ja blöd, wenn von der Schule Menschen kommen, die selbstständig denken und nicht einfach alles glauben.

Antwort
von eyrehead2016, 15

In meiner Schule haben wir Buddhismus behandelt

Antwort
von Magda1996, 10

also ich bin katholisch und wir haben darüber schon was gelernt

Antwort
von elenano, 9

Buddhismus und Hinduismus kam bei uns (Bayern; evangelisch) in der 10. Klasse dran.

Antwort
von derMannohnePlan, 4

Weil der Buddhismus selber, sich nicht energisch in den Vordergrund drückt.

Somit zieht er ganz geschmeidig an den Lehrern vorbei. Sie beschäftigen sich dadurch erst gar nicht mit ihm.

Dem Buddhismus ist das alles egal!

Antwort
von SakrISTderBESTE, 13

Bei uns konnten wir uns aussuchen, was wir nehmen wollten. Buddhismus war da zur Verfügung.

Antwort
von MehrPSproLiter, 12

Bei uns (ev) haben wir es durchgenommen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community