Frage von heellooo1234, 46

Warum wird Bismarck als Gewaltpolitiker gesehen?

Antwort
von JustNature, 18

Bismarck war tatsächlich ein Politiker des kraftvollen Handelns. Daß man ihn heute zu negativ darstellt liegt am zeitgeistlichen Wahn: Nach den neudeutschen Regeln der "politischen Korrektheit" muß man erst die ganze Welt fragen, bevor man irgendwo ein Hüttchen errichtet oder ein Bäumchen fällt.

Antwort
von XL3yed, 21

Weil er drei Kriege führte. Diese sind:
erster Reichseinigungskrieg 1864 -> deutsche Staaten und Österreich gegen Dänemark um Schleswig und Holstein

zweiter Reichseinigungskrieg 1866 -> deutsche Staaten gegen Österreich (deutsch-deutscher Krieg) um Verwaltung von Schleswig und Holstein; entscheidende Schlacht am 3. Juli 1866 bei Königgrätz

dritter Reichseinigungskrieg 1870/1871 -> Norddeutscher Bund (1867 gegründet) mit süddeutschen Staaten gegen Frankreich, nachdem Bismarck ein verkürztes Telegramm (Emser Depesche) an den französischen Kaiser geschickt hat; entscheidende Schlacht 2. September 1870 bei Sedan

Frieden wurde am 10. Mai 1871 durch den "Frieden von Frankfurt am Main" geschlossen, wodurch z.b. Elsass Lothringen an Frankreich ging

Innenpolitisch ist Bismarck "gewaltsam" in zwei Punkten:

1.: Kulturkampf (1872-1879) gegen die katholische Kirche durch z.B. den "Kanzelparagraph" (1872), was die Inhaftierung von kritischen Geistlichen erlaubte

2.. Sozialistengesetze (1878-1890) gegen Sozialdemokraten durch verschiedene Gesetze, die die Inhaftierung von Sozialdemokraten, verbot von diversen Vereinen etc. ermöglichte.

Kommentar von JustNature ,

??? Elsaß Lothringen ging natürlich im Friedensschluß an Deutschland, nicht Frankreich.

Kommentar von XL3yed ,

Ups, ja, natürlich

Antwort
von Pangaea, 19

Wer sieht ihn so?

Antwort
von Karaseck, 27

Lies Dir sein Lebenswerk durch, dann kommst Du selber drauf.

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