Frage von dasding111, 126

Warum wird "alles" was ein Mensch nicht/noch nicht erklären kann, mit Gott in Verbindung gesetzt?

Früher gab es Götter für Donner, Regen usw. Das konnten sich die Menschen früher nicht erklären und haben es als eine göttliche Kraft angesehen. Heute weiß jeder, wie Donner und z.B. Regen ensteht. Aber nehmen wir jetzt in der heutigen Zeit den Urknall, wie die Menschen entstanden sind, diese unerträglichen Schmerzen von manchen Personen, die nach einem Gebet wieder erträglich sind, eine Wolke die einer Menschlichen Gestalt ähnelt usw. Diese dinge sind für manche noch nicht erklärbar und werden wieder mit einem Gott in Verbindung gebracht. Warum glauben Menschen, dass "alles" noch nicht erklärbare eine Verbindung mit Gott haben muss.

Antwort
von Meatwad, 11

Der Urknall dient den Gläubigen dazu, ihren Gott dahinter zu verstecken. Er ist ihre letzte Rettung. Denn auch wenn der Gläubige im Allgemeinen den Urknall noch nicht einmal ansatzweise verstanden hat, so hat er doch verstanden, daß wir weit davon entfernt sind, "vor" den Urknall zu schauen.

Alle bisherigen Behauptungen bezüglich Dingen, die angeblich göttliches Eingreifen nötig machen, haben sich als falsch herausgestellt. Es gibt keinerlei Grund zur Annahme, daß dies beim Urknall anders ist.

Der Mensch ist ein Primat. Er ist zweifellos nicht von einem Gott erschaffen worden. Diese Realität schmeckt nicht jedem.

Früher konnte man sich die Welt nicht ohne Götter erklären. Heute WILL man sie sich nicht anders erklären, obwohl dies längst möglich ist. Dies gilt auch für Schmerzen, die nach Gebeten nachlassen und Gesichter in Wolken. Vollkommen rational erklärbar. Ganz ohne Gott.

Antwort
von Schuhu, 46

Für Menschen ist es oft schwer zu ertragen, wenn sie Ursachen nicht kennen und keine Erklärungen für Phänomene finden. Dann nehmen sie gerne auch die absurdesten Begründungen an, nur um nicht zuzugeben, dass sie etwas (noch) nicht wissen.

Je genauer die Naturwissenschaften Zusammenhänge erklären können, desto mehr nimmt (zumindest im Westen) der Gottglaube ab. Trotzdem schwirren noch die absurdesten Überlegungen im Raum und die Esoterik feiert fröhliche Urständ.

Antwort
von priesterlein, 33

Das kam mir noch nie unter, dass das so sein soll. Am Anfang der Menschheit war es sicher einfacher, eine Erklärung, die jemand gab, zu akzeptieren, wenn sie irgendwie logisch klag. Das ist heute zwar immer noch so, aber mit Wolkenformen und Kreationismus hat das eigentlich nichts mehr zu tun. selbst in der Wisenschaft glaubt man viel zu oft, was andere erzählen, solange man es nicht besser weiß.

Ich kann nur von mir sprechen, dass mein Glaubesinhalt keine Ungewissheit sondern Gewissheit ist, aber dabei geht es nicht um die Gleichsetzung alles nicht erklärbaren mit dem nicht verstehbaren Gott.

Menschen waren und sind nicht so einfach, wie du sie in der Frage hinstellen willst. Sie haben sicher den sich immer wieder verändernden Status Quo der von ihnen erkenn- und akzeptierbaren Wahrheiten und manche sind tatsächlich so starr, zu glauben, dass die Wissenschaft schon alles erklären wird und sie ignorieren dabei sehr großzügig, dass die Wissenschaft Grenzen hat, die sie nicht verlassen kann, denn sie kümmert sich nur um das, was erkenn-und beweisbar sein kann, aber nicht um das, was alles außerhalb des von uns Erkennbaren Enifluss besitzt.

Man sollte nicht davon ausgehen, dass wir das Beste sind, was es gibt und dass es gar keine klügeren Lebensformen oder andere Sinne als die unseren geben kann.

Jeder sollte sich die Frage stellen, ob man die potentielle Existenz eines allmächtigen Wesens ignorieren und die Augen davor verschließen will.

Es gibt von einfachen Menschen immer einfache Erklärungen für Glaube: Abgabe der Verantwortung, Sicherheitsgefühl, Hoffnung, blablaba und Schuldzuweisung an etwas anderes, aber auch diese Leute könnten sich mal dazu entscheiden, klüger werden zu wollen und die Wahrheit zu suchen statt sie sich einfach auszudenken.

Antwort
von user8787, 55

Weil das die Menschen beruhig und denen oft Sicherheit bietet. 

Ungewissheit und Haltlosigkeit....damit können wir Menschen nicht besonders gut umgehen. 

Also suchen wir nach Erklärungen und Schutz.....

Ich bin nicht gläubig, aber ich erlebe besonders in den Sterbephasen der Menschen wie heftig die sich am Glauben festkrallen. 

Keiner weiß was nach dem Tod kommt....das ist wohl die mächtigste Angst der Menschen überhaupt. 

Antwort
von Dummie42, 30

Götter als Wissenslückenbüßer sind leider milliardenfach verbreitet. Und die Gläubigen nehmen durch die Bevölkerungsexplosion rasant zu, während die Stimmen der Vernunft proportional nicht annähern so stark sind. Im Gegenteil, Atheisten bekommen zu wenig Kinder und sind deshalb vom Aussterben bedroht. :-) 

Kommentar von Garfield0001 ,

stimmt. zb ist noch nicht geklärt warum es zum urknall kam und so. ach ne ... da War doch Gott kein Lückenbüßer. es heißt dann: wir wissen es noch nicht, aber es ist wahr das es Zufall War

Antwort
von Eselspur, 17

Dieses Modell des Lückenfüllergottes ist eine Erfindung der Aufklärung.
Der Atheist meint, es gibt überhaupt keinen Gott, der Glaubende weiß sich immer in Gottes Hand - egal ob er irgendetwas erklären kann oder nicht.

Antwort
von Schweinsbraten4, 23

Das ist eine Sicherheit. Aber vermutlich wird man irgendwann keinen Gott mehr benötigen, um irgendwelche Mysterien zu erklären. Die gläubigen Menschen verwenden ungeklärte Angelegenheiten auch gerne als "Beweis" für die Existenz uhres Gottes. Blöd nur, dass diese Dinge nach und nach wissenschaftlich erklärt werden. 

Antwort
von Welux, 48

Das kannst du so nicht verallgemeinern. Es gibt höchst intelligente Philosophen die sich an der Frage ob man Gott widerlegen oder die Existenz beweisen kann die Zähne ausbeißen. 

Zum Beispiel widerlegt zwar die Evolutionstheorie (THEORIE, auch wenn sie zu 99% bewiesen ist) große Teile der Bibel, aber das heißt ja nicht, dass es Gott nicht gibt, sondern lediglich das die Schriften nicht wörtlich zu nehmend sind.

Ich persönlich bin Agnostiker, aber ich verstehe was du meinst. Ich würde deine Meinung auch weitgehend unterstützen, aber so einfach kann man es sich leider auch nicht machen.

Antwort
von Mausefell2000, 43

Tun sie doch gar nicht. Wir wissen das die Erde wahrscheinlich durch den Urknall entstanden ist und glauben trotzdem an die Schöpfungsgeschichte.

Es kommt immer auf die Menschen an, es gibt auch heute noch Religionen die an einen Gott für das Wetter und einen für das und einen für jenes glauben.

Außerdem schließt das eine das andere ja nicht aus oder? Nur weil wir wissen wie Regen entsteht heißt es nicht dass Gott nicht dafür sorgen kann, Wettervorhersagen stimmen ja auch nie hundertprozentig xD

Es ist reine Glaubenssache :D

Kommentar von Garfield0001 ,

oh. 'wissen' und 'wahrscheinlich ' in einem Satz. das kann nicht gut gehen

Kommentar von Mausefell2000 ,

okay, wir vermuten dass dir Erde durch den Urknall entstanden ist, besser? xD

Antwort
von atzef, 36

Allgemein bedeutet der Glaube an einen Gott Entlastung von eigener Verantwortung, den Glauben an eine Verbesserung ohne eigene Tätigkeit nur wg. der Rechtgläubigkeit, Pseudogewissheit und für Männer halt immer eine Legitimation für patriarchale Herrschaftsansprüche.

Antwort
von JustNature, 42

Das hängt voll mit der Schulbildung zusammen. Gerade in den bekannten südöstlichen Ländern gibt es teils noch erschütternd schlechte Schulbildung. Und dann bleibt viel Raum für die verbrecherischen Religionen. Und diese sind Droge fürs einfache Volk.
LEIDER scheint diesbezüglich auch in Deutschland die Schulbildung immer schlechter zu werden. Unter der Diktatur der "Toleranz" schafft man den Schülern immer weniger Klarheit, wie die Dinge wirklich sind.

Antwort
von hoffnungslosss, 46

Weil es einfach das meiste ist wer hat alles hier erschlagen ? Gott natürlich
Zb der Regen ist dir aufgefallen das alle Tropfen sich beim runter fallen nicht berühren ? Das liegt daran das es unzählige Engeln runter tragen. Verstehst du.?
Hoffe ich habe damit deine Frage beantworten:)

Kommentar von Dummie42 ,

Das ist jetzt hoffentlich nicht dein Ernst?

Kommentar von hoffnungslosss ,

Kuck die mal die Welt an es ist doch klip und klar das es jemand gibt der das kontrollieren tut

Kommentar von Dummie42 ,

Pass bitte zukünftig im naturwissenschaftlichen Unterricht besser auf, dann unterlaufen dir solche Denkfehler nicht mehr. Am besten googelst du gleich zuerst mal die Worte “Regentropfen Oberflächenspannung“.

Kommentar von hoffnungslosss ,

Ich weis schon wie das ersteht und so
Aber ah weist was keine Lust jetzt zu diktieren ja ciau

Antwort
von Garfield0001, 10

glaube ich nicht so richtig.
alle wissen zb dass es die Gravitation und die anderen Dinge gibt. Aber keiner kann erklären: warum überhaupt. und das sind die letzten, die da nach Gott rufen würden

Antwort
von 1988Ritter, 30

Wenn der Mensch keine andere Erklärung findet, dann nimmt er halt diese.

Antwort
von Andrastor, 13

Weil es einfacher ist eine Antwort zu erfinden als die Wahrheit zu ergründen.

Antwort
von Raubkatze45, 8

Man muss unterscheiden zwischen Göttern, nach denen Menschen gesucht haben und nach ihren Vorstellungen "leben" ließen und dem Gott, der sich den Menschen offenbart hat. Das ist ein Unterschied! Die Götter werden zum Mythos, der wahre Gott bleibt in Ewigkeit.

Deshalb wissen gläubige Menschen, dass sie nicht aus Zufall entstanden sind und eine höhere Macht ihr Leben lenkt. Man nennt das göttliche Vorsehung. Da  Menschen begrenzte Wesen sind und die Gedanken Gottes für ihr Leben und die Welt nicht kennen, sind sie hellhörig für alles, was in ihrem Dasein passiert und versuchen, das Wirken Gottes darin zu erkennen.

Warum Menschen das tun? Weil sie den Verheißungen Gottes glauben und die Offenbarung nicht für ein Märchen halten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten