Frage von Sulka27158, 166

Warum will Russland nicht, dass Montenegro der NATO beitritt?

Russland soll die NATO ja anscheinend davor "gewarnt" haben, Länder im Osten aufzunehmen. Doch warum will das Russland nicht? Fühlt Putin sich bedroht? Und was hat das mit dem Syrien-konflikt zu tun?

Die ganzen Berichte im Internet verwirren mich nur noch mehr.

Ich hoffe jemand von euch kann mir helfen ^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DrCook, 96

die NATO ist ein Militärpakt, der gegründet wurde um die Sowjetunion im Notfall zu bekämpfen. Nach dem Zerfall der SU (Sowjetunion) ist ja quasi Russland das Nachfolgeland. Es will sich selbst nicht der NATO unterstellen, da es sich in dieser Frage nicht unter die Amerikaner (die in der Vergangenheit hauptsächlich in der NATO bestimmt haben) stellen will

Da Russland nun nicht beitritt und die NATO ein möglicher Gegner ist, haben sie Angst, dass die NATO so stark wird, dass Russland keine Chance mehr hat.

Wenn nun auch Nachbarländer Russlands beitreten, dann kann Russland nicht mehr so schalten und walten, wie es das bisher gemacht hat (ob dabei die Annektion der Krim oder der Ossetienkrieg legal waren oder nicht möchte ich hier nicht klären) - es wird also eingeschränkt.

Das sie das ne wollen ist klar und deshalb drohen sie, damit die kleinen Nachbarländer das nicht machen.

Antwort
von IanGaepit, 78

Die meisten hier gehen Hauptsächlich auf den Aspekt ein, dass Russland eine weitere Nato Erweiterung im Osten verhindern will. Dies ist soweit auch korrekt und wird hier auch weitestgehend erklärt. Ich beziehe mich einmal spezifisch auf Montenegro:


Montenegro ist, ähnlich wie Serbien ein traditioneller Partner Russlands. In den letzten Jahren hat sich das Land allerdings zusehends in Richtung "Westen" orientiert, wodurch Russland deutlich an Einfluss verlor (selbiges gilt auch für Serbien). Ein Nato Beitritt Montenegros würde nun den Rest des russischen Einflusses auf das Land zerstören. Zudem würde eine Nato Mitgliedschaft auch im Falle eines Regierungswechsels und einem möglichen daraus folgenden an die Macht kommens einer eher russisch orientierten Regierung für Komplikationen sorgen. Das alles möchte Russland nach Möglichkeit verhindern.

Antwort
von GanMar, 105

Wenn ich Putin wäre und die Außengrenzen der Nato immer näher an mich heranrücken würden, dann würde ich mich vermutlich auch bedroht fühlen. Der "kalte Krieg" ist eben noch längst nicht vergessen und von einer gleichberechtigten Partnerschaft mit der Nato sind die "Reste des Ostblocks" weiter entfernt als ein Eichhörnchen vom Abitur.

Kommentar von halligalli567 ,

mit Montenegro geht die NATO nicht näher an Russland ran. Montenegro liegt neben Albanien an der küste

Kommentar von GanMar ,

Albanien war allerdings mal ein Mitglied des Warschauer Paktes, wenn auch nur für kurze Zeit. Seit einigen Jahren ist Albanien Nato-Mitglied. Der Einfluß Russlands auf Ost-Europa wird also mehr und mehr zurückgedrängt und die Außengrenzen der Nato scheinen sich zu "begradigen".

Mit "näher" war nun nicht unbedingt die geographische Entfernung zu Moskau gemeint. Putin stellt aber durchaus eine Verringerung seiner Einflußsphäre fest.

Kommentar von Wolli1960 ,

Albanien wurde 1955 Mitglied des Warschauer Pakt, stellte aber seine Mitarbeit nach dem Bruch mit der Sowjetunion 1961 ein und lehnte sich an Rotchina an. 1968 trat es nach der Intervention des Warschauer Pakts in der Tschechoslowakei auch formell aus.

Kommentar von voayager ,

Du, der Kalte Krieg ist längst wieder da.

Kommentar von GanMar ,

So gesehen hast Du da durchaus Recht.

Antwort
von voayager, 54

Das Aufmarschgebiet gegen Russland vergrößert sich immer mehr und nun auch bei den einstigen Partnern dieses Landes. Wer sollte da im Kreml noch mit den Achseln zucken.


Antwort
von lukunil, 87

Im Zuge der Wiedervereinigung wurde Russland versprochen, dass sich NATO nicht erweitere. Mittlerweile hat die NATO trotzdem viele neue Mitglieder dazu bekommen und grenzt mit den Baltischen Staaten nun direkt an Russland an. Dadurch fühlt sich Russland bedroht und hat Angst, dass die NATO zu mächtig werde. Mal ganz einfach ausgedrückt.

Kommentar von Crack ,

Im Zuge der Wiedervereinigung wurde Russland versprochen, dass sich NATO nicht erweitere.

Das wurde der Sowjetunion vielleicht so versprochen - diese löste sich dann aber auf.

Kommentar von simferopol ,

diese löste sich dann aber auf.

Russland ist der Rechtsnachfolger der Sowjetunion

Kommentar von IanGaepit ,

Nunja, dass ist ein Streitthema. Der ehmalige US-Außenminister James Baker argumentiert er habe lediglich angedeute das ein solches Versprechen/Abkommen möglich gewesen wäre. Grobatschow auf der anderen Seite meinte er habe dies als direktes Versprechen aufgefasst. Auch da es laut ihm nocheinmal durch die Westdeutschen bestätigt wurde.

Kommentar von voayager ,

dieser schwachsinnige Gorbatschow war noch nicht mal in der Lage das bloße mdl. Versprechen in ein schrftl. einzufordern. Lippenbekenntnisse besagen doch rein garnichts. Da muß schon ein Vertrag her.

Kommentar von palzbu ,

Von wegen Streitthema. Passende Argumente seine Versprechen nicht zu halten finden sich immer. Wer mit Strolchen wie den Amis Geschäfte macht wird letztlich immer der Dumme sein.

Antwort
von kami1a, 49

Hallo! Russland stört alles was die Nato stärkt zumal diese als potentielle Bedrohung betrachtet wird. Hinzu kommt dass Montenegro sich relativ nah bei Russland befindet. Die hauptsächliche Gefahr für Russland ist allerdings die Störung der russischen Expansionspolitik

Bei Syrien gibt es Berührungspunkte weil Russland und die USA da aktiv sind - allerdings teils mit unterschiedlichen Interessen. 

Ich wünsche Dir ein gutes und schönes Wochenende.

Antwort
von LordFantleroy, 24

Russland will sich zwar einerseits seine Einflusssphäre sichern, kann aber andererseits kein attraktiveres und tragfähigeres Bündnis als die westlichen Staatengemeinschaften anbieten, eines, das auf einer gleichberechtigten Partnerschaft beruht, weder wirtschaftlich noch sicherheitspolitisch.

Antwort
von JBEZorg, 53

Die Frage ist eher warum Mntenegro in die NATO gezwängt wird von einer Regerng, die gegen den Willen des eigenen Volkes regiert unf handelt?

Und die Frage ist was die westliche Reaktion wäre wenn Russland demnächst eine feste militärische Allianz mit Syrien eigehen würde und dort Militärbasen und ein Raktenschild "gegen Kamerun" mit Reichweite bis nach Lissabon aufbauen würde?

Kommentar von TatyanaIgor ,

Ein Schwachsinn. Russland provoziert den westen und die Aggressionen werden immer schlimmer. Putin muss gestoppt werden.

Kommentar von palzbu ,

Hallo Talyanalgor .. Jawolll ! Die Nato umzingelt Russland mit Raketen, und dieser böse Putin möchte sein Land verteidigen. Spinnt der? Wir brauchen doch dringend die Bodenschätze Russlands zum Schleuderpreis, so wie bei dem Alohol-Jelzin. Also der Putin muss weg und die Russen, diese Untermenschen sollen für uns zu Hungerlöhnen arbeiten. Jawolll Herr Nato.

Antwort
von simferopol, 48

Wer will schon ein Interventionsbündnis vor der Haustüre haben, und das noch bei einem Partner, zu dem traditionell sehr gute Beziehungen bestehen.

Antwort
von 1988Ritter, 68

Ich erkläre es mal ganz einfach.

Bündnispartner (NATO) dürfen in den Mitgliedsstaaten Waffen und Soldaten stationieren.

Die Russen haben immer klar gesagt,

Macht was ihr wollt, aber rückt uns nicht auf die Pelle.

Das tut aber die NATO seit mehreren Jahren schon. Gib mal bei google Natoerweiterung nach 1990 ein. Du wirst Dich wundern. Da marschieren nicht die Russen gen Westen, es marschiert der Westen mit dem Deckmäntelchen NATO-Mitgliedschaft gen Osten.

Antwort
von Novos, 74

Hier kannst Du viel nachlesen https://de.wikipedia.org/wiki/NATO-Osterweiterung

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