Frage von Imago8, 262

Warum will der Mensch kein Tier sein?

Zumindest biologisch wird der Mensch ins Reich der Tiere eingegliedert, als eine Menschenaffenart. Doch der allgemeine Konsens in der Gesellschaft scheint ein anderer zu sein: die meisten grenzen sich als Mensch strikt von (allen anderen) Tieren ab. Sie möchten unbedingt kein Tier sein.

Aber wieso eigentlich?

Und: würde sich etwas verändern, wenn wir uns als eine Tierart von vielen begreifen würden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von webflexer, 110

Weil der Mensch nun mal nicht vom Tier abstammt. Diese "Affen" Theorie ist der größte Unsinn der der Menschheit erzählt wird!

Kommentar von llp2002 ,

und wie haben sich die Menschen deiner Meinung nach entwickelt?

Kommentar von FragaAntworta ,

Zu ihrem Nachteil

Kommentar von tachyonbaby ,

@FragaAntworta: You made my day!

Sag ich schon lange, daß die Menschheit degeneriert. Irrenhaus ist gar nichts!

Kommentar von llp2002 ,

damit meinte ich eher wovon der Mensch @webflexer s Meinung nach den sonst abstammen soll

Kommentar von TheApfeluhr ,

Na klar und Adam und Eva wurden aus dem Garten Eden vertrieben weil sie vom Baum der Erkenntnis aßen

Kommentar von realsausi2 ,

Es wird mir auf ewig ein Rätsel sein, wie jemand, dessen cognitive Kompetenz offensichtlich ausgereicht hat, Lesen und Schreiben zu lernen, auf dem weiteren Weg dermaßen auf die Fressse fallen kann.

Antwort
von Tragosso, 122

Die Frage kann ich dir zwar nicht beantworten, finde sie aber sehr interessant. Besonders, da ich selbst gerne antworte, dass wir zu den Affen gehören, wenn es mal wieder um die berühmte 'Abstammung vom Affen' geht.

Ich selbst habe mich immer ebenfalls als eine Tierart angesehen. Was sollten wir denn auch sonst sein? So besonders ist der Mensch dann auch nicht. Intelligenter, ja mag sein. Fähiger, weiter entwickelt. Aber trotzdem immernoch ein Tier.

Kommentar von dandy100 ,

Im Unterschied zu allen andere Tieren trägt der Mensch allerdings die Verantwortung für das Wohlergehen aller anderen Mitgeschöpfe - das sollte man nicht vergessen.

Kommentar von Tragosso ,

Das ist wohl so, Wissen (und Intelligenz) geht mit Macht einher. Wie wir diese nun nutzen, das ist eher unser Problem.

Kommentar von Imago8 ,

wenn die Menschen Verantwortung für sich selbst übernehmen würden, wäre es überflüssig, Verantwortung für andere Lebewesen zu übernehmen zu wollen.

Wir können nicht ohne andere Lebewesen leben. Wenn wir das mal global, national, regional und am Küchentisch checken würden...

Antwort
von Hyaene, 53

Ich bin der Meinung, dass der Mensch ebenfalls zu den Tieren gehört. 
Auch, wenn ich dafür schon sehr oft Beleidigungen anhören musste.
Gegen sachliche Diskussionen, ohne persönliche Beleidigungen, habe ich natürlich nichts.  ;-)

Nun zum eigentlichen Thema:

Wir haben den Überlebensinstinkt, den Fortpflanzungsinstinkt, den Mutterinstinkt, den Instinkt besser, als unsere Mitmenschen zu sein uvm...

Und! Das ist  typisch für jede Tierart! Wir halten uns für das Höchste und sind der Meinung, dass wir über allen anderen stehen, was auch natürlich ist. ;-)

Natürlich gibt es aber auch Tierarten, welche "instinktübergreifend" denken und handeln können. Das sind neben uns Menschen, die Tiere, welche ein Selbstbewusstsein besitzen (Spiegeltest).
Beispiele hierfür:

Delfine, Menschenaffen, Schweine, meine Hyänen uvm.

Mit "Instinktübergreifend" meine ich, dass Tierarten richtige Packte untereinander schließen können. Trauer empfinden, wenn zum Beispiel jemand gestorben ist (Elefant) und auch richtige Emotionen besitzen.
Sprich, sie können kognitiv denken.

Wer sich jetzt wieder über meine Sätze aufregt, dem lege ich nahe:

Statt, dass man sich über mein "vermenschlichen" aufregt - was meine Ansicht damit zu tun hat, weiß ich zwar auch nicht - sollte man mal besser darauf achten, seine Haustiere nicht zu vermenschlichen, sowie man es immer und immer wieder sieht.
Unterschiedliche Tierarten = unterschiedliche Bedürfnisse

Meine Worte und Ansichten schaden wenigstens anderen Tierarten nicht. ;-)

Zudem bin ich der Meinung, dass man sich auch folgendes mal zu Herzen nehmen sollte:

Solange man von "Besitz" spricht, statt "Freund" oder "Mitbewohner", sollte man sich auch nicht darüber aufregende, wenn Hund oder Katze auch als solches vor Gericht gewährtet werden, wenn ihnen durch Menschenhand geschadet wurde. Es sind schließlich keine Menschen, sondern nur Tiere, welche man bitte auch als solche sehen sollte... ;-P

Und da der Mensch ja meistens der Meinung ist, dass wir das klügste Lebewesen auf der Erde seien ^^:

Kommentar von Hyaene ,

Okay, das Video war blöd (der Schluss). XD Dieses Video wäre wohl angebrachter gewesen. ^^

https://www.youtube.com/watch?v=KHBThShCBdA

Kommentar von Imago8 ,

Interessante Antwort.

Ich verstehe nur nicht ganz, wie du darauf kommst, dass es natürlich wäre, dass ein Lebewesen über einem anderen stehen möchte.

Würde eher annehmen, dass solche Kategorien (besser, schlechter, höher, tiefer) für nichtmenschliche Tiere unbekannt sind. Weil das ja implizieren würde, dass sie sich mit anderen vergleichen und sich selbst und andere Lebewesen bewerten würden.

Hast du ein Beispiel?

Kommentar von Hyaene ,

Jede Tierart verteidigt, wenn es darauf ankommt, seine eigenen Artgenossen. Klar, es gibt auch Ausnahmen, aber prinzipiell stehen Tierarten eher zu ihrer eigenen Art. Dann gibt es noch die Konkurrenz, welche ausgeschaltet gehört. Bestes Beispiel. Meine Hyänen und Löwen. Wenn Hyänen Löwenbabys erwischen können, dann töten sie sie und umgekehrt genauso. Hier versucht die jeweilige Art es, dass ihre am ehesten verbreitet ist (Nahrungskonkurrenz). Bei uns ist das nicht anders. Alles was uns stört oder uns gefährden könnte (Ratten, Wespen) zerstören wir, ohne schlechtes Gewissen zu haben. Immerhin stehen wir nun mal ganz oben. So denkt der Mensch, wie auch andere Tierarten. ;-) 

Antwort
von dandy100, 113

rein biologisch bzw. zoologisch sind wir das ja, allerdings sollte sich der Mensch klarmachen, dass er eine absolute Sonderstellung unter allen Lebenwesen hat: Aufgrund seiner Intelligenz hat er zwar die Macht die Erde nach seinen Vorstellungen zu gestalten, damit hat er aber auch die volle Verantwortung für das Wohlergehen aller Lebewesen - in dieser Beziehung sollte sich der Mensch keineswegs nur als ein Tier unter anderen Tieren begreifen

Kommentar von Imago8 ,

danke für die Antwort.

Es könnte ja sein, dass die Voraussetzung dafür, für etwas verantwortung zu übernehmen, darin liegt, sich ihm zugehörig zu fühlen?

Kommentar von dandy100 ,

Absolut richtig, nur leider fühlen die meisten Menschen sich nicht nur zugehörig sondern in erster Linie überlegen und missbrauchen diese Überlegenheit, um ihre Mitgeschöpfe auf der Erde auszubeuten, statt fürsorglich mit ihnen umzugehen.

"Eines Tag wird der Mensch sich dafür verantworten müssen, was er den Tieren auf der Erde antut"

Das Interessante an diesem Zitat ist der Verfasser - es war Leonardo da Vinci

Kommentar von Imago8 ,

ich glaube der Mensch verhält sich da völlig tierisch...er nimmt sich, was er kriegen kann. Nur sind den meisten Tieren da schnell Grenzen gesetzt, weil sie keine Flugzeuge und LKWs haben, um sich neue Nahrung zu holen...

Kommentar von dandy100 ,

Stimmt, der Mensch verhält sich oft völlig tierisch - leider.

Man sollte sich aber bewußt machen, dass er genauso das Potential zum gegenteiligen Handeln hat, denn Menschen haben durchaus auch die Fähigkeit des Mitgefühls und der Selbstlosigkeit - sie  vergessen  nur so oft, das diese Fähigkeiten auch eine Verpflichtung sind.

Kommentar von Imago8 ,

ich glaube der Mensch müsste garnicht selbstloser werden. Nur weniger kurzsichtig.

Antwort
von AlphaundOmega, 59

Gegenfrage ; Warum will denn kein Tier, ein Mensch sein ? Und warum sollte man etwas anderes sein wollen, als man ist ? Diese Denkweise bzw. Frage kann sich wohl nur der Mensch stellen , denn als Tier, würde man sie erst gar nicht gestellen...

Und: würde sich etwas verändern, wenn wir uns als eine Tierart von vielen begreifen würden?

Nein, es würde sich nichts dadurch ändern , denn wir sind schlimmer als jede Tierart und dennoch machen wir so weiter, als ob es nur uns gäbe...

Wir meinen, die Krone der Schöpfung zu sein , nur sehe ich stattdessen einen Dornenkranz auf unserem Seelenhaupt, dessen wahres schöpfen man beraubt...

Kommentar von Imago8 ,

Kein Tier will ein Mensch sein? Bist du dir da sicher?

Kommentar von AlphaundOmega ,

Ja, eher wüde mancher Mensch, lieber zum Tier werden wollen...

Wäre übrigens eine schöne Umfrage ;)

Kommentar von Hyaene ,

Diese Denkweise bzw. Frage kann sich wohl nur der Mensch stellen , denn als Tier, würde man sie erst gar nicht gestellen...

Woher weißt du das? Sprichst du die Sprache anderer Tiere? Wer weiß denn schon, was sie sich untereinander erzählen? Vielleicht sogar dasselbe, wie wir? ^^ Der Mensch glaubt auch immer alles zu wissen... 

Kommentar von AlphaundOmega ,

Es kommt nicht so sehr auf die eine Sprache an , sondern auf das universelle "Verstehen", was durch intuitives erfühlen, wissen lässt, ...die Natur hat dafür ihre eigene Sprache, die alle lebewesen verstehen können ...

Kommentar von Abahatchi ,

Warum will denn kein Tier, ein Mensch sein ? Und warum sollte man etwas anderes sein wollen, als man ist ?

Hier stimmt die zweite Frage im Kontext nicht. Wenn eine Tier kein Mensch sein will, dann wäre es so, als würde ein Mensch kein Hund oder Floh sein wollen. Die Hauptfrage war aber, warum sich manche Menschen anmaszen zu glauben, keine Tiere zu sein. 

Antwort
von realsausi2, 61

Doch der allgemeine Konsens in der Gesellschaft scheint ein anderer zu sein:

Zum Glück wird aber über solche Dinge nicht abgestimmt.

Es gibt hier zwei Sichtweisen. Eine richtige und eine falsche.

Die Falsche kann man nur unter Missachtung von Fakten vertreten.

Taxonomie ist ein Zweig der Wissenschaft und kommt zu Erkenntnissen, die keine andere Interpretation als richtig zulassen.

Wir sind Tiere, Menschenaffen, Säugetiere, Trockennasenaffen, Menschen alles zugleich. Ich lebe damit ganz vorzüglich.

Kommentar von Imago8 ,

Die wissenschaftliche Sichtweise halte ich auch für richtig, weil sehr logisch. Nur, wie wir uns als Mensch empfinden, das lässt sich nicht so einfach durch wissenschaftliche Postulate festlegen.

Was bedeutet das für dich, dass du dich in die Tierwelt einreihst? Hat das Konsequenzen für dein Leben?

Oder ist es im Grunde nur ein Umherwerfen mit Etiketten?

Kommentar von realsausi2 ,

Was bedeutet das für dich, dass du dich in die Tierwelt einreihst?

Nein. Das tue ich nicht. Das macht die Taxonomie. Ich habe mir die Systematik dazu intensiv angschaut und finde darin nichts, was mir widersprüchlich erscheint.

Es ist mehr als nur Etikett. Es ist Ausdruck einer komlexen, auf vielfache Belege fußende Systematik der Naturbeobachtung.

Als Konsquenz für mein Leben würde ich da allenfalls eine sehr generelle Wertschätzung für das Leben an sich feststellen. Meine Grundhaltung ist immer eher die Suche nach Gemeinsamkeiten als die Herausarbeitung von Unterschieden.

Außerdem erwächst daraus eben die feste Überzeugung, dass der Mensch nicht die Krönung ist. Weder der Evolution und schon gar nicht einer vermeintlichen Schöpfung. Wir sind Gleiche unter Gleichen.

Die Erkenntnis in dieses Faktum lehrt die Demut und Bescheidenheit, aus der sich ein verantwortlicher Umgang mit der Natur zwingend ableitet. Das Anerkennen dieser marginalen Position, die wir im Weltgefüge haben, ist die Basis für eine substanzielle Ethik der Verantwortung, zu der uns unsere Möglichkeiten der Manipulation unser Umwelt gemahnen.

Antwort
von syncopcgda, 88

Der Mensch ist ein Untier, und zwar das schlimmste, was die Evolution je hervorgebracht hat. Man kann das jeden Tag in den Medien sehen und hören.

Antwort
von JapaneseBoy, 88

Manche Menschen fühlen sich dann in ihrem Ego verletzt, dass sie etwas besseres sind ^  ^ Also mir ist es egal, in was man uns eingliedert.

Kommentar von JapaneseBoy ,

Ich glaub mein Satz macht eigentlich keinen Sinn xD

Kommentar von FragaAntworta ,

Doch, mehr als viele andere hier. (Anwesende ausgenommen)

Antwort
von Semno, 87

Eine Frage vorweg an dich: Willst du das der Konsens anders sein sollte?

Zu deiner Frage:

Der Mensch unterscheidet sich vom Affen so wie sich Windows von OS-X unterscheidet. Beide basieren auf einen Code, beide wurden entwickelt, jedoch mit einer unterschiedlichen Intention.

Die Gene von Menschen und Affen mögen sich teilweise ähneln, schließlich bilden Gene auch die Muster für die Synthese von bestimmten Enzymen und Hormonen. Menschen und Affen (sowie die meisten Säugetiere) haben ähnliche Stoffe im Körper und ernähren sich auch von den selben Nahrungsmitteln (abgesehen von Mikrowellengerichten ... aber das ist eine andere Geschichte).

Die Unterschiede sind so groß, ... z.B. Freier Wille, Intelligenz, Logik, Vernunft, Liebe, Gute Fragen stellen ... dass keiner sich freiwillig mit einem Tier vergleicht, es sei denn er betritt ein Fitnessstudio.

Kommentar von Imago8 ,

naja, die Gene ähneln sich nicht nur teilweise: bei Bonobos sind wir bei ca. 99 % soweit ich weiß.

Vielleicht haben wir unsere Intelligenz, Logik usw. ja den Tieren zu verdanken, indem wir sie beobachten konnten und dadurch erkenntnisse für uns gewonnen haben?

Kommentar von Imago8 ,

...es kann doch kein Zufall sein, dass wir nahezu alles, was uns ausmacht, auch an Tieren beobachten können, nur eben in anderer Ausprägung: Tier verhalten sich logisch, intelligent, sie treffen entscheidungen, sie drücken Zuneigung, Angst, Aggression, Freude aus, sie lösen Probleme, sie spielen, sie sind kreativ...

das Problem ist doch nur das Wort "Tier". Laut deiner Logik müsste ein Schimpanse mit einer Mücke mehr gemeinsam haben als mit einem Menschen. Jede Art, jedes Individuum hat Alleinstellungsmerkmale...

Kommentar von Imago8 ,

ich halte es für möglich, dass ein anderer Konsens uns als Menschen weiter bringen würde....

Kommentar von realsausi2 ,

Die Gene von Menschen und Affen mögen sich teilweise ähneln,

Weit über 90%. Das geht wohl über "teilweise" deutlich hinaus.

Die Unterschiede sind so groß, ... z.B. Freier Wille, Intelligenz, Logik, Vernunft, Liebe,

Die
Unterschiede zu Nacktmullen sind auch groß. Mehr Haar, bessere Augen,
größere Füße, mehr Zähne. Aber unterm Strich haben wir mehr
Gemeinsamkeiten.

Es gibt keinerlei sinnvollen Ansatz, Intelligenz als Unterscheidungsmerkmal anders zu bewerten als die Größe der Füße.

dass keiner sich freiwillig mit einem Tier vergleicht,

Warum
sollte man das tun? Ich bin ein Tier, ein Affe ist ein Tier. Damit
vergleiche ich doch nichts. Wenn wir zwei als Fahrgäste im gleichen Bus
sitzen, sind wir beide Fahrgäste. Dabei trete ich doch mit meiner
Eigenschaft als Fahrgast mit niemandem um seine Eigenschaft als Fahrgast
in Konkurrenz.

Wir sind Tiere. So wie viele andere auch. Jedes
davon hat viele übereinstimmende Eigenschaften und ein paar
Alleinstellungsmerkmale.

Die Feststellung des Faktums, dass ich ein Tier bin, impliziert in keiner Weise irgend einen Bezug zu einem anderen Tier.

Kommentar von Abahatchi ,

Freier Wille,

Den hat der Mensch nicht, es hat schon das rudimentäre Unterbewusztsein entschieden, bis wir und scheinbar selbst für genau dies entscheiden. In unserem Gehirn entscheidet nicht der Bereich, der für das Bewusztsein und willentliche Denken zuständig ist, sondern der Bereich, der auch den Echsen die Entscheidung abnimmt. 

Kommentar von Semno ,

Du negierst also den Freien Willen aufgrund deines determinierten und materialistischen Weltbilds? Kann ich gut verstehen.

Kommentar von Abahatchi ,

Du negierst also den Freien Willen

Ich musz ihn nicht negieren, weil ich ihn nicht bejahe. Negieren kann ich nur etwas das gegeben ist und es dennoch versuche zu leugnen. Dafür bin ich in Kenntnis der Funktionen rudimentärer Hirnareale. Das der Mensch nicht durch sein Bewusztsein frei entscheiden kann, ist ausreichend erwiesen. Die Welt ist so, unabhängig ob wir etwas bejahen oder negieren. Ich gebe nur wieder, wie sie ist.

Negiert ist es allein durch das Sein der Welt.

aufgrund deines determinierten und materialistischen Weltbilds?

Was verstehst Du unter "determinierten und materialistischen Weltbilds"? Mein Weltbild kann ich nicht begrenzen, weil die Welt unabhängig von meiner thetischen Determination bestehen würde. Ich nehme die Welt so, wie sie ist, denn ändern kann die Eigenschaften der Welt niemand. Materialistisch könnte mein Weltbild eh nicht sein, weil gemäß E=mc² alles "nur" Energie ist, selbst die Materie.

Kommentar von Semno ,

Ah das E=mc im Quadrat. Einsteins berühmte Formel, ein immer wieder zitiertes etwas um es wissenschaftlich klingen zu lassen, ... laut dem Handbuch der Propaganda geschrieben von Edward Bernays, Lieblingsneffe von diesem materialistischen Nihilisten Freud.

Einstein hat bei der Quantenmechanik sein Handtuch geworfen. Denn genau die Quantenmechanik beweist den Wahrheitsgehalt des Idealistischen Weltbilds, bei dem der Freie Wille eines der tragenden Säulen ist.

Zwar haben Menschen wie John Eccles einen verzweifelten Versuch unternommen es noch mit dem Dualismus zu erklären, dennoch haben sie am Ende der Quantenmechanik recht geben müssen.

Und Wissenschaftler wie Steward Hamerhoff haben erst gar nicht versucht den Freien Willen durch ein veraltetes System zu erklären, sondern erforschten das Bewusstsein mit den modernsten Mitteln und Theorien.

Wenn also jemand behauptet der Freie Wille existiere gar nicht, was geht da ihn im vor? Was für ein veraltetes Weltbild und was für eine veraltete Wissenschaft nutzen diese Leute? Krallen sie sich mit aller Macht an das Alte fest? Ist das eines ihrer ureigenen Ängste? Was würde passieren wenn ihre Schutzmechanismen eines Tages zusammenbrechen?

Kommentar von tachyonbaby ,

@Semno: Einen freien Willen kann nur der Mensch ausüben, der eine entsprechende geistige Stufe erreicht hat (nicht zu verwechseln mit Intelligenz oder gar Bildung).

Die meisten von uns sind tatsächlich nicht in der Lage einen freien Willen auszuüben, weil wir vorwiegend trieb- und instinktgesteuert agieren (deshalb funktioniert ja u.a. auch Werbung). Ich nehme mal an, daß sich @Abahatchi auf diese und andere unbewußten Mechanismen bezieht.

Vom jeweiligen Standpunkt aus betrachtet, hat jeder von Euch beiden einen Teil der Wahrheit.

Es wird ja auch alles getan, daß wir aus unserem geistigen Gefängnis nicht ausbrechen. Wer die Zeichen der Zeit deutlich sehen kann, weiß genau, wie die Erkenntnisse zum Schaden der Menschheit angewandt werden.

Kommentar von Abahatchi ,

@ tachyonbaby, nach heutigen Erkenntnissen und Tests, müszte ein Mensch mindestens drei Tage überlegen, analysieren, bewerten und abwägen, bist man langsam bzw. etwas davon sprechen kann, er hätte eine willentliche, vom Bewusztsein getroffene, rationale Entscheidung herbeigeführt. 

Eine Entscheidung wirklich willentlich, also durch unser rationales bewusztes Ich zu treffen, also absolut sachlich ohne unterschwellige Neigungen und Gefühle, ist genau genau genommen eine der schwierigste Aufgaben, die einem Menschen abverlangt werden können. 

Bei allen Entscheidungen, die unser Unterbewusztsein für uns trifft, wird dann nur noch vom Bewusztsein das Gefühl gegeben, es sei unserer willentliche, rationale Entscheidung gewesen.

Grusz Abahatchi

Kommentar von Semno ,

@Abahatchi DAS ist sehr interessant mit den drei Tagen, denn das überschneidet sich ebenfalls mit meiner Beobachtung.

Der Freie Wille ist somit nicht zugänglich für eine Entscheidung die man sofort im Jetzt treffen soll, sondern eine Überzeugung die auf zukünftige Ereignisse zutrifft.

Demnach sind wir uns doch einig.

Nur was ich mit materialistischem Weltbild meine ist, dass die Materialisten denken man hätte überhaupt keinen Freien Willen ... auch nicht nach drei Tagen nachsinnen um eine Entscheidung zu treffen ... sondern das Freier Wille nur eine Illusion wäre. Das widerspricht aber jeglicher Erfahrung.

Kommentar von Semno ,

Da fallen mir spontan die chemischen Elemente Barium, Aluminium und Fluorid ein.

Ja das stimmt das nicht alle über einen höheren Bewusstsein verfügen. Viele lassen sich sagen was sie zu denken haben, statt selbst nachzudenken.

Antwort
von sassykid, 53

1. religion. einige menschen glauben an Adam und eva etc.

2. menschen haben so vieles erbaut, erfunden und entdeckt, was uns eventuell denken lässt, wir seien was besseres, dabei sind wir auch Tiere. wir unterscheiden uns zwar durch die Kommunikation, die art und weise wie wir gehen, fühlen und mit unserer denkensweise. auch Tiere können kommunizieren, fühlen, fortbewegen und denken, nur dass bei ihnen im Gehirn die Funktion fehlt, wie man zb häuser baut (kenne mich nicht so mit dem gehirt aus)

Antwort
von tachyonbaby, 65

Das wäre eine Beleidigung für die Tierwelt. Kein Tier benimmt sich derart daneben, wie der Mensch. Tiere zerstören nicht den Planeten auf dem sie leben.

Kommentar von Imago8 ,

Tiere zerstören nicht den Planeten. Aber sie zerstören Leben genauso wie Menschen, indem sie sich ernähren. Nur in einem "etwas" anderen Ausmaß.

Kommentar von Hyaene ,

Doch, es gibt auch Tiere, welche die Natur zerstören können. Heuschrecken zum Beispiel. Was du geschrieben hast, ist eher deine emotionale Sichtweise, nicht aber das worum es hier eigentlich gehen soll. ;-)

Kommentar von tachyonbaby ,

Das kann man doch nicht miteinander vergleichen. Alle paar Jahre mag es einen Heuschreckenschwarm oder auch Wanderameisen geben, die partiell Landstriche kahlfressen, jedoch erhohlt sich die Natur davon sehr schnell wieder.

Der Mensch jedoch verstrahlt, vergiftet, verdreckt, zerstört die Natur nachhaltig und plündert sie aus Profitgier aus.

Antwort
von TheApfeluhr, 85

Eitelkeit ganz einfach

Kommentar von TheApfeluhr ,

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