Frage von Suezkas, 15

Warum will das Finanzamt auf einmal eine Steuererklärung?

Hallo, Mein Freund ist Student und hat an der Uni von Oktober 2015 bis April 2016 einen Tutorenjob gehabt. Gestern war plötzlich ein Brief vom Finanzamt im Briefkasten in dem stand, dass er bis morgen seine Steuererklärung abgeben soll. Wir haben nicht damit gerechnet dass er überhaupt eine machen muss, er hat ja nur 200€ im Monat bekommen. Für das Jahr davor hat er schon einmal eine Steuererklärung gemacht, wegen einem Ferienjob von dem er die Steuern zurück bekommen hat. Das ist aber schon alles durch. Haben die ihm vielleicht nur eine Erinnerung geschickt, weil er ja letztes Jahr eine gemacht hat und dieses Jahr eventuell noch eine folgt? Oder muss man bei einem Job an der Uni eine machen? Kann man die Frist noch verschieben? Er hat eigentlich gar keine Zeit jetzt eine zu machen, weil er mitten in der Klausurenphase steckt.

Antwort
von gerolsteiner06, 12

Ja, man kann eine Frist verschieben.

Rufe an und rede mit denen, da sind sie sehr flexibel. Vor allem könnt ihr klären, ob es ein Mißverständnis ist.

Es ist schon eigenartig, daß sie eine so kurze Frist setzen, das könnte ein Hinweis sein, daß irgend etwas schief gelaufen ist.

Kommentar von Suezkas ,

Vielen Dank! Jetzt sind wir schon mal beruhigt. Dann ist es ja nicht schlimm wenn wir erst morgen die Möglichkeit haben die Sache direkt mit dem Finanzamt zu klären.

Antwort
von Wago1956, 10

Wikipedia bringt es auf den Punkt.

Abgabepflicht/Pflichtveranlagung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lohnsteuerkarten - ab 2011 ausgedient

Die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung ist in § 149 Abs. 1 AO und § 25 Abs. 1 EStG allgemein geregelt und in den Paragraphen § 56 EStDV und § 46 EStG konkretisiert.

In § 46 EStG ist die Abgabepflicht der Arbeitnehmer geregelt. In folgenden Fällen müssen Arbeitnehmer eine Einkommensteuererklärung abgeben:

Einkünfte, die dem

 

Progressionsvorbehalt

 

unterliegen (Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Elterngeld etc.) von mehr als 410 Euro

Andere Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug, zum Beispiel Vermietung oder Verpachtung, von mehr als 410 Euro (nach Abzug eines eventuellen

 

Altersentlastungsbetrags

 

und eines Freibetrags für Land- und Forstwirtschaft)

Bei mehreren Arbeitslöhnen nebeneinander, also wenn die Lohnsteuerklasse VI abgerechnet wurde

Wenn die bei der Lohnsteuerberechnung berücksichtigte Vorsorgepauschale höher ist als der tatsächlich mögliche Abzug für Vorsorgeaufwendungen

Ehegatten hatten die Steuerklassenkombination III / V oder IV mit einem eingetragenen Faktor, wenn beide Arbeitslohn bezogen haben 

Auf der

 

Lohnsteuerkarte

 

oder auf der Ersatzbescheinigung wurden Freibeträge eingetragenEhegatten wählen nicht die Zusammenveranlagung und möchten nicht die standardmäßige 50%ige Aufteilung für denAusbildungsfreibetrag

 

oder den

 

Behindertenpauschbetrag. In diesem Fall müssen beide Ehegatten eine Steuererklärung abgeben.

In speziellen Fällen bei Sonderzahlungen, in diesem Fall ist die Lohnsteuerbescheinigung mit einem Kennbuchstaben markiert 

Bei Sonderzahlungen und Wechsel des Arbeitgebers im selben Jahr, wenn der neue Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung die Vorarbeitgeberwerte nicht berücksichtigt hat

Die Ehe wurde geschieden bzw. durch Tod beendet, und einer der Ehegatten hat im selben Jahr wieder geheiratet

Auf der Lohnsteuerkarte wurde ein Ehegatte berücksichtigt, der im EU-Ausland lebt (bestimmte Voraussetzungen sind zu beachten, siehe

 

§ 1a

 

EStG)Wohnsitz im Ausland und Beantragung der unbeschränkten deutschen Steuerpflicht.

Steuerpflichtige ohne Arbeitslohn sind in den folgenden Fällen abgabepflichtig:

  Einkünfte liegen über dem

 

Grundfreibetrag.

  Der Ehegatte ist Arbeitnehmer und erfüllt eine der oben genannten

  Voraussetzungen.Es ist ein

 

Verlustvortrag

 

vorhanden.

Schlussendlich muss eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden, wenn das Finanzamt dazu auffordert (§ 149 Abs. 1 S. 2 AO)

Antwort
von ArminSchmitz, 9

Wieviel Wochen hat der Freund seinen Briefkasten nicht geleert? Eine Frist von 2 Tagen gibt es da nicht.

Wir wissen nicht, weshalb das FA eine Steuererklärung anfordert. Das kann letztlich dahin stehen. Dann soll er die Steuerklärung abgeben und die Sache ist erledigt.

Das mit der Klausurenphase ist im übrigen eine drollige Ausrede. Bei den wenigen Angaben die hier zu machen sind, ist die Arbeit an der Steuererklärung in längstens 30 Minuten erledigt. Allein das abendliche Chillen dürfte zeitaufwendiger sein.

Kommentar von Suezkas ,

Der Brief kam gestern erst an und abendliches Chillen ist auch nicht vorhanden

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ich arbeite täglich mit den Finanzamt zusammen ....

ich hatte NOCH NIE eine Frist von 2 Tagen im Briefkasten ....

(und bin dann doch schon seit 30 Jahren (mit Lehrzeit) im Beruf .....)

Antwort
von 123Paluna, 7

Das ist völliger Blödsinn!

Von Heute auf Morgen wird keine Steuererklärung angefordert.

Antwort
von azmd108, 7

Wenn man einmal eine Steuererklärung gemacht hat, muss man sie jedes Jahr machen.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

steht wo?

ich kann weder in der Abgabenordung noch im Einkommensteuergesetz eine solche Regelung finden ....

Kommentar von azmd108 ,

Oh, habe mich dazu gerade belesen. Ich dachte immer bisher, dass es Pflicht sei.

Antwort
von jenshiller, 7

a) Als Student kann er doch wunderbar nebenbei verdienen.

b) StE. zu morgen? Du lügst, irrst o.ä.

c) Vorher mitdenken, bewahrt vor Ärger.

d) Mich nerven solch überflüssigen Fragen an....

so long

Kommentar von Suezkas ,

Ja und mich nerven solch überflüssige Antworten. Und jetzt?

Antwort
von Dave0000, 4

Meines Wissens nach wird von jedem der mal eine Steuererklärung gemacht hat für alle folgenden Jahre eine erwartet
Damit man die Erklärung nicht nur macht wie es einem passt

Kommentar von wurzlsepp668 ,

dann ist dein Wissen falsch ......

es gibt keine Verpflichtung, dass immer eine Erklärung abgegeben werden muss wenn einmal eine Erklärung gemacht wurde ....

Kommentar von Dave0000 ,

Ich habe ja auch geschrieben das eine erwartet wird
Bitte genau lesen
Und wie es scheint habe ich da recht
Sonst wäre diese Frage ja nicht entstanden

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ähm, da ich Steuerberater bin .....

ist deine Antwort nicht richtig ......

anscheinend ist der Freund der Fragestellerin verpflichtet eine Erklärung abzugeben .....

Kommentar von Dave0000 ,

Ok
Ich lasse mich gerne eines besseren belehren
Erst recht wenn du Ahnung zu haben scheinst

Ich habe noch nie eine gemacht
Und mich schreiben die auch nicht an
Wenn ich jetzt eine machen würde, würde ich doch jedes Jahr vom FA darum gebeten werden oder etwa nicht ? (Bei Lebensgefährtin war es so )
Ob man dazu verpflichtet ist will ich ja nicht behaupten
Aber üblich ist es doch tatsächlich das wenn man das erste mal eine macht das dann jedes Jahr zu tun

Kommentar von wurzlsepp668 ,

es ist NICHT üblich ......

die meisten meiner Mandaten MÜSSEN jährlich abgeben, da sie dazu verpflichtet sind .....

es gibt genügend Steuerzahler, die freiwillig abgeben ......

habe mehr als einmal eine Erklärung angefertigt und diese wurde nicht abgegeben

Kommentar von zonkie ,

Müsste ich raten würde ich sagen das er als Tutor kein Lohn/Gehaltsempfänger war sondern Rechnungen geschrieben hat. (Zumindest kenne ich das vorgehen von einer Uni/Lehrgang)

Hat das Finanzamt davon Kenntnis werden sie wissen wollen was eben sonst noch war in dem Jahr ?

Die Frist halte ich jedoch für absurd kurz. Lag das schreiben 4 Wochen auf der Post ?

Kommentar von memorization ,

Darf ich fragen, in welchem Bundesland du bist? Hier in NRW isses nämlich oft so, dass Leute, die einmal abgegeben haben (freiwillig) automatisch für nächstes Jahr vorgemerkt werden & dann eben eine Abgabeaufforderung bekommen. Auch wenn sie nicht verpflichtet sind. Und bevor du fragst: Ich arbeite bei einer Steuerberaterin, also soo fremd ist mir das nicht. :)

Kommentar von Dave0000 ,

Ja ich bin aus Nrw
Und wie oben gesagt ist es mir auch so bekannt
Vielleicht weiß der Herr Steuerberater(Sry Namen nicht zur Hand) wie es kommt das das der allgemeine Glaube ist

Kommentar von 123dieanni ,

In den meisten Fällen gibt es eine Erinnerung zur Einreichung der Steuererklärung seitens des Finanzamtes. Die ist jedoch nicht die Aufforderung eine Steuererklärung einzureichen. Sofern man nicht verpflichtet ist kann man dies auf der Rückseite der genannten Schreiben dem Finanzamt mitteilen.

Und da sich der brave Steuerbürger nicht auskennt nimmt er ein solches Schreiben zum Anlass in Panik zu geraten und die Steuererklärung einzureichen.

Kurz: wer lesen kann ist auch hierbei klar im Vorteil.

Antwort
von Frangge, 5

Ein kitzekleiner Anruf beim Finanzamt und eure Fragen werden kompetent beantwortet.

Kommentar von Kuestenflieger ,

das geht aber nicht mit smartfonetastatur .

telefonieren - akustisch , ist doch nur für seniorinnen

Kommentar von Suezkas ,

Leider hat das zuständige Finanzamt heute geschlossen da gestaltet sich das mit dem Anrufen nicht so leicht

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten