Frage von lini6767, 36

Warum wieder spliss?

Ich hab erst meine Haare geschnitten so viel ab... Und ich hab das Gefühl ich bekomme wieder spliss .. Warum 😫😫

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 4

Spliss zu bekommen, ist kein "Gefühl". Entweder es sind gespaltene Spitzen vorhanden, dann ist es Spliss, oder die Haarspitzen sind heil und dann ist kein Spliss vorhanden. So einfach ist das. Und da Spliss keine "Krankheit" ist, sondern ein Schaden, der durch mechanische Einwirkung auf die Haarspitzen entsteht, fühl man auch nicht sich annähernden Spliss.

Spliss fängt immer an den Haarspitzen an und kann sich natürlich, wenn man nicht umgehend einen fachgerechten Spliss-Schnitt durchführen lässt, in jeden einzelnen Haar Stück für Stück nach oben hin in die Haarlängen erweitern.

Bei einem reinen Spliss-Schnitt verliert man übrigens kaum bis gar nichts an Haarlänge.  Funktioniert natürlich nur, solange lediglich die Haarspitzen gespalten sind.

Um dann noch einen sauberen Grund in die Haare zu bekommen, müssen
die logischerweise bis kurz über den beschädigten Bereich abgeschnitten
werden, um völlig sicher zu gehen, dass auch wirklich keine Haaren mehr
mit "offenen Stellen" vorhanden sind.

Das gilt ebenso für Haabruch mitten in den Haarlängen, denn auch das
ist ein sogenannter "mechanisch verursachter Schaden" und lässt sich
nicht mit irgendwelchen Mittelchen "heilen"/"reparieren".

Solch ein Haarbruch kann z.B. dadurch entstehen, wenn man die Haare
immer an der gleichen Stelle zusammenbindet  ... und je fester, desto
eher geschieht das dann auch. Wer dazu dann auch noch irgendwelche
Hilfsmittelchen mit Metall-Teilen und/oder scharfkantigen Plastikteilen
verwendet, provoziert den Haarbruch absolut wirkungsvoll.

Auch die von sehr vielen Menschen falsch durchgeführte Haarwäsche
(Shampoo in die Haarlängen und die dann auch schön mit durchmassieren),
die Haare in nassem Zustand durchbürsten und/oder rubbeln, Kunststoff-
und/oder
Metallkämme und viel heißes/zu warmes Wasser, Selbstversuche in Sachen
Schnitt (falsche Schere, falsche Scherenhaltung und -führung) 
sind definitiv "Haarkiller".

Was ab muss, das muss ab  .... ansonsten wird es nie besser.

Von "Selbstversuchen" ist abzuraten, denn mit der falschen Schere, der
falschen Scherenhaltung und -führung lässt sich lediglich noch mehr
Schaden anrichten.

In Richtung Haarbruch (und auch Spliss) gefährdet sind definitiv
Haare, die nicht geschmeidig genug sind und denen der natürliche Schutz
fehlt und seit sich Menschen die Haare lieber auf Dauer auch noch mit
den meisten Chemieshampoos und Spülungen ruinieren (weil ihnen mittels
Werbung erklärt wird, dass es Pflegeprodukte wären), sind z.B. die
täglichen Bürstenstriche völlig aus der Mode gekommen, über die man die
Haare mit dem für sie wichtigen Talg versorgt, denn Talg schützt die
Haare, macht sie geschmeidig und sorgt für den "ehrlichen", natürlichen
Glanz.

Ergo all das, was diie Chemiekeulen versprechen, aber nicht wirklich
halten, denn wenn ein chemisches Reinigungsmittel (= Shampoo) die Haare
geschmeidig, fülliger, etc. machen soll, dann geschieht das mittels
Rückständen an den Haaren, die die Haare mittel- bis langfristig unter
der Chemie-Schicht lediglich stumpt, kraftlos und eben auch spröde und
bruchanfällig machen können.  Und Spülungen sind ebenso keine
Pflegeprodukte, sondern lediglich Weichmacher und auch die basieren eben
massivst auf flüssigem Plastik (= Silikone und Silikon-Ersatzstoffe wie
z.B. Polyquaternium).

Die Maßnahmen zur deutlich Einschränkung selbst generierter
Spliss-Ursachen sind definitiv allgemeingültig und können eben sowohl
Spliss-Anfälligkeit reduzieren als auch Haarbruch vermeiden:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht
ihn während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut
gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe.  Durch das Verdünnen relativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut) weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos, fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar  .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und
Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche
Basics leider etwas "aus der Mode geraten"   ... auch wenn gerade die
täglichen Bürstenstriche .... richtig durchgeführt  .... den meisten
unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege fängt nicht mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen
Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur Kämmhilfen.

Bei all den sinnvollen Maßnahmen, Spliss-Risiken einzugrenzen und
richtig geschmeidiges Haar zu haben  .....  bitte nicht vergessen, Dich
auf Mangelerscheinungen untersuchen zu lassen, falls doch noch immer
wieder stärker anfällige Haare nachwachsen, die selbst in geschmeidigem
Zustand zu Haarbruch neigen.    Das ist zwar eher selten, kommt aber
auch vor.

Toi toi toi und ich drück' Dir die Dauem für eine baldige Besserung Deines Haarzustands.

Kommentar von lini6767 ,

Danke für die Antwort ! 😊

Antwort
von unicoooooorn, 19

Glättest oder fohnst haare oder pflege der haare

Antwort
von urs53, 9

ja wie viel ab??

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