Frage von whiteTree 21.06.2010

Warum werfen so viele Leute anderen "Faulheit" als schuldhaft vor?

  • Antwort von Gegengift 21.06.2010
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich glaube nicht an diesen "natürlichen" inneren Widerstand.. Dieser Widerstand wird gemacht, er entsteht und kann auch eine Krankheit darstellen..

    Natürlich wird trotzdem falsch damit umgegangen...

    Wichtig ist aber auch für den "Faulen", die Ursache zu erkennen und dann etwas dagegen zu unternehmen.. Einerseits kann das passieren, in dem man seine innere Haltung ändert.. Oder man ändert die Druck verursachende Umwelt..

    Zu hoffen, dass die Außenwelt eine geringe Leistung hinnimmt, ist utopisch..

    Deshalb muss man an sich arbeiten.. Nicht weil es die Außenwelt so will, sondern weil man sich sonst selbst schadet...

  • Antwort von gottesanbeterin 21.06.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wir leben halt in einer "Leistungsgesellschaft", in der sich Menschen ausbeuten lassen und bereitwillig selbst ausbeuten.

    Natürlich muss man dann so genannte "Faule" schief anschauen, die lassen sich ja nicht bereitwillig ausbeuten, wenn man das gut fände, wäre doch das ganze System gefährdet.

  • Antwort von marilda 21.06.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ein Mensch der "fleißig" Arbeiten kann, kann sich schwer vorstellen, dass anderen dies nicht können also meinen die "sie wollen es nicht können, sie sind faul".

  • Antwort von Fantasie23 21.06.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wegen Intoleranz.

  • Antwort von bini2803 22.06.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    "Disziplin"? "Selbstdisziplin"? Faul ist schlecht und fleißig ist gut? Da haben wir das Problem, mit dem ich - bzw. meine Patienten - täglich in meiner Praxis zu tun haben. Es geht um generalisierte Wertung und Verurteilung. Und das ist das Problem. Die Gesellschaft entscheidet, wie die Richtlinien sind. Ach wirklich? NEIN! Jeder lebt sein eigenes Leben, entscheidet über seine Eigenschaften, seine Verhaltensweisen und seine Leistung. Und er ist dann auch selbst verantwortlich hierfür, muss in Folge auch selbst die Konsequenzen (er)tragen. Aber BITTE! Ein jeder möge sich von diesen grausamen Vorgaben lösen und OHNE WERTUNG er selbst sein! Es ist NICHT wichtig, was Andere über mich denken und wie sie ihr Leben gestalten. Niemand hat das Recht, hier irgendein Urteil, geschweige denn eine Verurteilung vorzunehmen. Ich selbst habe Jahre gebraucht, um ohne schlechtes Gewissen mal "faul" auf dem Sofa zu sitzen - schlimm genug. Und was bitte ist faul? In unseren Kulturkreisen, definieren sich die Menschen über das Tun, anstatt über das Sein. Ein Lob den Menschen, die "einfach mal" SEIN können - es sind die Gesündesten und Weisesten. Schöne Grüße aus meiner ganzheitlichen Praxis, in der ich exakt diese Thematik täglich erolgreich bearbeite.

  • Antwort von cncVeteran 22.06.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    hi. ich glaube dass die ursachen von "faulheit" eher ein gesamtgesellschaftlich, hausgemachtes problem ist. die kürzlich eröffnete studie zum thema arm-reich zeigt ganz klar, dass die schere zwischen den betroffenen personen immer weiter auseinander geht. wenn man für seine ehrliche arbeit sich auch noch bei der arge zusätzlich unterstützung erbetteln muss, dann denke ich, dass es viele leute geben wird, die sich aus diesem grunde der leistungsgesellschaft versagen. es war und ist immer einen gegenseitiges nehmen und geben in unserer derzeitigen arbeitsgesellschaft. fäirer lohn für faire arbeit. die politik aber, lässt mit seinem nein gegenüber mindeslöhnen die leute im regen stehen. prikäre arbeitsverhältnisse und lohndumping sind ganz klar tendenziell verantwortlich für die umstände. nebenbei spielt auch die erziehung sicherlich eine große rolle. wenn unsere heutigen kinder schon mitbekommen dass mammi und pappi sich ihre zeit lieber vor dem computer oder fernseher verdingen, als regelmäßig einen job nachzugehen, was soll dann anderes aus diesem werden. sicherlich gibt es ausnahmen von der regel, aber das pfänomen von sozialhilfempfängern in der zeiten oder gar dritten generation ist bekannt. deswegen ist "faulheit" als ausdruck für eine krankheit sicherlich richtig, dennoch wird an die symptomatik herumgebastelt, und nicht die ursachen behoben. diese krankheit ist aber, wie schon erwähnt, ein hausgemachtes problem. ich selbst arbeite bis zu 50std die woche, auch weil mein job relativ gut bezahlt ist. ich wüsste nicht wie reagieren würde wenn mir jemand sagt, dass ich plötzlich nur noch 60% meines derzeitigen lohns bekommen soll, bei gleicher leistung. wär ich dann auch faul,wenn ich mich diesen umständen verweigern würde, und lieber meine zeit vorm computer bzw. fernseher verdingen würde??? jede medaillie hat zwei seiten, leider sehen zu viele menschen immer nur die eine- ohne die andere zu berücksichtigen. gruß

  • Antwort von horne 21.06.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Faulheit gibt es nicht, nur mangelndes Interesse an der einen oder anderen Sache. Wer Interesse an etwas hat, ist nicht faul.

  • Antwort von Elfilein84 21.06.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es ist insofern ärgerlich, weil es Dinge gibt, die erledigt werden müssen (um die Dinge am Laufen zu halten). Wenn sie jetzt der Faule nicht macht, muss es der Fleißige. Und das ist nunmal ungerecht. Und auch die Fleißigen tu ihre Pflichten nicht immer voller Freude.

  • Antwort von Abigail 21.06.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mangelnde Pflichterfüllung ist schon schuldhaft. Es gibt so etwas wie Disziplin oder Selbstdisziplin.

  • Antwort von Miezekatze32 21.06.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    genau, die Faulen sollten Selbsthilfegruppen gründen und für ihre Faulheit kämpfen, oder sind sie dazu zu faul?

  • Antwort von mineiro 21.06.2010

    Und welchen Rat suchst du nun? Mit diesem Thema bist du im Forum wohl besser aufgehoben!

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