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Warum werden Tierschützer immer angegriffen?

gefragt von mcgegnermcgegner am 16.11.2007 um 14:51 Uhr

Menschen die sich für mehr Tierrechte einsetzen stoßen in der Gesellschaft immer wieder auf Ablehnung und Unverständnis. Ist es denn so verkehrt sich gegen Ausbeutung und Unterdrückung einzusetzen? Und anstatt das sich Menschen mehr Gedanken um den "Rattenschwanz" der Massentierhaltung machen, reagieren viele mit Agression. Ist es das verletzte Gewissen oder Ignoranz?

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solf1
beantwortet von solf1 am 16. November 2007 14:55
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Also ich denke nicht, dass Tierschützer immer angegriffen werden. Es ist aber leider eine Tatsache, dass gerade Menschen welche eigentlich gutes "im Schilde" führen oftmals sehr militant auftreten und dadurch ihrer guten Sache mehr Schaden wie Nützen! Gruss Solf

Kommentar von A771c1885496c251388a1b89bbe694edsmallkoira1975 am 16. November 2007 14:58

Sehe ich genauso. Wenn Du die Leute genauso ansprichst (ist es jetzt das schlechte Gewissen oder Ignoranz?), muss man sich über Gegenagression nicht wundern. Tierschützer, die sachlich und freundlich auftreten, sind in meinem Beisein noch nie angegriffen worden.

Kommentar von F36bbca3e4ba9b62f7c8cdfc33cea527smallBetzi am 16. November 2007 16:24

Es ist meiner Meinung nach keine agressive Frage wenn man sich nach jemanden seinem Gewissen oder seinen Gedanken zum Thema Tier erkundigt. Aber die Menschen hinterfragen nunmal selten die Herkunft von Tierprodukten, somit fühlen sie sich machtlos dem Unrecht das man Tieren antut gegenübergestellt. Agressivität habe ich nur selten bemerkt, üblicher sind da total blöde Bemerkungen.

Kommentar von A8ff471a2a3e8d09d7a7a92e426cae63smallKajjo am 16. November 2007 15:22

Gute Antwort!

Kommentar von deftone am 22. August 2009 06:09

Sie werden deswegen so ablehnend empfangen weil Tierschützer und Tierrechtler mit ihrer Kritik oft den Gegenüber kritisieren. Der der Fleisch, Eier, Milch, Honig isst, morgen mit den Kindern in den Zoo geht, und am besten noch Tierversuche befürwortet "is ja nötig für Medikamente und so.." Wer hört schon gerne, dass er etwas grundlegendes falsch macht, bzw an verbrecherischen Untaten beteiligt ist?


Sophist
beantwortet von Sophist am 16. November 2007 16:36
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Es ist ganz einfach verletztes Gewissen; Deine Vermutung ist richtig. Menschen ertragen ziemlich alles, was man so macht und behaupten auch immer, jeder sollte nach seiner Facon glücklich werden - wenn man ihnen aber aufzeigt, dass sie unmoralisch handeln, ist der Schmerzpunkt erreicht; jeder wäre gern ein "guter" Mensch.

Ein gutes Beispiel gefällig? Sei Vegetarier und behaupte, dass Dir Fleisch einfach nicht schmeckt - keiner sagt etwas dazu, alle nicken nur bedächtig; jeder darf essen, was ihm schmeckt...! Sei aber Vegetarier und behaupte, es sei moralischer und ethisch geboten, ein solcher zu sein - der Protest ist schon fast militant und vorprogrammiert und geht in die wildesten Pseudoargumente über, die man sich vorstellen kann.

Wer Partei für Tiere ergreift, macht viele Menschen agressiv, weil Sie um die tradierte (aber philosophisch unsinnige) Machtposition "über den Tieren" fürchten. Die Reaktion ist also zutiefst psychologisch bedingt und oft unreflektiert. Wer wirklich nachdenkt, kommt gar nicht umhin, Tierschutzpositionen zu akzeptieren!

Kommentar von 683cd8be911c3897e982ad9db4016ba4smallcritter am 16. November 2007 17:43

DH, super Antwort!

Kommentar von deftone am 22. August 2009 06:10

von mir auch Daumen hoch! Alle beide Daumen und die meiner 3 Ratten noch dazu ^^


anonym
beantwortet von luluka am 16. November 2007 14:58
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HI, ich glaube das ist einfach Egoismuss. Die Menschen können mit Ignoranz besser leben. Ist ja auch viel einfacher. Sich zu sagen: Ist doch egal, wo die gefrorene Gans von Aldi, Lidl & Co. herkommt - Hauptsache billig. Das ist halt Deutschland im "Geiz ist gei."-Zeitalter. In meinen Augen einfach nur erbärmlich. Verstehe Dich gut - Kopf hoch. Es gibt ne Menge Leute, die Deine Meinung teilen und auch danach leben - das ist immerhin etwas.


Retzlaff
beantwortet von Retzlaff am 16. November 2007 15:09
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Also ich denke, wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es zurück. Keiner will ja angegriffen werden. Ich bin jetzt eigentlich noch nie agressiv behandelt worden, obwohl ich schon eine relativ militante Meinung zum Thema Tierschutz habe. Aber der Mensch verdrängt nun mal die Dinge, so ist das halt. Diese Methode hilft der Menschheit schon immer durch Krisen und macht das Leben erträglicher. Was ich eher denke ist, dass Tierschützer häufig belächelt werden und oft auch nicht ernst genommen. Ausserdem gibt es im Tierschutz auch viele schwarze Schafe. Leider! Z. B. diese besagten Stände in der Fussgängerzone sind eher mit Drückerbanden vergleichbar als mit Tierschützern.

Kommentar von 9dbf42916d47d2018a2c65889aa9c54csmallmcgegner am 16. November 2007 15:27

Vielleicht bin ich einfach zu empfindlich wenns um Tiere geht. Es ist mir leider schon zu oft passiert das man mir patzige Antworten gibt, wenn ich die Zustände in der Massentierhaltung, Tiertransporte, Schlacht- und Schächtvorgänge, Pelzgewinnung, Tierversuche o. ä. erläutere. Das die Leute für diese Vorgänge mit ihrem Geld bezahlen und somit die Quälereien unterstützen oder gar erst möglich machen, regt in vielen das Gefühl sich mitschuldig gemacht zu haben und das löst dann schon mal eine Art Verteidigung aus.

Ich fand mal einen Verein in der Innenstadt, die keine Mitglieder werben wollten. Sie hatten nur Flyers die über das ganze Dilemma informierten, Über meine eigenen Recherchen im Internet bin ich dann aus Überzeugung Mitglied geworden. Da war nichts was auf Drückerbanden hindeutete. Gruß, mcgegner


Betzi
beantwortet von Betzi am 16. November 2007 18:36
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Dass einmal das Wort Tierschutz erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten menschlicher Entwicklung"

Theodor Heuss ...

Da es Menschenrechte gibt, wäre es angebracht auch aus dem Tierschutz - Tierrechte - zu machen.


bommel65
beantwortet von bommel65 am 16. November 2007 14:58
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Da bist du wohl schon oft auf die falschen gestoßen, ich kenne es so nicht. Alle meine Bekannten sind ausgesprochen Tierlieb und -schützend.

Allerdings kriege ich die Krise, wenn ich in der Fußgängerzone von irgendeiner Organisation zum Tierschutz angeballert werde mit Sätzen wie "Was tun Sie denn so gegen Tierquälerei?"... und es dann aber nur darauf ankommt, mir möglichst viel Geld aus der Tasche zu locken.


anonym
beantwortet von tekok am 16. November 2007 14:53
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naja teilweise wird das schon übertrieben von den Tierschützern. ich selber zähle mich eigentlich zu den tierschützern, aber dadurch sollten andere keinen Schaden haben.Manche dinge kann man halt kaum ändern!!Schlachthöfe etc.

Kommentar von 371850c7d8c567f48a741b213f8ccce4smallSophist am 16. November 2007 16:37

Vegetarier brauchen keine Schlachthöfe - selbstverständlich kann man das ändern!

Kommentar von Teddine am 17. November 2007 09:52

Da aber weder Tekok noch ich Vegetarier werden wollen werden die Schlachthöfe eben doch benötigt!


VegAnarchistin
beantwortet von VegAnarchistin am 1. Februar 2009 09:02
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Ich möchte darauf hinweisen, dass wir ganz klar zwischen TierrechtlerInnen und TierschützerInnen unterscheiden sollten. Menschen, die die Ausbeutung "humaner" gestalten wollen, nennen sich TierschützerInnen und Menschen, die die Ausbeutung gänzlich abschaffen wollen, sind TierrechtlerInnen. TierrechtlerInnen stellen die Forderung nach der Anerkennung der Rechte der Tiere auf Freiheit, Unversehrtheit und Leben, während TierschützerInnen oftmals nur kleine, lapidare Verbesserungen für die unethische Ausbeutung und -nutzung von Tieren fordern. Hinzu kommt, dass die meisten TierschützerInnen selbst an Tierausbeutung beteiligt sind (z.B. Reiten, Haustierzucht, Tierprodukte kosumieren etc.)

Kommentar von bommmel am 1. Oktober 2009 08:48

Jemand, der Tiere ausbeutet - in welcher Form auch immer- ist KEIN Tierschützer, Ich spreche diesen Leuten das Recht ab, sich so zu nennen. Übertragen auf Kinderschützer hieße das nämlich, auch Leute als Kinderschützer zu bezeichnen, die Kinderschändern erlauben, ihre Opfer zu ermorden, wenn es denn recht schnell geht und das Opfer vorher ein gutes Leben gehabt hat. Aus diesem Grund nenne ich mich selber Tierschützer, auch wenn andere mich in die TierrechtlerKategorie einordnen.


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