Frage von jan0510, 200

Warum werden Tiere meist getötet, wenn diese jemanden angreifen oder gar töten?

Ist das eine Art Todesstrafe? Die Tiere handeln ja nicht bewusst, oder?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 55

Hallo, 

das kommt auf die Situation an. Ich nehme mal zwei Beispiele: 

Beispiel 1: Als damals ein Kind in ein Gorilla-Gehege fiel, wurde der Gorilla erschossen. In dem Fall verstehe ich die Handlung. Schließlich war das Kind in dem Moment in Gefahr, auch wenn der Gorilla nix gemacht hat. Viele waren zwar der Ansicht, dass ein Narkose-Gewehr es zwar auch getan hätte. An dieser Stelle muss ich aber sagen: Die Narkose hätte niemals sofort gewirkt. Der Gorilla hätte sich vielleicht erschrocken und das Kind dabei tödlich verletzen können. Hier ging es nicht um Strafe, sondern um Schutz und der war in dem Moment, so traurig es auch ist, gerechtfertigt. 

Beispiel 2: Ein Hund beisst ein Kind und verletzt dieses schwer. Den Hund im Nachhinein dann einzuschläfern finde ich persönlich unnötig. Es soll angeblich dem Schutz dienen. Quasi nach dem Motto "ein Hund der einmal biss, beisst immer". Ich finde jedoch, dann sollte man den Hund dem Halter entziehen und den Halter zur Rechenschaft ziehen. Denn wenn es dazu kommt, dass ein Hund ein Kind schwer verletzt, dann hat dieser seine Aufsichtspflicht dem Hund gegenüber verletzt, evtl was in der Erziehung falsch gemacht oder/und den Hund nicht gut behandelt. Indem man den Hund einschläfert bringt das gar nix. Nur ein weiteres Opfer. Der Halter holt sich dann vielleicht einen neuen Hund und das selbe Problem ist wieder am Start. 

Tiere greifen an und töten nur aus einem Grund: Um zu überleben. Entweder um zu fressen oder um sich zu schützen. Es gibt dort keine Aggressionen und Hass im Hintergrund. Nur leider verstehen das viele Menschen nicht. Unsere Politiker schon gar nicht. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von beglo1705 ,

Das sehe ich ähnlich. Hunde, die ein oder mehrmals gebissen haben können durchaus mit Geduld, liebe und Konsequenz in's      "Leben" zurück geholt werden, das braucht aber Zeit und eine führende Hand, die weiß was sie tut. 

Einen Hund einzuschläfern ist natürlich weitaus einfacher und kostengünstiger, als einen guten Trainer zu engagieren der dem Tier hilft ggf Ängste, Unsicherheiten oder antrainiertes Fehlverhalten abzugewöhnen. 

Schade, denn meist ist das größte Problem der Mensch an der Leine, nicht der Hund. 

Kommentar von VanyVeggie ,

Danke für´s Sternchen. :)

Antwort
von rosepetals, 23

Ich denke das liegt ganz einfach an der Reputation des Zoos/Wildgeheges (auf anderes gehen die anderen Antworten ein). Wenn sie ein Tier dort beherbergen, dass schon einen Menschen umbrachte/angriff, dann ist das unglaublich schlecht für die Einnahmen: Niemand möchte das Wildgehege noch besuchen. Das Tier aus dem Zoo an einen anderen Ort zu schaffen ist in manchen Fällen nicht genug, also zeigen sie eine klare Message indem sie das Tier umbringen.


In den seltesten Fällen hat das Tier dies verdient. Natürlich wird dich beispielsweise ein Leopard angreifen, wenn du in sein Revier stolperst. Manchmal wird das Handeln der (manchmal unter Stress stehenden) Tiere auch missverstanden. Die Angelegenheit ist ziemlich schade, gibt aber wenigstens eine gute Schockmeldung zustande. Wobei ich davon nicht viel halte, schließlich isst man auch Mal Chicken Wings, wenn man über Harambe liest.

Antwort
von Hamburger02, 92

Die Tage kam im Fernsehen ein Bericht, dass ein Kuh die Bäuerin schwer angegriffen und verletzt hatte. Die Kuh wurde geschlachtet.

Die Situation war parktisch dieselbe, wie immer, wenn eine Kuh auf den Bauern oder die Bäuerin losgeht. Kühe geben nur Milch, wenn sie gekalbt haben. Daher müssen sie auch ständig Nachwuchs produzieren. In der modernen Landwirtschaft nimmt man dann den Kühen die Kälber weg, damit die Menschen an die Milch rankommen. Die meisten Kühe nehmen das klaglos hin. Es gibt aber immer wieder Kühe, die durchdrehen, wenn man ihnen ihr Kalb wegnimmt.

Im obigen Fall dachte ich auch so bei mir, dass die Kuh dafür, dass sie ihr Kalb verteidigen wollte, die Todesstrafe bekam.

Antwort
von michi57319, 56

"Ein Tier" ist mir bei dieser Frage zu allgemein.

Dir geht es doch um ganz spezielle Fälle, oder? Dann stell doch bitte auch die Frage bitte bezogen auf die Tierart.

Alles andere geht eher in Richtung Polemik, bewußt, oder unbewußt.

Die bislang gegebenen Antworten sprechen da eine sehr deutliche Sprache.

Antwort
von Latexdoctor, 80

Das soll dem Schutz der Menschen dienen, umgekehrt fände ich es aber vernünftiger, die Menschen Töten ehe sie die Tiere dazu nötigen können dass sie angegriffen werden

Es gab schon genug fälle, in denen die Tiere angriffen weil die Menschen so dumm waren die Tiere zu Provozieren oder in ihrem Revier "Wilderten"

Intelligente Lebewesen kennen Grenzen, Menschen nicht

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 41

Es ist keine Strafe, es ist eine Abwehr und eine Güterabwägung. Das Leben und die Gesundheit eines Menschen wiegt schwerer als die des Tieres. 

Konnte ein Angriff abgewehrt werden, aber die Tiergefahr besteht weiter, so wäre eine Tötung als letzte Möglichkeit zulässig. 

Antwort
von schattenrose96, 123

Es dient als Schutz und nicht als Strafe. Ein Hund, der ohne Grund Kinder beißt zum Beispiel ist eine Gefahr für Kinder und andere Menschen.

Kommentar von BrightSunrise ,

Kein Hund beißt ohne Grund, wenn ein Hund beißt, dann hat es immer einen Grund.

Kommentar von 1900minga ,

Es gibt aber hunde die schnell reizbar sind.

Da muss ein 2- jähriges Kind nur zu euphorisch kreischen ( vor Freude ) oder beim gegen die Fellrichtung streicheln...

Kommentar von VanyVeggie ,

Nein gibt es nicht. Es gibt Hunde, die schlechte Erfahrung haben und schnell in einen Schutzmechanismus verfallen. Aus Wut und purer Aggression aber nicht. Sowas gibt es bei Tieren nicht. 

Kommentar von furbo ,

Viel Ahnung von Hunden hast du nicht, oder?

Kommentar von schattenrose96 ,

Ich habe auch nicht gesagt, dass ich es gut finde. So wird es aber gemacht und fertig.

Kommentar von schattenrose96 ,

meinst du mich? 11 Jahre lang hatten wir einen Hund.

Antwort
von VeryBestAnswers, 87

Die Tiere werden als Gefahr betrachtet. Tiere haben laut Grundgesetz kein Recht auf Leben.

Kommentar von furbo ,

Grundgesetz? Schau mal in den Artikel 20a

Kommentar von VeryBestAnswers ,

Unsinn, im GG gibt es keine Buchstaben, und Artikel 20 hat nichts mit Tieren zu tun. Vielleicht meinst du im BÜRGERLICHEN GESETZBUCH den PARAGRAPH 90a: "Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist." Dies beinhaltet jedoch KEIN Recht auf Leben für Tiere. Tiere werden zwar durch gewisse Gesetze beschützt, dürfen aber z. B. eingeschläfert werden. Förster haben die offizielle Erlaubnis zur Jagd von Wildtieren. Ganz zu schweigen von (Massen)tierhaltung, durch die jährlich Millionen von Tieren geschlachtet werden!

Kommentar von VeryBestAnswers ,

Tut mir leid, du hast Recht, ich hab den Artikel übersehen. Aber auch hier steht nicht dass ein Tier ein Recht auf Leben hat. Das Einschläfern, Jagen und Schlachten von Tieren ist legal.

Antwort
von PEISIS, 119

weil diese tiere es wieder tun könnten, jaja nicht alles ist gerecht auf dieser welt

Antwort
von Sakuto, 54

Man sollte eine so lieben Kampfhund der ein Kind getötet hat erst dann töten wenn er mindestens 5 Kinder getötet hat? Oder wie meinst Du die Frage?

Kommentar von BrightSunrise ,

Der Täter steht immer am anderen Ende der Leine!

Kommentar von neununddrei ,

Mag vielleicht sein. Willst dich jetzt die Halter richten?
Und nicht immer ist das Übel am anderen Ende der Leine zu finden.

Kommentar von Sakuto ,

Die sind aber leider nicht immer an der Leine.

Kommentar von VanyVeggie ,

Ja natürlich der Halter! Der hat schließlich auch die Pflicht auf sein Tier aufzupassen, es zu erziehen und gut zu behandeln. Anderst kommt es gar nicht zu solchen Situationen. 

Übrigens gibt es keinen Kampfhund. 

Kommentar von Millyi ,

hat aber nix mit kampfhund zu tun! Sondern mit fehlender Erziehung und Unwissenheit über hunde im allgemeinen. wenn ein hund nicht so falsch geprägt worden wäre durch menschen würde kein hund ein kind töten. Jeder hund ist so wie ihn sein herrchen gemacht hat.

Kommentar von beglo1705 ,

Kampfhunde gibt es nicht. 

es gibt Hunde mollosoider Art, damals zur höfischen Jagd auch Bullenbeisser oder Sauhunde/Saurüden genannt. Diese wurden für die wildschweinhatz eingesetzt und waren entsprechend kräftig, dennoch wohlerzogen. 

"Es taugt der Herr, wenn der Hund taugt" unabhängig von der Rasse. 

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