polarfuchs am 21.09.2007 um 9:25 Uhr
Wenn ich es richtig beurteile, ist dies doch der Gedankengang, der hinter dem Vorschlag von Frau Pauli steht. Leben wir in einer derart schnelllebigen Zeit, dass die Menschen (nicht alle) nicht mehr in der Lage sind/sein wollen, mit dem Partner gemeinsam die Zukunft zu planen, auch über sieben Jahre hinaus. Versteckt sich dahinter der egoistische Gedanke, nur alleine frei sein zu können? Man kann sich doch auch in einer Partnerschaft frei fühlen, oder nicht?
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Ich glaube es wird nicht nur schneller geschieden, sondern auch schneller geheiratet. Ich glaube auch, dass es sich viele leichter machen und sich nicht mehr durchbeißen. Hat ja auch Vorteile, aber eben auch Nachteile.

Ob dieser Vorschlag nun sinnvoll ist, lasse ich mal dahingestellt.
Aber in der heutigen Zeit wird oftmals viel zu schnell geheiratet, ohne daß da ausreichend Zeit für eine Prüfung genommen wird. Weiter zwingt der tägliche Stress und Lebenskampf zu erheblichen Einschränkungen. Es müssen Abstriche gemacht werden, leider oftmals (unbewußt) dann auch in der Pflege der Ehe/Beziehung. Die Scheidungsrate wird in der heutigen Zeit immer weiter ansteigen. Trotzdem kann ich den Vorschlag, eine Ehe von vornherein zu befristen, nicht unterstützen.

Ich denke, es ist nicht die Unfähigkeit die Zukunft zu planen, der Plan mag da sein, er mag auch gut ausgetüftelt sein, aber meiner Meinung nach sind die Partner heutzutage nicht mehr konfliktfähig, sind nicht fähig nach Lösungen zu suchen, die es ermöglichen die gemeinsam erträumte Zukunft zu retten, sondern trennen sich lieber statt sich mit der Situation auseinanderzusetzen, Kompromisse zu finden oder Ähnliches. Schade eigentlich!!!

Ja, ich denke die Schnelllebigkeit ist "Schuld" und Fr. Pauli unterstützt das noch...und Egoismus wird plötzlich zur Tugend...
Ehe ist für mich etwas Besonderes, für die meisten Menschen sicherlich auch - ein solches Gesetz interessiert mich nicht.

Man hat sich mit der Zeit von der Einbildung gelöst, die Ehe sei etwas heiliges und dürfe um keinen Preis gebrochen werden, egal wie schlecht sie ist.
comarel am 21. September 2007 10:00 In der katholischen Kirche ist das aber so. Es ist keine Einbildung sondern Tatsache!!! In guten wie in schlechten Zeiten... ...bis dass der Tod uns scheidet (und nicht der Mensch!!!) Was Gott zusammengefügt hat, das darf der Mensch nicht trennen!!! Die guten Zeiten will jeder gerne miteinander haben, aber wenn es mal schlechte Zeiten gibt, dann trennt man sich lieber statt den Konflikt auszutragen und Lösungen zu suchen.
GustavGans01 am 21. September 2007 10:46 Du hast bestimmt recht, dass sich viele zu früh, d.h. bereits bei geringeren Konflikten trennen. Allerdings gibt es Ehen, die so kaputt sind, dass es keinen Sinn mehr macht, nach Lösungen zu suchen. Wer hier auf den katholischen Glauben pfeift und sich scheiden lässt, der hat ein besseres Leben. So sehen das immer mehr Leute. Die Kirche verliert eben immer mehr an Bedeutung.

"Bis daß der Tod uns scheidet" bedeutete z.B. im Mittelalter eine durchaus überschaubare Zeitspanne, denn die Lebenserwartung war wesentlich geringer und lag in Abhängigkeit von äußeren Faktoren wie Pestwelle, Kriege und Hungersnöten zwischen 20 und 40 Jahren. Vor allem die Geburt eines Kindes war für Frauen ein sehr hohes Risiko, ein Mann im Alter von 40 Jahren galt als alt, wurde er krank, rechnete man mit seinem baldigen Ableben. Es ist also davon auszugehen, daß aufgrund dieser kurzen Lebenserwartung die "Überlebenden" mehrfach legal und gottgefällig den Partner wechselten.
Auch war die ausgesprochen enttäuschungsanfällige romantische Liebe selten ein Grund für die Ehe (in meinen Augen der Hauptgrund der meisten Scheidungen). Es überwogen doch bis in die Neuzeit hinein rein pragmatische Erwägungen, die im Gegensatz zur Romantik auch noch nach 25 Jahren ihre Berechtigung haben können.
Daß Ehen "früher" länger hielten als heute muß also nicht zwangsläufig etwas mit Schnellebigkeit oder gestiegenem Egoismus zu tun haben. Auch hat die Quantität "Dauer" der Ehe herzlich wenig zu tun mit der "Qualität" einer Ehe.
Ich denke es sind zu überzogene Erwartungen an den Partner und fehlende GEMEINSAME Ziele, die die Ehen so schnell zum Scheitern bringen. Hinzu kommt natürlich, dass es heute einfacher ist sich scheiden zu lassen, als es früher war.

Wir Menschen werden immer gefühlsloser, wie ich finde.
Es wird nicht mehr miteinander gesprochen... man lernt jemanden anderen kennen und schon ist der eigene Partner vergessen. Keinerlei Verantwortung... eine Welt voller kaltherziger Egoisten. Trift mittlerweile schon auf viele zu.
ihr seit alle tappt in die falle.
es stimmt zwar, dass 1/3 aller ehen geschieden wird. aber: nicht 1/3 aller menschen lassen sich scheiden. es sind immer wieder paar unverbesserliche, die mehrmals in die ehe gehen und diese auch beenden. die große, große mehrheit der ehen bleiben bestehen.
polarfuchs am 23. September 2007 09:19 Dann würde ja für diese Unverbesserlichen der Vorschlag von Frau Pauli Sinn machen,oder?
Ich denke, daß es heutzutage nur deshalb mehr Scheidungen gibt, weil die Frauen durch die eigene Berufstätigkeit bzw. bessere Arbeitsmöglichkeiten eher scheiden lassen. Wenn ich an die Generation meiner Eltern bzw. Großeltern denke, waren diese Frauen doch ganz schön von ihren "Geld verdienenden" Ehemännern abhängig. Da war eine Scheidung einfach nicht drin, schon allein wegen der finanziellen Unsicherheit. Hinzu kam dann auch noch der "Makel" einer geschiedenen Frau.
Ich denke das es vier Gruende hat.
Viele Leute leben in einer Zweckgemeinschaft. Sie sehen eine Partnerschaft mehr als eine Übergangslösung an, oder als eigentlich das beste. Lieben aber selten den Partner und bilden sich das nur ein.
Viele wenn sie heiraten sind noch gar nicht bereit für die Ehe. Sie werden von einen Partner dazu überredet, bis sie es auch toll finden. Wollen es aber eigentlich nicht.
Leute verstehen sich zu sehr. Sie wollen ihren Partner gefallen. Reden nicht über ihre Probleme und verheimlichen sie.
Zu wenig Zeit. Früher da gab es noch klare Rollen.Frau ist zu hause der Mann arbeitet.Das ist ja heute nicht mehr so, was auch gut ist. Aber auch schlecht, da die beiden Leute keine Zeit mehr für einander haben. Ich weiß ich höre mich ein wenig wie Eva Hermans an( nein ich bin es nicht, braun steht mir nicht), aber ein wenig recht hat sie. Das bedeutet nicht, das Frauen nur am Herd stehen sollen. Das bedeutet mehr. Bei einer Partnerschaft sollte der Partner immer vor den Beruf, Karriere stehen. Ob bei der Frau oder bei den Mann. Sobald man lieber Überstunden macht anstatte den Hochzeittag mit seiner Frau/Man zu feiern. Weiß man, da läuft was nicht richtig.
Zudem ja viele bei den ersten Streitigkeiten denken, es sei keine Liebe mehr und man ist nicht mehr bereit für den anderen zu opfern bzw. zurückzustecken.
Genau und Kompromisse müssen auch nicht mehr eingegangen werden.