
Das ist die einfachste Art einem schwer verletzten Patienten sicher zu helfen. Die Atmung ist gesichert, kann kontrolliert werden, es können Schmerzmittel und Beruhigungsmittel gegeben werden, die als Nebenwirkung die Atmung beeinträchtigen, die Kreislaufverhältnisse können kontrolliert und beeinflußt werden, und der Patient kann -anders als in amerikanischen Filmen!- gesichert in die Klinik gebracht werden. Das alles gilt auch im Krankenhaus, wo dieser Zustand aufrechterhalten wird bis sich alle Funktionen stabilisieren.

Ein künstliches Koma ist kein Koma sondern eine Dauernarkose. Dadurch sollen etwa die Körperfunktionen heruntergefahren und der Körper so entlastet werden.
Der Begriff künstliches Koma taucht leider immer wieder in den Medien auf, er ist aber irreführend.
ArianeHD am 21. April 2007 18:29 Der Begriff "Koma" kommt aus dem Griechischen und heißt nichts anderes als "tiefer, fester Schlaf"!
Poindexter am 21. April 2007 20:20 Und?
Poindexter am 21. April 2007 22:40 Hast Du etwa Deine Brille nicht auf? ;-) Ich habe nicht gesagt ein Koma sei kein Koma (was immer das bedeuten sollte) sondern ein künstliches Koma sei kein eigentliches Koma.
Wenn Du bei Wikipedia etwas tiefer gescrolled hättest ist dort die Problematik mit dem Begriff "künstliches Koma" übrigens hervorragend erklärt.
Nach meiner recherche heißt Koma auf Griechisch übrigens nicht wirklich "tiefer, fester Schlaf" sondern schlicht "Koma".
ArianeHD am 22. April 2007 15:42 d. h. Ärzte und Professoren haben unrecht, wikipedia hat recht?:-) und für Deine Recherche: http://lexikon.meyers.de/meyers/Koma_(Neurologie)

Bei sehr schweren Verletzungen kann der Patient bereits im Koma sein, so bei einem schweren Schädel-Hirn-Trauma oder bei schwerem Blutungsschock. Zur Behandlung von Verletzungen und Störungen der Atemwege oder Lungenfunktion sowie zur optimalen Sauerstoffversorgung der Organe im Schock ist oft eine künstliche Beatmung notwendig, die nur, wie auch bei einer Allgemeinnarkose, eben in Narkose oder eben im künstlichen Koma durchgeführt werden kann. Aber auch wenn ein Patient so heftige Schmerzen hat, dass man sie mit Schmerzmitteln nicht stillen kann, ohne ihm einen Bewusstseinsverlust zuzuführen, dann ist das ein Grund, ihn in ein künstliches Koma zu versetzen.
quelle: Universitätsklinik Leipzig

Damit sie nicht vor Schmerz umkommen
Poindexter am 21. April 2007 18:44 Ich will ja nicht Haare spalten, aber Schmerzbekämpfung ist einfach nicht der Grund. Höchstens ein Nebeneffekt. Und ob Schmerz töten kann ist auch wieder so eine Frage ...

Damit * der Mensch nicht vor Schmerzen zugrunde geht * der Körper sich auf die Heilung konzentrieren kann
Mein Schwager ist 2004 in ein "künstliches Koma" versetzt worden um seine Organe zu entlasten. Starkes Übergewicht, starker Raucher. Das Künstliche Koma hat genau 2 Tage gedauert dann ist er gestorben.
naja.... einfach und sicher ist das Ganze ja auch nciht soooo sehr, glaube ich.... es gibt bestimmt immer wieder mal Fälle, wo die Patienten nciht wieder aufwachen aus dem "kontrolleirten" Koma...
Wird der Patient schon am Unfallort narkotisiert?
ja, wird sofort narkotisiert