briddy am 26.05.2008 um 22:16 Uhr
Es gibt zwar Obdachlosenheime, aber man bekommt doch immer wieder mit wie sie verscheucht werden u.s.w warum eigentlich ? Sind ja schließlich nicht alle alkoholiker oder ? Also ich versteh das nciht , wenn man mal überlegt was diese Menschen schon alles durchgemacht haben.

Hallo briddy,
welchen Rat suchst Du nun? gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform. Es geht bei uns in erster Linie um solche Fragen, auf die man Rat oder Hilfe für ein Problem antworten kann. Wenn es Dir um den Meinungsaustausch mit der Community geht, dann bist Du in unserem Forum unter http://gutefrage.net/forum richtig. Bitte achte doch in Zukunft darauf. Vielen Dank und viele Grüße, Ted vom gutefrage.net-Support
ich verachte keinen, mir hat mal einer sehr geholfen und seit dem unterstütze ich ihn und seinen hund.
Es macht vielen Menschen Angst zu sehen , wie tief man sinken kann bzw wie das Leben mit einem umgehen kann. Ich denke ,die Verachtung ist oft nur unbewußte , überspielte Angst davor , dass einen selbst auch treffen könnte.........

Ich finde, dass es das schlimmste ist was einem passieren kann. Ist doch furchtbar kein zuhause zu haben.
ImGampi am 27. Mai 2008 00:05 DH!

Das ist die Arroganz derjenigen, die glauben in ihrem Leben nicht gescheitert zu sein. Ob dieser Glaube immer so richtig ist, sei dahingestellt.
Und wenn du bedenkst wieviele Obdachlose DU selbst in letzter Zeit kurzfristig aufgenommen hast,merkst du selber --Wer du bist

Viele Menschen können nicht mit Obdachlosen normal umgehen, weil sie sich nie die Mühe gemacht haben, danach zu fragen, wie es dazu kam. Wenn sie die einzelnen Schicksale kennen würden....aber es ist mühseelig, darüber zu schreiben. Ich ertappe mich ja selber manchmal, das ich an Menschen in Einkaufspassagen, die betteln, vorbeihetze und sie ignoriere.
Warum? Weil ich nicht weiß, wer da die Hand ausstreckt. Ein jugendlicher Gesellschaftsverweigerer, der sich nicht anpassen will und keine Lust auf Ausbildung hat? Ein echter Obdachloser? Ein Bettler, der sich so täglich an versch. Stellen sein Geld verdient und nach getaner Arbeit plötzlich nicht mehr blind oder gehbehindert ist?

Sie halten der Gesellschaft ihr Versagen vor. In einer guten Gemeinschaft sollten Obdachlose gar nicht erst vorkommen, da sollte auch Platz und ausreichend Hilfe für Menschen da sein, die vom Leben nicht so begünstigt wurden.
Aber bevor man sich mit so etwas auseinandersetzt, ist es doch leichter, Obdachlose alle über einen Kamm zu scheren und als arbeitsscheue, ungepflegte Langzeitalkoholiker abzustempeln.
LG
Wieselchen

Das kann auch daran liegen, daß für diese Nacht alle Schlafplätze belegt sind. Und das kommt garnicht so selten vor!

In meiner kleiner Stadt gibt es eine Obdachlosenunterkunft. Dort kann man schlafen, es gibt weder Fernsehen noch Radio noch eine Kochgelegenheit. Ich kann dort nach 18.00 Uhr hin und muß um 8.00 Uhr wieder weg. Möchtest Du so leben?

Es gibt viele davon, die sich ganz anständig benehmen, die Saufbrüder darunter bewirken die negative Einstellung gegenüber dieser Gesellschaftsgruppe.
Das ist halt die typisch deutsche Reaktion, alles pauschalisieren.
Ich habe kein Problem mit diesen Leuten.

Warum schreibst Du "sind ja nicht alle Alkoholiker" ??? Verabscheust Du etwa Alkoholiker ? Und Obdachlose nicht ? LG
Hallo Angela2305, auch wenn Dein Beitrag sicherlich als rhetorische Frage gemeint ist - Bitte beachte doch unsere Richtlinien und beantworte Frage nicht mit einer Gegenfrage. Vielen Dank und viele Grüße, Ted vom gutefrage.net-Support
Angela2305 am 28. Mai 2008 15:14 sorry, werd mich bessern :o))
briddy am 3. Juni 2008 18:06 Da hast du Recht, naja verabscheuen tue ich Alkoholiker nicht aber ich muss erlich sagen ich habe schon Angst vor diesen Leuten, weil sie nicht immer ruhig sind und sogar austicken könnten,da sie nicht mehr bei Bewusstsein sind, wenn du verstehst was ich meine.

mir ist es passiert, dass ich obdachlos war, mein damaliger freund hat mit mir schluss gemacht, ich bin extra da hin gezogen, hatte keinen, ich hab keinerlei hilfe erhalten, aber ich hatte meinen willen und stärke und ich hab nicht lange gebraucht, da hatte ich wieder eine arbeit, eine wohnung und geld. seitdem weiss ich, dass man für alles arbeiten und kämpfen muss. für selbstmitleid und hängen lassen hab ich leider kein verständnis. letztlich hat niemand die leute gezwungen, auf der Srasse zu BLEIBEN.

obdachlose werden höchstens verabscheut, wenn sie ungewaschen und verwahrlost und eben ev. noch alkoholiker sind, was leider bei vielen zutrifft. mich haben mal zwei sehr gepflegte und ordentlich angezogene männer nach 1 zigarette gefragt, als ich mir eine angesteckt habe. sie sagten, sie wären auf der wanderschaft und hätten kein geld. ich gab ihnen die ganze neue packung und setzte mich zu ihnen auf die parkbank und unterhielt mich mit ihnen. sie übernachten in übernachtungsheimen und waschen und rasieren sich in öffentlichen toiletten, wenn es nicht anders möglich ist. frische kleidung bekommen sie aus den kleiderkammern der caritas o.ä. es gibt viele nichtsesshafte, die irgendwann aus dem normraster gefallen sind. deshalb kann man immer noch sauber und ordentlich umherlaufen. ich kaufte den beiden noch 1 schachtel zigaretten und wünschte ihnen weiterhin alles gute. diese begegnung war für mich eine echte bereicherung. hut ab vor den beiden!
Bravo!! 100 DH!