Wenn jemand im schon jahre im koma liegt und nur durch die maschinen am leben gehalten wird, entspricht das noch dem recht auf leben? ist das rechtens?

In Brasilien ist eine Frau nach 17 Jahren wieder aus dem Koma erwacht. Sie war bei der Geburt ihres Sohnes ins Koma gefallen und sah ihn dann als 17jährigen zum ersten Mal.
Solange keine Patientenverfügung vorliegt, sind Ärzte verpflichtet, nach dem wahrscheinlichen Willen des Patienten zu handeln. Der Patient wünscht sich wahrscheinlich, weiterzuleben.
Wenn keine Aussicht auf Heilung besteht, können lebenserhaltende Maschinen abgeschaltet werden. Aber da gibt es viele rechtliche Klippen zu umschiffen, das Verfahren ist in den EU-Staaten recht kompliziert. Und nicht jeder Arzt möchte das tun, manche lehnen es ab.
Am sinnvollsten wäre sicher eine verbindliche Patientenverfügung für jeden Bürger. Darin könnte jeder persönlich festlegen, was bei schweren Erkrankungen geschehen soll und was nicht, ob er Organspender ist etc.
http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Koma-Patient-Erwachen-19-Jahren/526856....
kallisto am 7. August 2009 01:07 Gute Antwort! DH!
Ich finde das Thema durchaus diskussions würdig. Wenn man sich mit dem Tod, oder weiterleben, eines Menschen, den man liebt auseinander gesetzt hat ist die Antwort schwer. Aus meiner Erfahrung kann ich nur über Menschen >79 Jahre reden und da ist manchmal die Angst, das der wirklich geliebte Mensch noch Jahre lebt aber nie mehr aus seinem Zustand (in Verbindung mit Demenz, Altsheimer oder Parkinson) genauso groß wie die Angst vor dem Sterben. Ich denke schon, dass in diesem Zusammenhang das Wort Hoffnungslos in unserer Gesellschaft neu und ernstahft definiert werden sollte.
wünsche Dir nicht, dass Du einmal in die Situation kommst über einen Dir sehr lieben Menschen entscheiden zu müssen, ob er noch ein RECHT auf Leben hat.
mir ist lieber die maschinen werden abgeschaltet als der mensch der mir lieb ist, vor sich hinwegetiert oder leidet!

Da wird die Hoffnung, dass der Komapatient doch noch aufwacht, halt nicht aufgegeben..
Es gibt immer noch Hoffnung das eines Tages ein Engel es sieht und viel kraft gibt...auch wenns Jahre dauert,viele wollen es halt und denken jetzt oder nie...

Ich denke auch, dass dem Leben in Ermangelung an anderen Werten, bei uns zu viel Wert beigemessen wird.

Ärzte haben sich verpflichtet Leben zu erhalten. Hier kommen Sie bestimmt irgendwann in Gewissenskonflikte. Jeder Bürger hat aber die Möglichkeit mit einer Patientenverfügung lebenserhaltende Maßnahmen zu untersagen. Diese Patientenverfügung muss eingehalten werden.
???
Bei alten Leuten schalten sie die Maschinen schonmal eher ab. Ich kenne eine Ärztin die im Krankenhaus arbeitet. Ist echt so weil alte Leute sonst nur noch Geld kosten (Rente, Krankenbehandlungen) und es sich einfach nicht finanziell lohnt sie am leben zu lassen. Traurig aber bittere Wahrheit.
aber dürfen die rechtlich gesehen die maschinen abschalten?