Frage von chinesischerzxt, 98

Warum werden Elektroauto in vielen Regionen der Welt eingeführt?

Ich halte das Elektroauto für eine Umweltbelastung.Um den Bedarf an elektrischer Energie wegen zunehmender Elektroautos zu decken,muss man mehr fossile Energieträger verbrauchen.
Abgesehen von dem Energieverlust in den Leitungen,wird sehr viel Energie bei der Umsetzung in Strom nach dem Satz der Erhaltung der Energie verschwendet.

Hinzu kommt noch die
Schrotte der weggeworfenen Batterien.

Deshalb stellt sich die Frage,warum wird Elektroauto weitgehend eingeführt?Das ist meiner Meinung nach weder umweltschonend noch rentabel.Kann jemand mir erklärt den Grund?Danke:)

Antwort
von Dxmklvw, 46

Ich halte E-Autos ebenfalls für den Austausch von einem Schwachsinn gegen einen anderen, zusätzlich aber auch noch für eine nachgeschobene Ausrede dafür, fortan immer mehr Landschaft zu verbrauchen für Windkraftanlagen, Solarparks, Netzzuleitungen usw., so daß der Enerieverbrauch stetig wächst und auch noch zusätzliche Energie erforderlich ist, um die Anlagen herzustellen.

Die Idee, stattdessen möglichst umfangreich ortsnah zu produzieren und zu verbrauchen, würde tatsächlich sehr viel nützen, aber es würde auch die Profite mancher Branchen einbrechen lassen und gleichzeitig diverse Zerwürfnisse zwischen diversen Bevölkerungsgruppen heilen, was sich für andere ebenfalls profitschädigend auswirkt.

Antwort
von GuenterLeipzig, 31

Die besten konventionellen Kraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 40 % Leitungsverluste nicht eingerechnet.

Im Regelfall ist es so, dass die überwiegende Anzahl an Autos tagsüber genutzt wird, also zum Laden nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Die notwendige Ladeleistung aus "alternativen Energien" abdecken zu wollen, scheitert schon an an der nicht permanenten Verfügbarkreit derselben.

Eine Ladesäule braucht mal schnell 35 kW. Mag jeder selbst rechnen, welche Kabel liegen müssten, um so etwas ernsthaft in der Fläche betreiben zu wollen.

Die sinnlose Förderung der Elektroautos ist doch nur der kurzsichtigen Politik geschuldet, die nicht verstanden hat, dass die CO2-Emissionen nur von Ort A nach Ort B verlagert werden.

Es haben bereits Leute errechnet, dass es auf der Welt nicht so viel Lithium geibt, um alle Auts dieser Erde mit Akkus auszustatten. Ist also schon jetzt eine Sackgasse.

Brennstoffzelle kann wegen deren geringen Leistung bestenfalls als Unterstützung dienen.

Eigentlich ist das bisherige Auto ein gut arbeitendes mobiles BHKW.

BTW: Bei der Energieversorgung werden dezentrale BHKW in den höchten Tönen von der Politik gelobt.

Na was denn nun? Merkt denn keiner diese Inkonsequenz der Politik?

Günter


Kommentar von Traveller24 ,


Eigentlich ist das bisherige Auto ein gut arbeitendes mobiles BHKW.

BTW: Bei der Energieversorgung werden dezentrale BHKW in den höchten Tönen von der Politik gelobt.




Leider absoluter Nonsens.

BHKWs werden in deh höchsten Tönen gelobt, weil sie sowohl elektrische Energie produzieren als auch die dort entstehende Abwärme nutzen, meist zu Fernwärmezwecken. Daher kommt ein BHWK meist auf 70% Wirkungsgrad ( Elekrtische Energie + Wärme) und auch nur bei Nutzung der Abwärme bekommt man die entsprechende Förderung.

Bei einem Auto wird die Abwärme über die Kühler vernichtet. Oder schleifst Du bei Deinem Auto eine Fernwärmeleitung mit?

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Die Abwärme nutze ich im Winter zur Klimatisierung im Auto sehr wohl.

Auch möchte ich im Winter kein Elektroauto schon deswegen mein Eigen nennen.

In der Firma, in der ich arbeiten gibt es einige von den Dingern, rate mal wie begeistert die Fahrer dieser Teile sind, deren Aktionsradius und Nutzungsfähigkeit eingeschränkt ist ...

Es ist nun mal so, dass die alternativen Energien weder grundlastfähig und erst recht nicht spitzenlastfähig sind.

Da beißt die Maus keinen Faden ab. 

Wer die Gewichtung der Alternativen Energien zu der konventionellen Energieeinspeisung kennt, wird schnell erkennen, dass die alternativen Energien alleine keine bedarfsgerechte Versorgung auch nur ansatzweise realisieren können.

Mir muss erst mal jemand vorrechnen dass folgende Kette für Elejktroautos effektiver ist:

Chemische Enrgie =>

kinetische Energie =>

elektrische Energie + Wärme (nur bei Wärmeauskopplung!) =>

Chemische Energie =>

kinetische Energie

als wie beim Auto:

Chemische Energie =>

kinetische Energie + Wärme (nur bei Wärmeauskopplung)

Wie wir wissen, gibt es bei jeder Energiewandlung Verluste.

Beim Auto habe ich 1 Wandlungsstufe, Beim Elektroauto habe ich 4 Wandlungsstufen!

Ach noch etwas: Nicht jede Erzeugerstätte ist so konzipiert, Wärme für Fernwärmenetze auszukoppeln, wodurch der Wirkungsgrad der gesamten Kette weiter sinkt.

Das ist vergleichbar mit dem Fakt, dass ich im Auto im Sommer keine Heizung brauche.

Nochmal Thema BHKW (also die hochgeloben). Was wird denn dort als Primärenergie eingesetzt: Richtig: Gas und Öl.

Oder ist das gutes Gas und gutes Öl? Nicht das böse Benzin aus dem Auto.

Die nächste Frage ist ja noch, wie ich denn das BHKW betreibe:

- wärmegeführt

- elektroenergiegeführt

Bei wärmegeführter Betreibung steht das BHKW in der warmen Jahrenzeit nur so da.

Bei elektroenergiegeführter Betreibung wird auch hier Wärme nutzlos an die Umgebung abgegeben.

Und wenn man Glück hat, hat sich jemand ein recht großes BHKW gebaut, welches vom Netzbetreiber abgeschalten wird, wenn mal gerade zu viel Windstrom im Netz ist.

Also ganz so simpel ist die Welt nun mal nicht.

Günter

Kommentar von Havenari ,

Brennstoffzelle kann wegen deren geringen Leistung bestenfalls als Unterstützung dienen

Das sieht man bei Toyota und Hyundai offenbar anders.

https://de.wikipedia.org/wiki/Toyota_Mirai

http://www.hyundai.de/Modelle/Alle-Modelle/ix35-Fuel-Cell.html

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Danke für die Info, dieses Modell hatte ich nicht auf dem Schirm.

Warten wir erste Praxistests ab.

Dann gibt es noch den Schwerlastverkehr.

Bitte aber beachten, den Wehrmutstropfen hinsichtlich der notwendigen Grundstoffe für Brennstoffzellen.

http://www.gruenderszene.de/automotive-mobility/test-toyota-mirai

Kommt hinzu die derzeit alles andere als üppige Infrastruktur in unseren Breiten.

Auch ist die Herstellung von Wasserstoff derzeit sehr energieintensiv und wird oft aus fossilen Brennstoffen realisiert.

Momentan sprechen leider mehr Punkte gegen die Brennstoffzelle bei uns.

Vielleicht gelingt noch ein Quantensprung. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Günter

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 15

Ich halte das E-Auto ebenfalls für eine Sackgasse, ähnlich den Energiesparlampen. Zukunft hat m.E. die Wasserstofftechnologie mit Brennstofzellenautos. Das würde auch viel besser in ein alternatives Gesamtkonzept passen.

Antwort
von SpitfireMKIIFan, 22

Und was glaubst du, wie viel Energie verschwendet wird bei der Verbrennung von fossilem Kraftstoff in einem Verbrennungsmotor? Wirkungsgrad zwischen 30 und 40%, bei E-Autos deutlich über 80-90%.

Weiterhin, die Länder, die gerade massiv E-Autos subventionieren (allen voran Norwegen), gewinnen den allgergrößten Teil ihres Stroms durch erneuerbare Energien.

Kommentar von Miete187 ,

Ein weiterer Vorteil von Schweden, Norwegen.....Steckdosen für parkende Autos auf vielen Parkplätzen und das seit Jahrenzehnten. Wenn auch aus anderen Grund, aber jetzt zum nachladen.

Antwort
von Miete187, 19

Ich bin für Elektroautos, aber eben nicht so wie jetzt.

Alle vorhandenen Fahrzeuge könnten umgerüstet werden, was wohl besser für die Umwelt wäre.

Batterie bleibt klein für Wald und Wiesenwege Sackgassen u.s.w.

Umrüstung aller BAB und Hauptstassen im Zusammenhang mit Strassenarbeiten. Fahrzeuge werden beim fahren geladen per Induktion.

Dann die geplanten Stromtrassen unter oder neben die Autobahn damit die Umweltfreundliche Energie genutzt werden kann.

Problem gelöst....leider erst in 50-100 Jahren kommt jemand darauf und alle fragen sich warum erst jetzt.

Antwort
von district987, 42

Hi,

ganz einfach:

- Elektroautos können auch mit regenerativem Strom angetrieben werden.

- Verbrennungsmotoren sind sehr ineffizient. Der beste Ottomotor hat einen Wirkungsgrad von 40%. Elektromotoren hingegen sind sehr effizient und haben einen hohen Wirkungsgrad.

- Wenn mans wollte könnte man die seltenen Erden die man für die Batterien braucht viel umweltschonender abbauen, macht man halt noch nicht, da die Regularien fehlen.

 - Der Energieverlust in den Leitungen ist außerdem nicht besonders hoch.

Schlusswort: In hn paar Jahrzenten (c.a. 60-100 Jahren) geht uns eh das Öl aus, dann gibts nicht anderes mehr.

Kommentar von NeoExacun ,

Verbrennungsmotoren sind viel verlustbehafteter.

Kommentar von district987 ,

Danke, hab's schnell korrigiert!

Antwort
von NeoExacun, 41

Die komplette Kette der Energieumsetzung ist bei Elektroautos effizienter als bei Verbrennern. Die auftretetenden Verluste werden durch die deutlich höhere Effizienz von Kraftwerken gegenüber Verbrennungsmotoren mehr als ausgeglichen. Außerdem lässt sich der Strom für die Elektroautos auch aus erneuerbaren Energien erzeugen (was auch viele Besitzer von Elektroautos tun), was bei Verbrennern schlicht nicht möglich ist (von Brennstoffzellen mal abgesehen).

Die weggeworfenen Batterien sind kein Schrott, sondern werden aus Kostengründen komplett recyecelt.

Antwort
von OffshoreWind, 5

Der Report des Österreichisches Umweltbundesamt beantwortet alle diese Fragen:

http://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site/publikationen/REP0572.pdf

Antwort
von Wissen321741, 4

Weil einige mächtige Leute nicht deiner Meinung sind

Antwort
von kenibora, 38

Eingeführt???? Siehst doch die Resonanz trotz staatlicher Prämie....!

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