Warum werden eigentlich die Kosten für eine klientenzentrierte Psychotherapie bis heute nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?

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3 Antworten

Das ist teilweise richtig, allerdings ist die Gesprächspsychotherapie bei Erwachsenen vom WBA wissenschaftlich anerkannt. Eine Ausbildung in Gesprächspsychotherapie führt - sofern an einem staatl. anerk. Inst. absolviert - zur Approbation als Psychologischer Psychotherapeut.

Dem gegenüber sieht der G-BA die Gesprächspsychotherapie bei Erwachsenen nur bei Majoren Depressionen als gleichwertig zu den Richtlinenverfahren an, was ihm zu wenig ist. Damit ist für G-BA die breite Versorgungsrelevanz der GKV Versorgung nicht egeben. Das ist sicher diskussionswürdig, wurde so aber vom Bundessozialgericht (BSG) in einem Leitlinineurteil bestätigt.

Insofern ist die Gesprächspsychotherapie bei Erwachsenen ein wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren (das ist unstrittig), erfüllt als solches nach G-BA und BSG aber nicht die Kriterien für ein Richtlinienverfahren zur breiten Versorgung der GKV Patienten.

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Diese Methode dürfte in den anderen Richtlinienverfahren ohnehin Bestandteil sein.

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Es wird nicht bezahlt weil schlicht die Wirksamkeit nicht belegt ist. Bei der klientenzentrierten Psychotherapie wird ja keine "angeleitete" Therapie im eigentlichen Sinne durchgeführt. Da kann ich auch genausogut ein Lebenscoaching machen. Bei tiefgreifenden Problemen und Traumatisierungen, bei chronischen Erkrankungen kann man ja nicht mehr von "Lebenskrisen" sprechen, das geht weit darüber hinaus.


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