manni1937 am 14.10.2007 um 9:46 Uhr

Wegen der Sage von St. Martin, dass er sich versteckt hatte, als er Bischof werden sollte und die Gänse haben ihn durch ihr Geschnatter verrraten.

Es gibt aber noch eine andere - plausible - Erklärung: Der volkstümliche Brauch der Martinsgans, die man vielerorts zum Martinsfest verzehrt, basiert auf dem Martinstag als Hauptzinstag: Am Martinstag, dem 11. November, begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, an das Gesinde wurde die Löhne bezahlt, Pachtverträge wurden geschlossen, Steuern abgeführt, Knechte und Mägde konnten, wie an Lichtmess (heute in der katholischen Kirche heißt das Fest: "Darstellung des Herrn" am 02.02.), den Dienstherrn wechseln. Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden konnte: dazu gehörten die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag, vor dem großen Fasten im Advent, Gänsebraten zu essen. Die Gans war auch eine bevorzugte Zinsbeigabe an den Grundherrn, Tribute waren oft bezahlbar in Form von Gänsen.
manni1937 am 14. Oktober 2007 11:21 Hallo gerwitt, besten Dank für die Antwort und auch besten Dank an Luise. Als Bonbon ein kkleiner Witz.: Sagt die eine Gans zur anderen Gans :" Spiel mir das Lied vom Tod." Singt die andere Gans -" Sankt Martin,Sankt Martin ......