Frage von sweetmelonxx3, 47

Warum werde ich von Meditation noch unruhiger?

Ich hab mit geführter Meditation angefangen und lege mich dabei hin und versuche auf meine Atmung zu achten. Das Problem ist, dass ich den gegensätzlichen Effekt erziele. Ich möchte ruhig und entspannt sein, aber mein Herz fängt an zu rasen, sobald ich mich beruhige. Ich bekomme ein unruhiges Gefühl in der Brust und wenn ich versuche lange und langsame Atemzüge zu nehmen, habe ich das Gefühl, mir ginge beim ausatmen Luft aus und dann entsteht ein beklemmendes Gefühl. Wie kann ich das ändern, was mache ich falsch? LG .

Antwort
von Enzylexikon, 25

Ich selbst habe ein paar Jahre Meditationserfahrung und denke, für deine Reaktion kann es mehrere Gründe geben, daher werde ich ein paar Punkte aufzählen, die mir dazu einfallen.

Vorbereitung

Was machst du vor der Meditation? Von jetzt auf gleich kann sich kaum jemand entspannen. Anstatt also vom Computer gleich zur Meditation zu wechseln, lege etwas Leerlauf ein...trinke einen Tee...geh auf die Toilette...sorge dafür, dass du wirklich Ruhe hast und keiner ins Zimmer kommt.

Haltung

Liegst du flach auf dem Boden oder so? dann solltest du dir ein Kopfkissen unterlegen, damit das Blut nicht in den Kopf strömt und vielleicht ein zusammengelegtes Handtuch für ein mögliches Hohlkreuz, um Spannungen im Rücken zu vermeiden. Manche nutzen auch eine Knierolle.

Aufnahme

Sind dir die Stimme des Sprechers und mögliche Begleitklänge sympathisch oder nerven sie? Eine unsympathische Stimme, oder nervige Musik machen erwartungsgemäß unruhig.

Art der Meditation

Abhängig davon, ob es eine Atembeobachtung, oder eine Technik mit bildhaften Vorstellungen (Visualisierungen) ist, reagiert man unterschiedlich. Manche Menschen können nur schwer visualisieren und das stresst sie.

Gestaltung der Meditation

Wenn die Formulierung "Einatmen...Ausatmen" nicht dem eigenen Atemrhythmus entspricht, kann das manche Menschen irritieren und sie werden angespannt und nervös.

Versuche nicht übertrieben tief oder langsam zu atmen, diese willentliche Anstrengung kann Spannungen verursachen und den Kreislauf belasten. Lass lange Atemzüge lang und kurze einfach kurz sein. Das ist nicht schlimm.

Wenn man sich entspannt, ändert sich der Atemrhythmus ganz von alleine, da bedarf es keiner Willensanstrengung.

Ungeeignete Meditation

Menschen können mit manchen Meditationsformen einfach nichts anfangen und werden richtig unleidlich. Vielleicht macht es dann Sinn, mal etwas anderes auszuprobieren, zB eine Meditation im Sitzen, oder eine Technik, die mit Visualisierungen kombiniert werden kann, wie zB die Metta-Meditation.

Antwort
von derMannohnePlan, 4

Ihr Problem ist, dass Sie sich zur Meditation zwingen. Und das ist keine Meditation.

Es gibt verschiedene Meditationsschulen, verschiedene Methoden und Systeme. 

Es gibt Systeme, die sagen, „Beobachte die Bewegung Deiner großen Zehe, beobachte sie, beobachte sie, beobachte sie.“ 

Es gibt andere Systeme, die empfehlen in einer ganz bestimmten Haltung zu sitzen, regelmässig zu atmen oder Bewusstheit zu üben. 

Das alles ist äusserst mechanisch. Eine andere Methode gibt Ihnen ein bestimmtes Wort mit dem Hinweis, dass Sie eine ungewöhnliche transzendentale Erfahrung haben werden, wenn Sie es ständig wiederholen. 

Das ist reiner Unsinn. Es ist eine Art von Selbsthypnose. Wenn Sie das Wort Amen oder Om oder Coca-Cola unaufhörlich wiederholen, werden Sie gewiss eine bestimmte Erfahrung haben.

Es bedeutet dass Sie sich ständig in einem Kampf befinden.

Meditation bedeutet, eines jeden Gedankens, eines jeden Gefühls gewahr zu sein, niemals zu sagen, sie seien richtig oder falsch, sondern sie einfach zu beobachten und ihnen nachzugehen. 

In diesem Betrachten beginnen Sie alle Regungen des Denkens und Fühlens zu verstehen. 

Und aus diesem Gewahrsein erwächst das Schweigen. Ein Schweigen, das vom Denken zustande gebracht wurde, ist Stagnation, ist unfruchtbar; aber das Schweigen, das entsteht, wenn das Denken seinen eigenen Anfang, sein eigentliches Wesen verstanden hat, wenn es begriffen hat, daß alles Denken niemals ungebunden ist, sondern immer mit der Vergangenheit beladen ist – dieses Schweigen ist Meditation, in der es keinen Meditierenden gibt. 

Antwort
von Chrismatic, 19

Habe mich universitär mit dem Thema Meditation beschäftigt, allerdings nicht geführt, Unruhe ist wohl für normal sozialisierte Menschen im Westen ein normales Symptom. Man lernt und kennt es ja nicht anders, als dass man immer sinnvoll beschäftigt sein soll, in der Stille zu sitzen ist daher oft eine Belastung mit allerdings erfüllendem Resultat. Auch das Leute zu weinen anfangen, zu zittern etc. in längerer Meditation kommt vor, da sind einfach im Allteg verdrängte Sachen, die sich Raum suchen!

Antwort
von dhammo, 10

Nun, Es gibt verschiedene Meditations Methoden und ich weiß nicht welche Du benutzt. Aber wie es sich anhört, Kontrollierst du deine Atemzüge und das sollte man bei der Meditation nicht tun, sondern sie ganz natürlich fließen lassen und sie nur beobachten d.h., den Geist auf das Atmen konzentrieren. Die Unruhe die du spürst, ist keine neue Unruhe, sondern wenn der Geist zur Ruhe kommt wird deutlich, Wie viel in deinem Geiste abläuft.

Und streng dich nicht zu sehr an dabei, Versuche auch nicht irgendwo anzukommen oder irgendetwas zu erreichen, sondern gebe dich der Beobachtung des Atems hin.


[+++ durch Support editiert +++]

Antwort
von purushajan, 9

lerne eine richtige und bewährte methode, die automatisch und mühelos zur entspannung führt, und vergiss den ganzen selbstgebastelten kram. siehe: meditation.de

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