Frage von rtzu1234, 94

Warum weist Arzt mich einfach so ab?

Ich würde mich gerne aus verschiedenen Gründen in eine Psychotherapie begeben und habe da auch einen Psychiater gefunden bei dem ich sofort einen Termin bekomme allerdings auch nur weil man eigentlich jede Therapiestunde für teures Geld aus eigener Tasche zahlen muss. Es handelt sich da anscheinend um einen "außervertraglichen Therapeuten". Soweit die Vorgeschichte. Die Sache mit dem Geld wurde mir auch direkt am Anfang gesagt aber auch, dass manche Krankenkassen das übernehmen. Daraufhin habe ich viel telefoniert mit meiner Krankenkasse und öfters auch mit dem Psychiater weil ich Rückfragen hatte. Da kam dann raus dass die Kasse das übernimmt sodass ich also einen Termin gemacht habe. Dazu muss ich sagen dass die Kasse aber verschiedene Unterlagen für die Prüfung der Kostenübernahme brauch, unter anderem einen Kostenvoranschlag vom Therapeuten. Dafür musste ich da mit einem ersten Termin, der auch nicht von der Kasse bezahlt wird, vorstellig werden. Der wäre heute gewesen. Jetzt habe ich heute Mittag noch mal da angerufen um sicherzugehen ob der Termin heute ist und um zu fragen ob denn noch weitere Kosten entstehen könnten zu dem Betrag der sowieso schon für eine Stunde angesetzt ist. Daraufhin meinte die dass das sein kann woraufhin ich nicht wusste ob ich den Termin dann wirklich wahrnehmen soll weil das meine Eltern bezahlen. Daraufhin hat sie auch anscheinend direkt mit dem Arzt geredet der letztendlich gesagt hat dass es besser ist den Termin abzusagen. Das kam mir in dem Moment irgendwie sinnvoll vor weil ich wie gesagt an meine Eltern gedacht habe die das viele Geld bezahlen. Denen habe ich das auch sofort gesagt woraufhin mein Vater dort angerufen und den Arzt persönlich sprechen konnte. Der hat ihm gesagt dass er aufgrund meines zum Teil rabiaten Verhaltens denkt dass eine Therapie bei ihm nicht klappt sondern ich mich an eine Klinik wenden solle. Das hat er gesagt ohne einen einzigen Satz mit mir gesprochen zu haben. Erst da habe ich gemerkt dass man mich da einfach nicht haben möchte wahrscheinlich aus dem Grund weil ich das nicht aus eigener Tasche bezahlen kann und somit Umständlichkeiten für ihn entstehen weil mit der Krankenkasse abgerechnet werden muss. Jetzt habe ich mal recherchiert und gelesen dass privat behandelnde Ärzte tatsächlich freie Auswahl über ihre Patienten haben. Jetzt ist meine Frage darf er als "außervertraglicher Therapeut" das auch und wenn ja warum wurde ich in dieser speziellen Situation abgewiesen? Ich muss dazu sagen dass seine Beschwerde über mein Verhalten völlig übertrieben ist und nur eine billige Ausrede um es zu rechtfertigen.

Antwort
von Seanna, 34

Solang du nicht lebensgefährlich verletzt bist, darf jeder Arzt die Behandlung ablehnen und/oder dich zu einem Kollegen schicken. Insbesondere wenn er die Kompetenz zur Behandlung gar nicht aufweist.

In Deutschland herrscht nicht nur freie Arztwahl sondern auch freie Patientenwahl.

Aber was willst du mit einem Arzt, der dich nicht will und mit dem du dich offensichtlich nicht verstehst?

Abgesehen davon führen nur wenige Psychiater Psychotherapie durch - das ist mehr die Aufgabe Psychologischer Psychotherapeuten und an einen solchen solltest du dich wenden.

Auch wenn es schwieriger ist Termine zu bekommen... Therapie mit dem falschen Therapeuten ist sinnfrei.

Antwort
von bikerin99, 27

Naja, der Psychiater will sich das Leben nicht unnötig schwer machen, wenn es so aufwendig ist für deine Krankenkassa ist, die er bei anderen Kassen evtl. nicht hat und nicht auf Patienten/innen oder Klienten/innen angewiesen.
Dass du dich vor den Kopf gestoßen fühlst, kann ich mir vorstellen. Aber sei froh, dass es zu keiner Zusammenarbeit mit ihm gekommen ist. Denn nach dem was du beschrieben hast, hättest du dich von ihm nicht verstanden gefühlt.
Brauchst du jetzt eine Psychotherapie oder einen Facharzt für Psychiatrie? Der Unterschied besteht in einer medizinischen Behandlung, Medikamente (Facharzt) oder für Unterstützung zur Veränderung (Psychotherapie).

Kommentar von rtzu1234 ,

Es geht um Zwangsstörungen und große Ängste. 

Ein einfacher Therapeut ist halt sehr schwierig, die haben sehr lange Wartelisten. Weißt du denn wie es mit einer Klinik ist? Also gibt es da auch lange Wartezeiten und wie erfolgversprechend ist das? 

Kommentar von bikerin99 ,

Die Aufnahme in einer Klinik ist abhängig von der Stärke der Zwangsstörung und der Ängste, d.h. wie stark die Einschränkung des täglichen Lebens. Aber mit deutschen psychiatrischen Kliniken habe ich keine Erfahrung (bin aus Österreich) und auch nicht deren inhaltlichen Abläufen.
Aber für Zwangsstörungen und Ängste ist eine Psychotherapie notwendig. Frage deine Krankenkassa, ob sie dir eine Liste von Vertragstherapeuten/innen senden können. Möglicherweise gibt es eine Wartezeit, dann lass dich aufschreiben, auch dann wenn du in eine Klinik gehst. Dann kannst du nach der Klinik vielleicht mit einer kürzeren Wartezeit die Psychotherapie fortsetzen.
Wenn du es nicht tust, wartest du dann im Endeffekt noch länger.
Alles Gute.

Kommentar von rtzu1234 ,

Ja gut je nach dem wie einsichtig derjenige ist sagt doch jeder dass er absolut darunter leidet und nicht mehr ohne Behandlung klarkommt und unbedingt in die Klinik möchte oder nicht? 

Das mit der Liste habe ich schon gemacht. Da kamen überall die selben Antworten bzw. das wird überall dasselbe sein. 

Antwort
von Worf3333, 32

Er darf das, leider, oder ein Glück,denn..

es muss ein Vertrauensverhältnis bestehen zwischen dir und dem Psychologen und das ist hier ja von vornherein nicht gegeben.

Du musst dein Innerstes nach außen kehren um deine Probleme zu bewältigen.

Such dir lieber einen anderen Psychologen oder probiere es in einer Klinik.

In einer Klinik besprechen sich viele Psychologen untereinander, das denke ich ist von Vorteil und du lernst Menschen kennen die auch Probleme haben und das kann hilfreich sein, denn geteiltes Leid ist halbes Leid.

Ich wünsch dir alles Gute!

Kommentar von rtzu1234 ,

Weißt du denn wie das mit einer Klinik ist? Also wie ist es da mit Wartezeit wenn man nicht ein Notfall ist?(Suizidversuch etc.) Und wie erfolgversprechend ist das ganze? Weil über einen längeren Zeitraum kann man da ja auch nicht bleiben oder?

Kommentar von Worf3333 ,

Als Notfall kannst du jeder Zeit dorthin, wenn du akute Suizidgedanken hast musst du dorthin!

Mit Wartezeiten und dergleichen kenne ich mich nicht aus. Ich bin Kinderkrankenschwester und kenne mich deswegen ein bisschen aus.

Eine meiner Freundinnen war mal in einer Klinik. Sie hat nie viel davon erzählt, nur das es ihr gut getan hat.

Ruf doch einfach mal in einer Klinik an und schildere dein Problem.

Kommentar von rtzu1234 ,

Suizidgefährdet bin ich ja auch (noch) nicht. Beziehungsweise ich denke dass das auch erst mal so bleibt weil ich doch am Leben hänge.

Ich denke mit den Wartezeiten wird es da doch genauso sein oder? Also genauso wie bei den ambulant behandelnden Therapeuten die lange Wartelisten haben.

Kommentar von Worf3333 ,

Ich befürchte das du absolut recht hast, denn es gibt immer mehr Menschen die psychologische Probleme haben. 

Die einzige Möglichkeit sehe ich darin in mehreren Kliniken anzurufen und nachzufragen.

Zeitgleich würde ich an deiner Stelle aber auch Bein niedergelassen Psychologen einen Termin vereinbaren, egal wie lange das dauert.

Kommentar von rtzu1234 ,

Werd ich mal machen. Danke dir für deine Hilfe!

Kommentar von Worf3333 ,

Gerne.,Ich hoffe du findest gute Hilfe und es geht dir bald besser.

Kommentar von Seanna ,

Wartezeiten variieren von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Zwängen sind unangenehm aber in aller Regel nicht gefährlich. 

Erfolgsaussichten hängen von sehr vielen Faktoren ab.

Bleiben kann man dort je nach Konzept 4-12 Wochen. Und fraglich ob das reine Psychiatrie oder Psychotherapie sein soll.

Antwort
von Sayuri405, 31

Psychiater haben lediglich ein Medizinstudium und sind hauptstächlich dafür da Medikamente zu verschreiben. Wende ich an einen Psychologen der ist dafür da mit dir über deine Probleme zu reden

Antwort
von Dea2010, 21

Du bist kein medizinischer Notfall.

Also darf er sich seine Vertragspartner (Patienten) durchaus asusuchen.

Vertragsfreiheit ist laut Verfassung garantiert in D.

"Nein" reicht da schon, eine Begründung ist nicht erforderlich.

Es gibt tatsächlich Ärzte, die sich weigern bestimmte Bevölkerungsgruppen als Patienten anzunehmen. Solange sie dabei keinen Notfall abweisen, dürfen die das....leider.

Antwort
von ErsterSchnee, 27

Er darf das, weil in Deutschland Vertragsfreiheit herrscht. Er braucht keinen Grund, um dich abzulehnen. "Will nicht" ist ein vollkommen ausreichende Argument.

Antwort
von LuckyStrikeSlv, 40

Sorry, das ist wahnsinnig anstrengend zu lesen und ich habs nach kurzer Zeit gelassen. Absätze.... Absätze wären gut.

Kommentar von salihu1977 ,

ich auch :/

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