Warum war Joachim von Ribbetrob wichtig für Hitler?

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Nachdem er 1932 Hitler kennengelernt hatte, trat er der NSDAP
(Mitgliedsnr. 1.199.927) bei. Wegen seiner Bewunderung für Hitler
setzte Ribbentrop seine gesellschaftlichen Beziehungen im Verlauf des
Jahres 1932 ein, um Kontakte zwischen einflussreichen Persönlichkeiten
Berlins und Hitler zu vermitteln. Diese Kontakte erleichterten es
Hitler, die „Machtergreifung“
im Jahr 1933 ohne großen Widerstand durchzuführen. Dabei diente
Ribbentrop vor allem „als Mittelsmann“ zwischen Papen und Hitler.[6] Nachdem Heinrich Himmler bei der Zusammenkunft Hitlers mit Papen im Haus des Kölner Bankiers Kurt von Schröder
am 4. Januar 1933 Ribbentrop begegnet war, fragte er bei diesem an, ob
er ein Folgetreffen zwischen Hitler und Papen arrangieren könne.
Ribbentrop sagte zu und stellte seine Villa für diese Gespräche zu

Zwar habe Papen in seinen Memoiren angegeben, Hitler zwischen dem 4.
und 22. Januar nicht getroffen zu haben, aber „Frau Ribbentrops
diktierte Notizen zeigen“, so der britische Historiker und
Hitler-Biograph Ian Kershaw, dass es „in der Zwischenzeit zwei Unterredungen [gab], am 10. und am 18. Januar“.[8]

Ribbentrop wurde 1933 bei der Kabinettsbildung nicht, wie von ihm erhofft, Außenminister, da von Seiten der NSDAP der „alte Kämpfer“ Alfred Rosenberg
für dieses Amt vorgesehen war, das dann jedoch die Konservativen für
sich beanspruchten: Reichsaußenminister blieb der bereits unter den
Reichskanzlern Papen und Kurt von Schleicher amtierende Konstantin Freiherr von Neurath.
Ribbentrop erhielt aber 1934 als eine Art parteiamtlicher
Sonderbotschafter den Titel „Außenpolitischer Berater und Beauftragter
der Reichsregierung für Abrüstungsfragen“. Zudem wurde er Ende 1934 zum
Beauftragten für außenpolitische Fragen im Stab des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, ernannt.[9]

Im Juni 1935 wurde er dann zum „Außerordentlichen und
Bevollmächtigten Botschafter des Deutschen Reiches“ befördert; er
schloss in dieser Position – als Außerordentlicher Botschafter – noch im selben Monat in London das deutsch-britische Flottenabkommen mit Großbritannien ab, das es dem Deutschen Reich, abweichend von den Bestimmungen des Versailler Vertrages, erlaubte, eine Flotte von 35 % der britischen Flotte zu bauen.

Dies ermöglichte 1936 auch offiziell die Kiellegung der bereits seit 1933 geplanten Schlachtschiffe Bismarck und Tirpitz.
Die Entwürfe für beide Schiffe sahen mit jeweils über 41.000 Tonnen
aber von Anfang an eine Verletzung des Versailler Vertrages (der nur
Tonnagen bis maximal 10.000 Tonnen erlaubte) vor, wobei dann nach
Fertigstellung 1940/41 die tatsächliche Standardverdrängung der
Konstruktionen sogar jeweils fast 46.000 Tonnen betrug. Dagegen wies die
offizielle Angabe gegenüber der britischen Regierung pro Schiff 35.560
Tonnen aus, um den Eindruck zu erwecken, die Reichsregierung habe sich
an das Flottenabkommen gehalten. Im selben Jahr gründete Ribbentrop die Deutsch-Englische Gesellschaft.

wikipedia

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