Frage von Eylulum123, 86

Warum wählen viele afd?

Hallo, wir haben in werte normen aufgaben bekommen, indem wir beantworten müssen warum viele afd wählen. Und die stichpunkte dazu 1.arbeitsplatz 2.freundschaftkreis 3.verein 4.schule 5.soziale netzwerk 6.religionen 7.stammtisch! Ichmuss zu den allen beantworten warum die stichpunkte afd wählen. Danke im voraus !

Antwort
von Rosenblad, 31

Wegen der (zu) einfachen politisch ausgehäuteten Antworten auf komplexe gesellschaftliche Fragen und v.a. da sich die "Blauen" als politischen Auslage für diffuse und ja auch konkrete Fragen - die viel mit einer "Ambivalenz der Moderne", mit einer v.a. technologischen und ökonomischen Beschleunigungsgesellschaft zu tun haben, die mit Unsicherheiten und Kränkungen etwas zu tun, deren Antworten das AfD-Elektorat allerdings in einer vor- und ausgestellten Retention auf ein "Gestern", was in einer globalisierten Ökonomie (die auf der anderen Seite die AfD ja selbst proklamiert) nicht mehr in dieser Form anwendbar ist. Die AfD verschiebt die Werte in eine Richtung, die für dessen Wähler in deren Einseitigkeit und schmalen Populismus zur Suggestionssedierung und damit zum politischen Therapeutikum werden - verständlich, da wie ein Placebo wirkend. Nur eben in einer dermaßen synreferentiellen und damit überkomplexen Gesellschaft völlig unbrauchbar. Vielleicht aber verstehen manche Wähler der AfD auch die Zusammenhänge politische, sozialer und v.a. ökonomischer Konstitutionen einfach nicht mehr - so wie 2007/2008 kaum jemand die Subprime-Krise verstanden und "alle" froh waren, das "Mutti" Merkel die Spareinlagen der Deutschen für sicher erklärte. Was sich aber schon bei der Finanzkrise einsehen und beschreiben lässt, gilt ebenso für diese gesellschaftlichen Umbrüche - es gibt keine simplen Antworten und schon gar keine mit dem Charakter von Hostilitäten.

Kommentar von Kuppelwieser ,

Welches Fremdwort würdest Du eigentlich verwenden wenn Du "Fremdwort" schreiben wolltest? Ich habe nämlich vergeblich "gegoogelt" und vorläufig nur Anglizismen etc. gefunden. Danke im Voraus!

Kommentar von eleteroj2 ,

also ich kann in Rosenblads Beitrag keinen Anglizismus finden, er
verwendet Termini Technici aus dem lateinisch-griechischen Wortschatz.
Anglizismus wäre zb 'googeln' statt Suche, oder Handy oder ich geh jetzt mal shoppen.

Du könntest @Rosenblad höchstens ankreiden, er hätte
den gleichen Fehler wie der selige Steve Jobs gemacht: nämlich seine Kundschaft maßlos zu überschätzen.

Antwort
von Skytriqqer, 35

Ich schätze, dass viele Bürger eine Alternative zur Flüchtlingspolitik möchten, welche die AfD ja auch verspricht. Die anderen Parteien bieten in dem Falle eigentlich nur das gleiche an, und da es viele Bürger verärgert, wählen sie die AfD. Ein Frustwählen. Das ist jedenfalls was ich schätze, kann auch falsch liegen.

Kommentar von Eylulum123 ,

Dankeee

Antwort
von voayager, 33

Wutbürger, die aus Protest die AfD wählen, hauptsächlich geht es hierbei um die Flüchtlinge und den Frust über die jetzige Regierung. Die meisten kennen das AfD Programm garnicht.

Wer wählt bevorzugt diese Partei?

  • existenzgefährdete Kleinbürger, auch Mittelschicht genannt
  • Arbeiter. da wohl in erster Linie die Hilfsarbeiter als Niedriglohnempfänger
  • Arbeitslose

Die Stichpunkte deines Lehrers möchte ich nicht aufgreifen, weil die mich sonst nur in meiner Betrachtung einengen.

Kommentar von adenosi ,

Und das alles rechtfertigt natürlich nicht eine Partei zu wählen, die dir nicht gefällt, oder?

Kommentar von voayager ,

genaus, so sieht es aus, ganz egal Wer diese Partei wählt, es gibt so keinerlei Legitimation für diese AfD, sie ist so was wie ein Sumpf.

Antwort
von Jersey11, 15

In sechs Jahrzehnten Bundesrepublik wurde die parlamentarische Opposition von 30-45 % der Abgeordneten gebildet. Dies sorgte für lebhafte Diskussion in der politischen Gestaltung und vor allem für Kontrolle über die Regierenden. Heute gibt es defacto keine parlamentarische Oppositionspartei mehr, sondern nur noch ein paar Abgeordnete, die ab und an sich mal trauen den Mund aufzumachen.

Die MSM spielen das Spiel mit und unterstützen diese "Deutsche Einheitspartei" nach Kräften. Hier bei hangeln sie sich meist haarscharf um die Wahrheit rum, berichten manipulativ und oft auch unehrlich. Gestern war wieder zu lesen Meuthen wolle mit der NPD "paktieren" und die Staatsgewalt ginge von den Parteien aus. Was soll man von so einem Stuss halten? Merkel setzt sich in die Bundespressekonferrenz und lügt ihrem Volk mehrfach ins Gesicht (u.a. Irakkrieg). Früher wäre die Bild Amok gelaufen ob solcher Dreistigkeiten, heute ist das nicht mal mehr eine Meldung wert.

Unser Maasmännchen führt dann noch Stasimethoden ein, bestimmt was "HateSpeech" ist bzw. gesetzeswidrig und macht den Eindruck, dass wir gar keine Gerichte mehr brauchen, weil er und seine Es-Stasi, jetzt AA Stiftung, das alles besser wissen und auch direkt den Löschknopf drücken.

Was soll also der Bürger machen, wenn er seine Rechte behalten und diese Politik nicht unterstützen will? Auf die Strasse kann er nicht, weil er dann "rechts" ist, eine "Hetzer" und ohnehin "Ausländerhasser". Gewerkschaften setzen Arbeitnehmer unter Druck, solche Protestierenden zu entlassen (das muss man sich mal vorstellen, was in einem "Linksstaat" alles möglich ist). Nachbarn sollen eh schon melden, ob der Typ nebenan nicht irgendwie "auffällig" ist.

Also bleibt nur das Kreuz bei der einzigen Partei zu machen, die anders ist und eine Chance hat in die Parlamente zu kommen. Ob die das später besser machen ist erstmal pupsegal, Hauptsache den Altparteien geht es an die Pfründe. Und je höher die AFD abschneidet bei einer Wahl, desto schneller merkt der Rest im Lande, dass man sich ja doch trauen kann eine Opposition zu wählen. 

Ein grosser Teil der Bürger hat eines erkannt: Egal welches grosse Projekt Merkel angepackt hat >>> Sie hat es versaut. Wehrdienstaussetzung, Europolitik, Klimawende, Masseneinwanderung. Merkel hat es verpatzt und diesem Land einen unermesslichen Schaden zugefügt. Einerseits in Billionenhöhe, wenn mal Zahltag ist und andererseits und das ist noch viel schlimmer, weil nicht so leicht zu reparieren, indem sie einen tiefen Spalt durch ihr Volk gezogen hat. Dies hat noch kein Kanzler in Deutschland geschafft. KEINER!

Und wenn das Gräuel aus der Uckermark, Specki und die Obergrüne morgen zurücktreten würde das auch nichts mehr retten. Das Vertrauen in die Altparteien beim "Pack" ist verspielt und kurzfristig irreparabel. Noch nen Terroranschlag wie in Nizza oder Paris in Deutschland und der wirtschaftliche Totalausfall Italiens, Spaniens oder Frankreichs und die AFD geht durch die Decke. Eine Partei, die noch vor 15 Jahren keine Sau gebraucht hätte, an der sich aber heute grosse Teile der Bevölkerung in letzter Hoffnung klammern. 

Kommentar von randomhuman ,

Ich glaube der/die Fragesteller*in braucht eine etwas neutralere Antwort, um die Aufgaben ordentlich zu erfüllen. Vorurteile, Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen bringen einen da glaub ich nicht weiter.

Merkel hat das Land im Übrigen nicht gespalten. Merkel hat aufgezeigt, wie das Land wirklich tickt und schon immer war. Sie hat sozusagen aufgezeigt, wo sich der rechte Rand befindet in unserer Gesellschaft.

Es klingt ja glatt so, als wünschst du dir neue Terroranschläge, damit deine heilige Partei durch die Decke geht. Es wäre schade, wenn noch mehr Menschen durch solche Sachen sterben würden. Aber wenn es der AfD hilft, dann scheint wohl jedes Mittel recht. Klingt, wie der Reichtagsbrand damals.

Kommentar von Jersey11 ,

Natürlich! Menschen, die mit der Politik von Merkel nicht zufrieden sind, befinden sich ausschließlich am rechten Rand! Glückwunsch zu dieser Erkenntnis - andere Gründe kann das nicht haben.

Und direkt hinterher noch eine dreiste Unterstellung. Auch Glückwunsch hierzu!

Antwort
von soissesPDF, 16

Das muss niemand begründen, warum und welche Partei er/sie wählt.

Einen Anhaltspunkt http://www.wiwo.de/politik/deutschland/stephans-spitzen-die-afd-bringt-leben-in-...

Die AfD ist eine vom Wahlleiter zugelassene Partei und darf gewählt werden.
CDU und SPD haben Demokratie und Wahlen nicht gepachtet.
Bildet sich eine neue Partei und wird gewählt, wird das Ergebnis demokratisch legitimiert sein.

Antwort
von BTyker99, 15

1. Arbeitsplatz: Menschen, die heute einen Job ausüben, bei dem man keine Qualifikation braucht könnten Sorgen haben, diesen an "Flüchtlinge" zu verlieren. Möglicherweise stellen einige Unternehmen im Wesentlichen nur noch "Flüchtlinge" ein, um ihr Image aufzupolieren. Zum Beispiel war DHL immer ein beliebter Arbeitgeber, da der Lohn relativ hoch war, und das Arbeitsklima gut. Von allen DAX-Unternehmen ist es dasjenige, das am meisten "Flüchtlinge" eingestellt hat (58 soweit ich weiß), so das möglicherweise bereits Einheimische weniger Chancen hatten.

Außerdem wird der Mindestlohn aufgrund der "Flüchtlinge" vielleicht wieder abgeschafft werden, da eine Integration in den Arbeitsmarkt mit einem Mindestlohn für die meisten "Flüchtlinge" nicht möglich wäre (vgl. "Hans Werner Sinn erklärt die neue Völkerwanderung" bei youtube).

2. Freundschaftskreis: Dazu fällt mir nichts ein. Vielleicht werden einige durch ihre Freunde überzeugt, aber in meinem Umfeld ist es eher so, dass Politik ein Tabu-Thema ist, da ein Bekenntnis zu einer Partei in der aktuellen Situation die Freundschaft gefährden könnte.

3. Verein: ...?

4. Schule: In der Schule könnten einige (auch die Eltern durch Erzählungen ihrer Kinder) merken, dass die Integration nicht klappt: Kinder müssen verhüllt rumlaufen oder dürfen im Schwimmunterricht nicht teilnehmen, halten sich nur in ihrer eigenen Gruppe auf, respektieren weibliche Lehrer nicht usw...

5. Soziale Netzwerke: Wie im Freundeskreis bekommt man in den Netzwerken viel mehr Informationen über die Flüchtlingskrise mit. Z.B. werden häufig Polizei-Meldungen verlinkt, nach denen Flüchtlinge irgendwen angetanzt, vergewaltigt oder zusammengeschlagen haben. Hier werden die Informationen vermutlich wesentlich offener weitergegeben, als im Freundeskreis, da man mit einem Link nicht unbedingt die eigene Meinung direkt offenbart.

6. Religionen: Natürlich gibt es viele, die eine Islamisierung ablehnen. Ein anderer Grund fällt mir nicht ein.

7. Stammtisch: Dasselbe wie in den sozialen Netzwerken.

Im Endeffekt hat alles mit den Flüchtlingen zu tun, aber das ist ja das Hauptthema der AfD. Auf jeden Fall muss man eines ganz deutlich sagen: Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun!

Kommentar von randomhuman ,

1. Die Abschaffung des Mindestlohns halte ich für sehr weit hergeholt. 
Flüchtlinge werden meist nur eingestellt, wenn sie eine gewisse Qualifizierung haben. Davon gibt es natürlich einige aber eben auch viele, die nicht gut gebildet/ausgebildet sind. Fragt sich nur, inwiefern Deutsche da benachteiligt werden. Wenn die vorher auch keinen Job bekommen haben, dann liegt es sicher nicht an den Menschen, die grade erst zu uns gekommen sind, sondern an ihnen selbst. 58 ist Außerdem keine wirklich große Zahl.

2. In sozial schwächeren Gegenden werden häufig andere Personen oft Ausländer verantwortlich gemacht für das eigene Versagen bzw. für mangelnde Qualitäten. Mnn sagt ja immer so schön Gleiches gesinnt sich zu Gleichem und so bleiben die intoleranten natürlich unter sich und die Kinder werden mit hineingeboren und kopieren diese Ansichten. Diese werden weitergetragen und so sucht sich auch dieses Kind Freunde mit gleichen Ansichten. Das ist ein Teufelskreislauf. Ich bin aus diesem Kreislauf ausgebrochen. Meine Eltern sind schon eher gegen Flüchtlinge und ich engagiere mit ehrenamtlich dafür also habe ich auch tolerante Freunde, die sich teilweise auch in diesem Bereich engagieren und so bilden sich eben diese unterschiedlichen Lager.

3. -

4. In der Schule könnte es natürlich sein, dass Kinder, die von ihren Eltern nicht richtig erzogen wurden Fremdenhass verbreiten und andere Kinder mobben bzw. dazu anstiften mit zu mobben. Gleiches gilt natürlich auch für ausländische Kinder, welchen der Glaube und teilweise andere falsche Ansichten von den Eltern aufgezwungen wurden. So wissen die es auch nicht besser , als die Kinder, welche die Fremdenhass von ihren Eltern gelernt haben. Dazu kommen dann eben noch Eltern, welche teilweise eben Dinge verbieten, wie das schwimmen geben, weil sie ihren Glauben z.B. noch nicht reformiert haben.

5. Im Internet gibt es viele unterschiedliche Informationsquellen. Manche treiben sich durch welchen Grund auch immer bei der Jungen Freiheit oder beim Honigmann herum und andere (die Meisten) nutzen eben andere seriöse Quellen. So ist man im Internet der Propaganda von egal welcher Seite sehr leicht ausgesetzt.

6. Es gibt viele unterschiedliche Religionen und manche haben auch keine. Da kommt es natürlich zu Differenzen. Abhilfe könnte hier ein verpflichtender Religionsunterricht sein, der über alle verschiedenen Religionen unabhängig aufklärt und nicht nur, wie jetzt dieser christliche Religionsunterricht.

7. -

Kommentar von BTyker99 ,

Zum ersten Punkt noch: Wie gesagt denke ich, dass es für die DHL kein Problem wäre, Bewerber zu finden, da das ein relativ hoch angesehener Job ist, im Vergleich zu anderen, bei denen man nur eine geringe Qualifizierung benötigt. Was die Bildung angeht hört man häufig, dass ein abgeschlossenes Studium in Syrien mit einem Abitur in Deutschland vergleichbar wäre. Ich vermute, dass 99% der durchschnittlich gebildeten Flüchtlinge schon alleine aufgrund ihrer Sprache keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten, wenn sie sich gegen geringqualifizierte Einheimische behaupten müssten. Die Einstellungen von Flüchtlingen dient eher dem Prestige des Unternehmens oder bestenfalls als eine Wohltat. Aus dem Grund würde ich zusammenfassend sagen, dass der Mindestlohn langfristig bei >90% der Flüchtlinge verhindern würde, dass sie einen Job finden, und diejenigen, die einen finden könnten, werden eventuell doch eher Hartz4 vorziehen, da es sich bei den Jobs um Putztätigkeiten und ähnliches handeln würde, die tatsächlich kein Deutscher freiwillig übernehmen würde.

Antwort
von eleteroj2, 28

wir in der Familie haben diesmal, in Berlin, AfD gewählt (Briefwahl), weil sie der einzig richtig schmerzlich spürbare Knüppel aus dem Sack sind aufs Hinterteil der ungetreuen Gastwirtin.

Masseneinwanderung, Bargeldabschaffungspläne, sperrangelweit offene Landesgrenzen, TTIP/CETA, kein Asyl für Edward Snowden, aber roter Teppich für Millionen islamischer Einwanderer mit dubiosen Identitäten. Als Pinochet in Chile sein Terrorregime übte, hat die CDU nicht einem einzigen Asyl gewährt, von den 14, die es beantragt hatten. Und jetzt entdeckt diese Partei plötzlich ihre Nächstenliebe wieder?

Ich denke, die Wähler der AfD, das sind die einzigen Deutschen, die nochmal den aufrechten Gang versuchen.

Kommentar von ThommyGunn ,

Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Als Pinochet in Chile sein Terrorregime übte

Das war auch etwas ganz anderes: 

  • Pinochet war ein von den USA ins Amt geputschter Militär-Diktator, der damit eine demokratisch gewählte Regierung abschaffte. 
  • Assad ist ein (mehr oder weniger) vom Volk gewählter Präsident, der erst gegen die von den USA finanzierten "Schweinebucht-Oppositionellen" im eigenen Land und später dann gegen den von den USA ausgestatteten Islamischen Staat kämpft. 

Da muss man schon unterscheiden. 

Und jetzt entdeckt diese Partei plötzlich ihre Nächstenliebe wieder?

Tut sie ja gar nicht: Sie schließt Grenzen, sie macht Verträge mit Demokratie-Feinden und Diktatoren, ... Kurz: Sie tut, wonach die AfD ruft. 

Was sie tatsächlich "entdeckt", ist die Tatsache, dass die Parteien-Diktatur sich immer schwerer aufrecht erhalten lässt. Und jeder weiß: Bei inneren Problemen braucht man einen äußeren Feind (Russland) und einen inneren Feind (AfD), um von den Problemen abzulenken...

Tatsächlich ist die AfD aber gar nicht ihr "Feind", wie die AfD-Wähler schon in der übernächsten Legislaturperiode lernen werden (vorausgesetzt, die AfD kann sich so lange halten). Denn dann werden die ersten Koalitionsgespräche zwischen CDU, CSU und AfD laufen. CSU und AfD haben heute schon mehr Schnittmengen als trennende Punkte. Und auch dem rechten Flügel der CDU zittert die Unterlippe, wenn er auf das Programm der AfD schaut...

--------------------------------

Was man also entdeckt, ist das Wahlergebnis. 

Und während man in konservativen/reaktionären Kreisen noch vor kaum zwei Jahren herzlich über die SPD und ihre fallenden Umfragewerte lachte, stellt man heute entsetzt fest: "Hey, uns geht's genauso! Auch wir sind weit von jenen absoluten Mehrheiten alter Tage entfernt. ... Wer könnte daran wohl Schuld haben? ... Das kann nur die neue Partei sein. Denn unser Programm ist toll. Wir machen tolle Politik. Also muss die neue Partei Schuld haben."

Oder, wie jüngst Herr Tauber (Generalsekret der CDU) feststellte:

Wir haben unsere Politik wohl nicht ausreichend erklärt. (Peter Tauber, CDU)

Er sagt also in diesem kurzen Satz nichts anderes als: "Das bekloppte Volk ist zu dumm, unsere Politik zu verstehen. Wir brauchen unbedingt eine behindertengerechte Sprache, in der wir dem geistig minderbemittelten Volk erklären können, dass Kaufkraftstagnation, Rentenkürzungen, Kürzungen der Krankenkassenleistungen und immer weiter aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich in Wahrheit doch ihnen selbst dienen. ... Sollen sie doch sozialverträglich frühableben, wenn ihnen das nicht passt."

... weiter im Teil II ...

Kommentar von Unsinkable2 ,

Teil II

--------------------------------

Das allerdings ....

Ich denke, die Wähler der AfD, das sind die einzigen Deutschen, die nochmal den aufrechten Gang versuchen.

... ist ziemlich sportlich.

Wer die AfD wirklich nur als "Protest-Partei" wählt, ist zumindest ein winziges Stück weiter, als jene, die die AfD wählen, weil sie glauben, diese Partei könne (oder wolle) wirklich etwas reißen.

Doch er outet sich zugleich als ziemlich naiv, um es vorsichtig auszudrücken.

----------------------------------

Richtig ist: Die AfD ist derzeit imstande, den Etablierten mit Anlauf einen Schrecken einzujagen. Doch dieses Schreck-Moment wird nur kurz anhalten. Eine Legislatur-Periode lang. Vielleicht zwei. Mit ordentlich Glück auch drei. 

Doch dann ist diese Partei vereinnahmt und bildet den rechten Flügel der etablierten Konservativen und Reaktionären.

Falsch ist: ... Oh Gott, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so viel Falsches gibt es an diesem Postulat.

Beginnen wir beim Grundsatz-Programm. Die AfD hat sich selbst als reaktionäre Partei geoutet. Damit zeigt sie heute schon, dass ihre Absicht eigentlich nur ein Austausch der Gesichter an den Honigtöpfen der Macht ist. Statt "Merkel" soll es zukünftig "Petry" heißen. Statt "Schäuble" soll es "Gauland" heißen. 

... Doch inhaltlich ist das Programm die perfekte Katastrophe. Und das quer über alle Themen - von Sozialpolitik über Gesellschaftspolitik bis zu Wirtschaftspolitik.

Damit ist diese Partei nur dann regierungsfähig, wenn sich das Volk wirklich den möglichst schnellen Untergang und nachfolgenden Neustart wünscht. Das hat ja durchaus etwas Positives: Immerhin beendet es die Agonie schneller. 

Selbst wenn es dieser Partei also gelingen sollte, die größte Fraktion und damit den Bundeskanzler bzw. die Regierung zu stellen: Ihr fehlen die Experten. Ihr fehlt das politische Basiswissen. Ihr fehlt so ziemlich alles, was politische Führung ausmacht. ... Abgesehen von einem Punkt: Frau Petry und Herr Gauland sind machtgierig genug, es trotzdem zu versuchen...

---------------------------------------

Insofern hat das Wahlverhalten der AfD-Wähler nur so weit mit "aufrechtem Gang" zu tun, als du offensichtlich ein Sinnbild zu meinen scheinst: Man hat ihnen wohl im Austausch für das Hirn Helium in den Schädel geblasen...

Denn wer ernsthaft an einem Fortbestand des Sozialstaats interessiert ist (und das sind aus logischen Gründen die unteren 70% der Bevölkerung), der wählt so ziemlich alles, aber keine Partei, die den Sozialstaat im Galopp demontieren will...

Und wer den etablierten Parteien einen "Denkzettel" verpassen will, der hat einen ganz anderen, viel wirksameren, weil für die Etablierten viel erschreckenderen Hebel: Die LINKE.

Anders als die AfD, die sich in den kommenden 10, 12 Jahren zu einer "koalitions-fähigen Partei" umbauen wird, sobald sie erst mal im Bundestag sitzt, ist die LINKE für die Etablierten einfach nur der Horror schlechthin: 

Diese Partei will den Sozialstaat erhalten. Diese Partei will in die Taschen der Reichen greifen, um die Mittelschicht zu entlasten, damit diese ihrerseits die Unterschichten besser stützen kann. Diese Partei will Rüstungsexporte eindämmen und die Macht der Konzerne ernsthaft beschneiden. 

... und sie verfügt dabei noch über ein seit Jahrzehnten durchgeplantes Programm, die entsprechenden Experten und eine weit reichende Expertise.

DAS wäre für die Etablierten ein Horror: Eine Fraktion der LINKEN, die größer als die Fraktion der SPD ist. Gar eine Fraktion der LINKEN, die groß genug ist, um ohne sie keine Regierung bilden zu können; sei es eine von ihr geduldete Minderheitsregierung oder eine Regierungsbeteiligung.

Vor einer "großen AfD-Fraktion" hingegen müssen sie keine Angst haben. Es ärgert sie. Ungefähr so, wie dich ein Wespenstich ärgern würde: Es tut erst mal höllisch weh, doch der Schmerz vergeht schnell. Und sobald die Schwellung abgeklungen ist, ist das Übel auch schon so gut wie vergessen...

Das gilt umso mehr, als, wie ich oben schon schrieb, die AfD und die CSU bzw. der rechte Flügel der CDU und sogar Teile der SPD und der GRÜNEN mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben ... jedenfalls, wenn man ihre "Real-Politik" beachtet.

Kommentar von eleteroj2 ,

ich will das Tehma nicht weiter vertiefen. Nur soviel: Der Fragesteller wollte wissen, warum jemand AfD wählt. Und da wärs doch nicht ganz ungeschickt, würde man den einen oder anderen Wähler mit einem Dreizeiler zu Wort kommen lassen und ihn einfach mal anhören.

Oben, in meiner Antwort, hab ich bewusst, das Märchen vom Tischleindeckdich zitiert. Der Knüppel aus dem Sack dient zu etwas, und wenn er ausgedient hat, dann kommt er wieder rein, in den Sack.

Dass ein Knüppel kein Regierungsszepter und auch kein (Mit)regierungsprogramm darstellt, ist auch den meisten bildungsnahen AfD-Wähler klar.

Wären die Linken ein Knüppel, und nicht bloss eine regierungstragende Blockpartei, in der das Trompeten-Solo von Sarah Wagenknecht jedesmal zu epileptischen Entrüstungsanfällen führt, dann würde sie auch ein paar Stimmchen mehr kriegen. Mit einem Gysi, der inzwischen längst seine Zukunft hinter sich gelassen hat, als neuer Zugochse für 2017, wird das wohl eher nichts mehr. Und das ist gut so.

Antwort
von Philippus1990, 32

"Werte Normen"? Ist das ein Schulfach? Und wenn ja auf welcher Schulform und in welchem Bundesland?

Kommentar von Eylulum123 ,

Werte und normen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten