Frage von Halbkornbrot13, 491

Warum versuchen immer wieder Gläubige, die Existenz ihres Gottes durch das Widerlegen der Evolution zu belegen ?

Ich stelle diese Frage, weil bei fast jeder Frage zum Thema, ob es Gott gibt oder nicht, irgendjemand behauptet hat, dass die Evolutions-Lehre falsch sei, es also daher Gott geben müsse.

Jetzt mal davon abgesehen, dass die Evolution heute als Fakt gilt, ist den Gläubigen nicht klar, dass selbst wenn die Evolution nur eine durch böse atheistische Wissenschaftler verbreitete Lüge sie, dies eine göttliche Schöpfung noch Lange nicht belegen würde, sondern eine solche bloß nicht mehr vollkommen ausschließen würde. Denn Indizien für z. B. die biblische Schöpfung gäbe es nach wie vor keine

Ich meine, allein schon durch die Tatsache, dass es dutzende (wenn nicht hunderte) verschiedene göttliche Schöpfungsmyhten gibt, ist es doch vollkommener Unsinn, mit der Widerlegung einer wissenschaftlichen Theorie einen bestimmten Gott beweisen zu wollen?

Noch als Zusatz, ich will hier nicht alle Gläubigen pauschal in einen Topf werfen, auch wenn der Titel meiner Frage das vielleicht suggeriert, ich weiß durchaus, dass es viele Gläubige gibt, die ihren Glauben sehr gut mit der Wissenschaft vereinbaren können, diese will ich mit dieser Frage weder beleidigen noch missionieren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Evolution, 224

Ich stimme dir vollkommen zu. Der Scheinwiderspruch zwischen Glauben und moderner Wissenschaft ist meiner Meninung nach der grundlegende Logikfehler, auf dem der gesamte Kreationismus überhaupt erst aufbaut.

Offenbar ist es ja Millionen von Gläubigen gelungen, Erkenntnisse über Evolution und andere Dinge in ihr Weltbild zu integrieren und ihre Religion daran anzupassen. Sogar einige der berühmtesten Naturwissenschfaftler hängen diversen Religionen an. An ihren Status sind sie aber nur gelangt, weil sie ihre Arbeit und ihre persönlichen Ansichten trennen können. Wer versucht, physikalische Phänomene wie die Schwerkraft mit nicht näher definierten und nicht nachweisbaren übernatürlichen Wesen zu erklären, wird es in der Forschung niemals weit bringen.

Religiöse Fundamentalisten zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie ihren Glauben für absolut wahr und unumstößlich halten. Am Beispiel der christlichen Fundamentalisten, die ja im deutschsprachigen Raum die einflussreichste Kraft sind: Für sie muss jedes einzelne Wort der Bibel genau wörtlich verstanden werden, Deutungen und Sinnbilder sind nicht zulässig.

Dieser Absolutheitsanspruch der Fundamentalisten ist wohl die Grundlage für ihren Konflikt mit der Wissenschaft. Was mit einem kleinen Ausschnitt der Bibel in Konflikt steht, steht in ihren Augen zwangsläufig mit ihrem gesamten Glauben in Widerspruch, und muss abgestritten werden, um das eigene Weltbild zu schützen.

Was den Ursprung der Welt und der Menschen im Besonderen zu so einem  großen Konfliktthema macht, ist wohl, dass es sich auf ganz zentrale Dogmen des christlichen Glaubens auswirkt. Bei mehreren Kreationisten habe ich schon die Argumentationskette gelesen, dass eine Widerlegung der 7-Tage-Schöpfung bedeutet, dass es nie einen Sündenfall gegeben haben kann und damit keine Erbsünde und keine Erlösung durch Jesus. Und da Jesus ganz unzweifelhaft die Menschheit von ihren Sünden erlöste, muss die 7-Tage-Schöpfung so stattgefunden haben, und alles was dagegen spricht, muss eine Lüge sein. Ich finde, solche Äußerungen geben einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt von Kreationisten.

Andere Kreationisten sehen in der ungerichteten Entwicklung der Arten einen Widerspruch zum geplanten Wirken eines Schöpfers und streiten nicht die Evolution und das Alter der Erde selbst ab, sondern die Richtigkeit der Evolutionstheorie. Solche Strömungen lassen sich unter dem Begriff "Langzeitkreationismus" zusammenfassen.

Und manche Kreationisten empfinden es wohl einfach nur als erniedrigend, eine Abstammung von tierischen Vorfahren in Betracht zu ziehen und den Status der Menschen als beseelte und auserwählte Wesen anzuzweifeln. Ich weiß aber nicht, warum die (zweimalige!) Ausbreitung der Menschheit über den gesamten Planeten durch vielfachen Inzest so viel angenehmer klingen soll.

Das sind jedenfalls meine Erklärungansätze für die ursächliche Entstehung von Kreationismus und dem Scheinwiderspruch zwischen Glauben und "atheistisch-naturalistischer" Wissenschaft.

Kommentar von PlueschTiger ,

Und manche Kreationisten empfinden es wohl einfach nur als erniedrigend, eine Abstammung von tierischen Vorfahren in Betracht zu ziehen und den Status der Menschen als beseelte und auserwählte Wesen anzuzweifeln.

Denen hätte wohl ein Blick in die Bibel weitergeholfen, der ohne Übersetzungsfehler, denn laut dieser ist Tier und Mensch auf gleicher Stufe und nicht das Tier dem Mensch untertan. Quelle: Christlicher Fernsehsender.

Am Beispiel der christlichen Fundamentalisten, die ja im deutschsprachigen Raum die einflussreichste Kraft sind: Für sie muss jedes einzelne Wort der Bibel genau wörtlich verstanden werden, Deutungen und Sinnbilder sind nicht zulässig.

Was die Sache schon ins Absurde führt, denn man findet für einiges in der Bibel verschiedene Aussagen, allein schon manche der Evangelien sagen über eine Sache völlig unterschiedliche dinge. Wenn man noch die nicht in der Bibel enthaltenen Evangelien dazu nimmt das kommen sogar völlige Gegensätze hinzu.

Wer versucht, physikalische Phänomene wie die Schwerkraft mit nicht näher definierten und nicht nachweisbaren übernatürlichen Wesen zu erklären, wird es in der Forschung niemals weit bringen.

Die Ironie bei der Feindseligkeit gegen die Wissenschaft ist, das einige Wissenschaftler erst durch diese religiös wurden, da das was sie sie sehen und entdeckten so unglaublich ist, das nur ein Gott dahinterstecken kann.

Ich finde deine Überlegungen interessant und kann sie durchaus nachvollziehen.

Kommentar von stine2412 ,

DiegoderÄltere, wenn du schreibst 

Wer versucht, physikalische Phänomene wie die Schwerkraft mit nicht näher definierten und nicht nachweisbaren übernatürlichen Wesen zu erklären, wird es in der Forschung niemals weit bringen.  

dann ist dir hierbei ein Denkfehler unterlaufen.  Gläubige Wissenschaftler erforschen Gottes Werke. Während sie durch ihre wissenschaftliche Arbeit zu Ergebnissen kommen, kannst du ihnen doch nicht den Schneid abkaufen, indem du sagst, sie werden es nicht weit bringen! Sie arbeiten mit ihrem mathematischen, physikalischen Wissen. Wie kommt  die Schwerkraft zustande? Das eine ist der wissenschaftliche Wissenshunger, das andere ist das große Staunen, wie exakt alles besteht.

Ganz nebenbei---- die Evolutionstheorie erfordert einen großen Glauben! 

Kommentar von NadarrVebb ,

Ahnungslosigkeit ist wie eine Seuche. Und du bist ihr Träger.

Kommentar von HerrVonRibbeck ,

Stine, auch Du erkennst die ET an und vertrittst sie öffentlich (Flut/Noah); dies sogar in einer so rasanten, aggressiven Form, wie sie tatsächlich nicht existent sein kann. 

Kommentar von DiegoderAeltere ,

Danke für den Stern!

Antwort
von Tasha, 168

Das tun ja vermutlich nur gläubige Christen, die wortgetreu an die Bibel glauben (keine Ahnung, wie es im Islam ist, strenggläubige Juden, die gegen die Evolutionstheorie wettern, sind mir auch nicht geläufig).

Das Problem ist doch der feste Glaube an die Geschichten der Bibel oder eben das Alter der Erde, entsprechend Berechnungen, die sich aus den Bibelgeschichten ergeben. Normalerweise wird m.W. heute die Bibel, jedenfalls von Protestanten und Katholiken, interpretiert. Und öfters auch erklärt (was wird da eigentlich gesagt, was ist der biblische und teilweise historische Hintergrund, warum kommen seltsame Wendungen vor, wie kommend die durch die Übersetzungen zustande - das alles wurde schon in Gottesdiensten thematisiert, die ich besucht habe).

Solange man sich die Freiheit nimmt, die Bibel (oder andere religiöse Texte) zu interpretieren, muss man keinen Gegensatz zwischen Gott und Evolution aufbauen. Sobald man die Bibel wörtlich nimmt oder das Gefühl hat, sie wörtlich nehmen zu müssen und verteidigen zu müssen, entseht ein Konflikt - dann dürfte die Erde nicht älter als (10.000 oder 100.000 Jahre oder so) sein und man muss zwingend an die Schöpfungsgeschichte glauben, also daran, dass alles Leben innerhalb von 7 Tagen entstand. Das beißt sich natürlich mit der Evolutionstheorie und geologischen Datierungen, Fossilfunden etc.

Im Prinzip entsteht letztlich der Drang zur Diskussion bzw. Rechthaberei aus der Unsicherheit, keine Alternativen zulassen zu können und keinen Freiraum für Interpretationen zulassen zu können.

Es gibt genug gläubige/ religiöse Evolutionsforscher! Die können also Religion und Evolutionstheorie parallel gelten lassen.

Kommentar von MeliS1998 ,

Ich kenne mittlerweile mehrere muslimische Kreationisten, im Islam gibt es die wortgetreue Auslegung ja auch...

Antwort
von MarkusPK, 112

Das ist mal eine ausgezeichnete Frage! Wenn ich bestreite und nachweisen würde, dass Micky Maus nicht der Schöpfer des Universums ist, bedeutet es ja auch nicht automatisch, dass es Donald Duck war. Soweit folge ich jetzt mal deiner Logik, wenn du gestattest.

Wissenschaftliche Logik hat für einen Fundamentalisten jedoch keine besondere Bewandnis. Für ihn zählt allein ihre emotionale Logik. Nach dieser machen sie durch den Glauben oder die Begegnung mit einem charismatischen Menschen eine Erfahrung, die sie sehr positiv aufwühlt. Ein solches Erlebnis wird von ihnen oft als "Augenöffnung" bezeichnet.

Wenn die Augen weit genug auf sind, besucht diese Person regelmäßig fundamentalistisch geführte Gottesdienste innerhalb einer solchen Gemeinde und nimmt die dortige Herzlichkeit und das Willkommenheitsgefühl ebenfalls sehr positiv auf. Die völlig realitätsferne Lehre, die man zuvor noch durchaus bestreiten kann, wird aber durch charismatische Persönlichkeiten einem immer näher gebracht. 

Irgendwann erreicht man dann den Punkt, indem man den Zweifel ablegt und die Lehre als Teil der neuen Identität, die um einen herum gewachsen ist annimmt. Ab diesem Punkt ist rine Umkehr nur noch unter großem seelischen Leid möglich: das aufgebaute Weltbild wird mit aller Macht verteidigt, denn würde es widerlegt werden, würde dies die komplette Identität zerstören. Man könnte die Geborgenheit in der Gemeinde und das "Ich mache alles richtig"-Gefühl nicht mehr genießen. Da einem darüber hinaus auch noch mit Hölle und Verdammnis gedroht wird, sollte man seinen neu gewonnenen Glauben wieder aufgeben, erschwert dies das Aussteigen umso mehr. 

Ein derartig gefestigt glaubender Mensch lässt sich durch keine Argumente mehr überzeugen. Tatsächliche Beweise, selbst solche, die er direkt sehen kann, werden als Lüge und Fälschung bezeichnet. Die Vernunft, nicht einmal das Micky-und-Donald-Argument hat hier noch eine Chance. Deshalb sollte man eine Diskussion mit einem Fundamentalisten auch vermeiden, man erreicht rein gar nichts. Im besten Fall läuft der Fundamentalist irgendwann wütend davon, im schlimmsten begegnet er einem mit wüsten Drohungen oder sogar Gewalt. Man erfüllt ja eindeutig das Feindbild, vor dem in der Gemeinde immer wieder gewarmt wurde.

Ich persönlich glaube auch an Gott, aber bin absolut davon überzeugt, dass sich mein Glaube und die Wissenschaft sich gegenseitig nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig sogar bereichern. Je mehr ich über sie Beschaffenheit der Welt lerne, umso mehr beginne ich in meinem Glauben gefestigt meinen persönlichen Sinn in dieser Welt zu verstehen. Den Sinn von Fundamentalismus verstehe ich so auch ganz gut: Kontrolle, Macht und der wichtigste von allen: Geld.

Kommentar von BigHands ,

Mir gefällt die Antwort gut, weil sie neutral und vorsichtig dargestellt ist.

Vorallem der Satz "Wenn man Menschen davon überzeugt das es kein Gott gibt und die Gebote niemals eintreten, diese dann in die Gewaltschiene man  bringt."

Das habe ich sogar in meinen Leben 2 mal selbst miterlebt.

Deshalb ein schönes Dh. Ich hoffe. Die Menschen versuchen mal den Kreiß ein wenig einzudämmen und mal lieber darauf achten auf ihren nächsten zu schauen. Denn das ist wichtiger als die Rechthaberei in den Vordergrund zu stellen.

Ich selber war über 30 Jahre Atheist. Ich war der Älteste von meinen Geschwistern. Diese waren Gläubig. Und ich erinnere mich heute noch das ich ihnen zu Bett Geschichten Horror Geschichten über den Tod erzählte.

Ich sagte das vor der Geburt nicht nach der Geburt ist. Und es den Tod nicht gibt. Ich erzählte Ihnen von den Ärzten und deren unschlüssigkeit wann sie mit der Organentnahme beginnen. Da sich schon immer die Ärzte streiteten wann der geeignete Zeitpunkt dafür ist.

Ich sagte ihnen das nur die Bewusstlosigkeit im Leben auftreten kann. Ich sagte ihnen. Der Tod bringt die endlose Qual des Verdustens - des erstickens - und des zermalmende der Druckmöglichkeit. Die Verstorbenen sehen genauso aus wie sie sich gerade fühlen.

Mein jüngerer Bruder verstarb mit 38 an Aneurysma. Das war 25 Jahre später als wir zusammen in einen Zimmer noch über den Tod unterhalten hatten. Meine Schwester verlor ihre Tochter bei einen Autounfall und hat sich danach selbst das Leben genommen. Ich habe immer schon unstimmigkeiten gesehen wenn es um das Thema Gott oder Wissenschaft ging.

Aber ich habe es immer nur anderen in einer horror Version erzählt. Weil ich immer damit sagen wollte. Das es auch so rum funktionieren könnte. Das das Nichts somit gar nicht mal so schlecht ist. Ich habe im Krieg einen Freund in den Armen gehalten. Habe dabei ununterbrochen geredet ohne das ich dabei zugehört habe was ich sage. Habe ohne das ich wusste wo seine Kette mit einem Kreuz war in die richtige Tasche gegriffen ohne nachzudenken. Sie rausgezogen und ihm umgehangen. Ist natürlich eine wenig abgeänderte Version.

Im prinzip schreib ich dir aus einen bestimmten Grund. Denn du hast dir mühe gegeben beide Seiten gerecht zu werden.


Und erkannt hast du es ja. Lies ich ja ma ganz deutlich aus deiner Antwort ;)

Lass die Jungen sich hier noch austoben. Wer recht hat oder nicht. Das ist doch nur ein Spiel. Das ergibt sich alles von selbst.

"Hand auf die Schulter Leg" :o)


Antwort
von SlowPhil, 35

Warum versuchen immer wieder Gläubige, die Existenz ihres Gottes durch das Widerlegen der Evolution zu belegen?

Weil sie nicht verstehen, dass Kreationismus mitnichten nur schlechte oder vielmehr keine Naturwissenschaft ist, sondern insbesondere ungeheuer schlechte Theologie. Ihr fehlt gleichsam das A und O, und zu erraten, was übrigbleibt, überlasse ich Euch.

Ich würde es im Übrigen anders formulieren: Manche Gläubigen verschiedener Religionen lehnen die Evolutionstheorie ab und versuchen gelegentlich auch dagegen an zu argumentieren, damit es Gott geben muss. Nämlich, um zu erklären, warum die Welt so ist wie sie ist und warum sie überhaupt existiert. Dadurch entlarven sie sich als gar nicht soo gläubig, denn anscheinend fürchten sie, Gott könne gleichsam »wegerklärt« werden.

Einerseits wäre jedoch das Fehlen einer halbwegs konsistenten innernatürlichen Weltbeschreibung noch lange kein Beweis für Gott - wenn man es dafür nähme, würde man lediglich seine Unwissenheit verschleiern. Das kann man auch lassen und Agnostiker oder Atheist sein, der ganz wie Sokrates seine Unwissenheit zugibt.

Andererseits: Wer wirklich an Gott als Schöpfer glaubt, und zwar nicht im Sinne des Deismus des 18. Jahrhunderts, sondern im Sinne des jüdischen, christlichen oder muslimischen Glaubens, der glaubt auch an Gott als meinen Schöpfer, und zwar im Wissen um meine ganz natürliche Entstehung. Offenbar existiert keine Kollision zwischen Glauben und innernatürlicher Beschreibung.

Die Evolutionstheorie steht nicht einmal im Widerspruch zu der Vorstellung, Gott habe die Welt 3761v.Chr. in einer Woche geschaffen. Gott, wenn es ihn gibt, ist nicht selbst Bestandteil des Universums, ebenso wenig wie ein Schriftsteller Bestandteil seiner Romanwelt ist.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser seine Handlung anfängt, gibt es selbstverständlich eine Vorgeschichte oder kann es eine geben, und das gilt ebenso für die Geschichte des Universums als Roman Gottes. Natürlich ist niemand gern eine Romanfigur, aber das ist ja auch nur ein Bild, sozusagen ein Gleichnis, das das Verhältnis Gottes (unter der Voraussetzung, dass es ihn gibt) zu seiner Welt und ihrer Geschichte illustrieren soll.

Die Evolutionstheorie ist jedenfalls unabhängig von der Existenz Gottes die vernünftigste und einleuchtendste Beschreibung der Entwicklung des Lebens.

Antwort
von Grimwulf78, 81

Wie gewohnt eine stimulierende Frage von Dir!

Gläubige... nein, Religionsanhänger (Gläubig zu sein erfordert nicht unbedingt eine Religion) haben einprogrammiert bekommen dass die Botschaften ihrer jeweiligen Religion unumstößlich wahr seien. Wer sie in Frage stellt ist gegen Gott und muss mit Sanktionen rechnen, die von der sozialen Ächtung innerhalb der Religionsgemeinschaft bis hin zur grausamsten Form der Hinrichtung reichen. In jedem Fall bist Du für überzeugte Dogmaten kein relevanter Gesprächspartner wenn Du nicht ihren Schwachsinn teilst.

Wenn eine Gruppe von Menschen auf einer einsamen Insel über Generationen hinweg Gene miteinander tauscht, dann führt dies zwangsläufig zu gehäuften Missbildungen. Das funktioniert auch bei Gedanken :)

Dem Verhalten das Du schilderst liegt in meinen Augen ein schlichter, linearer Gedanke zu Grunde: Wenn die Konkurrenz ausgeschaltet ist dann setzt sich der Monopolist automatisch durch.

Meiner Ansicht nach besteht das Problem auch darin, dass Menschen, die meinen sich immer als Person, als Ego mit ihrem jeweiligen Standpunkt identifizieren müssen, damit ihre eigene Weiterentwicklung blockieren.

Ich bin, wie anscheinend auch Du, Vertreter des philosophischen Ansatzes: Immer davon ausgehen dass man selbst falsch liegen könnte.

Wenn man sich nicht emotional an Standpunkte bindet dann empfindet man es nicht als Niederlage wenn der jeweilige Standpunkt widerlegt wird. Im Gegenteil: Wenn ich argumentativ schlüssig widerlegt werde dann freue ich mich manchmal regelrecht, da es einen Erkenntnisgewinn bedeutet ... Entwicklung!

Aus verschiedenen Gründen die ich auch argumentieren kann, bin ich überzeugt davon dass Evolutionstheorie und Glaube/Spiritualität (von Religion halte ich Null) sich überhaupt nicht widersprechen sondern hervorragend zusammenpassen. Dogmaten werden Dir aber nicht den Raum geben Deinen Standpunkt darzulegen. Sie meinen ja schließlich die einzige Wahrheit zu kennen und somit wird jede weiterführende Auseinandersetzung irrelevant.

Beste Grüße!!

 

Antwort
von Lazybear, 47

Naja, die meisten gläubigen die versuchen die evolution zu widerlegen, kann man bei den kreationisten einordnen! Sie nehmen die bibel in jedem bereich als wort wörtlich, weil sie der meinung sind, gott sei die einzige autorität und der rest ist nur getue drum herum. Jetzt bekommt man aber ein problem, denn in genesis stehen 2 dinge, warum die kreationisten so versessen drauf sind! Gott schuf den menschen, der in einem paradies lebte, eine welt ohne schmerz und tod und dann kam der sündenfall des menschen, wodurch der tod erst in die welt kam! Die evolution setzt aber vorraus, dass der tod bereits fester bestandteil der welt ist, noch vor dem erscheinen des menschen, was durch unzählige fossilienfunde belegt ist! Naja jetzt steht der kreationist da und denkt sich, "wenn gott recht hat, muss die evolution falsch sein, bzw die evolution muss falsch sein, damit ich recht habe, und gott muss recht haben, denn wenn gott es nicht hat, warum sollte ich dann noch auf den rest der bibel hören!" würde ein kreationist die evolution anerkennen, so würde sein glaubenskonstruckt zusammenbrechen, darum versucht er so eifrig wie nur möglich, andere zu überzeugen die evolution sei falsch, damit er es selbst auch glaubt, denn mehrere leute irren sich ja nicht, und alle anderen sind ja sowieso geblendet etc. Viele religionen erkennen die evolution an, weil sie klip und klar sagen, die naturwissenschaft antwortet auf die frage "wie" und wir antworten auf die frage "warum", doch dem kreationisten reicht das nicht, denn sein glauben ist sehr gering, denn er steht nicht stabil, deswegen fängt er an sein glaubenshaus auf einem fundament aus ignoranz zu bauen und solange er seine ignoranz aufrechterhalten kann, wird seine vorstellung bestehen und jede diskussion wird lästig und unnötig! Lg

Antwort
von GanMar, 113

irgendjemand behauptet hat das die Evolutions-Lehre falsch wäre es also daher Gott geben müsste.

Das ist so nicht richtig. Es gibt Leute, die behaupten, die Evolutionstheorie müsse falsch sein, weil es einen Gott gibt. Selbst wenn die Argumentation nicht schlüssig ist, darf man eine angenommene Ursache und die sich nicht daraus ergebende Wirkung nicht vertauschen.

Antwort
von Rocker73, 64

Gut so, hätte mich auch keineswegs missionieren lassen.

Ich als, wie du es sagst, (relativ) gläubiger Christ, der die Wissenschaft mit der Religion vereint und die Evolutionstheorie und andere wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzen Jahre als richtig anerkennt, sehe durch so einem Suchen nach dem Haar in der Suppe nichts weiter, als eine panische Suche nach Fehlern, da diese Personen, die die Bibel Wort für Wort nehmen, sich in die Enge gedrängt fühlen und mehr oder weniger Angst haben, dass ihr "Himmel einstürzt", also ihre Ansichten wie ein Kartenhaus zusammenfallen und sie,Schock, doch nicht an alles glauben, was das Buch der Bücher sagt! Vielmehr klammern sie sich an die Aussagen einer einzelnen Schriftensammlung, um die heile Welt aufrechtzuerhalten.

Wir haben uns verändert in unserem Denken und die Religionen mit uns. Das sollten wir akzeptieren und unsere Glaubensrichtungen bereichern durch frischen Wind.

LG


Antwort
von ancanei, 38

Weil ihnen die Meinungen der Schriftgelehrten wichtiger ist als Schöpfer und Schöpfung. Denn wäre ihnen Schöpfer und Schöpfung wichtiger, würden sie die Schöpfung anerkennen als das, was sie ist.

Interessanterweise gilt das auch für die Christen, denn die Lehre von Jesus widerspricht an keiner Stelle den Naturwissenschaften, aber weil die Schriftgelehrten die Schöpfungsgeschichte als die Entstehung der Welt deklarieren (statt als die Entstehung der Welt eines Menschen von der Zeugung an bis zum ersten Generationswechsel), bestehen sie auf dieser Interpretation - was allerdings in krassem Widerspruch steht zur eigentlichen Schöpfung.

Und bis heute zermartern sich die Schriftgelehrten die Köpfe, um Jesus Reden so zu deuten, dass sie ins Bild der damaligen Schriftgelehrten passt - anstatt ihn einfach wörtlich zu nehmen. Es ist ja immerhin möglich, dass er einfach nur meinte, was er sagte. Aber die Schriftgelehrten sind das A und O des Glaubens, 'die heilige Kirche' ist maßgebend - was für ein Unfug, wenn ihnen etwas heilig sein sollte, dann ja wohl die Schöpfung des Schöpfers. Und die Lehre Jesus, die man eigentlich völlig easy aus seinen Reden erkennen kann. Man muss es eigentlich nur befolgen (also alles lieben lernen, nicht zwischen gut und böse richten und immer erst bei sich anfangen).

Aber sie verteidigen die Lehren der Schriftgelehrten, als ob es nichts Wichtigeres gäbe auf der Welt, obwohl ja schon Jesus so seine Probleme mit den Schriftgelehrten hatte. Ist den meisten aber wurscht - was die Schriftgelehrten verkünden, ist ihnen Gesetz und fertig, Schöpfung hin oder her.

*Hammer und Nägel nebst Steinen und Reisig und Streichhölzer rundreich*



Antwort
von Blindi56, 78

Es wird ja nicht die Existenz eines besimmten Gottes abgestritten, sondern die eines Schöpfers allgemein. Weil das eine das andere augenscheinlich ausschließt:

wenn es einen Schöpfer gibt, kann sich nicht alles "von selbst entwickelt" haben (was auch die Evolutionstheorie SO nicht behauptet), und er müsste ja zumindest mal eingreifen, was aber offensichtlich nicht der Fall ist, ein allmächtiger Schöpfer müsste eine Grundidee haben, die ohne Sackgassen auskäme.

Oder anders herum: wenn sich alles von selbst entwickelt, braucht es keinen Schöpfer, weil ja alles nach dem Chaosprinzip der Natur von alleine läuft. Mit Versuch und Irrtum, und das ist erwiesen....


Wer also an einen Schöpfer einfach glauben will, muss die Evolution ausschließen (und da finden viele Glaubensgemeinschaften dann auch Beweise in ihren Schriften und Überlieferungen).

Man vergisst ja auch, dass alle Überlieferungen von Menschen ihrer Zeit mit ihrem Verständnis geschrieben wurden. Das kann man nicht  1 :1 beibehalten, wenn es neue Erkenntnisse gibt. (Aber Veränderungen  mögen gewisse Kirchen ja gar nicht...)


Antwort
von schelm1, 144

Sie beantworten Ihre eigene Frage vollkommen richtig!

Alle haben Recht und den Anspruch auf die Auslebung oder Auslegung der jeweils vertretenen Auffassung! Der Wissenschaftler in seiner Ratio wie auch der Gläubige in seinem Glauben, gleich welcher Glaubensrichtung.

Die eine Ansicht kann die andere Auffassung nicht außer Kraft setzen.

Glaube ist halt etwas sehr persönlich Emotionales, während Wissenschaft die Dinge halt rational angeht. 

Der Glaube darf nur nicht dazu verwandt werden, andere Gläubige oder gar die Wissenschaft zu unterdrücken.

Kommentar von PlueschTiger ,

Glaube ist halt etwas sehr persönlich Emotionales, während Wissenschaft die Dinge halt rational angeht.

Das ist auch nicht so. Denn auch bei Wissenschaft gibt es Glauben, den Persönlichen Glauben (nicht religiös) und wenn es nur die Tatsache ist, das man nicht wahrhaben will, Falsch zu liegen. Man glaubt an das was man entdeckt oder entwickelt hat und es wird schon eine Antwort geben, warum die Ergebnisse, die Realität was anderes sagen.

Kommentar von schelm1 ,

Im Gegensatz zum Gläubigen darf der Wissenschaftler zweifeln und weiter forschen!

Kommentar von PlueschTiger ,

Nachdem was ich gehört haben nehmen sich beide Gruppen nicht viel, das einzige was anders ist, du landest bei der Wissenschaft nicht auf dem Scheiterhaufen. Auch in der Wissenschaft bist du schnell mal ein Spinner, wenn du etwas Exotische Theorien hast oder die geltenden Meinungen anzweifelst. Ohne Titel bist du für Wissenschaftler oft nur ein Spinner und egal wie viel Forschung du in deine Theorie gesteckt hast und wie viele Indizien du vorbringst, es ist nichts wert, da du kein Abschluss und Titel hast.

Ein Beispiel dafür ist ein Banker der Hobbyarchäologe ist, der hat eine Theorie aufgestellt was die Maya oder Inka ausgerottet hat. Der hat Jahre lang Wetterkarten überprüft und hat mit Bohrungen auch Indizien gesammelt die seine These untermauern, doch sie interessiert kein Wissenschaftler, da er Laie ist. Er hat die Theorie erstellt das jenes Volk auch von einer langen dürre ausgelöscht wurde.

Antwort
von Panazee, 49

Umgekehrt gibt es halt auch Atheisten, die denken, dass sie aufgrund der Evolutionstheorie ein Mittel in der Hand haben, das beweist, dass es keinen Gott gibt.

Beides ist natürlich Humbug.

Antwort
von Dxmklvw, 96

Schon die Schöpfungsgeschichte ist aufgrund der aufgezählten Reihenfolge eine Beschreibung von Evolution in Kurzform.

Die weiteren Inhalte der Bibel beschreiben die Entwicklung eines Teils der Menschheit - also ebenfalls ein Bestandteil der Evolution.

Auch die Entwicklung vom Neugeborenen zum erwachsenene Menschen ist eine Form von Evolution.

Wenn der Begriff "Evolution" im Verständnis vieler Menschen lediglich die über sehr lange Zeiträume erfolgende Veränderung von einer Art zu einer anderen Art ist, dann hat derartiges Verständnis auf seinem Entwicklungsweg einen Unfall erlitten.

So betrachtet schaffen sich religiöse Menschen, die versuchen, jedwede Evolution zu widerlegen, ein unlösbares Problem, indem sie versuchen, die Wahrheit des Geglaubten zu beweisen, indem sie diese geglaubte Wahrheit verwenden, und dieselbe Wahrheit zu widerlegen.

Doch auch der sich mit der Evolution beschäftigende Wissenschaftsbereich hat sich selbst ein Problem geschaffen, weil die Auswirkung der wissenschaftlichen Erkenntnis (Wissensverbreitung in die Allgemeinheit) die Möglichkeit nahezu ausblendet, daß auch plötzliche Neuschaffungen durch eine andere Intelligenz gegenwärtig nicht ausgeschlossen werden kann.

Wo Theorien verteidig oder bekämpft werden, da gibt es aber auch immer Motive dafür. Ob nun jemand auf Erkenntnisgewinn wert legt oder lediglich unbedingt und ziemlich sinnfrei will, daß etwas so ist, wie es behauptet wird, ist leider kaum unterscheidbar, weil in beiden Fällen die verwendeten Argumente eine hoch wirksame Sichtschutzmauer darstellen.

Antwort
von derDennis97, 44

Weil sie von ihrer Religion völlig verblendet sind und lieber einem tausende Jahre altem Märchenbuch mehr glauben (damals wussten die Leute es einfach nicht besser, deshalb steht dort eben Gott hätte die Welt erschaffen), als aktueller Wissenschaft und Forschung.

Kommentar von MarkusPK ,

Etwas zu einfach gedacht, findest du nicht? Wenn Fundamentalisten alle dumm wären, warum haben viele davon dann das Abitur und ein abgeschlossenes Studium? Es hat vielmehr tiefenpsychologische Gründe, die charismatische Despoten bereits zu allen Zeiten ausgenutzt haben, um die Vernunft auszutricksen und irgendwann ganz auszuschalten. Die meisten Fundamentalisten sind vielmehr bedauernswerte Opfer, oft auch Opfer ihrer selbst.

Antwort
von Mojoi, 106

Interessant ist, dass z.B. die offiziellen Vertreter der meisten christlichen Kirchen die Evolution als Fakt akzeptieren und sogar wiederum als Beweis FÜR die Existenz Gottes anführen (weil: Evolution ist ein geniales Prinzip, sorgt für Vielfalt und ständigen Wandel...).

Kommentar von MarkusPK ,

Genau. So geht es mir zumindest. :-)

Kommentar von earnest ,

Führen sie das so an?

Hmmm, kannst du mal einige dieser offiziellen Vertreter nennen und deine Behauptung anhand deren Äußerungen belegen?

Mit scheint es eher so, als ob sich diese oft doch recht klugen Leute tunlichst zurückhalten in Sachen Gottesbeweis.

Und sie wissen auch ganz genau warum ...

Kommentar von Mojoi ,

Puh, ich müsste mal nachrecherchieren, wer was wann genau gesagt hat.

Aber aus dem Kopf heraus weiß ich genau, dass Papst Johannes Paul II wie selbstverständlich mit Wissenschaftlern über den Urknall gesprochen und diesen als eigentlichen Akt der göttlichen Schöpfung bezeichnet hat - ohne die dazugehörigen Thesen in Frage zu stellen.

Antwort
von nowka20, 38

ein wahrer gläubiger versucht so einen unsinn gar nicht erst!

Antwort
von Jogi57L, 73

Vielleicht, weil "Glaube" ( = etwas für wahr halten) NUR DANN einen Sinn macht, wenn die Evolution ad absurdum geführt wird....

also, was mir mal ein Esoteriker sagte:

"Glaube ist wie eine Krücke ( um aufrecht zu gehen)......man stützt sich darauf...

manche verwehren sich gegen die Erkenntnis, dass sie auch ohne Krücke aufrecht gehen könnten...

es ist so, wie ein Kürbis, der in einer Flasche heranwuchs... DER nahm die Form der Flasche an.... nachdem die Flasche weg war... behielt er aber dennoch seine Form, obwohl er sich ausweiten hätte können...

UND:

es ist so, wie mit der Raupe, die zum Schmetterling wurde... UND nun eigentlich "fliegen" könnte... aber vehement sagt:

ich wurde als Raupe geboren, musste ständig kriechen.... und nun ist es mir wurschdd... ob ich "fliegen" könnte... ich krieche auch als Schmetterling weiterhin weiter.....das ist meine Bestimmung..."......"

OK, möglicherweise Dein Thema verfehlt, sorry dann....

Es fiel mir nur spontan ein, was mir der Östreicher von der Organisation "Dynamik Evolution" damals sagte....( liegt aber rund 30 Jahre zurück....)

Antwort
von suziesext10, 47

die beiden Großkirchen stehen heute auf dem Standpunkt, daß die Botschaft des Evangeliums und die Entwicklungslehre keine antagonistischen Gegensätze sind. Weder ließe sich aus der Evolution die Nicht-Existenz Gottes ableiten noch muß die Existenz des Schöpfers belegt werden, indem man eine wissenschaftliche Lehre unwissenschaftlich bestreitet.

Der Kreationismus wird in Europa abgelehnt, er ist ein wissenschaftlich fragwürdiger Versuch, den altbiblischen Schöpfungsmythos als wissenschaftlichen Gegenentwurf zum Darwinismus zu formulieren. Der Kreationismus wird von evangelischen Fundamentalisten in den USA vertreten, in seiner besonders abstrusen Form als 'Junge Welt Kreationismus'.

Kommentar von MeliS1998 ,

Auch einige muslimische Fundamentalisten sind Kreationisten.

Antwort
von susilinuxerste, 42

Ich denke, die E.T. ist nicht das Problem, sondern die Vehemenz, mit der sie in einen Status absoluter Wahrheit, ähnlich einem Dogma erhoben wird. Es gab und gibt in der Wissenschaft hin und wieder Irrtümer und Wissen muss dem heutigen Stand angepasst und revidiert werden. So wurden auch schon mal früher ein Dinosaurier falsch zusammen gesetzt, bzw. eine falsche Zeichnunge erstellt.Der Zeichner hielt etwas für ein Horn eines Vierfüßlers, wobei es sich um die sichelförmige Kralle eines Zweibeinig laufenden Dinos erwies. Ist das, was gelehrt wird, wirklich unabhängig und unbefangen sachlich überprüft worden, oder tun sich da noch mehr Irrtümer auf?Ein fairerund ehlicher Umgang mit Irrümern und deren Aufklärung wären hilfreich. Die Frage nach der ET und einem Schöpfungsakt beinhaltet leider auch etwas Unbequemes: bin ich allein Herrscher über mein gelebtes Leben oder bin ich jmd. am Ende Rechenschaft schuldig? Wie Du sagtest, haben viele Christen die ET in ihr Weltbild integriert, also einen entspannten Umgang damit. Bleibt die Frage offen, ob die "Evolutions-Gläubigen" umgekehrt auch so entspannt reagieren können. ^^

Antwort
von Reagan81, 22

ich empfehle dir mal wenn du zeit findest den hervorragenden Vortrag von John lennox dir anzusehen einem Naturwissenschaftler und Christen Gott fest befohlen Reagan.  

 



Wenn man Gott als Lückenbüßer definiert, dann muss man zwischen Gott und Naturwissenschaft wählen, weil man Gott so definiert hat. Aber diese Definition hat nichts mit dem Gott der Bibel zu tun.

 John Lennox 



Kommentar von DarkSepia ,

John Lennox ist kein Naturwissenschaftler. Er ist nur jemand, der aus irgendeinem Grund nichts dagegen hat, fälschlicherweise so bezeichnet zu werden.

Antwort
von fricktorel, 11

Die "Evolutionstheorie" (Offb.12,9) ist tatsächlich nicht richtig, denn dann wäre unser ewige Gott (Jes.45,22) ein Lügner (Titus 1,2) und wir würden nicht leben (Röm.6,23).

Aber da der "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4, 11,14) alle verführt (Ps.53,1-2), glauben manche, das Universum kam aus dem "Nichts" - psychologisch sehr interessant - (1.Mose 3,1-4; Eph.2,2).

Kommentar von realsausi2 ,

glauben manche, das Universum kam aus dem "Nichts"

Genau so steht es doch im Schöpfungsmythos. Gott erschuf das Universum aus dem Nichts. Oder wo hat es es hergeholt?

Wir erfahren kein Wort darüber, aus was der Gott das gebastelt haben soll, oder warum es nun zufällig so gestaltet ist, wie wir es vorfinden.

Nein. Zufall und Nichts sind Kernkomponenten der göttlichen Schöpfungsmythen. Die Wissenschaft kann da viel fundiertere Antworten bieten.

Und Dein kläglicher Versuch, einen Beleg aus der Bibel herzuleiten ist so sinnvoll, wie anhand von Harry Potter Büchern belegen zu wollen, dass man auf Besen fliegen kann.

Das "Nichts", dass Ihr immer versucht der Wissenschaft unterzujubeln ist der Markenkern der Schöpfung. Wie könnte es auch anders sein, da es auch der Ort ist, an dem Götter zu verorten sind.

Antwort
von Suboptimierer, 47

Warum sollte ein Gläubiger die Evolution widerlegen wollen? Er glaubt doch seinen Kram.

Ich kann mir höchstens vorstellen, dass der Gläubige sich zum Beispiel von einem Atheisten angegriffen fühlt und deswegen nach einer Kontermöglichkeit sucht, mit der er in den Gegenangriff gehen kann.

Auf Kindergartenebene übertragen: "Du bist doof!" - "Selber!"

Kommentar von xavers1 ,

ein Gläubiger Christ hat vom Glauben her die Aufgabe, allen in die Irre geleiteten Schafe, die immer noch an die Evolution glauben, hinzuweisen, dass da was nicht stimmt.

Kommentar von Suboptimierer ,

Vom Glauben her kann nicht sein, da es das Wort Evolution und dessen Bedeutung zur biblischen Zeit noch nicht gab. Wenn, dann schreibt es die Religion vor (Ich kenne aber ein paar Christen und von denen hat sich niemand bislang genötigt gefühlt, mir Evolution oder die Evolutionstheorie widerlegen zu müssen).

Vielleicht verwechselst du das mit anderen Relgionen. Der Missionierungsgedanke ist bei Christen heutzutage nicht sehr groß.

Das finde ich auch gut so. Irgendwie müssen wir alle ja miteinander leben können.

Kommentar von realsausi2 ,

die immer noch an die Evolution glauben,

An die Evolution muss man so wenig glauben wie an Gravitation. Es besteht nicht der Hauch eines Zweifels, dass die Naturprinzipien wirken.

Die Theorien, die versuchen, die Phänome zu beschreiben, sind allerdings immer der Falsifikation offen. Wenn Du meinst, dass da was nicht stimmt, lege Belege dafür vor. Diese werden dann von allen Biologen der Welt vorbehaltlos geprüft und bewertet. Sollte sich erweisen, dass Du tatsächlich eine Unstimmigkeit entdeckt hast, wird kein seriöser Wissenschaftler sich verweigern, das anzuerkennen.

Also dann mal munter los... was für Fehler hast Du gefunden und wie belegst Du Deine Einwände?

Kommentar von ancanei ,

Lieber Xavers1, ein gläubiger Christ hat vor allem die Aufgabe, alles (die ganze Schöpfung einschließlich seiner selbst) lieben zu lernen und bei sich selbst anzufangen. Und bevor er nicht den Balken aus dem eigenen Auge gezogen hat, braucht er sich nicht um den Splitter im Auge seines Gegenübers kümmern, sonst wirds scheinheilig.

Antwort
von Andrastor, 93

Die Gläubigen die das machen können generell weder Argumentieren noch diskutieren.

Was ich mitbekommen habe, glauben sie offensichtlich dass wenn sie die Evolution als Gegenargument zu ihren Schöpfungsmythen widerlegen, dass dann nichts mehr wäre was diesen Mythen widersprechen würde und sie dann Recht hätten.

Kommentar von MarkusPK ,

Es ist schon etwas komplizierter, wie du auch weißt. Das ganze hat tiefenpsychologische Gründe. Ein übersteigerter, fundamentalistischer Glaube ist pathologisch nichts anderes als eine neurotische Angststörung. Und derartige symtome tauchen auch bei denen auf, die verbissen an ihren wissenschaftlichen Theorien festhalten. Rechthaberei ist eben eine Charakterschwäche, die im schlimmsten Fall ein klinisch nachweisbares Krankheitsbild als Ursache hat.

Kommentar von Andrastor ,

Es gibt nur einen Unterschied ob jemand der Recht behalten will, tatsächlich im Recht ist, oder nicht.

Zu sagen dass es die Evolution gibt, ist korrekt, denn sie ist Fakt. Darauf zu beharren dass es die Evolution gibt, obwohl andere versuchen dagegen zu argumentieren hat nichts mit Charakterschwäche zu tun.

Ich stimme dir jedoch zu, wenn es um Themen geht, die nicht eindeutig bewiesen sind.

Kommentar von MarkusPK ,

Darauf können wir uns einigen. 

Antwort
von xavers1, 40

Fakt ist, dass viele glauben, dass die Evolution Fakt sei. Weil wenn nicht, dann müsste es doch einen Gott geben, und das wäre für viele verherend, weil das Weltbild kippt und man sich vielleicht ändern müsste. Und das darf nicht sein, koste es was es wolle. Funktioniert super. So hält die Menschheit sich selber schön unwissend, weil was ich nicht weiß macht mich nicht heiß.

Kommentar von kuechentiger ,

Die Evolution ist Fakt. Ob man das glaubt oder nicht, ist ihr völlig wurscht.
Dass hier oft Meinungen kund getan werden, die eher in den Bibel-Gürtel der USA passen würden, das erschüttert mich zutiefst!

Kommentar von Schoggi1 ,

Die Evolution ist Fakt

Woher weisst du das? Du glaubst es doch auch nur weil es Menschen sagen. Du vertraust den Menschen... Ich nicht, ich vertraue gott :-) 

Kommentar von PlueschTiger ,

Woher weisst du das? Du glaubst es doch auch nur weil es Menschen sagen. Du vertraust den Menschen... Ich nicht, ich vertraue gott :-) 

Das, auf das du deinen Glauben an Gott begründest, ist von Menschen gekommen, das ist nichts anderes als der glaube an die Wissenschaft. Man kann natürlich Gott auch ohne eine Religion vertrauen und wenn er selbst zu einem Spricht.

Kommentar von Halbkornbrot13 ,

Weil wenn nicht, dann müsste es doch einen Gott geben

Nein, um genau das geht es ja bei meiner Frage, denn das ist ein logsicher Fehlschuss. Wenn die Evolution nicht stimmen würde, wüsste man nur nicht wie sich das Leben nach seiner Entstehung entwickelt hat.

Die Existenz irgendeiner göttlichen Wesenheit würde das nicht belegen, es würde nur bestimmte kreationistische Gottesbilder nicht mehr ausschliessen.  

Kommentar von Dxmklvw ,

"Wenn die Evolution nicht stimmen würde, wüsste man nur nicht wie sich das Leben nach seiner Entstehung entwickelt hat."

Vom dahintersteckenden (vermuteten) Grundgedanken her trifft das zu.

Doch denselben Satz einmal in das finsterste mittelalterliche Denken übertragen hätte man damals auch sagen können (oder sagte es vielleicht sogar) "Wenn der Hexenhammer inhaltlich nicht stimmen würde, dann wüßte man nur nicht, wie sich das Hexenwesen nach seiner Entstehung entwickelt hat."

Sinngleich kann man aber auch diverse Argumente der Evolutionsgegner oder auch der Religionen schlechthin und auch der Wissenschaft per Begriffsaustauch in finstere Zeiten der Menschheitsgeschichte übertragen und kommt dann zu ähnlichen Ergebnissen.

Antwort
von Qualle5678, 89

Wer tatsächlich an Gott und die damit verbundene Schöpfungsgeschichte glaubt hat eben leider keine sinnvollen Argumente.

Kommentar von joergbauer ,

Vielleicht nicht für die Allgemeinheit, aber für sich selbst schon - was zählt auch sonst?

Kommentar von Qualle5678 ,

Genau das ist der Punkt. Wenn es einem selbst hilft habe ich kein Problem damit. Wenn man aber anfängt aufgrund seines Glaubens die wissenschaftlich (mehr oder weniger) belegte Evolutionstheorie (und generell den "Glauben" Anderer)  abzustreiten und mit Schöpfungsgeschichte ankommt, habe ich dafür absolut kein Verständnis. Leben und leben lassen. Gerade wenn man als Gläubiger akzeptiert werden möchte sollte das doch eigentlich kein Problem darstellen. Und bei der Frage geht es ja um genau diese Gläubigen, die einen auf Missionar machen und offensichtlich logische Erklärungen mit der einfachen Aussage abstreiten, dass man nichts zu 100% beweisen kann.

Kommentar von joergbauer ,

Liebe und somit die Botschaft von der Erlösung sind immer etwas, was man weiter gibt, denn alles andere wäre sinnfrei und egoistisch - nach dem Motto: Hauptsache ICH! Wer das nicht hören und lesen will, muss es ja nicht. Du kannst aber nicht für andere in der Hinsicht sprechen.

Kommentar von Qualle5678 ,

Ich glaube du hast  meine Aussage nicht ganz verstanden. 

Kommentar von realsausi2 ,

was zählt auch sonst?

Es zählt, was real ist. Sonst nichts. Und Realität kann nur für alle gleichermaßen sein. Die Wahrnehmung von Realität kann individuell unterschiedlich sein, was dann aber gleichbedeutend auch einen Abstand von ihr definiert.

Kommentar von joergbauer ,

Deine Realität ist eben eine andere, wenn es um Dinge geht, die man persönlich erfahren hat und die einen verändert. Die wahrnehmbare Realität von Ungläubigen ist eben eine andere Realität als von Glaubenden. Die sehen sozusagen beide Seiten der Medaille. Das macht sie nicht ärmer, dümmer oder unrealistischer, sondern genau das Gegenteil - auch wenn du es nicht so siehst.

Kommentar von Qualle5678 ,

Du stellst also Gläubige über Ungläubige? Stell dir vor, auch ich als Atheist habe Prinzipien, kann Empathie und Liebe empfinden und meine Entscheidungen auch danach abwägen. 

Die Realität von Gläubigen und Ungläubigen ist und bleibt die Selbe, lediglich die Interpretation der Ereignisse ist eine Andere.

Du hast bedauerlicherweise nicht ganz meine Antwort auf diese Frage verstanden. Im Gegensatz zu dir urteile ich nicht über Ungläubige oder Gläubige.Leben und leben lassen. Ich habe lediglich meine Meinung kund getan. Und speziell meine Meinung von Kreationisten, die die Evolutionstheorie auf der Grundlage von der Aussage "Nichts kann zu 100% bewiesen werden" abstreiten. 

Ich glaube ich habe in dieser Hinsicht eine weit offenere und christlichere Ansicht als du sie je haben wirst, ironischerweise bist du aber der Christ hier oder behauptest es zumindest zu sein.

Genauso wenig verstehe ich, wie es dir gelingt, meine Feststellung mit völlig inhaltslosen und überhaupt nicht auf meine Aussage bezogenen Texten zu beantworten. Ich frage mich ernsthaft, ob du nur einen meiner Kommentare bis zum Ende durchgelesen hast.

Religion dient den meisten eben als Schutz, Rückzugsort und als Erklärung für das vermeintlich Unerklärbare. Daran ist nichts verwerflich. Aber nur weil man diese Dinge nicht benötigt oder anderer Meinung ist macht einen das noch lange nicht zu einem, den Gläubigen untergeordneten, Menschen. Soweit ich weiß wird sogar das in der Bibel behandelt und du schaffst es trotzdem, gegen Ungläubige zu wettern. 

Letztendlich ist es unmöglich, mit Christen wie dir eine sinnvolle Diskussion zu führen, da du unterbewusst sowieso jeden "Ungläubigen" als etwas Niederes einstufst. Laut dir haben Atheisten einfach keinen so weitreichenden "Blick" wie ihn Gläubige besitzen.

Religion für mich ist und bleibt ein Kontroll- und Machtwerkzeug der Kirche, als auch ein Schutzmechanismus und Zufluchtsort für Gläubige. Wenn dir Glaube eben diesen Schutz und eben diese Zuflucht gibt freut mich das für mich. Und wenn Gott existiert so wie du ihn predigen würdest lande ich als Ungläubiger trotzdem nicht in der Hölle,auch wenn dir das wahrscheinlich lieber wäre.

Hier etwas von Liebe und Egoismus zu predigen ist einfach nur lächerlich. Jeder Mensch ist und bleibt ein Egoist, mal stärker und mal schwächer ausgeprägt, aber letztendlich dient jede gute und vermeintlich nicht egoistische Tat doch nur dem eigenen guten Gewissen. Und dazu,dass auch Ungläubige Liebe empfinden können habe ich ja bereits etwas gesagt.

Wenn du es bis hierhin geschafft hast, herzlichen Glückwunsch, ich hoffe doch sehr, dass du meine Kernaussage verstanden hast und nicht gleich wieder anfängst zusammenhangsloses Gerede von dir zu geben.

Ganz viel Liebe,

dein Atheist, welcher mehr Prinzipien und Empathie zu haben scheint als du

Kommentar von joergbauer ,

Was du denkst was ich aussage, und was ich tatsächlich meine, sind offensichtlich zwei Paar Schuhe. Ich stelle keinen über den anderen, sondern stelle nur fest und gründe mich dabei auf die Aussagen der Bibel. Ein Christ ist nicht besser, aber besser dran, wenn man die biblischen Konsequenzen von Glauben und Unglauben ernst nimmt. Was wirfst du mir also an niederen Motiven vor? Vor Gott sind wir alle sündig, schuldig und verdorben. Sicherlich gibt es auch nette und liebevolle Atheisten und chronisch schlecht gelaunte Christen und umgekehrt. Wir sind Menschen.

Daß es religiöse Eiferer und Kirchen gab und gibt, die aktuell und auch in der Vergangenheit den Glauben als Machtinstrument benutzten um Menschen zu unterdrücken bezweifle ich nicht. Das sind ja Fakten wenn man z.B. an die Inquisition denkt oder an manche Sekten.

Aber davon rede ich nicht, sondern vom persönlichen Glauben an das biblische Evangelium von Gottes Sohn Jesus Christus, der am Kreuz sein Leben gab zur Vergebung der Sünden und von den Toten auferstanden ist (Johannes 3,16). Das hat mit Religion nichts zu tun. Das ist rein persönlich und kann mir in meiner Seele den Weg weisen und mich als Mensch verändern und gerecht machen vor Gott. Nur darum geht es.

Kommentar von realsausi2 ,

Deine Realität ist eben eine andere,

Es gibt nur eine Realität. Und Mancher ist dichter dran, Mancher nicht.

die man persönlich erfahren hat

Geschenkt. Ich hatte auch mehrfach Gotteswahrnehmungen. Damit habe ich mich aber von der Realität entfernt, statt mich ihr zu nähern. Ein Irrweg.

Die sehen sozusagen beide Seiten der Medaille.

Nein. Ihr glaubt eine vierte Seite zu sehen. Ich sehe drei Seiten bei einer Medaille. Eine weitere ist geometrisch bei einer Scheibe nicht möglich. Außer, wenn diese ein Loch hat natürlich.

Kommentar von Fantho ,

Es gibt nur eine Realität. Und Mancher ist dichter dran, Mancher nicht.

Du leider nicht (mehr)...

Damit habe ich mich aber von der Realität entfernt, statt mich ihr zu nähern.

Nein, Du hast Dich der vermeintlichen Realität wieder zugewandt und der eigentlchen Realität den Rücken gekehrt, weil Du nicht den Mut hattest, den Weg weiter zu gehen und Du jetzt somit erneut auf einem Irrweg Dich befindest...

Das war Deine Prüfung gewesen, die Du leider nicht bestanden hattest...

Gruß Fantho

Kommentar von realsausi2 ,

Traumtänzer...

Kommentar von Fantho ,

Scheuklappenträger....

Kommentar von realsausi2 ,

Im Gegenteil. Meine Abkehr vom Glauben war die Entfernung von Scheuklappen. War die Erhellung der Welt durch das Licht des Verstandes.

Das vertrieb die Nebel des Glaubens, in dem vage Schemen aus Angst zu Gestalten gerinnen, die sowohl bedrohen wie trösten sollten.

Aber wie auch immer.

Es geht hier in der Frage um Evolution.

Wer die Evolution nicht als die Naturkraft erkennt, die sie ist, entfernt sich von der Realität und macht sich als Diskussionspartner lächerlich.

Antwort
von scatha, 78

Weil sie nicht kapieren, daß Gott natürliche Wege geht, um das Universum zu erschaffen. Wenn ER die Zeit und die physikalischen Gesetze (=die physikalische Ordnung) geschaffen hat, darf es auch 12 Milliarden Jahre dauern, bis lebendige Körper erscheinen, die für bewußte Wesen geeignet sind.

Kommentar von earnest ,

Tja, da muss man wohl schon über ganz spezielle Rezeptoren verfügen, um das zu kapieren ...

Vielleicht auch: einige andere Rezeptoren ausschalten?

Kommentar von scatha ,

Ich glaube nicht an Rezeptoren.

Kommentar von earnest ,

@scatha:

Siehst du ...

Und ich glaube nicht an das, was du schreibst. Und ich glaube auch nicht dem, was du schreibst. Ich halte das für völlig haltlose Behauptungen.

Kommentar von scatha ,

Ein Neurologe, der durch Untersuchen des Gehirns versucht, die Psyche zu verstehen, ist wie ein Elektroniker, der durch Analysieren der Ströme in den Transistoren des Prozessors eines Computers versucht, der Persönlichkeit des Bedieners am Computer auf die Schliche zu kommen.
Nur mit dem Unterschied, daß der Elektroniker immerhin an die Existenz eines Bedieners glaubt. Während der Neurologe Earnest immer noch meint, die Schaltkreise wären alles, was es gibt.

Kommentar von realsausi2 ,

Du solltest Dich mal über den Unterschied von Hardware und Software schlaulesen. Dann könntest Du solche entgleisten Analogien vermeiden.

Kommentar von Dxmklvw ,

Augen, Ohren usw. sind Rezeptoren. Jemandem, der von Geburt an keine Augen hat, kann man auch nicht brauchbar erklären, wie Farbe aussieht.

Manche Rezeptoren muß man sich erst erwerben, um über die etwas wahrnehmen zu könne. Im erweiterten Sinne wäre dann auch die Fähigkeit, logisch zu denken, ein solcher Rezeptor, ohne dem die Einsichtsfähigkeit fehlen würde, was Logik ist.

Sicher gibt es auch "verdrehte" Rezeptoren, durch die dann irreale Dinge wahrgenommen werden können (das Gespenst auf dem Dachboden).

Ebenso gibt es sicher auch Rezeptoren, über die nur im Verbund etwas wahrgenommen werden kann, und die manch einer hat und mancher andere nicht.

Solange nicht klärbar ist, ob es etwas Bestimmtes geben kann oder nicht, halte ich es für falsch gedacht, aufgrund fehlender "Rezeptoren" zu schlußfolgern, daß etwas damit theoretisch Wahrnehmbares nicht existiert.

Kommentar von PlueschTiger ,

Ich denke was scatha meint ist: Wieso sollte ein Allmächtiger Gott solchen Spielereien wie Rippe vom Mann nehmen und daraus ein Mensch mit Busen machen, wenn er ein Ganzes Universum erschaffen kann. In dem Fall ist er auch in der Lage vorherzubestimmen, das sich auf dem Fels Erde, der vor 5 Milliarden Jahren entstand, heute Menschen sein werden.

Er kann es bei der Entstehung so machen, das sich durch die Evolution der Mensch zu dem entwickeln kann was er ist, ob er was daraus macht, vielleicht interessiert es ihm, vielleicht auch nicht.

Es geht auch darum das der Mensch Gott auf Menschlich Maßstäbe Reduziert. Für Gott können 6 Tage Erschaffung der Erde und Mensch, 5 Milliarden Jahre sein und jetzt ist Sonntag, Ruhetag. Lass die Leute sich doch gegenseitig mit Atombomben umbringen, die treten meine Schöpfung eh nur mit Füßen. Für die Guten habe ich ja das Paradies geschaffen. So würde ich wohl an seiner stelle denken.

Kommentar von scatha ,

Genau so habe ich es gemeint, PlueschTiger.
Die Schöpfungs-Tage könnte man als Äonen verstehen, aber ich glaube auch eher, sie sind mythologisch gemeint.
Ich glaube auch, dieses physische Universum befindet sich im Stadium des siebten Tages, an dem Gott ruhte, jedenfalls aus unserer Sicht. Die Naturgesetze sind stabil und alles nimmt seinen geordneten Lauf.
Dies ermöglicht dann Leuten wie earnest, die Existenz von geistigen Welten total abzustreiten, indem sie einfach alles, was nicht zu ihrem physischen Universum gehört, als nicht existent betrachten. Wo dann ihr Bewußtsein, das bewiesenermaßen existiert, in ihrem Universum Platz haben soll, ist eine andere Frage.

Kommentar von realsausi2 ,

Wo dann ihr Bewußtsein, das bewiesenermaßen existiert, in ihrem Universum Platz haben soll, ist eine andere Frage.

Na, natürlich im Gehirn. Wo denn sonst? Chemie und Physik. Botenstoffe, Hormone, elektrische Potentiale. Mehr ist da nicht. Und alles mit einem wunderbaren Bratwurstantrieb.

Kommentar von scatha ,

Wir sind uns ja einig, daß im Gehirn chemische Reatkionen, Nervenimpulse und Hormone vorkommen. Aber: Daß sie Bewußtsein auslösen können, ist eine VERMUTUNG, die natürlich eine zwangsläufige Schlussfolgerung aus einem materialistischen Paradigma wäre. Und wie dies vonstatten gehen soll, werden Millionen Neurologen uns nicht sagen können, solange sie ausschließlich die Materie betrachten.

Kommentar von realsausi2 ,

Weil sie nicht kapieren, daß Gott natürliche Wege geht, um das Universum zu erschaffen.

Was nun ja überhaupt nicht ausschließt, dass dieser Schöpfergott ein blauweißkariertes Karnickel war, dass das Universum im Galopp ausgeschissen hat.

Kommentar von earnest ,

Pfui, sausi!

Kommentar von scatha ,

Nee, das war doch der "Große Grüne Arkelanfall", dachte ich?

Kommentar von realsausi2 ,

Spalter, Häretiker. Schnaub..., braus..., geifer...

Kommentar von Fantho ,

Tja, bei dieser Ausdrucksweise wundert mich gar nichts mehr bei Dir...

Gruß Fantho

Kommentar von realsausi2 ,

Wenn Du dass ernst nimmst, wundert mich gar nichts mehr bei Dir...

Kommentar von Fantho ,

Du reihst Dich ebenso zu den unintelligenten 'Komödianten' wie zB realsausi ein...

wie schade...

Gruß Fantho

Kommentar von realsausi2 ,

unintelligenten

Das nehme ich Dir übel.

Kommentar von scatha ,

Leute. Noch einmal zum Mitschreiben :
"Wer glaubt, daß Wissenschaft und Glaube Widersprüche seien, hat beides nicht verstanden."

Kommentar von PlueschTiger ,

Auf einem Christlichen Sender sagte ein Pastor mal so ähnlich, Glaube und Wissenschaft, sind 2 Seiten der Selben Medaille. Die Wissenschaft kann erklären wie etwas geschieht, der glaube erklärt warum etwas geschieht. Der Glaube gibt dem ganzen einen Sinn oder sagen wir mal so, der glaube gibt den Ergebnissen der Wissenschaft eine Seele.

Wissenschaftlich wären die Tafeln mit den Geboten einfach nur Stein und wir wüssten nach deren Untersuchung genau aus welchen Atomen sie bestehen, jede Kleinigkeit. Doch erst der Glauben macht aus den beschriebenen Platten etwas Besonderes. Das ist wie bei Menschen. Ohne Gefühle ist der Partner nur ein anderer Mensch, mit ist er etwas besonderes.

Das eigentlich seltsame an der Sache ist, das selbst der Vatikan Wissenschaften nutzt (Astronomie) und das angeblich schon zur Zeit Galileos, dennoch wird nicht offensiv gegen diesen Wissenschaftshass vorgegangen. Statt beide Seiten in Koexistenz zu vereinen und das beste beider Seiten zu nutzen, bekämpft man die Wissenschaft, als Ketzer.

Kommentar von Fantho ,

Da hast Du recht: Unpassender Begriff, denn ich meinte Dich eher zu Komödianten, als zu Unintelligente...Sorry...

Gruß Fantho

Antwort
von mulano, 39

Selbst wenn die Evolutionstheorie wahr wäre, würde dieser Umstand Gott nicht widerlegen. Atheisten begehen den Fehler zu meinen wenn die Evolutionstheorie stimmt, dann kann es keinen Gott geben. Gott gibt es, Makro-Evolution nicht.

Kommentar von PlueschTiger ,

Selbst wenn die Evolutionstheorie wahr wäre, würde dieser Umstand Gott nicht widerlegen.

Eben und der Fakt macht die ganze Feindseligkeit gegen Wissenschaft faktisch unsinnig. Die Wissenschaft kann auch in 10.000 Jahren nicht beweisen das es keinen Gott gibt und selbst wenn man es für Unser Universum könnte, würde es nicht bedeuten das es keinen Gott gibt der Macht über das Multiversum hat und somit auch über unseres. Das mit dem Über Gott ist übrigens von einem Christen, vielleicht Bischof oder so was, nicht Atheisten.

Atheisten begehen den Fehler zu meinen wenn die Evolutionstheorie stimmt, dann kann es keinen Gott geben. Gott gibt es, Makro-Evolution nicht.

Mal abgesehen davon das Atheisten das nicht machen können, allein schon weil es nur eine THEORIE ist, welche aber von vielen anerkannt wird, begehen Christen den Fehler, Gott auf Menschlich Dimensionen zu reduzieren. Es ist doch gar nicht gesagt das für Gott 1 Tag 24 Stunden hat. Selbst wenn alles was Atheisten entdecken war ist bedeutet s nicht das es kein Gott ist, denn Dinge wie Evolution und andere Naturgesetze wären ja ein Werk Gottes und somit auch die Existenz der Menschen, denn Gott hat die entsprechenden Fäden gezogen, das die Menschen auf der Erde, die er uns gegeben hat, entstehen konnten und sich heute über Glaube und Unglaube streiten können.

Abgesehen davon gibt es Wissenschaftler die durch ihre Entdeckungen erst Gläubig werden, allein das vernichtet schon die Behauptung.

Kommentar von kuechentiger ,

weil es nur eine THEORIE ist

Bedeutung von Theorie in der Wissenschaft, dringend mal lesen
http://scienceblogs.de/planeten/2008/04/07/was-ist-eine-theorie/

Kommentar von Dxmklvw ,

Ich halte diese Beschreibung lediglich für etwas, wie sich die Wissenschaft gerne selbt sehen möchte, ohne daß sie es wirklich ist.

Religionsgläubige haben als letzte Ausrede immer das Argument, daß man alles anders sehen muß, als es geschrieben steht.

Die Wissenschaft hat eine zweckgleiche, wenn auch ganz anders formulierte Ausrede, nämlich, daß sie sich beim Erkennen eines Fehlers sofort korrigiert und in diesem Zusammenhang auch ganze Ketten von Argumenten mit korrigiert.

Doch im Umkehrschluß betrachtet und über die Epochen hinweg beobachtet bedeutet das auch, daß sich Wissenschaft von einem Irrtum zum nächsten hangelt und nebenher unbeachtet läßt, daß der Rest der Welt mittels Halbwissen und/oder faktenverfälschender Meinungsdogmen den von der Wissenschaft hinterlassenen Schleimspuren hinterherkriecht.

Im Endeffekt haben Religionen oder sonstige reine Glaubensgebäude etwas Übergeordnetes mit der Wissenschaft gemeinsam (bezogen auf die Auswirkungen):

Sahnetorte empfinden die meisten als etwas gutes, wenn sie nachmittags zum Verzehr einladend auf dem Tisch steht.

Kuhfladen empfinden die meisten ebenfalls als etwas gutes, wenn sie auf dem Acker als Dünger aufgebracht werden.

Aber: Ein Gemisch von beidem mag niemand.

Kommentar von PlueschTiger ,

Das ist die Ironie an der Sache. So verschieden beide sind, sie haben dennoch so viel gemeinsam. Das wichtigste dabei ist mit, das letztlich alles vom Mensch selbst kommt und immer wieder dinge nicht objektiv betrachtet werden, sondern nach den eigenen Vorstellungen und wünschen. Dieses verhalten, korrumpiert Wissenschaft wie auch Glauben.

Antwort
von LaQuica, 78

Zwischen allen Religionen gibt es signifikante Übereinstimmungen. Alle Religionen lassen sich auf die Sumerische Schöpfungsgeschichte zurückführen alles was dort drin steht, steht in der Bibel, Koran etc. Nur leicht verändert. Die Flut, "Engel" die vom Himmel herabsteigen und sich mit Menschen paaren und und und. Auch wenn ich Persönlich Religion für Schwachsinn halte sollte man sich doch irgendwo mal überlegen warum die Sumerer nachdem sie schon lange existierten, ganz plötzlich anfingen diese Geschichten zu verfassen und dort so unglaublich viel Zeit und Aufwand zu investieren mit all diesen Zeichnungen über diese "Götter" und ihren tausenden Stein Tafeln.. Irgendwas muss diesen Leuten damals passiert sein das sie plötzlich ihr ganzes Leben dem widmeten. Vllt. Wurden wir ja wirklich von Aliens besucht :D auch wenn ich nicht daran Glaube ist es doch eine fragwürdig wie die Menschen dazu kamen. 

Kommentar von Halbkornbrot13 ,

Zwischen allen Religionen gibt es signifikante Übereinstimmungen

Nein, höchsten wenn du mit alle Religionen, alle Abrahamitischen Religionen meinst, der Hinduismus oder der Shintoismus sind z.b. keineswegs auf die Sumerische Schöpfungsgeschichte zurückzuführen.

Kommentar von DrBronstein ,

Es gab vermutlich auch vorher schon ältere Religionen. Von mir aus "Naturreligionen". Es existieren aber keine Überlieferungen. Die Religionen der Neuen Welt und (Ost-)Asiens haben keinen Bezug zu den Sumerern.

Kommentar von GanMar ,

warum die Sumerer nachdem sie schon lange existierten, ganz plötzlich anfingen diese Geschichten zu verfassen und dort so unglaublich viel Zeit und Aufwand zu investieren mit all diesen Zeichnungen über diese "Götter" und ihren tausenden Stein Tafeln..

Eine interessante Frage. Eine gut organisierte Gruppe von Leuten, die die Kontrolle bekommen oder behalten wollten, eine Partei gründeten und nur noch die Wahrheit "verkündeten" - eine solche Möglichkeit kommt für Dich nicht in Frage?

Es wäre nämlich nicht das letzte Mal gewesen, daß Menschen so etwas versucht hätten. Manchmal hat das sogar erstaunlich lange funktioniert.

Kommentar von PlueschTiger ,

Es wäre nämlich nicht das letzte Mal gewesen, daß Menschen so etwas versucht hätten. Manchmal hat das sogar erstaunlich lange funktioniert.

Das ist heute gängiger den je. Auch die Kirche ist ein ideales Beispiel dafür. Regeln, Dogmen und so weiter, die eigentliche Religion, Gott und lehren Jesu sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und wurden ersetzt bzw. umdefiniert zu den Regeln der Kirche. Ein Beispiel ist ein Kommentar den ich auf einer katholischen Seite mal zu einem anderen lass, nur weil der eine sich anmaßte nicht jedes Wort blind zu glauben. "Sie klingen ja wie ein Kirchenfeind." Einige Religiöse habe vergessen wer ihr Herr ist, der ist nämlich Gott und nicht die Kirche. Gott wäre es Banane wie viele Ablassbriefe man, von der Kirche, kauft um seine Sünden los zu werden.

Kommentar von Qualle5678 ,

Der Besuch von Aliens ist überaus unwahrscheinlich, da dieser zu 99% keine friedlichen Absichten beinhalten würde. Da man davon ausgehen kann, dass Aliens,welche es schaffen über mehrere millionen/milliarden Kilometer hinweg zu uns zu gelangen uns in jeder Hinsicht weitaus überlegen wären, wäre es ziemlich wahrscheinlich,dass die Menschheit so einen Besuch nicht überlebt. Das Vorhandensein von solcher Empathie, wie wir Menschen sie kennen wäre bei so einer Rasse eher unwahrscheinlich, dass diese Aliens milliarden von Kilometern zurücklegen nur um uns mal eben zu "besuchen" ebenfalls. 

Für mich wäre beispielsweise luzides Träumen, "Wunder", welche damals noch nicht erklärt werden konnten oder (möglicherweise mit Drogen verbundene) Halluzinationen  eher ein Grund, um nach etwas "Höherem" Ausschau zu halten.

Kommentar von LaQuica ,

Ja wenn man denn davon Ausgeht das alle Lebewesen sollte es andere im Weltall geben genauso aggressiv Sind wie wir Menschen. Die Idee mit den Sumerern und den Aliens basiert ja nicht darauf das sie uns einfach nur nett besuchten sondern uns ausnutzten. Von einem freundlichen Besuch war keine Rede ^^ 

Kommentar von Fantho ,

da dieser zu 99% keine friedlichen Absichten beinhalten würde

Mit nichts zu belegen, ausser mit Polemik. Wer kommt auf solch einen Unsinn? Zuviel Filme gesehen?

Das Vorhandensein von solcher Empathie, wie wir Menschen sie kennen wäre bei so einer Rasse eher unwahrscheinlich

Wir Menschen sich schon eine tolle Spezie, was? Vielleicht ist es auch nur so, dass sie über uns schmunzeln und lächeln, weil es Menschen wie Dich gibt, die sich als das höchste Geschöpf betrachten und sie deswegen keine Lust haben, sich auf das niedere Niveau zu begeben und stattdesssen uns wie in einem Kinosaal von außen beobachten und sich dabei köstlich amüsiert auf die Schenkel kopfen...

Vielleicht gibt es auch welche 'da draußen', die dafür sorgen, dass feindselige nicht bis zu uns kommen...

Villeicht gibt es aber auch schon sehr viele unter uns, welche wir nur (noch) nicht sehen und auffinden können...

Für mich

Wie für viele andere auch, die nicht den Mut aufbringen können oder gar wollen, ihre Scheuklappen abzulegen und mal nachzusehen, was hinter dem Rand des Tellers befinden könnte...

Menschen mit solcher Feigheit werden keine Entwicklungen und neue Ideen hervorbringen geschweige sich weiter entwickeln können, denn dazu muss man mutig und neugierig über den Rand des Tellers schauen können...

sondern sich lieber den Aussagen anderer einfach hingeben...

Sie bewegen sich in einem Gedankenfeld, in dem das Motto vorherrscht: 'Es kann nicht sein, was nicht sein darf'...

Gruß Fantho

Kommentar von realsausi2 ,

Zwischen allen Religionen

Wolllen wir uns mal auf "viele" einigen? In aztekischen und nordischen Mythen sind schon ein paar eigene Handlungsstränge zu finden. Auch der Schöpfunsmythos der Australier ist völlig anders angelegt.

Kommentar von MeliS1998 ,

Die Sumerer haben 5.000 - 3.000 vor Christus zwar viele Göttergeschichten, aber der älteste bisher gefundene Tempel der Welt, der Göbekli Tepe, wurde schon 10.000 vor Christus genutzt. Viel Zeit um sich Geschichten auszudenken. ;-)

Antwort
von Aleqasina, 49

Umgekehrt versuchen viele Atheisten, die Bibel als Märchenbuch abzutun, weil der Mythos von der Schöpfung in sechs Tagen nicht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht.

Beide Seiten haben den Sinn und die Bedeutung von Mythen nicht verstanden. Mehr dazu hier:

https://glaubenstexturen.wordpress.com/2012/04/23/schopfungsglaube-und-naturwiss...


Kommentar von Mark1616 ,

Mythos von der Schöpfung in sechs Tagen nicht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht.

Selbst die angeblich Reihenfolge der Erschaffung ist falsch. So viele Fehler wie es in der Bibel gibt ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie tatsächlich von einem "allwissenden" Gott inspiriert worden ist nahe Null.

Kommentar von Aleqasina ,

Die Schlussfolgerung müsste lauten: Der Sinn eines Schöpfungsmythos ist ein völlig anderer als der einer naturwissenschaftlichen Untersuchung.

@Mark1616, folge ruhig mal dem Link.

Kommentar von Mark1616 ,

Der Sinn hinter einem Schöpfungsmythos ist mir relativ egal. Die Schöpfungsgeschichte wurde über Jahrhunderte hinweg als wahr angesehen. Eben solange, wie man es noch nicht besser wusste. Wo steht in der Schöpfungsgeschichte eigentlich, dass sie nur ein Mythos ist? Ich sehe in dieser Behauptung ein Versuch von dir, die offensichtlichen Widersprüche schönzureden.

Wenn der Schöpfungsmythos jedoch schon auf mehrere Weisen falsch ist, dann kann der Rest der Bibel nicht viel glaubwürdiger sein. Wenn bereits die Grundlage der Bibel erstunken und erlogen ist, wieso sollte man dann den Behauptungen über die Existenz eines höheren Wesens glauben?

Kommentar von Aleqasina ,

Wer einen Mythos wie einen Bericht lesen will, ist im Sinne des Mythenerzählers eigentlich eine Analphabet.

Er verhält sich wie der Indianer, der ein Buch an sein Ohr hielt und sagte: "Das Buch schweigt. Wie können die Weißen nur sagen, dass es Geschichten erzählt!"

Da hilft nur eines: Der Indianer muss lesen lernen. Und der neuzeitliche Mensch muss Mythen entschlüsseln lernen. Sofern sie ihn interessieren. Wenn sie ihn nicht interessieren, soll er aber lieber die Klappe halten.

Kommentar von Mark1616 ,


Wer einen Mythos wie einen Bericht lesen will, ist im Sinne des Mythenerzählers eigentlich eine Analphabet.

Willst du dich hier etwa als klüger darstellen, als die gesamte über die vergangenen 2000 Jahre lebenden Menschen? Wann wurde dieser "Mythos" denn zum ersten Mal als Mythos erkannt und nicht mehr wie ein Tatsachenbericht behandelt?

Das passierte zu dem Zeitpunkt, ab dem sich christliche Institutionen/Menschen jeglicher Glaubwürdigkeit beraubt hätten, da die Faktenso offensichtlich dagegen sprechen. Davor wurde die "Schöpfungsgeschichte" als unumstößliche Wahrheit behandelt.

Du vertrittst hier einen äußerst armseligen Gott der Lücken, dessen Zuflucht und Macht immer kleiner wird.


Ich sehe in dieser Behauptung ein Versuch von dir, die offensichtlichen Widersprüche schönzureden.

Kommentar von DarkSepia ,

Wenn die Bibel Mythen beinhaltet, wieso gehört die Figur Jahwe nicht dazu? Der Blogeintrag geht so weit zu erklären, dass Hoib möglicherweise nie gelebt habe und dies okay sei. Aber er geht nicht so weit zu erklären, dass es vielleicht keinen Gott gibt.

Antwort
von feinerle, 47

Weil nicht sein kann was nicht sein darf. Weil die Evolutionstheorie an ihrem Kartenhaus rüttelt und sie dann alleine wären, ohne Netz und doppelten Boden.

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