Frage von BTyker99, 51

Warum verlangen einige nach einem Einwanderungsgesetz?

Schon seit Mitte letzten Jahres wurden in meinem weiteren Freundeskreis einige Stimmen laut, nach denen das Flüchtlingsproblem mittels eines Einwanderungsgesetzes gelöst werden könne, damit die "Flüchtlinge" die Gelegenheit hätten, legal einzuwandern.

Nachdem ich mir einige Einwanderungs-Prozeduren in die bekannten "Einwanderungsländer" (Kanada, USA, Neuseeland, Australien) angesehen habe, ist mir klar geworden, dass das an unserer Situation überhaupt nichts ändern würde, weil vermutlich weniger 0,1% der "Flüchtlinge" die Voraussetzungen erfüllen würden. (Mir war das gefühlsmäßig schon vorher klar, aber ich wollte damals nicht ohne fundiertes Wissen dagegen argumentieren.)

Zum Beispiel habe ich mir das Punktesystem in Neuseeland angesehen, bei dem eine wichtige Voraussetzung ist, dass man sehr spezielle Berufe mit entsprechenden Zeugnissen vorlegen kann. Je nach aktueller Lage sind unterschiedliche Berufe gefragt, viele haben beispielsweise mit Forstwirtschaft zu tun, aber allgemein war es immer so, dass man sich nur mit einem sehr hochwertigen Abschluss bewerben konnte (also z.B. bei Universitätsabschlüssen hätte man nicht mit Master/Bachelor oder Diplom, sondern nur mit einem Doktortitel mit mehrjähriger Berufserfahrung in die engere Wahl kommen können).

Denken meine (naiven) Freunde (bzw. freundes-Freunde), dass die illegalen Einwanderer zu Hause bleiben würden, wenn es ein Einwanderungsgesetz geben würde, da ihnen bewußt wäre, dass sie die Kritierien nicht erfüllen können? Ich sehe da ehrlich nicht, wie das weiterhelfen könnte. Dass wir kein Einwanderungsgesetzt haben, interpretiere ich so, dass wir als Gesellschaft überhaupt keine Einwanderung haben wollen, oder wie seht ihr das?

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 19

Jedes Land, in das eingewandert wird, braucht Einwanderungsgesetze.

Nachdem ich mir einige Einwanderungs-Prozeduren in die bekannten "Einwanderungsländer" (Kanada, USA, Neuseeland, Australien) angesehen habe, ist mir klar geworden, dass das an unserer Situation überhaupt nichts ändern würde, weil vermutlich weniger 0,1% der "Flüchtlinge" die Voraussetzungen erfüllen würden.

Das hängt von der Ausgestaltung der Gesetze ab. Die genannten (klassischen) Einwanderungsländer leben von der Einwanderung. Also haben sie auch sehr viel striktere Gesetze, als andere Länder, die eben nicht "klassische Einwanderungsländer" sind, haben müssen.

Außerdem gehst du von einem großen Missverständnis aus: "Asyl" ist NICHT "Einwanderung".

Auch in den von dir genannten Ländern kann man jederzeit Asyl beantragen. Selbst dann, wenn die "Einwanderungs-Vorschrift" den betreffenden Personen die Einwanderung nicht gestatten würde.

Doch wenn es um reine Zuwanderung geht, dann sollte diese auch der Gesellschaft dienen können. Dabei gebe ich dir Recht, dass Religion, Hautfarbe, etc. keine Kriterien sein sollen und dürfen. Doch die Bevorzugung von "nützlichen Fähigkeiten" zum Nutzen der Gesellschaft, ist ein zwingendes Muss, wenn die Gesellschaft selbst ausbalanciert bleiben soll.

Kommentar von BTyker99 ,

Hallo, danke für die Antwort.

Ich sehe ein, dass jedes Land, in das eingewandert wird, ein Einwanderungsgesetz braucht, bin aber auch der Meinung, dass wenn es sich um erzwungene Einwanderung handelt, wie in Deutschland ("replacement migration") und man eigentlich kein Einwanderungsland sein möchte, dann sollte es für uns nicht nötig sein.

Dass Asyl nicht das gleiche ist wie Zuwanderung ist mir eigentlich durchaus bewußt, auch wenn ich nicht jedes Detail in der Gesetzgebung kenne. Im Falle der aktuellen Flüchtlingsströme ist es aber offensichtlich so, dass das Beantragen von Asyl nur als Grund vorgeschoben wird, um eigentlich einzuwandern. Begründung ist, dass vermutlich dem überwiegenden Teil der "Flüchtlinge" klar sein müsste, dass sie kein Anrecht auf Asyl haben, und nur durch Verschleierung des echten Herkunftslandes und der "Flucht"-Route ein Aufenthaltsrecht bekommen. Durch juristische Winkelzüge kann eine Abschiebung bzw. Ausweisung so lange verschoben werden, bis eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung aufgrund des schon lange anhaltenden Aufenthalts vergeben wird. Das ist zumindest mein - teilweise sicherlich unpräzises - Verständnis der Sachlage.

Sie unterstellen mir im letzten Absatz, ich würde die Religion nicht als Kriterium für eine Zuwanderung anerkennen, das ist aber nicht der Fall. Beispielsweise im Falle von solchen Muslimen, die die Gesetze ihrer Religion über "unser" Rechtssystem stellen, würde ich jegliche Zuwanderung ablehnen, da dadurch der innere Frieden gefährdet würde.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Ich sehe ein, dass jedes Land, in das eingewandert wird, ein Einwanderungsgesetz braucht, bin aber auch der Meinung, dass wenn es sich um erzwungene Einwanderung handelt, wie in Deutschland ("replacement migration") und man eigentlich kein Einwanderungsland sein möchte, dann sollte es für uns nicht nötig sein.

Auch - und insbesondere - "replacement migration" erfordert Einwanderungsgesetze. 

Im Falle der aktuellen Flüchtlingsströme ist es aber offensichtlich so, dass das Beantragen von Asyl nur als Grund vorgeschoben wird, um eigentlich einzuwandern.

Nein, das ist eine falsche Annahme. 

  1. Tatsächlich kann JEDER einen Asylantrag stellen. (Auch du könntest jetzt sofort einen Asylantrag in den USA stellen.) 
  2. Dieser Antrag wird von Behörden geprüft.
  3. Wird er akzeptiert, hast du ein "befristetes Aufenthaltsrecht" (im Regelfall 2-3 Jahre) in Deutschland. Wird er nicht akzeptiert, springt der Antragsteller zu Punkt (7).
  4. Danach wird der Asylgrund erneut geprüft.
  5. Wird er erneut als berechtigt bestätigt, etwa, weil die politische Verfolgung in deinem Heimatland noch anhält, bekommst du weiteres Aufenthaltsrecht für - im Regelfall - 2-3 Jahre.
  6. (Hier geht's in die Schleife ab Punkt 4)
  7. Wird der Asylantrag hingegen negativ beschieden, verlierst du umgehend das Aufenthaltsrecht in Deutschland. Meist mit einer Karenzzeit (6 Wochen - 6 Monate).

Diese rekursive Schleife kannst du nur durchbrechen, wenn du dir - wie auch immer - das dauerhafte Aufenthaltsrecht (meist in Form einer Staatsbürgerschaft, seltener in anderen Formen, etwa "Green Card", etc.) besorgst.

Nur - und NUR - dann kannst du "einwandern".

Asyl & Einwanderung sind also strikt voneinander getrennt. Heute schon. Und ein Missbrauch zum Zwecke der Einwanderung ist hochgradig schwierig (etwa durch Scheinhochzeiten, etc.); und gelingt daher kaum jemandem; auch, wenn man es tatsächlich nicht völlig ausschließen kann.

Begründung ist, dass vermutlich dem überwiegenden Teil der "Flüchtlinge" klar sein müsste, dass sie kein Anrecht auf Asyl haben, und nur durch Verschleierung des echten Herkunftslandes und der "Flucht"-Route ein Aufenthaltsrecht bekommen.

Schlechte Begründung. Richtiger ist, dass die Motivation der Leute eher lautet: "Hey, 2, 3 Jahre in Deutschland ist besser, als gar nix."

Sie gehen dabei zumeist von der (irrigen) Voraussetzung aus, dass sie ähnlich gut wie die Deutschen leben können. Dieser Voraussetzungs-Irrtum wird durch die Schlepper, die bekanntlich vom Schleppen leben, noch zusätzlich genährt und am Leben gehalten.

... Bis irgendwann die Enttäuschung einsetzt, weil die Leute auf dem Boden der Realität aufschlagen: Abgeschoben in Heime, die oft völlig von der Außenwelt isoliert werden, nicht arbeiten dürfen, nur ein paar Euro auf der Hand, von denen sie sich all den Luxus, der sie umgibt, nicht leisten können ... und obendrein nicht nur von Xenophoben, sondern auch von den Behörden angefeindet; die allesamt darauf aus sind, sie so schnell wie möglich wieder abschieben zu können.

Unser Außenminister Steinmeier wollte ja schon Afghanistan zu einem "sicheren Herkunftsland" erklären, um so noch leichter und schneller abschieben zu können.

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Auch die Verschleierung des Herkunftslandes nutzt nur sehr bedingt: Sobald die Verhältnisse sich dort beruhigt haben, werden sie dorthin abgeschoben. Selbst, wenn sie eigentlich aus einem ganz anderen Land kommen.

Beispielsweise im Falle von solchen Muslimen, die die Gesetze ihrer Religion über "unser" Rechtssystem stellen, würde ich jegliche Zuwanderung ablehnen, da dadurch der innere Frieden gefährdet würde.

... und das willst du beim Stellen des Einwanderungsantrags ... Wie? ... prüfen? 

Die Beamten, die über die Einwanderung entscheiden, sehen dich vielleicht 2, 3 Stunden. Der Rest wird rein nach Aktenlage entschieden.

Und wenn diese Leute danach über die Stränge schlagen, gibt es in diesem Land immer noch Polizei, Gerichte und andere rechtsstaatliche Mittel, die im Zuge guter Einwanderungsgesetze ebenfalls integrationsorientiert reformiert werden müssten; die aber dann ihren Job erledigen könnten.

Auch hier ist also die Notwendigkeit solider Einwanderungsgesetze offensichtlich, nicht wahr?! 

Kommentar von BTyker99 ,

Hallo, ich habe versucht einige Stichpunkte ihrer Überlegungen per Wikipedia nachzulesen und zu prüfen, ob es für mich logisch erscheint.

In Ihrem 7-Punkte-Plan haben Sie die Möglichkeit der Gewährung von "Subsidärem Schutz" nicht weiter berücksichtigt. Soweit ich weiß, reicht es aus, zu sagen, dass man politisch verfolgt wird, um diesen Schutz zu erhalten, und damit fast gleichwertig mit Menschen, die ein Aufenthaltsrecht haben, zu gelten. Die Art und Weise, wie man die Behörden "austrickst", sind vermutlich durch die heutige Vernetzung jedem "Flüchtling" bekannt, der sich für einen Aufenthalt in Deutschland interessiert.

Laut Wikipedia steht auch subsidär Schutzbedürftigen die Möglichkeit offen, einen dauerhafte Aufenthalt in der EU zu erlangen. Aber egal, ob man nun legal zu einer "Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EU" kommt, oder ob man vor hat, sich von einer Duldung zur nächsten zu hangeln, oder ob man sogar plant dauerhaft illegal in Deutschland unterzutauchen: Aus Sicht der eingereisten Person entspricht das meiner Meinung nach alles eher einer Einwanderung, auch wenn das nicht die offizielle Bezeichnung dafür sein wird.

Dass die Personen nach Beruhigung der Lage im (angenommenen) Herkunftsland dahin abgeschoben werden, ist sicherlich formell richtig, aber es nützt nichts, wenn der entsprechende "Flüchtling" dann kurz vor der Abschiebung einen seiner anderen gefälschten Ausweise zückt, oder sagt, er wäre soeben ohne Ausweis eingereist, und käme aus einem anderen Land, indem aktuell wieder ein Fluchtgrund besteht. Ich traue unserem System also im Endeffekt nicht zu, dass es so funktioniert, wie es das sollte (selbst wenn irgendwann biometrische Verfahren eingesetzt werden, um die Identität eindeutig festzulegen).

Zu Ihrem Kommentar hinter meinem letzten Zitat: Ich persönlich würde das gesamte System völlig anders aufbauen, so dass Problem mit der nicht ausreichenden Beurteilungsmöglichkeit der potentiellen Einwanderer gar nicht auftreten könnte. Davon ausgehend, dass sich die Gesellschaft einig wäre, dass wir keine Einwanderung benötigen, würde ich dafür sorgen, dass es kein Einwanderungsgesetz gäbe, dann hätte sich das Problem mit inkompatiblen Religionen/Kulturen gelöst, oder nicht? Auch möchte ich nicht per replacement migration ersetzt werden. Ich bin der Ansicht, das ein Schrumpfen der Bevölkerung auch positiv gesehen werden kann und dem "Willen" unserer Gesellschaft entspricht.


Kommentar von Unsinkable2 ,

In Ihrem 7-Punkte-Plan haben Sie die Möglichkeit der Gewährung von "Subsidärem Schutz" nicht weiter berücksichtigt. Soweit ich weiß, reicht es aus, zu sagen, dass man politisch verfolgt wird, um diesen Schutz zu erhalten, und damit fast gleichwertig mit Menschen, die ein Aufenthaltsrecht haben, zu gelten.

Subsidiärer Schutz ist eine Erweiterung des Asyl-Rechts. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr. Er gilt dennoch zeitlich befristet bis zum Wegfall der Schutzbedingungen (etwa Abschaffung der Todesstrafe für Vergehen, die der Betreffende begangen hat, etc.). 

Dazu ist - wie bei jeder Erlangung von Schutzrechten - ein ausreichender Grund erklärungsbedürftig. 

Mit anderen Worten: Auch das reicht nicht aus.

Die Art und Weise, wie man die Behörden "austrickst", sind vermutlich durch die heutige Vernetzung jedem "Flüchtling" bekannt, der sich für einen Aufenthalt in Deutschland interessiert. 

Ja, und der Erfolg bleibt dennoch bescheiden: Solange das Asyl-Recht gilt (das schließt auch den subsidiären Schutz ein), gilt ein Arbeitsverbot in Deutschland. Diese Leute verlängern also nur ihren Aufenthalt in den Heimen und anderen Unterbringungen.

Mit anderen Worten: Einwanderung? Fehlanzeige!

oder sagt, er wäre soeben ohne Ausweis eingereist, und käme aus einem anderen Land, indem aktuell wieder ein Fluchtgrund besteht.

In diesem Fall würde er in ein "erweitertes Prüfungsverfahren" rutschen. Er bliebe also unter Arbeitsverbot im Heim und müsste abwarten, ob man ihm glaubt. Da hier bereits eine Lüge zugegeben wäre, würde das Prüfungsverfahren deutlich, nun, sagen wir "harscher" ausfallen. Und im Zweifelsfall kann die Behörde auch das zuerst angegebene Land als "Abschiebungsland" wählen. Die Behauptung der Lüge müsste also belegt werden. 

Sollten dabei "urplötzlich doch Papiere auftauchen", die das zweite Land als "wahres Ursprungsland" bestätigen, wäre das Asylverfahren umgehend abzubrechen, da Asyl-Anträge ZWINGEND Ehrlichkeit voraussetzen. Ein solcher Betrüger könnte also nur zwischen Regen oder Traufe wählen.

Mit anderen Worten: Einwanderung? Keine Chance!

Davon ausgehend, dass sich die Gesellschaft einig wäre, dass wir keine Einwanderung benötigen ...

... würdest du schon den ersten Fehler machen. Tatsächlich behaupten mehr als 75 Prozent der Deutschen, dass Einwanderung nicht nur "kein Problem", sondern sogar "nützlich" wäre.

Du müsstest also zuerst eine Diktatur und dann Meinungsverbote etablieren, um deiner Annahme folgen zu können.

dann hätte sich das Problem mit inkompatiblen Religionen/Kulturen gelöst, oder nicht?

Es gibt keine "inkompatiblen Religionen/Kulturen". Es gibt nur - mit Verlaub - Idioten, die glauben, den Stein der Weisen zu besitzen.

Die ganze Welt lebt von Wanderungsbewegungen. Deine Ahnen sind selbst mit 30%-iger Wahrscheinlichkeit Osteuropäer gewesen. Danke also den Vorfahren deiner Vorfahren, dass sie nicht auf diese naiven Gedanken gekommen sind, auf die du jetzt kommst. ;) Denn dann wärst du heute vielleicht Russe, Serbe oder Pole; aber nicht Deutscher. ... Allerdings wäre das auch eine Art, das "Problem", das du zu erkennen glaubst, zu lösen, hm?!

Auch möchte ich nicht per replacement migration ersetzt werden.

Du vielleicht nicht. 800.000 andere Deutsche haben damit jedes einzelne Jahr nicht das geringste Problem. Sie packen ihre Sachen und ziehen in irgendein anderes Land. Und auch die Fertilisierungsrate von aktuell 1,3 reicht nicht aus, um die notwendige Bevölkerungs- respektive Erwerbstätigenzahl in Deutschland nachhaltig aufrecht zu erhalten.

Es gibt also schon mal zwei gute Gründe für "replacement migration".

Und für mich gibt's noch einen ganzen Haufen mehr: Nicht beim Döner angefangen; und nicht bei meiner Kfz-Werkstatt endend.

(Vielleicht solltest du den Begriff auch noch einmal nachschlagen? Möglicherweise lernst du ja auch an dieser Stelle noch etwas Neues?)

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ich habe versucht einige Stichpunkte ihrer Überlegungen per Wikipedia nachzulesen und zu prüfen, ob es für mich logisch erscheint.

Na, da haben wir ja immerhin etwas erreicht. Auch, wenn es ziemlich befremdlich wirkt, dass du erst NACH deiner Frage anfängst, nachzudenken...

Kommentar von BTyker99 ,

Dass das erweiterte Prüfungsverfahren "harscher" ausfallen würde, weil der Bewerber der Lüge überführt werden würde, habe ich schon in meiner letzten Antwort dadurch eingeschränkt, dass er durch einen neuen Pass eben nicht der Lüge überführt werden würde. Er wäre für die Behörden eine völlig andere Person, die bisher überhaupt nicht in deren Unterlagen auftaucht.

Dass diese Einwanderer zum Arbeiten nach Deutschland kommen, habe ich auch niemals behauptet, und ich gehe eher davon aus, dass das für die meisten nicht zutrifft. Auch viele Deutsche haben schon kein Interesse zu arbeiten, warum soll das bei den Einwanderern anders sein?

"Tatsächlich behaupten mehr als 75 Prozent der Deutschen, dass
Einwanderung nicht nur "kein Problem", sondern sogar "nützlich" wäre." - das haben Sie sich natürlich ausgedacht, oder gibt es eine Quelle dazu? Selbst wenn das so wäre, würde das sicherlich nicht für die von mir genannten Einwanderer (nach umgangsprachlicher Definition) gelten, die zum großen Teil Analphabeten sind und zumindest keine für Deutschland wertvolle Ausbildung haben.

"Es gibt keine "inkompatiblen Religionen/Kulturen"." - damit verkennen Sie die Probleme, über die aktuell vielerorts in Europa diskutiert wird.

Ihre Begründung für eine replacement migration teile ich, wie schon zuvor geschrieben, nicht. Für mich ist ein Rückgang der Bevölkerung ein erwünschtes Phänomen, andernfalls wäre es ohne Probleme möglich, die Kinderfreundlichkeit in diesem Land zu erhöhen, so dass die Menschen mehr Nachwuchs bekämen. Dass die Wirtschaft den Konkurrenzkampf in der Arbeiterschaft anfeuern möchte, ist mir bekannt, aber auch das halte ich für gesamtgesellschaftlich nicht für wünschenswert.

Über ihrer Kfz-Werkstatt habe ich keine weiteren Informationen, daher kann ich dazu nichts sagen.

Für mich wirkt ihr letzter Kommentar stark idiologisch geprägt, und ich habe den Eindruck, dass Sie mich persönlich angreifen wollen ("Idioten", der letzte Satz, und ihre ganze bemutternde Art zu schreiben). Auch sind sie nicht wirklich auf meine Ausführungen eingegangen indem sie allen "Einwanderern" Ehrlichkeit unterstellen, die sie in der Realität in der Form nicht finden werden und dabei übersehen (wollen), dass die Gesetzgebung keine Mittel hat, um gegen Betrug gefeit zu sein.
Ich denke mitlerweile, Sie wollen mich "verschaukeln". Bedeutet ihr
Expertenstatus eigentlich, dass Sie hier fest angestellt sind?

Da Sie sich sicherlich noch weiter im Kreis drehen wollen, sehe ich das Gespräch damit als beendet an.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Er wäre für die Behörden eine völlig andere Person, die bisher überhaupt nicht in deren Unterlagen auftaucht.

Wir haben also gemeinsam herausgearbeitet, dass Deutschland dringend bessere Einwanderungsgesetze braucht, die auch solche und ähnlich gelagerte Fälle behandeln können. ... Das ist doch schon mal ein Fortschritt, BTyker99. Weiter so!

Von der Ausnahme jedoch auf die gesamte Gruppe zu schließen, halte ich allerdings für ausgesprochen gewagt. Kannst du denn wenigstens belegen, dass es sich mehrheitlich um Betrug handelt? Oder ist das eher "Stammtisch-Propaganda", BTyker99?

Dass diese Einwanderer zum Arbeiten nach Deutschland kommen, habe ich auch niemals behauptet, und ich gehe eher davon aus, dass das für die meisten nicht zutrifft

Und diese Voraussetzung basiert auf ... Worauf? ... Vermutungen? Statistiken? Religiösem Glauben? Bierseliger Stammtisch-Propaganda?

Auch viele Deutsche haben schon kein Interesse zu arbeiten, warum soll das bei den Einwanderern anders sein?

Dazu hat das IWD im Jahr 2002 eine Erhebung gemacht: Ca. 5% der deutschen Erwerbsfähigen sind erwerbsunwillig. 

Da du hier Schlussfolgerungen gestattest, können wir also davon ausgehen, dass round about 95% der - von dir so bezeichneten - "Einwanderer" (tatsächlich sind es vor allem Asyl-Bewerber) arbeitswillig sind.

Das sind zwar immer noch "viele Unwillige", doch das deutsche Sozialsystem dürfte mit rund 75.000 bei ca. 1,5 Millionen - von dir so bezeichneten - "Einwandern" wohl kaum ein Problem haben. Noch dazu, da hier davon ausgegangen wird, dass alle 1,5 Millionen "Einwanderer" wirklich erwerbsfähig sind, was bekanntlich eine sehr großzügige Annahme ist.

Ihre Begründung für eine replacement migration teile ich, wie schon zuvor geschrieben, nicht.

Darauf wies ich dich prophylaktisch schon im vorherigen Beitrag hin: Erkundige dich bitte, was der Begriff bedeutet! Dann wirst du schnell feststellen, dass du dich auch an dieser Stelle grundlegend (vorsätzlich?) irrst.

ich habe den Eindruck, dass Sie mich persönlich angreifen wollen 

Fühlst du dich einer solchen Gruppe, die sich im Besitz des Steins der Weisen wähnt, denn zugehörig, BTyker99? Oder habe ich es einfach nur zu anspruchsvoll ausgedrückt? Soll ich es vielleicht schlichter formulieren, damit du es besser verstehst?

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sehe ich das Gespräch damit als beendet an.

Nichts anderes habe ich erwartet, BTyker99. Du kommst mit deinen plakativen Falschbehauptungen nicht weiter. Folglich "brichst du das Gespräch ab". 

Ich, ganz persönlich, bedaure, dass es mir wieder nicht gelungen ist, jemanden zum Nachdenken zu bewegen. Aber man kann nicht immer gewinnen, nicht wahr?! Und wenigstens ist es mir gelungen, dich ein, zwei Mal zum Nachschlagen zu bewegen...

Antwort
von atzef, 19

Falsch.

Wir haben Einwanderungsgesetze (Aufenthaltsgesetz). Die sind sogar weit schärfer und restriktiver als in Kanada oder in Neuseeland. Wir brauchen auch keine liberaleren, weil die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit imWesentlichen ausreicht, um den Bedarf an zusätzlichen qualifizierten Arbeitskräften sicherzustellen.

Die Flüchtlinge wiederum sind keine Zuwanderer, sondern im Kern nur temporär in der Bundesrepublik, solange die Fluchtursachen andauern. Ihre Bleibe stellt keine grundsätzliche Zuwanderung dar, sondern ein temporäres Verweilen aus humanitären Gründen und hat mit "Einwanderung" nicht viel zu tun.

Kommentar von BTyker99 ,

Soweit ich weiß, ist es jedoch "üblich", den Grund Asyl beantragen zu wollen vorzugeben, wenn man eigentlich einwandern will, auch wenn man keinen Asylgrund hat und vermutlich auch dem Aufenthaltsgesetz (das ich noch nicht kenne) nicht stand halten würden. Das ist im letzten Jahr anscheinend millionenfach bereits passiert, da es mitlerweile bekannt ist, wie man das deutsche System juristisch aushebel kann. Dass wir keine Fachkräfte benötigen, entspricht auch meiner Auffassung.

Was den temporären Aufenthalt angeht: Ist es nicht so, dass nach 2-3 Jahren aufenthalt automatisch eine deutsche Staatsbürgerschaft (nach entsprechender Prüfung von Sprachkenntnissen ect) angeboten wird? Meinem Gefühl nach, und auch nach vielen Aussagen von Politikern, werden wir die meisten illegalen Einwanderer nicht mehr los.?

Kommentar von atzef ,

Nein. Eine deutsche Staatsbürgerschaft kann man regelmäßig erst ach ...ich meine 8 Jahren Aufenthalt mit Daueraufenthatsgenehmigung !!! beantragen.

Einwanderung über das Asylrecht ist nicht möglich. Besteht man das Asylverfahren nicht, bekommt man auch keine Aufenthaltsgenehmigung. Vielmehr droht die Abschiebung. Maimal könnte man eine Duldung (Aussetzung der Abschiebung) erreichen.

"Millionenfach" ist im letzten Jahr gar nichts passiert. :-)

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