Frage von shapesandcolors, 67

Warum verhält Word sich so willkürlich mit Absatzkontrollen über Fußnoten?

Es handelt sich um einen fortlaufenden Fließtext. Absätze zwischen Sätzen gleicher Formatierung sind aus und joa... Also der Text verändert sich nicht, aber er wird bei einer neuen Zeile gleich auf die nächste Seite geboxt. Ich weiß nicht, wie ich das ändern kann. Manchmal fällt es ja nicht so stark auf aber diesmal ist es wirklich seltsam. Als wäre es absicht.

Hab ein Bild eingefügt um zu zeigen, was ich meine. Es sind beide Male wirklich Texte, die ganz normal weiterlaufen.

Kann man da irgendwie einen Abstand vorgeben? Also zwischen Fußnote und Fließtext und evtl auch zwischen Fußnote und Fußzeile (Seitenzahl)...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BerchGerch, 35

Hallo,

die Absatzkontrolle verhindert sogenannte Hurenkinder und Schusterjungen. Was das ist, kannst du hier nachlesen:

http://www.studium-und-pc.de/hurenkind-und-schusterjunge.htm

Das heißt, dass Word den Absatz immer dann auf die nächste Seite schiebt, wenn auf der ersten der beiden Seiten entweder die erste Zeile des letzten Absatzes unten auf der Seite stehen bleiben würde (Schusterjunge), oder wenn oben auf der Folgeseite die letzte Zeile des letzten Absatzes einer Seite als einzige Zeile stehen bleiben würde (Hurenkind).

Außerdem können in einem Text mit Fußnoten die Fußnoten im Text und unten auf der Seite ausschlaggebend sein. Wenn Word am Ende einer Seite nicht mehr genügend Platz für mindestens zwei Zeilen eines Absatzes hat, wird der Absatz und dann auch die Fußnoten in diesen Zeilen auf die nächste Seite geschoben.

Dadurch können mehr oder weniger große Lücken am Ende einer Seite entstehen. Diese können übrigens noch größer werden, wenn die Optionen Nicht vom nächsten Absatz trennen und Diesen Absatz zusammenhalten aktiviert sind.

Was die einzelnen Absatzoptionen bewirken, kannst du übrigens hier nachlesen:

http://www.holgermatthes.de/diplom-reader/word/zeilen\_seitenumbruch.php

Das Verhalten von Word ist also keinesfalls willkürlich. Word verhindert bei der Absatzkontrolle nur um jeden Preis, dass entweder eine einzelne Zeile unten auf einer Seite oder eine einzelne Zeile oben auf der Folgeseite steht. Es müssen also bei eingeschalteter Absatzkontrolle mindestens zwei Zeilen unten auf einer Seite oder oben auf einer Folgeseite stehen bleiben, sonst schreitet Word ein und schiebt den Absatz auf die nächste Seite.

Willst du das verhindern, musst du die Absatzkontrolle ausschalten. Dann kannst du auch sehen, dass bei ausgeschalteter Absatzkontrolle zwar deine Lücken am Ende der Seiten kleiner werden, aber sofort Hurenkinder bzw. Schusterjungen entstehen.

Wieviel auf eine neue Seite geschoben wird, hängt einzig und allein vom Platz auf einer Seite und von der Textmenge ab, ist jedoch nicht steuerbar. Mann kann die Absatzkontrolle oder die weiteren Absatzoptionen entweder einschalten oder deaktivieren, mehr geht aber nicht.

Gruß, BerchGerch

PS: Mir ist beim Lesen deiner Quellenangaben aufgefallen, dass du zwischen S. und der Seitenangabe keine Leerzeichen hast. Vielleicht hast du diesbezüglich ja besondere Vorgaben, aber eigentlich gehören da Leerzeichen hin, also nicht S.62, sondern S. 62. Außerdem sollten am Anfang eines Fußnotentextes die Buchstaben groß geschrieben werden, also Vgl. und Ebd.

Kommentar von shapesandcolors ,

hab sie bisher immer klein geschrieben und es wurde mir nie angekrittelt 🙄 Solang das System stringent ist ist es den Profs so ziemlich egal. In die Fußnote soll laut Styleguide die Jahreszahl auch hinter den Buchtitel, ich mach sie aber hinter den Autornamen, weil ich dann mit den Seitenzahlen keine Verwirrung stifte. 

Davon abgesehen, habe ich sie gerade eh abgegeben. Inhaltlich und syntaktisch ist sie auf jeden Fall frei von Mängeln. Hab ca 1 Woche lang Korrekturgelesen. Das mit der Absatzkontrolle ist nur Interesse halber. Ich schau mir deine Links nachher mal an :) danke

Kommentar von BerchGerch ,

Ja, letztlich hängt das auch nur vom Korrektor ab, wie "streng" das gehandhabt wird.

Meine Dozenten auf der Uni waren da halt sehr streng und haben auch extra darauf hingewiesen – und eben korrigiert, wenn wir am Beginn des Fußnotentextes klein angefangen haben.

Es ist ja nicht so, dass man das nicht auch in wissenschaftlichen Abhandlungen unterschiedlich sieht: Manche Verfasser schreiben hier klein, manche groß.

Die Jahreszahl in Klammern an den Anfang zu stellen, ist übrigens ein gängiges System in der Linguistik. In der Literaturwissenschaft schreibt man sie eher ans Ende.

Kommentar von shapesandcolors ,

ja, das habe ich auch schom gesehen :) bin ja auch schon im 6. Semester.. Ich find es am Anfang wie gesagt schöner, weil ich persönlich verwirrt bin, wenn am Ende noch die Seiten/ Zeilenzahlen stehen^^ Den meisten Dozenten ist es halt wirklich egal solang sich das System nicht ändert.

Kommentar von BerchGerch ,

Freut mich, dass ich dir helfen konnte :-) Vielen Dank für den Stern!

Antwort
von ernkie, 32

Schalte mal die Formatierungssymbole ein. (siehe Grafik)

Diese Ansicht hilft Dir sicher weiter - ansonst lade einen Print Screen mit den angezeigten Symbolen zu Deiner Frage

Kommentar von shapesandcolors ,

Ich schau nachher mal... Die Symbole kenn ich aber ich weiß ja, wo ich Leerzeichen und Absätze habe und wo nicht.

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