Wieso bekommt man im Sommer leichter einen Sonnenbrand als im Frühling? Natürlich, die Sonne brennt stärker, aber eigentlich ist die Sonne doch immer gleich heiß? Ist sie dann näher an der Erde oder woran liegt das?

In der Tat, bapsi, die Sonne ist immer gleich heiß - was ein Glück.
Ganz von vorne:
Die Sonne geht morgens im Osten auf, steigt immer höher bis zum Mittag, und sinkt nachmittags in westlicher Richtung zum Horizont und geht schließlich unter.
So - das ist ja allgemein bekannt.
Im Winter erreicht die Sonne eine Mittagshöhe von gerade mal ca. 17° über dem Südhorizont (Frankfurt).
Am 21. März sind es 40° Mittagshöhe über dem Südhorizont und am 21. Juni ca. 63°.
Da kommt dann die Sonne fast senkrecht von oben, die Sonnenstrahlen durchdringen die Luft auf kurzem Weg.
Das bedeutet, dass nur wenig UV-Strahlung ausgefiltert wird. Im Winter, bei 17° muss das Sonnenlicht den dreifachen Weg durch die Atmosphäre nehmen, im Frühling den 1,5-fachen Weg.
Wenn die Sonne höher steht als 45°, also mein eigener Schatten kürzer ist als meine Körpergröße, steigt die Sonnenbrandgefahr rapide an!
Das gilt fürs "flache Land".
Im Hochgebirge beim Bergwandern und Skifahren, oder auch am Wasser kommen noch andere Effekte hinzu, auf die ich hier aber nicht näher eingehe; es ging ja um den jahreszeitlichen Einfluss.
Ach ja, noch was:
Die Erde steht am 3.Januar der Sonne am nächsten, und am 5. Juli ist sie am weitesten entfernt!
Alles klar?
Gruß
DC

Eigentlich ist es umgekehrt. Die Sonnenbrandgefahr ist im Frühling viel größer, als im Sommer. Im Frühling sind die Meisten viel Leichtsinniger, als im Sommer.

Also ich bekomme auch im Frühling einen Sonnenbrand wenn ich ungeschützt in der Sonnne bin. Und ich brauche dazu noch nicht mal sehr lange!
Putze am 3. Mai 2008 00:05 bapsi, Deine These stimmt nicht. Im Frühling scheint vielleicht nicht soviele Stunden die Sonne am Tag. Aber wenn sie da ist verbrennt sie dich unabhängig von der Jahreszeit.
weil man erst mal das alte Sonnenöl verbraucht und dann nicht daran denkt Neues zu kaufen. Wenn man es gekauft hat, dann ist der Sommer bald vorbei und man hat Sonnenöl übrig - und nun siehe zum Anfang der Antwort :-)
frijola am 3. Mai 2008 00:15 du triffst den nagel auf den kopf!

du hast die frage doch schon selbst beantwortet!
Brigitta am 3. Mai 2008 00:25 DH

Ich fürchte, es ist genau umgekehrt: im Frühling konnte die bis dato dick verpackte und zumeist blasse Winterhaut noch nicht genug Eigenschutz (=Bräune) produzieren; außerdem reckt jeder Nase, Beine und andere Körperteile unzulässig lange in die ach so schöne Lenzsonne und läßt sich gern von den ersten Strahlen durchwärmen, ohne an entsprechenden Schutz zu denken.
Ja..genau wie du sagst. Dazu kommt vielleicht noch das man, wenn auch unbewusst, im Hochsommer noch öfter halb nackend rum rennt als im Frühling.
wo rennst du rum - ich will gucken.... ;-)
Das ist die einzig richtige Antwort. Schade, dass soviele falsche Antworten auch einen Daumen bekommen haben.
super erklärt, drcharlie! DH