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Warum tut niemand etwas gegen die Auslaugung der brasilianischen Böden für den Klimaschutz?

gefragt von jheartjheart am 17.08.2007 um 15:06 Uhr

Es geht um den Anbau von Pflanzen (z.B.) Zuckerrohr zur Ethanolgewinnung. Dieses Thema ist besonders prekär, da darin teilweise eine Lösung des Umweltproblems gesehen wird.

Noch vor einem halben Jahr habe ich eine Reportage zu diesem Thema gesehen, in der ausschlielich positiv über diese Möglichkeit alternativer Energien berichtet wurde.

Tatsächlich werden unmengen von Pestiziden eingesetzt, Menschen erkranken, Monokulturen von gigantischen Flächen bedrohen fruchtbare Kulturlandschaften. Diese Flächen laugen aus. Wenn sie auf diese Weise in zehn oder zwanzig Jahren zu Wüsten gemacht worden sind, hat man der Umwelt damit einen Bärendienst erwiesen.


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Indy72
beantwortet von Indy72 am 17. August 2007 15:18
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Ich tue nichts dagegen, denn:

  • Wenn Weiden in Zuckerrohrfelder umgewandelt werden, dann ist es aus meiner Sicht ok. Oder sollte man sich eher über neue Erdölfelder freuen? Die Zuckerrohrindustrie in Brasielien beschäftigt zumindest Millionen von Menschen zum Mindestlohn, die sonst arbeitslos wären.

  • Wenn Urwälder gerodet und in Anbauchflächen umgwandelt werden, dann ist dafür die brasilianische Regierung zuständig und die greift schon hart durch.

  • Tust Du etwas dagegen?

Kommentar von 4360f49511b260ead77411a815a303d5smallschildi am 17. August 2007 15:23

3 Punkte ich stimme in keinem zu!

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 17. August 2007 16:27

Was habe die Ölfelder mit den Zuckerrohrfeldern zu tun? Wenn irgendwo Öl zu holen ist, dann wird es auch gefördert, egal wer gerade auf den Feldern gearbeitet hat.

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 17. August 2007 16:41

Dir Regierung Lula Da Silva hat sich eine ökologische Wende auf die Fahne geschrieben. In diesem Sinne

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 17. August 2007 16:46

Wird der Aufbau der Bioenergiesparte gefördert, zumal beim Anbau von Zckerrohr Millionen von ungebildeten Armen eine dauerhafte Beschäftigung finden. Dagegen können in der Erdölindustrie nur wenige Fachleute und speialisten arbeiten.

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 17. August 2007 16:55

Selige Regierung nimmt den Umweltschutz sehr ernst. Da zieht die Montan- oder Agrarindustrie schon mal den Kürzeren. Die Eruopäer und auch wir Deutschen sollten vielmehr den Hut vor Brasilien ziehen, so wie man dort trotz knapper Ressourcen auf eine sehr ideenreiche Weise. für den Umweltschutz kämpft. Immerhin fahren die meisten Fahrzeuge in Brasilien mit Bioäthanol und nicht mit Erdölprodukten.

Kommentar von Simple_avatar4smalljheart am 17. August 2007 19:14

Das ist rein interessengetrieben.

Es ist ja kein Zufall, dass die Ethanolerzeugung bei den hohen Ölpreisen wieder aufgenommen wurde. Daher ist es der brasilianischen Regierung auch sch... egal, wieviel Agrarland oder Regenwald vernichtet wird.

Aber ich denke Greenpeace und Co haben das Problem Gott sei Dank schon erkannt und werden die entprechende "Awareness", die noch zu fehlen scheint schon noch schaffen.

Kommentar von Dc4c79131239cf3453f777d2db32e0fdsmallIndy72 am 18. August 2007 08:51

Das momentan zunehmend Agrarflächen für den Zuckerrohranbau umgewidmet werden ist wohl klar. Dies wird auch von der Regierung in Brasilia nicht verboten werden. Allerdings gibt es in Brasilien schon seit einigen Jahren sher strenge Gesetze, die das Abholzen und zersiedeln von Waldflächen stark einschränken, regeln und in Fälen von Reservaten gänzlich verbieten. Übrigens steht der Naturschutzbehörde ein gebrürtiger Deutscher vor.


anonym
beantwortet von litti am 17. August 2007 15:23
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fuer diese konokulturen sind meistens grosse amerikanische konzerne verantwortlich die mit genmanipulierten getridesamen handeln und sie entwickeln. gegen diese voezugehen ist sehr schwer, es steckt einfach zu viel geld dahinter.

Kommentar von E7dce13339e161ee50a3badb7e1756ecsmallemjay am 17. August 2007 16:23

Die Amis haben überall ihre Finger im Spiel. Wenn es um rücksichtslose Ausbeutung der Natur geht, dann stehen sie immer ganz vorne an. Solang der Rubel rollt gehen die über Leichen.


schildi
beantwortet von schildi am 17. August 2007 15:36
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Man müsste was tun aber irgendwie ist man so machtlos


waldmeister
beantwortet von waldmeister am 18. August 2007 11:56
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wenn diese plantagen(monokulturen) mal stehen, ist es eh schon zu spät für den boden. mit der rodung des regenwalds, verschwinden gleichzeitig die nährstoffe, die in einem intakten ökosystem kreisen. die restlichen, die sich im boden befinden werden dann sehr schnell ausgewaschen.

und der umweltschutz geht deswegen so schleppend vorwärts, weil wirtschaftliche interessen nun mal immer vorrang haben. das wichtigste ist, dass profit eingestrichen werden kann. wie überall halt.


daddbr3
beantwortet von daddbr3 am 19. August 2007 00:41
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Aber Leute: Wir tun doch was! Zahlen wir nicht für den Erhalt der Regenwälder?

Wer bekommt das Geld?

Wer freut sich, dass wir bezahlen und nicht die durchaus zahlreichen reichen Brasilianer?

Nur zu Ihr naiven Umweltschützer und Bewahrer der Welt - zur Freude aller kuruppten Politiker dieser Erde!

Natürlich zahlen wir auch die ordnungsgemässe Verschrottung verrostender Atom-U-Bote in der ehemaligen UDSSR. Ja wir zahlen auch die Ummantelung des Atomreaktor in Tschernobil.

Ja die Ultra-Milliardäre Russlands trinken ein Hoch auf uns Idioten.

Aber es sind ja nur unsere Steuermilliarden - wir habens ja - wir sind ein reiches Land- wir haben Harz und seine Kompanions.... Unser Ex-Kanzler wird sicher gut bewirtet in Russland - als Topmanager.....


Kommentar von 00b109e35d80737b7a255a5c95e263b6smallwaldmeister am 21. August 2007 19:52

wieso sind umweltschützer naiv? ich find umweltschutz is wichtig u richtig. als(wenn auch geringes)ausgleichsgewicht zur alles diktierenden wirtschaft. wir sollten uns als teil der natur verstehen u nicht als herrscher darüber.

Kommentar von Simple_avatar5smalldaddbr3 am 21. August 2007 20:11

Du hörst ja den Zynismus aus meiner "Provokation". Ich behaupte nur, dass die wirklich Schuldigen in den Ländern, denen wir den Umweltschutz zahlen sich darüber freuen und weiter Ihre Millionen einsammeln oder sich sogar an unseren Zahlungen bereichern. Solange unsere Politiker mit diesen kuruppten Führern (und Mördern) dieser Länder an einen Tisch setzen, wird sich wenig ändern.

Kommentar von 00b109e35d80737b7a255a5c95e263b6smallwaldmeister am 21. August 2007 21:24

ist das so, dass wir deren umweltschutz zahlen? umweltschutz kann nicht nur aus (steuer-?)zahlungen bestehen. er muss hauptsächlich aktiv vor ort betrieben werden u das meistens ehrenamtlich o unterstützt mit spenden(zb greenpeace). die "wirklich schuldigen" müssen überzeugt, oder politisch ausgehebelt werden.

Kommentar von Be52048053b36ad00e5963c780371676smallharveyoswaldt am 1. Oktober 2007 21:58

> die Ultra-Milliardäre Russlands trinken ein Hoch auf uns Idioten

wenigstens einer, der die Sachlage voll erfasst hat :) jawohl so ist es. Russland ist ein Land der Oligarchen, die sich dank Putin & Co die Taschen und die Wänste füllen, geben indes keinen müden Rubel für Uweltschutz aus, nein das darf der Deutsche Michel tun


harveyoswaldt
beantwortet von harveyoswaldt am 3. Oktober 2007 18:07
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warum wird Biokraftstoff im ehemaligen Regenwald in so großem Stil, hierzulande aber kaum angebaut und erzeugt? warum wird Biokrafstoff hierzulande so vehement schlechtgeredet?
Die Antworten drehen sich um Interessengruppen, nicht um die Umwelt selbst. in Südamerika machen große korrupte Konzerne das Geschäft. In Deutschland allerdings versucht man mit aller Vehemenz zu unterbinden daß ein Landwirt für seine Erzeugnisse gerecht bezahlt wird. Wie sonst ist zu erklären, daß zB. der Nestlé-Chef völlig bizarre Sachverhalte von sich gibt, die beweisen sollen wie nutzlos der Anbau von Energiepflanzen sein soll? es ist dummes Zeug was er sagte. wen wunderts? ein Konzern wie Nestlé lebt ja von der Verarmung der Bauern.

Wenn man doch mal aufhören würde das Volk zu verdummen und endlich mal aufzuklären und zwar sachlich


daddbr3
beantwortet von daddbr3 am 2. Oktober 2007 11:06
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Das mit dem Bio-Alkohol ist ein fauler Trick. Ich habe 5 Jahre in Brasilien gelebt - zu Beginn der Alkohol-Revolution. Mit viel Subventionen - kennen wir ja von hier auch - wurde das hochgezogen und ist vermutlich auch heute noch subventioniert.

Am Anfang waren die Banken und Großindustrie stark investiert. Die riesigen Landflächen - auch wenn nach ein paar Jahren kaputt - bleiben ja in dem Besitz der durch steuergelder unterstützten Investoren und sind kein schützenswerter Urwald mehr. Beschissen wird immer die Masse der dummen Steuerzahler - und das besonders in den koruppten Ländern.

Also, wenn schon Sonnenenergie - dann doch bitte direkt über Solarzellen auf Wüstenflächen und auf Hausdächern und nicht über den Umweg künstlicher Biomasse. Auch das würde Arbeitplätze bringen und das Problem an der Wurzel lösen. Im Fernsehen erst eine Zahl gehört: ca. 300 qKm würden reichen um den gesamten Energiebedarf der Erde zu liefern.


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