Frage von mrspecial88, 31

Warum tut es so weh altes zu verlassen?

Hey warum tut es denn so weh wenn man gewohnheiten verlässt beziehungsweise eine stadt wo man liebt.

Ich muss wahrscheinlich bald wegziehen und habe so angst davor... Was kann man dagegen tun?

(von zuhause ausziehen) und man weiß wahrscheinlich wird man nicht zuruckkehren können weil das Haus dann weg ist so traurig

Antwort
von baghera, 4

Warum tut es so weh altes zu verlassen?

meine theorie ist, dass das, was den schmerz ausmacht, eine frage der aktiven bzw. passiven seite eines aufbruchs ist.

jemand, der nicht weg will, aber muss, steht auf der passiven seite: die umstände brechen über ihn herein und er muss sich fügen. alles, dem wir uns fügen müssen, verursacht schmerz, kummer, traurigkeit wie jede trennung, die nicht gewollt ist, egal wovon. und getrennt zu werden ist meistens schlimmer für das herzchen als sich selbst zu trennen.

jemand, der aber auf der aktiven seite des aufbruchs steht, hat das heft des handels in der hand. er will dieses neue, unbekannte mehr als das alte vertraute.

solange die alte haut noch passt, wird sich der mensch darin wohl- und sich bei verlust nackt und furchtsam fühlen. wem die alte haut aber zu eng geworden ist, freut sich auf jede art des auf- und ausbruchs.

nun scheinst du eher auf der seite zu stehen, die sich fügen muss und das ist für die wenigsten angenehm. das unabänderbare zu akzeptieren, könnte ein 1. schritt sein, damit nicht mehr zu hadern. damit ist man zwar immer noch nicht glücklich, verlässt aber das eigene gefängnis des widerwillens und damit einigen stress, der einen darin hindert, in eine kreative phase der eigenen lebensgestaltung einzutreten.

wie hier schon gesagt wurde: im nachhinein ist man oft glücklich darüber, dass alles so gekommen ist, wie es kam. bis dahin such dir trost bei jemandem/ etwas, dass dir diesen übergang leichter machen kann. vllt. trösten dich erstmal zeilen aus dem gedicht von hermann hesse:

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.


Antwort
von CookieAndCreamy, 13

Ich glaube, man vermisst eher die Erinnerungen und schönen Momente. 

Denk positiv - in der neuen Stadt kannst du was neues anfangen! Vielleicht wird es sogar lustiger und schöner! :)

Antwort
von Silbermond6312, 17

Oftmals fällt es so schwer, weil man die alten, schönen Erinnerungen nicht loslassen will. Man will an glückliche Tage zurückdenken und hat Angst, dass es in der neuen Heimat ganz anders wird und man diese schönen Erinnerungen vergisst. Man will, dass alles so bleibt wie es ist bzw. wie es war.

Antwort
von rommy2011, 6

veränderung bringt oftmals positives mit sich, von dem man gar nichts ahnte. so ging es mir im leben schon öfters. einmal durch umzug von der kleinstadt in die großstadt, dann von einer firma in der ich gerne gearbeitet habe aber mit meinem chef nicht auskam . die großstadt hatte für mich damals ohne familie den vorteil, dass ich zu fuss überall hin kam bzw. mit allen u+s-bahnen, ich wohnte so zentral, dass ich ins büro laufen konnte oder mit dem fahrrad ruck zuck da war. auch innerbetriebliche veränderungen haben sich nach anfänglichen bedenken oftmals ganz schnell aufgelöst.

sei positiv eingestellt, sperr dich nicht gegen neues !

Antwort
von MinusLmilchkuh, 7

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, was ihm bekannt erscheint ängstigt ihn nicht und er lässt sich nieder.

Wenn du also lang genug in der anderen Stadt wohnst, arbeitest und alles erkundet hast, wirst du dich auch an ein Leben dort gewöhnen.

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