Frage von Alulula, 23

Warum tun wir nichts gegen die Erderwärmung, wenn wir doch wissen was auf uns zukommt?

Hallo,

Ich frage mich immer wieder warum wir nichts gegen die globale Erwärmung tun. Weil man könnte doch schon als einzelne Person helfen, indem man z.B ein Elektroauto fährt. Man kann doch helfen wieso ist das so vielen egal? Viele denken sich, dass die Welt ja erst in vielen Generationen zerstört ist. Aber warum sollte man warten, wenn man doch jetzt was tun kann? Später ist es zu spät. Wieso sollte man seinen Nachkommen die Möglichkeit verbauen genauso gut zu leben wie wir? Warum tun wir nichts gegen die globale Erwärmung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von xxTOxx, 9

Weil der Mensch (die meisten zumindest!) grundsätzlich faul ist und  es gerne bequem hat. Die meisten sehen auch einfach weg und wollen nicht kapieren, dass die Welt bereits untergeht. Sie wollen sich für nichts anstrengen bzw. sich die Mühe machen, weil dann immer die Ausrede kommt (ich bin nicht heilig, habe sie auch schon benutzt)

"Es ist doch sowieso schon zu spät, etwas zu ändern. Es passiert eh nichts mehr.." usw.

Dabei ist es nie zu spät.

Manche Menschen wollen auch etwas tun, wissen aber nicht wie. Umweltorganisationen machen auch wahrscheinlich einfach zu wenig Werbung, oder sagen den Menschen ganz klar, WAS zu tun ist und WIE man WAS erreichen kann. Viele Menschen sind zu wenig informiert und "können" daher nichts tun.

Antwort
von realfacepalm, 7

Da spielen eine Vielzahl an Ursachen rein:

  • die "Tragik der Allmende", "ein sozialwissenschaftliches und evolutionstheoretisches Modell, nach dem frei verfügbare, aber begrenzte Ressourcen nicht effizient genutzt werden und durch Übernutzung bedroht sind, was auch die Nutzer selbst bedroht." https://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende
  • https://www.klimafakten.de/meldung/sogar-wer-alarmiert-ist-vom-klimawandel-wird-... die Fixierung der Politiker auf die Wiederwahl in längstens 4 (oder 5) Jahren,
  • Lobby-Arbeit der Industrie; so gab es z.B. vor der umstrittenen Nobel-E-Auto-Förderung Treffen der Politik ausschließlich mit den Auto-Firmen: Sachverstand zur Energie oder gar NGOs blieben da außen vor http://www.klimaretter.info/mobilitaet/hintergrund/21124-kaufpraemie-vom-spritsc...
  • Billiger Populismus und einfache Phrasen können in einer Demokratie dazu beitragen, dass sich die Wähler gegen ihr eigenens Wohl richten (siehe Bexit); dazu gibt es aber den Spruch: "Democracy is the worst form of government except for all those others that have been tried." also genau übersetzt: "Demokratie ist die schlechteste Form von Regierung, mit Ausnahme all der anderen, die ausprobiert wurden."
  • Lobby-Arbeit von Klimawandel-Leugnern; Einwirkung vor allem auf die FDP und CDU; die AfD ist ja eh völlig irre. https://www.gutefrage.net/frage/gruende-fuer-klimaleugnen
  • Der Klimawandel ist sehr untypisch gegenüber anderen Umweltthemen - wenn ein "normaler" Verschmutzer seine Tätigkeit einstellt, ist die Verschmutzung erst mal vorbei und kann aufgearbeitet werde. Bei den Treibhausgasen entfalten diese ihre Wirkung noch in Jahrtausenden

Also alles nicht ganz einfach. :-(

Antwort
von shrimpiiFTW, 17

Weil die Industrie zu viel Umsatz einbüßen müsste und da die Industrie so ziemlich mit dir mächtigste Struktur auf der Welt ist und auch Länder von ihr abhängen wird das nicht so schnell passieren :-/

Antwort
von BleibMensch, 9

Fakt ist das CO2 in den Meeren gebunden ist und bei Erwärmung frei gesetzt wird.
Jetzt zu behaupten, dass CO2 an der Erwärmung Schuld ist, ist paradox.

Erdgeschichtlich hat es schon etliche Wärmeperioden gegeben, auch solche bei denen selbst das Mittelmeer austrocknete.

Kommentar von xxTOxx ,

CO2 ist nicht alleine daran Schuld , das stimmt schon. Es ist aber ein ausschlaggebender Faktor.

Kommentar von realfacepalm ,

Dein Fakt ist bestenfalls irreführend.
Die Meere nehmen etwa 1/3 des vom Menschen freigesetzten CO2 auf - sind also eine Senke. Dass das in der Luft zunehmende CO2 vorwiegend aus fossilen Brennstoffen stammt ist eindeutig.

Zuerst einmal benutzen wir das Zeug ja tatsächlich - und die Menge an verbrauchtem Öl/Kohle/Erdgas ist bekannt, und damit die Menge an CO2 auch. Der Anstieg in der Atmosphäre (abzüglich dem, was z.B. das Meer aufnimmt) entspricht dem was man erwartet.

Zweitens hat der fossile Kohlenstoff eine etwas andere Isotopen-Zusammensetzung. als das im in der Atmosphäre normal im Kreislauf befindliche. Die Isotopenzusammensetzung der Atmosphäre verändert sich messbar - wieder genau so wie es bei der Freisetzung durch fossile zu  erwarten ist.

Drittens verändert sich der ph-Wert der Ozeane und diese werden saurer - eben dadurch, dass diese CO2 aus der Luft aufnehmen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten