Warum tun sich viele Abiturienten so schwer mit der Berufs-/Studienwahl?

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11 Antworten

Die Qual der Wahl! Man hat zu viele Türen offen.. allein für eine Berufsrichtung gibt es manchmal eine Ausbildung und ein passendes Studium dafür. Für meinen Berufswunsch Mediengestalter habe ich erstmal viel Zeit damit verbracht, mich zu informieren. Es gibt nicht einfach den Beruf Mediengestalter, nein, es gibt drei Sparten beim Mediengestalter und die Sparte, die mich am meisten interessiert, teilt sich nochmal in drei Fachrichtungen auf. Dazu gibt es noch etliche Studiengänge, die rund um dieses Thema gehen. Da macht sich gleich Überforderung breit.

Allein eine Uni auszusuchen, ist schon schwierig.

Dann will man natürlich, dass man nach dem Studium auch gut eine Arbeit dazu findet.

Und bei mir war es auch nochmal schwieriger, weil ich unbedingt den "perfekten" Werdegang zurücklegen wollte. Ich wollte nicht den falschen Beruf / die falsche Entscheidung / die falsche Ausbildung wählen und dann i-wann abbrechen. Ich habe mir Stress gemacht, dass ich ja nicht das falsche wählen darf. Dann habe ich für dieses Jahr keine Ausbildung gefunden und mir wurde klar, dass ich nun ein Überbrückungsjahr machen muss. Zuerst war dass der totale Horror. Mein perfekter Werdegang war zerstört! Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich i-wann mal Probleme habe, eine Ausbildung zu finden. Die Noten haben immer gestimmt, ich war motiviert, ehrgeizig, etc. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich das akzeptiert und so angenommen habe wie es ist :)

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Kommentar von TheTrueSherlock
23.09.2016, 12:31

Danke fürs Sternchen :)

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Weil die Abiturienten in einer Zeit ihr Reifezeugnis ablegen, in der sie die mentale Reife, sich für einen ansprechenden Beruf oder ein Studium das ihren Fähigkeiten entspricht zu entscheiden --------> wenn jemand mit 17, 18 Jahren aus der Schule kommt, weiß er oft noch nicht mal was er wirklich kann & wo seine Stärken liegen.

Dass das Thema "Berufsberatung" speziell im eng taktierten G8-Programm kaum noch zu "Ehren" kommt, gibt da noch sein Übriges mit dazu & so ist das eigentlich absehbar. 

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Die Schulen haben wenig Praxisbezug, es wird nicht vermitteln, worauf die Schüler hinarbeiten sollen. Die meisten leben einfach in den Tag und gehen gewohnheitsmäßig in die Schule, ohne in ihrem Umfeld erwachsene Vorbilder zu haben, an denen sie sich orientieren können.

Das erste Mal, als ich im weitesten Sinne Kontakt mit der Berufswelt hatte, war beim verpflichtenden Praktikum während der Schulzeit. Danach wußte ich nur, dass ich so einen Beruf nicht ergreifen möchte, und hatte dann aber bis nach dem Abitur keinen Kontakt mehr zu Arbeitswelt (abgesehen typischen Nebenjobs wie Zeitungen-Verteilen).

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Weil wir dank G8 unglaublich viel Abiturienten haben, die noch gar nicht reif genug sind für so eine Entscheidung.

Betrifft aber glücklicherweise nicht alle Jugendliche. Der Freund meines Sohnes wusste schon in der 7. Klasse, was er werden möchte und er kommt prima voran. Mein Sohn ist jetzt in der 12. Klasse auf dem Gymnasium und hat schon völlig konkrete Vorstellungen,was er studieren möchte.

lg Lilo


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Wenn du die Frage für dich beantwortet haben möchte: 

Lass dir Zeit und hab den Mut etwas auszuprobieren. Es gibt so viele Leute die etwas studieren und dann merken, dass sie doch lieber eine Ausbildung oder ein anderes Fach studieren möchten. 

Nutze die Möglichkeit eines FSJ oder eines anderweitigen Jahres im Ausland um den Kopf freizukriegen und dir denn Stress aus der Entscheidung zu nehmen.

Zudem: die meisten arbeiten später in einem komplett anderen Bereich als in dem, in dem sie studiert haben.

D.h. man muss ja nicht zwangsläufig sein ganzes Leben lang die gleichen Sachen machen. :)

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Kommentar von CamelWolf
22.09.2016, 11:22

Ich habe schon studiert: Danke 

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Kommentar von enphi
22.09.2016, 11:25

Und dir ging es nicht so? Du wusstest sofort was du machen willst und wohin deine Reise geht?

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Ich habe dieses Jahr selber mein Abi gemacht und jetzt stehen mir alle Türen offen: 

Ausland, Studium, Ausbildung, fsj, föj und und und ... 

Mir fällt es einfach viel zu schwer eine Entscheidung für die nächsten 3-6 Jahre zu treffen. Und noch bin ich ja "jung" und kann auch noch ein halbes Jahr jobben gehen und dann entscheiden was ich machen will.

Ich denke bei den meisten liegt es daran, dass "wir" durch G8 noch so jung sind.  

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Kommentar von enphi
22.09.2016, 11:27

Nunja.. Haupt- und Realschüler müssen sich noch früher entscheiden...

Klar, die haben auch eine geringere Auswahl aber..

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In dem Alter weiß doch kaum wer was man werden will. Und die die es wissen, können sich doch nicht sicher sein, dass sie dafür auch gemacht sind.

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Weil die alles lernen, nur nicht was es für Berufe gibt. Und nie eine Firma von innen gesehen haben

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weil die Ausbildungswege nicht mit dem Arbeitsmarkt korrellieren

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Weil sie nahezu alle Möglichkeiten der Welt haben:

Es gibt nichts, was sie nicht tun können (den richtigen Schnitt vorausgesetzt).

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