Warum tun KK nichts gegen diese ausbeuterischen Beiträge basierend auf fiktiven Mindesteinkommen?

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9 Antworten

Kraft des Gesetzes dürfen sie sich ca. 15% von einem fiktiven Einkommen bedienen

Äh - nein. Sie sind gesetzlich verpflichtet, die Beiträge anhand der vom Gesetzgeber festgelegten Berechnungsgrenzen (-> § 240 SGB V) zu erheben. Eine Wahlmöglichkeit gibt es hier schlicht nicht.

Warum erkennen Krankenkassen gar nicht an, dass Tarife basierend auf fiktiven Einkommen insbesondere wenn man nichts oder wenig verdient, finanziell schädlich sind?

Diese Frage sollte man nicht den KK, sondern vielmehr deren Rechtsaufsicht in Form von Frau Nahles vorlegen. Tatsächlich ist den meisten MdB nicht einmal bewusst, dass es für freiwillig gesetzlich Versicherte eine solche fiktive Mindestbeitragsbemessung überhaupt gibt.

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Kommentar von kreisfoermig
25.10.2016, 14:08

Bundestagsabgeordnete haben doch die Reformen durchgeführt, oder? Wieso wären sie sich der Inhalte des in Kraft gesetzten Gesetzes nicht bewusst?

Klar gibt es keine Wahl. Da kann man sich als Krankenkasse freuen: man hat Anspruch auf diesen Satz von jedem Kunden. Das sie diese Probleme nicht melden ist indirekter Beweis dafür, dass sie sich über die Lage freuen. Als Bürger kann man kaum was bewegen. Ein Unternehmen hingegen verfügt über viel mehr Einfluss: warum melden sie nichts? Entweder sind sie des Problems nicht bewusst (glaub ich kaum), stört sie dies nicht, oder sind zufrieden mit den Verhältnissen, da sie wie gesagt diesen Anspruch haben. Ich weiß, dass es ja am Gesetzgeber liegt. Aber seit wann können Bürger da was bewegen?

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Die Krankenkassen können ja nicht die Gesetze ändern. Sie haben die hoheitliche Aufgabe, die Regelungen aus dem SGB V umzusetzten und tun dies mitunter auch durch schmerzhafte finanzielle Forderungen.

Wie immer gibt es gute Gründe für und auch gegen die Regelung, wie sie aktuell ist. Da aber die GKV langfristig vor einem sehr großen strukturellen Finanzierungsproblem steht (Bevölkerungsentwicklung), wird man auch bei der nächsten Reform sicherlich keine Vereinfachung zur Herabsetzung/Stundung von Beiträgen einführen.

Die KV kostet, was sie eben kostet. Wer dazu finanzielle Hilfe benötigt, muss diese beantragen. So ist es akuell gewünscht.

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Wenn man unverschuldet arbeitslos wird erhält man ALG1 und die KK ist bezahlt.

Wenn man bedürftig ist bekommt man ALG2 und die Krankenkasse ist bezahlt.

Wenn man nur so nicht arbeitet und nicht beitragsfrei beim Ehepartner familienversichert werden kann muss man sich halt arbeitslos melden und einen richtigen Job suchen.

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Kommentar von kreisfoermig
25.10.2016, 11:08

Wer will sich schon an den Staat wenden für Geld? Das ist eine unmenschliche Demütigung. Darüber hinaus nicht gerade logisch: von dem Staat bestimmte Forderungen durch den Staat bezahlen zu lassen… dann warum spart der Staat den ganzen Mist nicht und bezahlt sich selbst??

Sinnvoller wäre es: jeder zahle Steuer von seinem echten Einkommen, und aus dieser Steuer heraus (nicht zusätzlich durch Beiträge) kommt ein Anteil direkt in das Gesundheitswesen. Dann kriegt die KK ihren Kuchen und der Bürger ist geschützt (man zahlt immer nur gemäß seinem Verdienst und nur dem Staat). Das wäre aber zu logisch.

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Bist du jetzt arbeitslos, oder bist du freiberuflich tätig? Als Arbeitsloser hättest du Anspruch auf die gesetzliche Krankenversicherung, während du als freiberuflicher dich selbst versichern musst. Das ist natürlich gravierende Unterschiede. Insofern ergibt dein Text nicht wirklich Sinn.

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Kommentar von kreisfoermig
25.10.2016, 10:54

Nee, ich arbeite gerade normal. Ich habe das nur erlebt und viele Freunde auch. Solche Phasen kann man nie vergessen, und die KK zieht einem viel Geld ab.

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Das fiktive Mindesteinkommen beträgt 1/3 der Bezugsgröße, aktuell also 968,33 € im Monat.

Tu dir selbst einen Gefallen und stelle nicht so viele Warum Fragen. Diese sind selten hilfreich und führen oft nicht zu Lösungen.

Niemand zwingt dich so wenig zu verdienen, wie du aktuell tust. Ein Mensch der so alt ist, dass er keinen Anspruch auf FamV hat, kann im Zweifel SGB II Leistungen beantragen, wenn es keine vorrangigen Leistungen gibt.

Gegen das was Selbständige in der GKV zahlen müssen sind die 968,33 € fiktives Mindesteinkommen geradezu ein Segen.

Übrigens: Es gibt Gedankengänge hier was an den Gesetzen zu ändern. Mal sehen was passiert.

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Spar dir mal deine viel zu emotionale Herangehensweise an das Thema. Wenn du nebenberuflich selbständig bist (d.h. nicht mehr als 20 Stunden pro Woche, du hast keine Arbeitnehmer beschäftigt) wirst du nicht mit dem von dir bemängelten fiktiven Mindesteinkommen eingestuft.

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Genug Frust abgelassen? Krankenkassen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die können sich garnicht freuen, es ist kein Lebewesen. Oder meinst du die Mitarbeiter? Die freuen sich auch nicht die machen einfach nur ihre Arbeit.

Wäre dir lieber, wenn man garnicht versichert wäre, wenn man nicht arbeitet? Lassen wir einfach die Krankenversicherungspflicht weg und wenn jemand krank wird, lassen wir ihn einfach liegen, bis die Müllabfuhr kommt? Wäre das besser?

Oder wie wäre es, Verantwortung zu übernehmen und das beste aus seinem Leben zu machen?

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Warum sollte man in einer Phase der Arbeitslosigkeit von seinen Erspartem leben?

Das währ nur in 2 Fällen so, nämlich, wenn du von dir aus kündigst und deine 3 Monatige Sperre bekommst oder nach 12 Monaten ALG1 ins ALG2 fällst und zuviel auf der hohen Kannte hast um H4 zu bekommen.

In beiden fällen weis man vorab, das die Situation eintrifft und kann sich innerlich drauf einstellen. und dann weis man auch, das man die Krankenkasse selber wählen muß.

So wie du dich hier äusserst, kommt es einen vor, als wenn du dauernd deinen Job kündigst und laufend in diese Situation gerätst, von deinem ersparten leben zu müssen.

Normalerweise sind das aber kurzfristige Einzelfälle.

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Kommentar von kevin1905
25.10.2016, 11:21

Das währ nur in 2 Fällen so, nämlich, wenn du von dir aus kündigst und deine 3 Monatige Sperre bekommst

Auch in der Sperrzeit zahlt die AfA ab dem 2. Monat die KV-Beiträge und im ersten Monat gilt nachwirkender Versicherungsschutz nach § 19 Abs. 2 SGB V.

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Auf das Thema scheinst du ja echt abzugehen...

 

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Kommentar von kreisfoermig
25.10.2016, 11:14

Jeder Mensch hat die Pflicht, unethische Praxen zu melden. Wir sind keine seelenlosen Wesen, die sich dem System unterwerfen und nicht melden, wenn da Schaden entsteht. Mir gehts gerade ziemlich gut in dieser Hinsicht, und auch wenns mir noch besser geht, werd ich diese Praxis als unethisch einstufen, da 1. das System so gestaltet immer Menschen Schaden anrichten und 2. überhaupt Anspruch auf etwas NICHT EXISTENTES (das fiktive Einkommen) zu erheben ist grundsätzlich falsch.

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Kommentar von ScharldeGohl
25.10.2016, 11:49

ob etwas wirklich unethisch ist, oder ob du es als unethisch einstuft, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Tatsache ist, dass wir alle in einer Solidargemeinschaft leben in der BRD, und das trifft auch auf das Krankenkassensystem zu. insofern hat jeder Bürger dieses Landes auch eine moralische Verpflichtung gegenüber seinen Mitbürgern. Solche Systeme können sich nur tragen, wenn viele daran mitarbeiten. Seine finanzielle Verpflichtung gegenüber Mitmenschen als eine Last wahrzunehmen, verfälscht die Tatsachen.

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