CrazyDaisy am 17.07.2008 um 23:27 Uhr
Immer wieder hört und liest man (auch bei GF!) von "typischem Frauen- bzw. Männerverhalten". Das geht ja bis hin zu dem Ratschlag, "Spielchen" zu spielen, um den Mann oder die Frau zu einem bestimmten Verhalten zu bringen. Auch findet man bei Paaren häufig die Angewohnheit, sich gegenseitig vor Dritten "herunterzuputzen", bzw. aneinander herumzukritteln. Was bringt die Menschen dazu? Ich kann den Seufzer "Typisch Mann" oder "Jaja, die Frauen" einfach nicht mehr hören...

Vielleicht erzähle ich dir hier ja etwas völlig Unbekanntes, aber: Männer und Frauen sind unterschiedlich.

Das ist das Ich-Problem von Menschen. Sie können sich sehr gut auf der "Kindheitsebene" unterhalten, geht es in die "Erwachsenenebene" wird es schwer.. Aber dies ist eine lange Geschichte !!! Es gibt ein sehr gutes Buch darüber (Spiele der Erwachsenen)
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:44 Danke, werde mich mal zu dem Buch informieren!

Die Vorurteile beherrschen die welt,
Tatjanaaa am 17. Juli 2008 23:39 So isses! Ich HASSE shoppen, ich HASSE telefonieren und ich habe nie mehr als 5 paar Schuhe im Schrank. Ach ja, und besser einparken als mein Mann kann ich auch. Dennoch besteht kein Zweifel an meiner Weiblichkeit. ;-)
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:49 Liebe Tatjanaaa: Erkläre mich hiermit offiziell mit Dir solidarisch. Allerdings bin ich nicht so gut im Einparken. Aber auch nicht so schlecht... ;-)
Tatjanaaa am 18. Juli 2008 09:55 Oh schön... ich bin nicht allein! ;-))

Na ja, irgendwie unterscheiden sich Männer von Frauen.
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:32 Aber es unterscheiden sich auch Männer von Männern und Frauen von Frauen. Damit füllt aber seltsamerweise kein Comedian das Olympiastadion...
neurodoc am 17. Juli 2008 23:34 Männer und Frauen unterscheiden sich grundlegend schon durch eine unterschiedliche Chromosomenzusammensetzung, da spielt das Individuelle noch gar keine Rolle.
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:39 Nun, das ist bei Tieren auch so. Dennoch sieht man - z.B. in einem gemischten Rudel Hunde - die Rüden zusammen in einer Ecke hocken und die Hündinnen zusammen in einer anderen. Beim Menschen gilt das als normales Partyverhalten.
neurodoc am 17. Juli 2008 23:43 Es scheint auch ein wissenschaftlich interessantes Thema: http://www.uni-bamberg.de/frauenbeauftragte/leistungen/studium/lehrveranstaltungen/fakultaethumanwissenschaften/fakultaetpaedagogikphilosophiepsychologie/
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:43 Hiermit reiche ich ein "nie" vor "die Rüden" nach!
Tatjanaaa am 17. Juli 2008 23:45 Das beruhigt mich Crazy Daisy, ich war gerade schon sehr verwirrt ;-)
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:54 Es ist halt doch schon spät...

Weil sie wirklich "verschieden" sind: in Gefühlswelt, Denkungsweise, Körperform, Belastbarkeit usw.
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:51 Dann wäre es konsequent, sich nur zur Paarungszeit zu treffen und danach wieder auseinander zu gehen.
RolfHoegemann am 17. Juli 2008 23:57 Wäre für manche Menschen bestimmt praktisch..... Und selbst dann würden sich manche Paare bestimmt noch missverstehen....
<duckundganzschnellweg>

Weil die Geschlechter tatsächlich unterschiedlich ticken. Doch Deine Beispiele sind nur die ärgerlichen Pauschalurteile zu denen neuere Untersuchungen mißbraucht werden, und einige sehr erfolgreiche Bücher tun das Übrige.
Man muß diese niedrige Ebene verlassen, und im eigenen Erfahrungsfeld suchen, dann findet man auch GUTE Beispiele für diese These. Und dann wird es sehr spannend, denn Unterschiede sind zum Einen sehr gute Erklärungsmodelle für ständige Mißverständnisse, und diese Modelle können durchaus helfen, Beziehungen zu verbessern. Zum Anderen sind sie auch das Salz in der Suppe des Alltags - wie fad könnte es werden, würden alle gleich geschaltet sein!
Dann kommt natürlich noch die individuelle Ausprägung hinzu... LG!
CrazyDaisy am 18. Juli 2008 00:09 Mir ging es ja auch in erster Linie darum, dass Unterschiede immer negativ aufgelistet werden. Selten höre ich von einer Frau "Mein Mann kann ganz toll räumlich denken"! Oft höre ich "Mein Mann lässt immer seine Socken herumliegen"... ;-)
Maienblume am 18. Juli 2008 00:28 Hehe... und ich nutze die positiven Aspekte ganz gezielt! Autofahren bei Regen? Laß ich meinen Schatz fahren, denn den Mann mit Jägerblick stören die vielen Tropfen auf der Scheibe kaum, die mich immer so nerven mit meinem peripheren Sehen ( Ja, TROTZ der Scheibenwischer!)...
Gibt noch andere, aber die führen hier zu weit ;-) LG!
Bestimmte Geschlechterkonstruktionen haben kulturgeschichlich eine große Rolle gespielt ("Das Lied von der Glocke" von Friedrich Schiller ist ein Beispiel dafür). So etwas kann in Resten und Abwandlungen nachwirken.
Das Denken in polaren Gegensätzen ist bei einigen beliebt. Ein solcher Schematismus ist einfach und bequem. Vorgänge werden scheinbar erklärt und in ein übersichtliches Weltbild eingeordnet.
Es gibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern, aber die Behauptungen darüber sind oft Übertreibungen und unzulässige Pauschalisierungen. Die Wirklichkeit zeigt in den Eigenschaften eine große Spannbreite, bei der zwischen weiblichen und männlichen Individuen jeweils erhebliche Unterschiede bestehen, zwischen einzelnen Frauen und Männern dagegen Ähnlichkeiten vorkommen.
Dann ist aber eben mehr Nachdenken über ein Verhalten nötig und es kann nicht oberflächlich rasch begründet werden. Ein Gegenmittel könnte sein, empirische Beispiele zu sammeln, die ein Vorurteil widerlegen, und diese dann für eine Argumentation heranzuziehen.
CrazyDaisy am 18. Juli 2008 00:06 "Das Denken in polaren Gegensätzen ist ... beliebt". Das klingt einleuchtend. Damit kann ich beruhigt schlafen gehen!

Ich auch schon lange nicht mehr. Das ist alles so konstruiert und basiert auf zu wenigem miteinander verständnisvoll Umgehen und Reden. Pauschaldenken ist da einfacher.
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:34 Nun fühle ich mich nicht mehr so allein auf weiter Flur - vielen Dank! Ich bin ja auch immer der Meinung, dass "Frauenversteher" (und analog "Männerversteherin") als Kompliment zu werten ist. Aber am allerbesten ist man doch "Menschenversteher"!
Qetan am 17. Juli 2008 23:37 Das finde ich absolut auch.
also Frauen und Männer sind nunmal unterschiedlich!! Das fängt schon dabei an, dass Frauen Jahrzehnte lang jeden Monat ihre Regel haben (was bei vielen mit hormonschwankungen und großen Schmerzen verbunden ist), dann müssen Frauen Kinder austragen und auf die Welt bringen und schließlich dürfen sie die kleinen auchnoch stillen... Früher waren Frauchen die sammler und nesthüter und die Männer die Jäger und beschützer der Familie. Der Körper und das Hirn haben sich lange zeit darauf ausgerichtet. Somit haben sich Männer und Frauen ganz unterschiedlich entwickelt. Auch später (mittelalter und lange lange zeit danch) wurde diese rollenteilung immer weitergeführt. Bis sich die Frauen (vor nichtmal soooo vielen Jahren) endlich gewehrt haben. Und all die unterschiede die zwischen Männer und Frauen lassen sich nicht in ein paar Jahrzehntchen änder. Männer und Frauen sind gleichBERECHTIGT, aber eben NICHT gleich. Die unterschiede zwischen den zwei Geschlächtern sind eben da, das kann niemand bestreiten!! Oftmals kommt es deshalb auch zu konflikten in bezihungen, weil man nicht versteht, warum der andere so ist. Ich würd alle raten mal dieses tolle buch "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" zu lesen, denn es hilft einen den Mann, Bruder, Vater, Sohn oder eben die Frau, Schwester, Mutter, Tochter zu verstehn. Zwar trifft nicht immer alles auf jede einzelne Person zu, aber auf deutlich mehr als die helfte.
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:58 Nun, meiner bescheidenen Meinung nach, ist das kein "tolles Buch", sondern ein ziemlich blödes... Es dient in erster Linie dazu, Vorurteile zu zementieren. Ich frage mich bloß, wann sich endlich die Männer mal gegen die Diskriminierung wehren! Allein die Wehrpflicht ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.

Sagt dir der Begriff Polarität etwas? Nur durch diese kommt Bewegung und "Leben" zustande. Wenn alles nur + (Positiv, im Sinne der Polarität) oder - (Negativ ) wäre, würde sich nichts bewegen. Erst durch die gegensätzlichen Spannungen kann sich was umgestalten, umwälzen und entwickeln.
Der große Meister des Universums hat sich schon was dabei gedacht.

...weil es einfach nicht zu erklären ist warum Frauen das machen und Männer wieder was anderes ...

Zu deinem Seufzer: aktiviere den PaL-Feld-Generator und alles wird gut. :-)
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:33 Oder doch lieber den Heisenberg-Kompensator? ;-)

männer und frauen unterscheiden sich nicht nur rein äußerlich sondern denken auch mit verschiedenen gehirnhälften...vielleicht liegt das ja daran. frauen die wie männer denken und handeln, sehen am ende auch noch so aus und wir nennen sie hier tante testesteron :)
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:41 Sehe ich so männlich aus (rein rhetorische Frage, ich weiß)? Sollte ich meinen Nick in Tante Testosteron ändern? Ich denke übrigens mit beiden Gehirnhälften, wenn auch nicht immer mit beiden gleich intensiv.
gertrude2 am 17. Juli 2008 23:45 http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/science/biologie/mannfrau/gehirnmannfrau.htm das meinte ich damit :)
CrazyDaisy am 18. Juli 2008 00:02 Schon klar. Aber das bißchen räumliches Denkvermögen kann doch nicht der Grund sein, warum die meisten immer einen gleichgeschlechtlichen beste/n Freund/in haben.
Gib einer Horde von 20 Kindern zwischen 2-4, 50% männlich und 50% weiblich, Kriegsspielzeug und Puppen oder ähnliches zur Wahl. Da siehst Du wie die Gruppe sich aufteilt. Die Angewohnheit, sich gegenseitig vor Dritten "herunterzuputzen", bzw. aneinander herumzukritteln hat was mit Respekt zu tuen und nichts mit gemein mit der Geschlechter frage.
CrazyDaisy am 17. Juli 2008 23:47 Also das hat bei uns in der Familie nicht geklappt. Meine Brüder mochten Puppen viel lieber als ich (wir sind alle definitiv hetero). Sicher, dass das nichts mit Erziehung zu tun hat?
Ganz sicher, das hat was mit Menschlichkeit zu tuen und das jeder Mensch individuell und einzigartig ist. Alles in eine Schiene hinein zu interpretieren ist Machtanspruch. Seien es Religionen, Kulturen, Familien, Machthaber, Parteien oder "Freunde". Alle in dieser Aufzählung, angefangen bei Religion, wollen Dich kontrollieren, Macht ausüben und nicht Dein Bestes. Brichst Du aus, musst Du Bob Dylan sein um akzeptiert zu werden.
Sonst gäb es keinen Markt für Bücher wie diese: http://www.amazon.de/M%C3%A4nner-sind-Mars-Frauen-Venus/dp/3492261299
Lies doch mal "Dietrich Schwanitz: MÄNNER, eine Spezies wird besichtigt", augenzwingert, aber auf dem Punkt, bekommst du Antwort auf eine Frage. Gruß Kurt
... wie recht du hast ;-)
Ich nicht!
und das hat nicht nur einen vorteil: bei der auswahl von kleidung und frisur überlasse ich gerne die auswahl der gerade vorhandenen weiblichkeit ich habe dann nix weiter damit zu tun, wenn`s irgendwem anders nicht gefällt, habe ich jemanden zum draufzeigen: die da hat gesagt....