Frage von Amoremia, 56

Warum traut sich nicht jeder Klage zu erheben wenn man einen Grund hat?

Ich meine es gibt ja so viele Situationen in welchen die Menschen Klage erheben könnten , warum machen sie das nicht?
Benötigt man einen Mut um sich mit den Behörden auseinandersetzen zu können?

Antwort
von caschriflo, 8

wirst du Anwalt?oder bist du schon einer? Oft meint man man hat Recht , dabei ist es gar nicht so, man will einfach nur seinen Dickkopf durchsetzen !! Wenn jeder der mit dir ein Problem hat, einen Rechtsstreit beginnt, bist du auch nicht begeistert. Man sollte schon die Gerichte nur für wirklich wichtige Dinge bemühen, ansonsten ev einen Mediator oder Ombutsmann/frau bemühen, ist auch preiswerter. Bei Mietsachen- Mieterbeirat, Mieterrat, Mieterverein uä. Manchmal hilft auch einfach ein klärendes Gespräch, im ruhigen und sachlichen Ton. Nicht per Handy!!!!!

Antwort
von Kunzinger, 30

Naja.... weil man Angst hat, vor Gericht auch zu verlieren.

Da steckt ja nicht nur Zeit drinnen, sondern der Anwalt kostet ja auch was.

Jenachdem worum es geht muss man vorher juristisch die Erfolgschancen abwägen, dass man den Prozess gewinnt oder gewinnen kann.

Vorweg sei eine ausergerichtliche Einigung anzustreben, weil der Rechtsweg ein sehr langer und hürdenvoller sein kann. Bis ein finales Urteil bei einem Rechtsstreit feststeht können Monate, sogar Jahre vergehen....

Mut.... Mut ist nicht schlecht, aber es fehlt einfach an den Fachkenntnissen, die ein Jurist hat, vor Gericht kann man sich auch selbst verteidigen, jedoch zieht man in 99% der Fälle einen Anwalt als rechtlichen Vertreter hinzu.

Also so simpel, wie Du Dir das vorstellst ist es tatsächlich nicht....

Kommentar von Amoremia ,

Aber die Niederlagen gehören doch zum Leben . Und wer nicht wagt, der gewinnt auch nicht

Man hat Angst zu verlieren. Aber was ist wenn man gewinnt?

Und was ist wenn das vielmehr Angst ist, in den Augen der Gegenseite "böse " zu erscheinen?

Kommentar von Amoremia ,

Hat*

Kommentar von Kunzinger ,

Ja... xD

Niederlagen gehören auch zum Leben, aber wenns finanzielle Niederlagen sind, dann kanns auch im schlechtesten Fall um Existenzängste gehen. 

- Wie gesagt, es muss sich der Sachverhalt, um den es im jeweiligen Fall geht, genau angesehen werden und dein Rechtsvertreter entscheidet dann, ob es Sinn macht, eine Klage einzureichen bzw. "verkehrt" auch vorher mit der Gegenseite.

In den Augen der Gegenseite ist man automatisch "böse", wenn man klagt, weil jeder der beiden Parteien glaubt, er hat Recht. Und jetzt gilt, dass ein neutrales,unabhängiges Gericht darüber entscheidet - anhand der Fakten, Beweise etc... - wem Recht gegeben wird...

Das kann sich auch über mehrere Instanzen ziehen...

Kommentar von Amoremia ,

Danke sehr für die hilfreiche Antworten

Antwort
von lucieartes, 27

Ich denke ein Grund ist sicherlich, dass man einen Anwalt braucht und dafür erst mal ziemlich Geld aufwirft auf das Risiko hin, dass nichts zurückkommt. Dazu kommen die Kosten für Gerichtsverhandlungen.

Ein zweiter Grund könnte die reine pure Bequemlichkeit sein, die wir Menschen manchmal in uns tragen. Nach dem Motto: Warum soll ich diesen Aufwand auf mich nehmen. So schlimm ist es ja nicht...

Und, das fehlende Wissen, wie genau man da vorgehen muss.. Da wären wir wieder beim teuren Rechtsanwalt, der einen vertritt und der Frage: Lohnt sich das?

LG Lucie

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