Ist Trauer nicht eigentlich das egoistischste Gefühl überhaupt? Schließlich trauert man doch darum, den Menschen nicht mehr wiederzusehen, nicht mehr mit ihm zu sprechen kommunizieren zu können, egal ob verstorben oder aus sonst was für einem Grund. Jeder empfindet Trauer, und sie ist normal, aber mir geht es mal um den Grund des Gefühls. Wie seht Ihr das? Wofür ist Trauer gut? Warum macht gerade sie uns menschlich?

man sollte immer darum trauern, das man jemanden verloren hat, damit man zeigt wie sehr man ihn vermisst und man sollte darum trauern das DERJENIGE sein leben verloren hat, denn darum geht es, was DER verloren hat

hast du schon einen geliebten Menschen verloren,den Vater ,die Mutter oder einen anderen...
nein - mehr als einen...
wernilein am 13. März 2009 23:27 ich auch,dann sollest du wissen was trauer bedeutet und wie trauern hilft darüber hinweg zu kommen...
ja - aber warum? es tut verdammt weh, und ist - wenn man es nicht grad wie gigagurke betrachtet - doch eher eine trauer um etwas, daß der trauernde selbst verloren hat.
guten abend
trauer ist ja nicht das einzigste, was uns menschen auszeichnet, swohl posititv als auch negativ. es gibt ja noch andere dinge wie z.b liebe, hass, gier, humor, habgier u.s.w.
aber speziell trauer ist eben der schmerz über und die bewältigung des verlustes von jemanden. man setzt sich aktiv damit auseinander, das jemand "aus unserer mitte" gerissen wurde.
ich würde das nicht für egoistisch halten. eher für ein starkes gefühl der wertschätzung für jemanden. man trauert ja nicht aus reinem egoismus, sondern vor schmerz, um jemanden. klar vermisst man den verstorbenen. aber am liebsten wäre es einem immer, das er weiterleben würde.
manchen toten wurden riesige grabmale geschaffen, statuen gebaut und noch viel mehr an ehrungen bezeugt. das halte ich nicht für egoistisch, eher für wertschätzung oder z.b liebe dem verstorbenen gegenüber.
tschüss burki
donnerunddoria am 13. März 2009 23:39 Das kommt meinen Empfindungen am Nächsten ........ DH
Hypothesis am 13. März 2009 23:44 DH . Punkt.

Die Trauer ist sehr wohl eine Art mit Verlust umzugehen..aber keinesfalls Egoismus.
Man kann auch trauern und sich gleichzeitig für den verstorbenen freuen, dass er nun nicht mehr weiter leiden muß.

ich denke trauer ist auch mit liebe verbunden, denn um einen menschen den man nciht gelibet hat, trauert man auch nicht. und liebe ist sicher nicht egoistisch.
Du hast Deine Frage eigentlich schon selber beantwortet.
inwiefern?
"Schließlich trauert man doch darum, den Menschen nicht mehr wiederzusehen, nicht mehr mit ihm zu sprechen kommunizieren zu können, egal ob verstorben oder aus sonst was für einem Grund..."
... und dahinter kam noch "Wie seht Ihr das? Wofür ist Trauer gut? Warum macht gerade sie uns menschlich?"
Der Mensch ist nun mal - Gott sei Dank - mit Gefühlen ausgestattet. Und da gehört Trauer genauso dazu wie Freude, Angst, Ehrgeiz, Neid, Mitleid uvm. Ohne Gefühle würden wir uns nicht entwickeln. Wir lernen aus dem Vergangenem und das könnten wir nicht, wenn wir das gesamte Leben emotionslos über uns ergehen lassen würden. Ein gutes Gefühl wollen wir oft haben, ein schlechtes meiden wir. Manche kann man nicht beeinflussen aber wir lernen damit umzugehen. Gefühle sind das Wichtigste überhaupt! Und dazu gehört auch die Trauer, denn sie hilft uns über einen Verlust oder ein negatives Erlebnis hinweg.
Ich finde trauern nicht egoistisch, sondern unter anderem eine Art Respektsbezeugung dem/der Verstorbenen gegenüber. Trauer ist wichtig, um sich innerlich von dem Menschen verabschieden zu können.
Trauer unterscheidet uns grundsätzlich von allen anderen Lebewesen, auch wenn man mittlerweile festgestallt hat, das Elefanten oder andere hochentwickelte Säugetiere ähnliche Verhaltensweisen zeigen.
Trauer zeigt, ganz simpel, nur, das dir etwas, was du als Genuss empfunden hast, nicht mehr erleben darfst - anders als bei einer Sucht ist es keine Entzugserscheinung sondern das bewusste Gefühl das es nie mehr kommt! Eine sehr intelligente Verhaltensweise!!!
und ebendeshalb kam ich zu der schlußfolgerung...

Man trauert ja nicht nur um Verstorbene. Trauer hat viele Gesichter, Trauer ist notwendig und sicher nicht nur menschlich. Ich glaube: Die menschliche Trauer um einen Verstorbenen setzt sich zusammen aus dem Verlustgefühl, Angst vor dem Alleinesein, Schuldgefühlen, Mitleid, Entsetzen und auch aus der Angst vor dem eigenen Tod. Trauer ist ein Ausnahmezustand aber auch notwendig, damit man all das verarbeiten und die Dinge des Lebens wieder in ihre richtige Position rücken kann.

Trauer ist pure Ohnmacht. Aber Trauer ist auch etwas Egoismus, die Frage nach dem " Warum lässt du mich allein"
also rational betrachtet ist es natürlich egoistisch. Aber es ist natürlich trotzdem ein zutiefst soziales Gefühl!

...ob egoistisch oder nicht: Das macht dieses Gefühl nicht schlechter oder besser.
Trauer ist einfach da, in bestimmten Zeiten des Lebens. Und hat für jeden Einzelnen noch dazu ein unterschiedliches Gesicht.
Warum soll sich immer alles auf einen "allgemeingültigen Nenner" bringen lassen...!?
traurigkeit ist ein GEFÜHL. liebe ist ein gefühl.LACHEN,fröhlich sein ist ein gefühl. gefühle sind nicht egoistisch. gefühle SIND.

Ohne Trauer auch keine "Glücksgefühle!Überhaupt nichts an Gefühl!
Gute Antwort - so habe ich das noch gar nicht betrachtet...
dange, das hat mir ne freundinn erst kürzlich so erzählt, hatte bis dato auch noch nie den gedanken, find ihn aber sehr weise...