Warum träumen wir und warum erinnern wir uns an unsere Träume verstärkt, wenn wir ein schlechtes Gewissen oder viel Stress haben?
Das Wachbewusstsein kann all die Eindrücke, die täglich auf uns einstürmen, unmöglich verarbeiten. Deshalb wird ein großer Teil sowieso nur unbewusst wahrgenommen. Auch die Dramatik unserer Konflikte wird quasi vollautomatisch verdrängt. Im Traum verarbeitet der Organismus dann all diese Themen und bietet sogar Lösungsmöglichkeiten an- man muss die Sprache nur erst mal verstehen. Schlafentzug ist nicht deshalb eine Foltermethode, weil die Erholung fehlt, sondern weil dadurch das Träumen verhindert wird, das uns- krass gesagt- vor dem Durchdrehen bewahrt.