warum trägt in Deutschland eine Videoaufzeichnung keine beweiskraft?

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3 Antworten

Ein privates Video kann in Deutschland grundsätzlich als sogenanntes Augenscheinsobjekt in den Prozess eingeführt werden. Es hat sogar eine sehr hohe Beweiskraft, da es häufig sehr eindrucksvoll dem Richter den Geschehensablauf zeigt. Ein Video dürfte grundsätzlich auch ein besseres Beweismittel als jeder x-beliebige Zeuge sein. 

Allerdings kann es im Einzelfall sein, dass ein Video nicht als Beweismittel zugelassen wird. Hierzu kommen verschiedene Gründe in Betracht; am häufigsten werden Videos im Prozess abgelehnt, wenn durch sie das Recht am eigenen Bild einer Person verletzt wurde. 

Ob ein Video als Beweismittel abgelehnt wird ist immer eine Abwägungssache. Wenn es in dem Prozess um besonders viel geht, dann wird es eher zugelassen als wenn es nur um 100€ oder eine kleine Straftat geht. 

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Auch in den USA sind die Regeln des "due process" (5th and 14th Amendment) zu beachten.

Illegal erworbenes Beweismaterial ist auch hier nicht zulässig (Fruit of the poisonous tree), wozu auch Videoaufnahmen gehören können.

Ob eine Videoaufnahme zulässig ist, hier in Deutschland, hängt von verschiednenen Dingen ab. Wenn du klar sichtbar einen Hinweis anbringst, dass dein Privateigentum (z.B. ein Ladengeschäft) videoüberwacht ist, gibt jeder mit Betreten sein Einverständnis gefilmt zu werden.

Da du deinen Sachverhalt extremst allgemein und vage hälst, kann man dazu nicht viel mehr konkretes sagen.

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Unter gewissen Voraussetzungen kann ein Video durchaus für die Wahrheitsfindung mit herangezogen werden (s. Überwachungskameras).

Bei privaten Videos gibt es allerdings Probleme: Sie könnten manipuliert sein, und sie könnten ohne Einverständnis der Beteiligten gedreht worden sein. Beides wäre dann ggf. strafbar.

Letztendlich liegt die Entscheidung beim Richter.

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