DorisPaas am 29.04.2008 um 20:32 Uhr
Wenn man Fahrrad fährt, fährt man eigentlich nie schnurgerade - man torkelt immer ein wenig (für all die Lästermäuler unter euch: nein, nicht weil ich was getrunken habe ;-))! Besonderes, wenn man um eine Kurve fährt, holt man vorher immer etwas zur Gegenrichtung aus. Warum kann man das Gleichgewicht nicht halten, wenn man exakt auf der geraden Linie oder Kurve fährt?
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Da spielen zwei Kräfte zusammen: die Corioliskraft, die mit der Drehung der Räder dafür sorgt, dass das Fahrrad in der Waage bleibt und die Hebelkraft, die auf die die beiden Pedale wirkt. Das sich ergebende Kräfte-Dreieck verlagert seinen Schwerpunkt immer nach rechts und dann wieder nach links, was der Körper mit seinem Gleichgewichtssinn wieder ausgleicht.

weil das gleichgewicht ausbalanciert wird und das geht nur mit diesem torkeln.. wenn du etwas zu weit rechts bist, dann balanciert es nach links und andersrum und dabei hast du dann das torkeln.. schau dir kleinkinder an, die das laufen lernen.. die sind nur am torkeln.. trotzdem solltest du nicht immer soviel trinken, wobei es löblich ist, das du dann rad fährst.. :-P
DorisPaas am 29. April 2008 20:37 ja, stimmt, die Kleinkinder laufen so - das leuchtet mir ein. Danke für die gute Erklärung.
angelela am 29. April 2008 20:38 gerne.. :-)
Knowledge am 29. April 2008 20:46 Doris, du solltest besser etwas schneller fahren (siehe meine Antwort).

Weil die Räder erst mit einer bestimmten Geschwindigkeit (wie bei einem Gyroskop...ja, auch daher kommt das Wort "Gyros") drehen müssen, um sich "selbst aufzurichten". Ein Gyroskop hat die Neigung, sich immer wieder (wie ein Kreisel) senkrecht zu seiner Drehachse auszurichten. Ein schnell fahrendes Fahrrad richtet sich also von selbst auf und stabilisiert sich so.
DorisPaas am 29. April 2008 20:44 meinst du wirklich? Bei deiner Erklärung richtet sich das Rad (oder der Gyros-Spieß doch um seine senkrechte Achse gerade. Die Achsen des Fahrrades sind doch waagerecht !?!
Knowledge am 29. April 2008 20:49 Richtig, die Räder richten sich senkrecht zur Nabe (als Drehachse) aus. Der Gyros-Spiess dreht sich erstens nicht schnell genug und wenn, würde es sich tatsächlich um die Hochachse (als "Nabe" wie der Kreisel) drehen. Raumschiffe benutzen Gyroskopen zur Lage-Stabilisierung (da gibt es ja kein oben und unten; und ohne Gyroskop würden sie durch den Weltraum torkeln). Übrigens "meine" ich das nicht, sondern "weiß" es..ggg.
DorisPaas am 29. April 2008 20:56 ok, du scheinst ja wirklich den guten Durchblick zu haben. Und was hat es mit der "Carioliskraft" auf sich, die Macjohn erwähnt? (Danke auch dir, Macjohn)
Knowledge am 29. April 2008 21:02 Mac hat recht. Die Corioliskraft ist die Zentrifugalkraft, die die Massenteilchen des Rades nach aussen zieht (und dadurch für das eigenständige Aufrichten sorgt). Deshalb funktioniert der Kreisel, indem er durch die nach aussen ziehende Kraft sich aufrichtet.
hinter jedem Tritt in die Pedale steckt eine gewisse Energie, die dich schwanken lässt.

Bisher habe ich das bestenfalls bei älteren Menschen gesehen. Beim Anfahren, wenn sie noch kaum Geschwindigkeit haben!
Ich fahre eigentlich immer kerzengerade! Und vor Kurven hole ich nicht aus! Aber Dir empfehle ich dann ein Schild: "Vorsicht! Radfahrer schwenkt aus!".
Das "torkeln" kann ich so nicht unbedingt feststellen. Aber wenn,dann liegt es sicher durch die nicht immer gleichstarke Übertragung der Muskelkraft auf die Pedale, der Oberkörper bewegt sich, die Arme werden dadurch ungleichmäßig am Lenker bewegt. Der Mensch ist keine Maschine.

Hier gibt es Stoff zum Thema "Gleichgewicht auf dem Fahrrad":
DorisPaas am 30. April 2008 20:30 Guter Link! Dir, lieber JoWaKu und allen andern, die mir mit tollen Tipps auf die Sprünge geholfen haben ein ganz liebes Dankeschön!

Weil der Körper und das Gehirn die ganze Zeit über damit beschäftigt sind um das Gleichgewicht zu halten, deswegen hat man das Gefühl das man irgendwie torkelt ;-)
Das muss ich mir erstmal durch den Kopf gehen lassen (und vielleicht noch mein altes Physikbuch vorkramen). Danke dir sehr.
"Corioliskraft" die nicht; eher die Präzession.
Genau, Corioliskraft nicht, dann müsste das schon ein sehr hohes Fahrrad sein. ;-))