Mir ist aufgefallen, dass fast alle Tennisspieler vor ihrem Aufschlag den Ball auf den Boden tippen. Kann mir das einer erklären?

zum Einen, um sich zu konzentrieren, zum Anderen wird so geprüft, ob der Ball auch noch in Ordnung ist.

ich vermute Nervosität, gepaart mit einer kurzen Meditation zur Konzentrationssteigerung
Wolfgang Foerster am 7. September 2007 12:27 Nachtrag: Tischtennisspieler machen das übrigens auch.
auch wen mans nicht glaubt ein Tennisball verliehrt recht schnell seine Luft. Darum werden teuere Baelle auch mit Edelgas gefuellt. Durch das auftippen kann ein Tennisspieler hoeren ob der Ball noch genuegend Luft hat. Mit Nervositaet hat das nix zu tun...
Dann würde ja einmal auftippen lassen ausreichen. Um den Ball zu prüfen muß ein Tennisspieler den Ball nicht auf den Boden fallen lassen. Das kann er alleine durch drücken mit der Hand prüfen. Basketballspieler machen dies übrigens auch und die testen bestimmt nicht den Druck des Balles
Durch die Energie des Schlagens wird der Ball mehr Drive bekommen? So wie ein Schmied den Hammer mehrmals vorher aufschlägt, bevor er den richtigen Schlag ausführt?
Wo sind jetzt die Tennisspieler, die das genau erklären können?
Knowledge am 7. September 2007 14:16 Na, der Schmied will in den Schlag-Rhythmus kommen. Und wenn der Hammer "federt", braucht er weniger Kraft.
Beim Tennis geht es nicht um Kraft, sondern um den Schwung, d. h. den Bewegungsablauf des Schlages selbst. Ich selbst war in meiner Tenniszeit nicht der Kräftigste. Je härter der Ball des Gegners zu Dir kommt, desto härter kannst Du ihn zurückschlagen, in dem Du seine Energie mit einem ganz simplen Schwung mitnimmst und zurückspielst. Je mehr Kraft man aufwendet, um einen Ball zu spielen, umso eher verkrampfst Du. Dein Schwung wird unsauber und Du verlierst Kontrolle über Schläger und Ball - wie beim Golfen ;)
Der Aufschlag beim Tennis ist ein komplexer Vorgang, den Tennisspieler vom Bewegungsablauf und vom ganzen "Drum und Dran" automatisiert haben. Du wirst beim Tennis erkennen, dass jeder Spieler sowohl beim ersten als auch beim zweiten Service, immer den selben Ablauf abspulen. Dabei müssen die Abläufe der beiden Aufschläge jedoch nicht identisch sein. Das Ganze dient dazu, die komplette Konzentration auf den Schlag zu bündeln.
Spieler können im Laufe ihrer Karriere die Abläufe ändern. Wie z. B. Boris Becker, der zum Ende seiner Karriere z. B. den Ball gar nicht mehr auftippte, was er zu Beginn immer einmal tat.