Frage von vodkarette, 266

Warum tagen wir Klamotten?

Hey, Warum tragen wir Klamotten ? Ich möchte jetzt keine Antwort hören wie " weil es sonst kalt " ist oder " weil die gesellschaft es tut ". Es geht darum, dass Tiere auch keine Kleidung tragen. Warum habe wir kein Fell wenn uns doch kalt ist ohne es ? Warum schämen wir uns nackt zu sein ? Lg

Antwort
von friesennarr, 113

Weil wir nackt sind und uns so schützen müssen. Würden wir noch da leben wo wir entstanden sind, dann bräuchten wir keine Kleidung ist doch logisch.

Wenn ein Lebewesen kein Fell hat, dann muß es sich anders schützen. Manche leben des mangelnden Felles wegen in Höhlen und unter der Erde z.B. Nacktmulle. Oder sie leben in Klimazonen wo ihre Felllosigkeit nichts aus macht.

Warum "wir" uns schämen nackt zu sein kann ich nicht beantworten, weil ich schäme mich nicht.

Antwort
von Dackodil, 95

"Weil es sonst kalt ist" ist aber die richtige Antwort.

Wir haben ja nicht immer in kalten Gegenden gelebt.

Die Evolution des Menschen fand in Afrika statt. Als wir anfingen mehr Fleisch zu essen, bekamen wir ein Problem. Ursprünglich waren wir keine Jäger, sondern Beute. Wir sind weder so stark wie Löwen, noch so schnell wie Geparden, wie also konnten wir Beute machen? Wir sind einfach so lang hinterher gerannt, bis das gejagte Tier wegen Überhitzung stehen bleiben mußte und wir es bequem erlegen konnten.
Bei dieser Art der Jagd ist der Jäger im Vorteil, der die effektivste Wärmeabfuhr hat. Die Wärmeabfuhr ist umso effektiver, je weniger sie von Fell behindert wird.
Möglichst wenig Fell zu haben war also ein großer Vorteil und hat sich also schnell durchgesetzt.

So weit so gut. Dabei hätte es ja bleiben können. Wir waren nackte, erfolgreiche Jäger im warmen Afrika.

Vor ca. 130.000 Jahren kamen wir aber auf die glorreiche Idee, uns auf die Wanderschaft zu machen und die Welt zu erkunden. Je weiter wir nach Norden kamen, desto kälter wurde es, und um so mehr froren wir.
Für ein intelligentes Wesen wie uns war es keine große Leistung auf die Idee zu kommen, daß man mit dem Fell der erlegten Tiere weniger friert.

http://www.oekosystem-erde.de/html/homo_sapiens.html

Wenn du etwas weiter runter scrollst, findest du eine Karte mit den Wanderbewegungen des Homo sapiens.

 

Antwort
von NackterGerd, 20

Der Mensch hat von Natur aus nicht viel Haare, also kein dickes Fell.

Deshalb fing er früh an sich mit Fellen zu wärmen.

Dadurch ist die Behaarung immer mehr überflüssig geworden, und hat sich zurückgebildet.

Im Sommer können wir ohne Probleme Ohne Bekleidung auskommen,

nur wenns kalt wird brauchen wir Kleidung wirklich.

Und wir schämen uns nur weil es uns so anerzogen wurde

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 69

Hallo!

Das hat "leider Gottes"^^ tatsächlich fast ausschließlich mit deinen beiden genannten Punkten zu tun -------> ohne Kleidung ist es kalt & es ist auch gesellschaftlich bedingt.

Ansonsten dient Kleidung oft als Schmuck- bzw. Statussymbol. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass auch früher Kleidung in ihrer Urform - etwa aus den Fellen selbst erlegter Tiere - dem Träger irgendein besseres Ansehen/Image geschenkt hat.. so nach dem Motto: Schaut her, der hat ein Tier erlegt, ist also 'nen geschickter Jäger & demonstriert das indem er die Tierhaut/das Fell als Kleidung trägt!

Hoffe, ich konnte dir helfen :)

Kommentar von greif61 ,

Auf Kleidung als Statussymbol  könnte man aber verzichten das wäre viel gesünder für die Gesellschaft

Kommentar von NackterGerd ,

Genau, deshalb könnte man -Zumindest im Sommer - auf Kleidung verzichten.

Und schon würden Menschen miteinander reden die sonst nie etwas miteinander zu tun haben wollten.


Antwort
von DODOsBACK, 61

Es gibt auch Tiere, die "Klamotten" tragen, z.B. Einsiedlerkrebse. Die tragen sogar ein ganzes Haus spazieren...

Der Mensch hat gelernt, sein "Fell" zu ersetzen - und das hatte evolutionstechnische Vorteile. Er konnte sich dadurch (fast) jedem Klima anpassen! Und zwar nicht (wie andere Lebewesen) nur per Mutation über etliche Generationen, sondern "einfach so".

Seine ursprüngliche "Überlebensausrüstung" hat der Mensch im Laufe unserer Entwicklung Stück für Stück zurückgelassen - weil er sie nicht mehr gebraucht hat!

Unsere Kiefer sind schwächer geworden, unsere "Krallen" kürzer und weniger belastbar, unser Gehör- und Geruchssinn hat nachgelassen, und auch körperlich waren die Höhlenmenschen vermutlich (nicht nur wegen ihres "Trainings") stärker, ausdauernder und belastbarer.

Dafür haben wir Feinmotorik, Mimik, Gestik, Sprache, Werkzeuge, Technik entwickelt und Wissen gesammelt.

Die Scham, sich nackt zu zeigen, ist nicht angeboren, sondern ein Resultat unserer Erziehung und hat mit weiteren Errungenschaften des "modernen Menschen" zu tun: "Selbsterkenntnis", "Moral", "gesellschaftliche Spielregeln".

Außerdem kann man sich hinter seiner Kleidung "verstecken", oder sich als Angehöriger einer bestimmten Gruppe identifizieren.

Und natürlich schützt sie immer noch vor Kälte, Sonnenbrand, Wind, Regen usw.

Kommentar von vodkarette ,

Also haben tragen wir Kleidung weil wir " zu schlau " für Fell sind ? & es zu unflexibel für unsere LebensUmstände ist?

Kommentar von DODOsBACK ,

Wir tragen Kleidung, weil die "nackte" Variante des Menschen sich in der Urzeit gegen stärker behaarte Zeitgenossen durchgesetzt hat.

Vielleicht sind unsere behaarten Urahnen in feucht-kalten Eiszeiten ständig nass geworden und an Lungenentzündung gestorben, oder sie sind in Wärmeperioden an Hitzschlag eingegangen, oder sie wurden durch Krankheiten geschwächt, die von "Fell-Parasiten" übertragen wurden, oder sie haben sich zu oft im dichten Unterholz verfangen oder konnten nicht schwimmen, oder sie haben sich am neu entdeckten Feuer immer selbst abgefackelt - wir werden es wohl nie erfahren...

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Evolution, 43

Menschen haben angefangen, Kleidung zu tragen, weil sie kein dichtes Fell mehr hatten, nicht andersherum.

Das Fell der Menschen ging schon vor über 1,5 Millionen Jahren zurück, weil ihnen das Vorteile für den Wärmehaushalt brachte. Als Ausdauerläufer und Hetzjäger in der Savanne hatten die damaligen Menschen ein großes Risiko der Überhitzung. Dem wirkt bekanntlich die Kühlung durch verdunstenden Schweiß entgegen. Auf nackter Haut kühlt Schweiß allerdings besser als im Fell, weshalb weniger behaarte Menschen Vorteile gegenüber ihren Konkurrenten hatten und ihre Merkmale mit größerer Wahrscheinlichkeit weitergeben konnten. Gleichzeitig veränderte sich die Konsistenz des Schweißes, statt ölig wurde er zunehmend wässrig, sodass er sich auf größeren Hautflächen verteilte und nur dünne Filme bildet, die leicht verdunsten.

Ein dichtes Fell bringt zwar auch zahlreiche Vorteile, zu diesem Zeitpunkt überwogen für die Menschen aber die Nachteile. Vor einigen hunderttausend Jahren müssen die seit langer Zeit haarlosen Leute dann darauf gekommen sein, dass man die Vorteile eines Fells durch Kleidungsstücke nachahmen kann. Kleidung hat dabei die Eigenschaft, dass sie austauschbar ist und der Träger sich dadurch an alle möglichen Umstände anpassen kann, z.B. unterschiedliche Temperaturen im Tages- und Jahresverlauf. Außerdem lässt sich an der Kleidung Stammeszugehörigkeit und sozialer Status des Trägers erkennen und es gibt noch andere praktische Aspekte. Dafür muss man sich die Kleidung erst zusammenflicken, bevor man sie tragen kann. Für die Menschen mit ihrem opponierbaren Daumen war das sicher ein geringeres Problem als es für alle anderen Tierarten gewesen wäre.

Die Erfindung der Kleidung hatte also sehr praktische Gründe, Nacktheit wurde erst später als peinlich empfunden. Die Menge und Art Kleidung, die man mindestens tragen sollte, unterscheidet sich auch von Kulturkreis zu Kulturkreis, kann also nicht biologisch bedingt sein. 

Antwort
von Muadeep, 77

Die Evolution ist schuld daran, dass wir Kleidung tragen müssen. Wir haben über die Jahrtausende das Fell verloren und das geht auch so weiter. Es gibt immer mehr Menschen mit weniger oder gar keinem Haar. Offenbar hat die Natur beschlossen, dass wir aufgrund unserer Lebensumstände/Zivilisation das nicht mehr brauchen. Und wenn du dich mal umschaust, rasiert sich die Menschheit auch freiwillig "unnötige" Behaarung weg. Das Schamhaar ist aber leider notwendig. Nicht zum Schutz, sondern eher zur Wahl des geeigneten Partners.

Und die Scham ist nicht angeboren, sondern anrrzogen. In vielen Länder ist Nacktheit etwas absolut normales. Kleine Kinder kennen das nicht. Die rennen nackig durch die Gegend. Solange es nicht kalt ist, stört die das auch nicht. Leider verbinden wir aber Nacktsein nur noch mit Sexualität. Und die ist hier zu Lande etwas, für das man sich schämt, weshalb auch immer...

Kommentar von friesennarr ,

Du weist aber schon, das unsere Art in Afrika entstanden ist?

Dort haben wir kein Fell gebraucht, um genau zu sein, war es sogar hinderlich, weil wir schwitzen können und andere Tiere nicht.

Kommentar von Muadeep ,

Jaja, immer dieses Afrika. Auch dort ist Fell sinnvoll. Die Nächte dort können ganz schön kalt werden.
Und abgesehen davon tragen Affen immer noch Fell. Ich glaube nicht, dass es ihnen aufeinander gewachsen ist, als sie in europäische Zoos gesteckt wurden.
Aber ich frag mal Charles...

Kommentar von friesennarr ,

Nr. 1 Die meisten Affenarten haben aber sehr wenig Fell - manche Männer haben fast so viel Haare auf dem Rücken wie ein Schimpanse.

Nr. 2 Affen jagen keine anderen Tiere sie fressen nur was in ihrer Nähe ist - Früchte, Obst, Blätter und Läuse und Ameisen.

Jaja, immer dieses Afrika

Kann ich ja nichts dafür, das wir dort entstanden sind - ist nun mal so - und wenn Menschen, wie das heute noch die Naturvölker dort machen, alle in einem großen Zelt zusammengedrängt schlaften, dann ist denen auch bei Nacht nicht kalt.

Nur in der Wüste wird es sehr kalt. Warst du schon mal in Afrika?

Darwin ist nicht die beste Quelle.

Antwort
von greif61, 7

Das wir Kleidung tragen ist eine historische Entwicklung und fing an damit das sich die Urmenschen als sie ihr Fell verloren wieder mit Fell kleideten um sich vor Kälte zu schützen. Irgendwann kam dann auch das Schamgefühl dazu das vor allem von der Kirche unterstützt wurde. Natürlich gab es dann auch ein Schmuckgefühl. Man wollte mit Kleidung auf sich aufmerksam machen und sich optimal präsentieren.

Heute wird das alles von der international Modemafia ausgenutzt um viel Geld zu verdienen.  Den Menschen wird über Werbung regelrecht eingehämmert das man die und die neue Kleidung kaufen muss um "In" zu sein.

Ich persönlich interessiere mich für dieses ganze dreckige Geschäft nicht mehr weil ich überzeugter Nudist bin und Kleidung nur im "Notfall" anziehe wenn es nicht anders geht  Kaufen tue ich schon lange keine mehr!

Antwort
von SeifenbIase, 33

Weil wir uns damit dem Wetter und den Temperaturen anpassen können und weil Mode doch auch so schön ist. Tiere können im Sommer, wenn es heiß ist, kein Fell oder die Federn ablegen und müssen sich in den Schatten verkriechen oder schwitzen.

Im Winter können wir uns vor Nässe, Wind und Kälte schützen, weil wir uns entsprechend kleiden. Die Tiere halten Winterschlaf, ziehen gen Süden oder verkriechen sich in Höhlen und Unterständen, damit siedie kalte Jahreszeit überstehen.

Kommentar von Muadeep ,

Tiere haben aber auch Winterfell und Sommerfell bzw. Gefieder. Ich merke das jedes Jahr aufs neue, wenn ich aus den Haaren auf dem Teppich einen neuen Mops bauen könnte. 😳

Antwort
von ElmarBrandt, 97

Ok, ich verstehe den Sinn Deiner Frage absolut nicht da jeder der in der Schule regelmäßig anwesend war die Antwort kennt, ohne Bewerten zu wollen. 

Wenn Du die Evolutionsgeschichte verfolgst wirst Du feststellen das auch wir einst ein Fell hatten. Durch unser tun, sprich das tragen von Fellen andere Tiere ect sowie natürlich das Klima, hat sich der "Mensch" der Evolution genauso angepasst wie jedes andere Lebewesen. 

Lass uns mal alle 1000 Jahre lang keine Kleidung tragen, dann kannst Du uns wahrscheinlich von anderen Primaten kaum unterscheiden. 

Kommentar von vodkarette ,

Aber was hat es uns gebracht, uns abhängig von Tieren zu machen? Es wäre einfacher ein eigenes Fell zu haben.

Kommentar von ElmarBrandt ,

Da sagst Du was....

Kommentar von RasThavas ,

DAS WAR ABER KEINE BEWUSSTE ODER VORSÄTZLICHE ENTSCHEIDUNG! 

Der Mensch hat sein Fell verloren, weil es so passiert ist!

Die Evolution PLANT nicht!

Kommentar von ElmarBrandt ,

Richtig das tut sie nicht, aber der "Mensch" und auch seine Vorgänger sind nicht nur Jäger und Sammler gewesen sondern schon genauso Eitel wie die Menschen heute. Die Natur reagiert auf das was um sie herum geschieht und nicht anders herum. Heute haben wir eventuell das Gefühl das wir die Natur beherrschen, aber ein Teil von Evolution ist auch Auslese und so wie wir uns momentan benehmen disqualifizieren wir uns ohnehin selbst. 

Kommentar von friesennarr ,

Oh - glaub das mal lieber nicht. Schon allein die reine Masse.

Antwort
von pootisman, 11

Als die urmenschen aus afrika nach norden gezogen sind hatte sich das fell schon zurückgebildet. In der eiszeit haben die menschen dann das fell ihrer beute benutzt um sich warmzuhalten und diese "tradition" hat sich durchgesetzt

Antwort
von Blueman66, 81

Die Steinzeitmenschen haben irgendwann Felle angezogen und fanden es gut, danach wurden sie immer weniger Behaart und mussten Kleidung tragen

Kommentar von friesennarr ,

Die Menschen die sich nördlicher als Afrika angesiedelt haben mussten ja auch etwas finden, das sie nutzen konnten um ihre Körpertemperatur zu halten.

Antwort
von kubamax, 65

Beim Laufen, also bei der ausdauernden Hetzjagd in der Savanne, mussten die frühen Menschen schwitzen können. Das Fell stört beim Schwitzen und beim Laufen.

Antwort
von NackterGerd, 62

Wir schämen uns von Natur aus NICHT  nackt zu sein - das wird anerzogen 

Kommentar von ElmarBrandt ,

richtig. Hab ich gar nicht daran gedacht!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community