
Ist der Besitz dieser Reichtümer nicht der Beweis, ein Land erobert zu haben?
Welche Feldherren zu welcher Zeit meinst du? irgendwie verstehe ich die Frage nicht....
Ohne konkrete Nennung einzelner Feldherren sind dazu nur sehr allgemeine Angaben möglich. Das Finden einer (echten oder zumindest für echt gehaltenen) Reliquie konnte in einer Gesellschaft, die Reliqien religiöse Verehrung entgegenbrachte, Ansehen verschaffen. Die Aufbewahrung an einem selbst bestimmten Ort konnte unter Umständen diesen zum Ziel von Wallfahrten machen und ihm durch mehr Besucher mehr Bedeutung und wirtschaftliche Vorteile bringen. Möglich war auch, sie als etwas Wertvolles zu verkaufen oder als Gegenleistung für etwas Wichtiges zu geben. Bei einer militärischen Gefolgschaft, die an solche Reliquien glaubte, konnte ihr Besitz besondere Verbundenheit und erhöhte Motivation auslösen.
allegemein befasse ich mich im moment mit A. H. und seiner angeblichen suche nach dem heiligen Gral, ich möchte versuchen zu erfahren ob oder wie weit er gegangen ist um sein Ziel zu erreichen. Desweiteren habe ich sofort an andere große Führer und Feldherren gedacht wie z.B. Karl den Großen ,König Artus usw die auch nach religösen Reliquien suchten
Vielleicht, um den GröFaZ ein bisschen theologisch zu untermauern? Waren die wirklich so bekloppt oder hast Du zu viel Indiana Jones gesehen?
Knowledge am 8. Oktober 2007 16:48 Das Eine schließt das Andere ja nicht aus..ggg.

Einerseits, weil sie zumeist wertvoll waren und andererseits um den Bezug zu ihrer "göttlichen" Präsenz herzustellen.

Weil diese Feldherren, auch wenn sie sich areligioes (antijuedisch oder was auch immer) ausgaben, im Geheimen an die Macht dieser Objekte geglaubt haben. Siehe zB. das Interesse der Nazis (SS-Unterabteilung Ahnenerbe) an der Lanze des Longius, mit der Jesus a.s. in die Seite gestochen worden sein soll, oder an der Bundeslade, deren Macht immerhin gross genug war, die Kinder Israel (laut Buch Genesis) waehrend ihrer 40-jaehrigen Wanderung praktisch unverwundbar zu machen usw. (Laut einiger Forscher waren da die Tempelritter dran, aber das ist ein anderes Thema...) Was den "Gral" angeht, weiss kein Mensch, worum es sich dabei eigentlich handelt (auch Dan Brown nicht), so dass die Suche nach demselben eher ins Reich des Mythos gehoert (aber: wer weiss...). Interessant ist auch zB das sog. Turiner Grabtuch, mit dem sich seinerzeit das Haus de Chaney et al schmueckte, auch wenn die Kirche interessanterweise da eher immer zurueckhaltend war. Doch wuerde die Diskussion darueber eine eigene Seite verdienen, zumal es da wieder einige interessante neue Wendungen in der Geruechtekueche gibt. Was jedoch die Tonnen an "Kreuzesnaegeln", "Heiligen-Knochen" usw. angeht, mit der die Jungs damals gerne protzten - die gehoeren sehr wahrscheinlich in die Abteilung Fakes. Und – ach ja: Die heutigen "Reliquien" dieser Art, nennen sich womoeglich "Mondgestein"... wer weiss.
Nein, sicher nachweisen kann damit jemand höchstens, an der bisherigen Aufbewahrungsstelle gewesen zu sein und danach nicht (z. B. durch eine Niederlage) alle mitgeführten Gegenstände eingebüßt zu haben. Außerdem geht aus der allgemein gehaltenen Frage nicht hervor, ob sich die gesuchten Reliquien im eigenem oder einem anderen Land befanden.