Frage von Noaza, 48

Warum strebt Leben nach Erhaltung?

Bei recherchen fand ich nur Bibelverse. Ich frage mich warum sich alles darum dreht und wieso es dazu gekommen ist (sein könnte)

Antwort
von michi57319, 14

Ich strebe nicht nach Erhaltung. Sonst hätte ich Kinder.

Der Mensch ist allerdings ein Sonderfall, weil er sich bewußt entscheiden kann.

Die Natur richtet es passend ein, daß eine Vermehrung stattfindet. In schlechten Jahren mit geringem Ergebnis, in Mastjahren mit hohem.

Kommentar von Iflar ,

Ich strebe nicht nach Erhaltung

Doch, tust du! Verspürst du keinen Sexualtrieb, keinen Nahrungstrieb, keinen Trieb körperlich Unversehrt zu sein etc. ? Hättest du keinen Selbsterhaltungstrieb, wärst du vermutlich schon tot, da es dir egal wäre, ob du lebendig, also erhalten, bleibst oder nicht. Kinder sind das Produkt des Sexualtriebs, der als stärkster Trieb Teil des Erhaltungstriebs ist.

Kommentar von michi57319 ,

Ach die meiste Zeit ist es mir eigentlich egal, was mit mir passiert. Wenn's mich morgen am Tag umhaut, ist es auch gut.

Antwort
von Iflar, 23

Lässt sich evolutionär leicht erklären:

Jedes Wesen, dass sich evolutionär entwickelt hat, strebt als Teil der ganzen Rasse die Erhaltung der selbigen an, da ohne Erhaltung des zu fortpflanzenden Lebewesens keine Reproduktion stattfindet, weil es sich tot eben nicht vermehren kann. Es muss erhalten bleiben, um Nachwuchs zeugen und aufziehen zu können. Elterntiere, die dies tendenziell durch Mutationen besser können/konnten, kriegen eben auch eher Kinder, die zudem noch eher den verstärkten Selbsterhaltungstrieb der Eltern vererbt bekommen. Dass Elterntiere solange erhalten bleiben bis ihre Kinder gesund aufgezogen sind, erfordert eben an erster Stelle den Trieb der Selbsterhaltung. Mit jenem geht auch in höchster Ordnung der Sexualtrieb einher, der stärker als jeder andere Verhalten und Erleben beeinflusst. 

Kommentar von Noaza ,

Danke für diese Erklärung. 

Kam es aber zufällig zu diesen Trieb?

Also zufällig dazu Codiert aus einer Reihe an Basen zwischen Zucker und Phosphorsäure? 

Kommentar von Iflar ,

Wie alles in der Evolution entwickelt sich auch der Erhaltungstrieb aus bevorteilenden, zufälligen Mutationen. Wie genau es dazu kam, kann ich dir aus molekularer Sicht nicht präzise erklären. Da wird dir ein Biologe bzw. Mediziner schon eher helfen können. 

Antwort
von Tipblookje, 17

Da es sonst keinen Grund zur Existenz hat. Doch weiß das Leben, dass es nicht ewig sein kann. Denn wenn das Entstehen und Vergehen in der Unendlichkeit aufhört, wird das Ewige selbst starr und stirbt.

Echt schwierige Frage... ich denke, man kann sie nur für sich selbst beantworten.

Kommentar von Noaza ,

Ja das stimmt wohl.

Aber einen Grund wurde uns ja als Trieb genetisch übermittelt, somit stellt sich ja die Frage, warum das so gekommen ist.

Ich vermute mal dass unsere Bausteine als frühe Version damals einen stabilen Zustand ereichen wollten, was warscheinlich auch physikalisch zu erklären ist. Durch Optimierung und Mutation hat sich unsere DNA weiterentwickelt und wurde zu etwas komplexeres. Dieses Ziel den stabilsten Zustand zu erreichen hat sich wohl bis heute noch fortgesetzt und ist auch jetzt noch dabei. Das könnte ja wiederum heißen sowas wie, wir sind noch nicht fertig, was mich wieder fragen lässt, wie wir wohl 'Perfek' wären.

Kommentar von Tipblookje ,

Wenn man glaubt, dass wir fertig sind, muss man an einen Gott und wider die Logik glauben. Wenn wir perfekt wären, wozu dann noch existieren? Also möchtest du dir die Frage rein biologisch beantworten. Ich denke, dass ein warum nur philosophisch beantwortet werden kann - jedenfalls zum jetzigen Stand der Dinge. Ich stimme deiner Ausführung vollkommen zu! Das Ziel ist Stabilität. Schön und erfrischend, dass mal jemand nicht fragt, ob er/sie auf mich steht oder ob man ein blaues Kleid zu roten Schuhen tragen kann. Also danke für die geistige Beschäftigung.

Antwort
von nowka20, 12

die leben der menschen streben nach vervollkommnung, da die menschen ein evolutionärer sonderfall sind.

alles andere leben kann nur nach erhaltung streben, da es abfall vom menschen ist

Antwort
von Telekram, 11

"Streben" ist meines Erachtens eine gewagte Unterstellung. Muss man sich daraus folgernd vorstellen, dass alles, was lebt, bewusst ein klar definiertes Ziel verfolgt und sich darüber bewusst ist, dass es sich für eine Alternative entscheiden kann?

Man muss wohl glauben, dass es so sei, aber ich kann das nicht. Ich meine: Leben lebt halt. Man hat nicht gefragt, ob es ins Leben kommen will, und man wird es nicht fragen, ob es aufhören will zu leben. Leben passiert. Einfach.

Ich habe Leute kennengelernt, die gar nicht nach Erhaltung ihres Lebens gestrebt haben, sondern das Gegenteil attraktiver glaubten. Ich überlege mir, ob so jemand trotzdem plötzlich Angst um sein Leben bekommt, wenn eine bewaffnete Bande sich nähert. Ich glaube, dass es solche Reflexe, Ängste, Triebe gibt - das ist aber nicht mein Fachgebiet, ich weiß es nicht.

Der Mensch unterscheidet sich in einem Punkt von anderen Lebewesen: für uns hat der Erhalt ausgewählter Individuen Priorität vor dem Erhalt der Art. Bei einzelnen Menschen (der eigenen Gemeinschaft) ist es egal, was es kostet, ihr Leben (oder Leiden und Sterben) zu verlängern, aber einem anderen könnten wir mit einer Schüssel Reis am Tag das Leben retten. Bienen, Ameisen, Ratten, Kakerlaken und viele andere sind als soziale Wesen, die zusammen wie ein Organismus leben, uns Großhirnis überlegen im "Streben", zu überleben.

Antwort
von fernandoHuart, 26

Warum verspührst Du Hunger und Durst?

Kommentar von Noaza ,

Weil ich darauf vorprogrammiert wurde. Warum es dazu gekommen ist frage ich mich.

Kommentar von fernandoHuart ,

Eben. Sonst lese die Antwort von Iflar.

Kommentar von nowka20 ,

@noaza!

du bist nicht programmiert, da du ein loebendigers wesen bist. 

nur maschinen können programmiert werden.

Kommentar von fernandoHuart ,

Mein Antwort war, zugegeben, kurz. Es würde den Umfabg so ein Forum sprengen wenn man alle Mechanismen erklärt die beschreiben was eigentlich Leben ist und wie der Mensch insbesondere ein Platz in der Evolution hat.

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