Frage von Ellpeg, 25

Warum stellt mir Macrium Reflect volle Partitionen an?

Hallo,

ich habe mir die SUSE 13.2 installiert und bin jetzt soweit fertig. Wollte dann mit Macrium Reflect Free von DVD booten und von da aus ein Image des OS erstellen.

Eines vorweg: Mit Macrium Reflect Free arbeite ich schon seit vielen Jahren und es hat nie irgendwelche Probleme gegeben. DH dieses Programm hat bisher immer nur die belegten Sektoren gesichert, also nur der Umfang des eigentlichen Systems.

Jetzt aber nach der SUSE Installation zeigt mir Macrium Reflect an, dass beide Partitionen VOLL wären. Also die eine 40 GB Partition sei mit 40 GB belegt und die 69 GB Partition seit mit 69 GB belegt und das Erstellen eines Abbildes dauere eine Stunde.

Das ist jetzt bei dem SUSE OS zum ersten mal der Fall. Bei Windows-Systemen und bei UBuntu hatte das Programme den effektiv belegten Festplattenspeicher korrekt dargestellt.

Was hat hier SUSE verbockt? Liegts daran, wie die Partitionen erstellt sind?

Auf SUSE selbst wird mir angezeigt, dass der Umfang des Systems ungefähr 13 GB ausmacht?!!!

Ergänzung: Die Platte war leer, als ich die Install-DVD von SUSE gebootet habe. Es hat also völlig frische Partitionen erstelle.

Antwort
von Jack63G, 16

Wie es aussieht ist deine Marcium Reflect  Backupsoftware für Linuxdateisysteme nicht geeignet !  Die bootbare CD basiert auf Windows PE,  das ist also techn. gesehen ein  Windows XP und Windows unterstützt nun mal keine EXT 2/3/ oder 4 Dateisysteme !  Dieses Backupprogramm sieht die EXT-Partition als Ganzes und kann sie auch nur als Ganzes sichern, kann aber nicht hineinsehen, erkennt kein Dateisystem und daher auch nicht die Belegung !

Das ist aber nicht das einzige Problem !  Ein Teil des Bootloaders (GRUB), welcher zum Starten von  Linux notwendig ist, sichert das Programm nicht, weil sich dieser Teil nicht innerhalb einer Partition befindet !  Teste es selbst ! Sichere damit ein Linuxsystem und stelle es dann auf einer leeren Festplatte wieder her.  Das wiederhergestellte System wird nicht startfähig sein.  Es wird vieliecht eventuell starten, nachdem der Bootloader neu installiert wurde. Eine komplette, funktionsfähige Übertragung gelingt damit nur, wenn die Festlatte auf phys. Level Sector für Sector gesichert / geklont wird.....

Kommentar von Jack63G ,

Weil mich solche Sachen interessieren und ich immer nach alternativen Backupprogrammen suche, habe ich mal beim Hersteller angefragt !  Mal sehen, wie lange die Antwort dauert.  

Du kannst also in die ext-Partition hineinsehen, wenn du von der Macrium Reflect DVD gebootet hast !?  Interessant.....  Ich möchte vor allem wissen, ob der Bootloader auch mit gesichert wird und ob vieleicht sogar ein Resizing beim Wiederherstellen möglich ist....

Kommentar von Ellpeg ,

Ich kann es DIr aus Erfahrung sagen. Ich nutze Macrium Reflect Free seit vielen Jahren und konnte bisher ALLE Windows- sowie Linuxsysteme erfolgreich sichern und wiederherstellen, sodass alle Systeme ordnungsgemäss gebootet haben.  Du musst ebendarauf achte, dass beim Erstellen des Abbildes, sämtliche Partitionen angekreuzt sind, die auf der Platte vorhanden sind.

Beispiel: Ich habe KUbuntu 15.04 und Linux Mint KDE 15.04 erfolgreich gesichert und die haben auch gebootet nach der Wiederherstellung des Systemabbildes. Und bei diesen beiden Linuxsystemen wurde in Macrium Reflect Free nur der tatsächlich belegte Festplattenplatz dargestellt und das Image war normal gross, also komprimiert, ich in den Sicherungsoptionen nur die belegten Sektoren sichern lassen.

Bei SUSE ist das Problem jetzt zum ersten Mal aufgetreten. Ich will jetzt bei SUSE 13.2 bleiben und habe jetzt leider das Problem, dass offenbar Macrium Reflect Free in die SWAP Partition wie es Jack ausgedrückt hat, nicht hineinsehen kann. Leider weiss ich nicht, was ich beim Erstellen vor der Installation von SUSE tun kann, dh wie ich sie erstellen kann, dass sie  nicht als "primara" läuft, denn das ist offenbar das Problem. Ich hab jetzt keine SWAP erstellt, sondern SUSE ohne installiert und konnte ein normales Systemabbild ziehen. Ich werde mal versuchen, eine SWAP Datei anzulegen oder rückwirkend eine SWAP Partition zu erstellen.

Übrigens kann man den Rettungsdatenträger bei Macrium Relfect nur auf Windows erstelen, weil das nur auf Windows installierbar ist. Allerdings lässt sich die Rescue-CD auf zweierlei Arten erstellen. Auf Basis von Bart-PE und auf Linux Basis. Aber auf neueren PCs (zumindest bei meinen) läuft die Rescue-CD auf Linux Basis nicht mehr, bootet nicht. Deshalb hab ich sie auf Basis von Bart-PC erstellt und damit konnte ich wie gesagt auch auch erfolgreich KUbuntu und Mint KDE erfolgreich sichern und wiederherstellen. Ich würde gerne bei diesem Programm bleiben weil es mich nie enttäuscht hat in all den Jahren. Ich rate Dir, wenn Du es nutzt, die Image-Dateien in 4 GB Blöcke zu teilen und die Kompression ganz hoch zu stellen, dann ist es zu 100 % zuverlässig nach meiner Erfahrung, wenn man es richtig anwendet.

Kommentar von Jack63G ,

Danke dir für das gute Feedback !

Das Programm werde ich demnächst auf jeden Fall untersuchen und testen !  Resizing funktioniert nur mit FATx oder NTFS Partitionen und mit allen anderen Versionen, ausser der Free-Version....

Dann ist das eine echte Alternative zu z.B. Acronis, obgleich man für reine Linuxsysteme nicht unbedingt externe Software für so was braucht.  Warum aber nicht, wenn es dadurch einfacher wird....

Kommentar von Ellpeg ,

was ist denn die einfachste Methode im laufenden Betrieb von Linux ein Systemabbild zu ziehen?  Und dann wieder herzustellen, wenn man das Image über die Platte bügeln will oder muss?  Gibts da was was auch eine anständige Benutzeroberfläche auf Linux hat ?  Es gibt ja ja noch Clonezilla, aber das Ding hat den sämtlichen Primary-Partitionen die jetzt entstanden waren bei Suse 13.2 auch seinen Dienst versagt. Ich habs zum Glück jetzt hinbekommen.

Das Schöne an Macrium Reflect Free ist eben, man kann auf Windows im laufenden Betrieb das Image ziehen, bei der Rescue CD kann es zu Boot-Problemen kommen, man muss herausfinden, wie man sie erstellen und auf welche Art man sie auf dem eigenen PC booten muss (zB als UEFI oder als nicht UEFI starten...) weil es je nach Hardware sich ein wenig anders verhält,  wenn man das aber mal ausgetestet hat, hat man eine Rettungs-CD, die funktioniert,  mit der man Images sowohl erstellen, als auch Wiederherstellen kann und das Programm hat in der Freeware-Version alle Optionen die man braucht, kostet keinen Cent. Ich finde das Programm super.

Antwort
von Linuxhase, 23

Hallo

Was hat hier SUSE verbockt?

Ich denke eher nicht, aber da ich nicht weiß wie dieses Programm arbeitet kann ich es nicht beurteilen.

Das ist jetzt bei dem SUSE OS zum ersten mal der Fall. Bei Windows-Systemen und bei UBuntu hatte das Programme den effektiv belegten Festplattenspeicher korrekt dargestellt.

Welche Dateisysteme hast Du denn, hast Du das vorgeschlagene übernommen?

Wenn ja, dann kann die software möglicherweise mit BTRFS und dessen Subvolumes nicht korrekt umgehen.

Wenn nein, dann zeig doch mal:

parted -l

Linuxhase

Kommentar von Ellpeg ,

hallo Hase :-)

ich habe eben SUSE nochmal installiert, dabei aber die Platte manuell partioniert. Nach der Installation mit der Macrium DVD gebootet und siehe da, bis auf die SWAP Partition wird jetzt alles korrekt dargestellt.

Aber die SWAP Partition ist angeblich immernoch voll belegt. Es steht bei ihr als einzige "Primary" mit dabei. Jetzt hab ich nochmal mit der SUSE DVD gebootet und dachte ich könnte die SWAP einfach löschen und eine SWAP manuell als nicht primary anlegen. Aber ich weiss nicht, was ich einstellen soll, weil man nichts diesbezüglich angeben kann.

WEnn man eine SWAP anlegt, dann ist die Default-Einstellung, dass sie als SWAP formatiert wird Kann ich da auch EXT4 einstellen?   Bei "Einhängepunkt" steht natürlich SWAP und als Fstab-Option ist als Default "UUID" eingestellt. Es gibt noch Gerätenamen oder Geräte-ID oder Volume-Kennung oder Gerätepfad.

Das ZIel ist also jetzt, die SWAP als nicht primary Partition anzulegen. Wie bekomme ich das hin ? :-)

Kommentar von Ellpeg ,

da möcht ich gleich nochmal eine Frage dranhängen.

Weisst Du, ob man beim Erstellen eines Festplattenabbildes überhaupt die SWAP Partition mitsichern muss, damit das System nachher wenn man irgendwann das Image über die Platte bügelt, bootet bzw. funktioniert? Dann könnte ich einfach die SWAP ausklammern beim Erstellen eines Images.

Kommentar von Linuxhase ,

@Ellpeg

Weisst Du, ob man beim Erstellen eines Festplattenabbildes überhaupt die SWAP Partition mitsichern muss

  • Das kommt darauf an was genau Dein Ziel ist, was Du mit diesem Abbild tun möchtest.
  • Ein Backup macht man nicht vom laufenden System (Server ausgenommen) sondern von einem System aus das keinen Zugriff auf die Datenträger (auf  Dateisystemebene) hat. Eine Live-DVD z.B.
  • Ich würde sowieso keine Abbilder von kompletten Datenträgern, sondern einzeln vom MBR und den Partitionen machen.

Linuxhase

Kommentar von Linuxhase ,

@Ellpeg

bis auf die SWAP Partition wird jetzt alles korrekt dargestellt.

Das ist normal: http://www.linuxatemyram.com/

ich könnte die SWAP einfach löschen und eine SWAP manuell als nicht primary anlegen.

Das ist unwichtig ob es eine primäre oder eine logische Partition ist.

WEnn man eine SWAP anlegt, dann ist die Default-Einstellung, dass sie als SWAP formatiert wird Kann ich da auch EXT4 einstellen?

Nein, denn....:

Bei "Einhängepunkt" steht natürlich SWAP und als Fstab-Option ist als Default "UUID" eingestellt. 

.... Die SWAP Partition ist kein Bereich auf den Userspace-Software etwas lesen oder schreiben können soll, dieser wird nur vom System angesprochen. Und das ist gut und richtig so!

Linuxhase

Kommentar von Ellpeg ,

hey wozu legt man denn ein Systemabbild an? ;-)

Kommentar von Linuxhase ,

@ellpeg

hey wozu legt man denn ein Systemabbild an? ;-)

Weil es im SWAP nix zu sichern gibt wenn das System nicht läuft, genauso wie im Arbeitsspeicher nichts vom zu sichernden System liegt (weil es ja nicht läuft)

Linuxhase

Antwort
von Ellpeg, 25

mir ist eben aufgefallen dass unter SUSE in Dolphin die beiden Partitionen jeweils als "primary" erscheinen.

Kommentar von Linuxhase ,

@Ellpeg

mir ist eben aufgefallen dass unter SUSE in Dolphin die beiden Partitionen jeweils als "primary" erscheinen.

hat normalerweise keinen Einfluss weil es ja das Dateisystem nicht betrifft.

Linuxhase

Kommentar von Ellpeg ,

doch offenbar schon... wenn die Partitionen nicht als Primary angelegt werden, erscheinen sie in Macrium Refect korrekt, also nicht als randvoll.

Kommentar von Linuxhase ,

@Ellpeg

Ohne die Ausgabe von:

fdisk -l

oder/und von

parted -l

kann ich nur vermuten dass das Programm fehlerhaft ist.

Linuxhase

Kommentar von Ellpeg ,

Hallo Hase,

ich bin was Linux angeht, blutiger Anfänger..

bei mir hat er garnichts anzeigen wollen... bei fdisk -1  es haben ihm zusätzliche Parameter gefehlt.

Ich habe jetzt nochmal ne installation gestartet, aber ohne SWAP Partition. Mein Rechner hat 4 GB. Ich werd jetzt mal ohne SWAP das SUSE drauf machen und alles einrichten.. und dann ein Abbild ziehen.

Ich kann ja dann etnweder mit einer SWAP Datei arbeiten, die ich am liebsten auf die zweite interne mechanische Platte legen würde oder ich richte dann jedes mal wenn ich das Abbild über die Platte gebügelt habe (mach ich alle 3-4 Monate mal) weil ich eben auch als Neuling viel herumprobiere und so manches verhunze... ;)  eine SWAP Partition an. Erkennt dann das System diese neu bzw. hinterher angelegte SWAP Partition als solche an oder wie muss ich sie dann einbinden?

Ich hoffe, Du kannst mir folgen... ich umgehe das Problem jetzt einfach .. :-)

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