Frage von DBKai, 55

Warum stellen sich so wenige Menschen die Frage nach dem warum?

Ich erlebe es in meinem Alltag oft, dass mir Dinge gesagt werden, die ich überhaupt nicht verstehen kann.

"Setz dich da nicht hin." "Warum nicht?" "Weil es verboten ist." Aber warum ist es verboten?

"Setz dich da nicht hin, denn die Bank ist frisch gestrichen worden." "Achso deshalb."

Genau so kann es sein, dass ich einkaufen gehe und dabei mit jemanden in ein Gespräch verwickelt werde ODER das es zu einem Unfall kommt. Manche Leute reagieren dann so: "Du brauchst viel zu lange zum einkaufen. Das darf nicht sein!" Sie fragen nicht: "Warum hat das so lange gedauert?" Immerhin hätten sie selbst auch länger gebraucht, wenn etwas "unvorhergesehenes" passiert.

Warum stellen so wenige Leute die Frage nach dem "Warum?"?? Wie kommt man ohne ein Warum überhaupt über den Alltag?

Antwort
von KleinesWolfi, 19

Weil man nicht alles hinterfragen kann. Das wäre zum einen viel zu zeitaufwendig und zum anderen viel zu anstrengend. Einige Dinge lernt man schon seit der Geburt und durch Gewöhnung nimmt man sie einfach so hin und hinterfragt nicht.

Und zu hinterfragen, ob z.B. blau wirklich blau ist und vielleicht nicht doch rot ist, erscheint mir auch nicht sehr sinnvoll. xD

Kommentar von DBKai ,

Wir haben ewig Zeit um uns Fragen zu stellen. Ich glaube derzeit an das ewige Leben.

Man muss sich ja nicht alle Fragen an einem Tag stellen. Einmal im Monat ist auch ausreichend - bzw. nach Lust und Laune...  und eben dann, wenn es nötig ist... in der Arbeit und im Alltag "Warum funktioniert der Staubsauger nicht?" "Warum ist er so schlecht gelaunt?"

Nun - was blau und was rot ist, wurde festgelegt.

Irgendjemand hat den Farben mal ihren Namen gegeben. Das sieht anders aus als das - ich nenne die Dinge, die so aussehen "rot" - und die Dinge, die so aussehen "blau". Mehr wird es wohl nicht gewesen sein. Ein Scherzkeks kann die Dinge natürlich umbenennen aber weltweit wird nun einmal gelehrt, dass die Farbe rot - so aussieht, wie sie die Mehrheit der Menschen auch als rot kennt... Es würde für reichlich Verwirrung sorgen, wenn da jetzt jemand kommen würde und seinem Kind beibringt, dass die roten Dinge eigentlich blau sind... Dieses Kind würde innerhalb von kurzer Zeit von der Masse überrannt werden. "Mami - alle meine Schulkollegen sagen aber, dass das nicht rot ist - sondern blau und auch die Lehrerin hat das gesagt!" Diese Dinge wurden ja einheitlich festgelegt, damit man sich verständigen kann... "Bring mir mal bitte den roten Ball." Das vereinfacht den Alltag.

Kommentar von KleinesWolfi ,

Natürlich ist es nicht verkehrt, wenn man Dinge hinterfragt. Nur so ist ja die Wissenschaft und die Menschheit insgesamt vorangekommen. :) Aber man sollte darauf achten, dass das Hinterfragen den Alltag nicht zu sehr verkompliziert oder man gar vergisst, die Zeit, die wir hier auf der Erde bekommen haben, sinnvoll zu nutzen und zu genießen. (Und jetzt frag bitte nicht warum...xD Es ist einfach meine Sichtweise auf die Dinge.) :D

Antwort
von Mignon2, 22

Häufig kann die Frage des Warums gar nicht beantwortet werden. Und manchmal ist die Situation so banal und lapidar, dass es sich gar nicht lohnt, sich die Frage zu stellen.

Man kann sich das Leben auch verkomplizieren, wenn man immer nach dem Warum fragt. Das bedeutet nicht, dass man oberflächlich ist, aber man sollte schon differenzieren, ob und bei welcher Gelegenheit die Frage nach dem Warum Sinn macht.

Kommentar von DBKai ,

Man kann sich immer und überall nach dem warum fragen und auch nach der Antwort suchen.... "Warum mach ich das hier überhaupt?"

Aber man kann sich auch Zeit damit lassen... Mit einem Tag kommt man bei so vielen möglichen Warum-Fragen eh nicht aus.

Wo/wann kann die Frage nach dem Warum (noch?) nicht beantwortet werden? Zumindest kann man darüber nachgrübeln, was der Grund sein könnte.

Wann lohnt es sich nicht die Frage zu stellen?

Man kann sich das Leben aber auch extrem vereinfachen, wenn man oft nach dem Warum fragt... solange man nicht nur redet, sondern auch darauf achtet, die eigene Arbeit zu erledigen und die Fragen stellt, wenn gerade Zeit dafür ist.

"Warum funktioniert das Gerät nicht?" - Wenn man sich die Frage stellt, kann man prüfen, wo das Problem liegt und es eventuell sogar aus der Welt schaffen! Wenn man sich die Frage nicht stellt, heißt es bloß: "Das Gerät funktioniert nicht." Es wird abgestellt - ev. wird sofort ein Reparatur-Dienst geholt, obwohl das Gerät ev. nur angesteckt hätte werden müssen.

Kommentar von Mignon2 ,

Ich schrieb doch, dass man differenzieren muß, wann sich die Frage lohnt und wann nicht.

Kommentar von DBKai ,

Ja eh - damit hast du eh recht.

Antwort
von Kuestenflieger, 12

weil sehr viele intelligent genug sind die bitte / aufforderung zu verstehen und zu akzeptieren - der grund fällt ihnen allein ein .

Kommentar von DBKai ,

"Bitte bring deinen Nachbarn um."

"Bitte koche täglich für mich und wasche bis an mein Lebensende meine Wäsche."

"Bitte wasch mich - ich bin zu faul um es selber zu tun."

"Bitte hilf mir beim masturbieren."

"Bitte gib mir dein ganzes Geld."

"Bitte verzichte auf deine Menschenrechte und werde mein Sklave."

Wie wäre es? Bist du intelligent genug um diese Aufforderungen zu akzeptieren? Der Grund fällt dir bestimmt allein ein.

Kommentar von Kuestenflieger ,

@DBkai , sie haben ein Problem .

Antwort
von MerlinRenegade, 21

Vielleicht weil die Antwort nach dem warum unangenhem ausfallen könnte...
Vielleicht weils einfach nicht interessiert...
Vielleicht weils immer so war...
u.s.w.

Kommentar von DBKai ,

Die Antwort könnte unangenehm ausfallen aber es könnte noch viel unangenehmer werden, wenn man sich nicht danach fragt.... "Warum ist es schlecht sich nur von Zucker zu ernähren?" Wenn ich das jahrelang mache, krieg ich Karies und Zahnschmerzen und dann muss die Person leiden... während es ihr langfristig wohl besser ergangen wäre, wenn sie den Zucker etwas verringert hätte... "Warum ist Person A gesünder als Person B?"

Weil es nicht interessiert ist okay, sofern man anderen Menschen dadurch nicht schadet. Warum ist die Banane krumm - muss man jetzt nicht unbedingt wissen... "Warum ist es böse, wenn man andere Menschen und Länder ausbeutet?" ist schon eine wichtige Frage... denn Freunde macht man sich dadurch bestimmt keine und natürlich wird jeder, der in einem armen Land von einem reichen Land ausgebeutet wird, lieber in ein reiches Land auswandern wollen, als weiterhin für einen Hungerlohn eine grauenhafte Arbeit auszuführen... ohne schöne Zukunftsperspektiven...

Weil es immer so war... Es hat sich gewaltig viel verändert... Es ist zwar immer wieder zu Krieg gekommen aber es hat sich auch immer wieder gewaltig viel weiterentwickelt... Flugzeug, Zug, Computer, Mountain-Bikes, Karriere-Frauen, die Menschen lernen lesen und schreiben und sich zu waschen... immer mehr Leute bekommen die Möglichkeit sich zu bilden und zu pflegen.... die Gewaltanwendung nimmt ab...   Es gibt wenige Dinge, die wirklich immer und überall so waren... vieles hat sich nach und nach entwickelt. Unterdrückung und Krieg gab es immer aber nicht alle Menschen haben unterdrückt (im negativem Sinne) und nicht alle Menschen wollten den Krieg... Sonst hätte es keine Leute gegeben, die sich für Frieden und Freiheit eingesetzt haben.

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