Warum steigt die Ionisierungsenergie eines Elements stetig, obwohl man kein Elektron auf einer dem Kern näheren Schale wegschießt?

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3 Antworten

Protonen sind positiv geladen und Elektronen negativ, das weißt du sicherlich. Daher gibt es Anziehungen zwischen den beiden. Standardmäßig will das Atom in neutralem Zustand bleiben, also weder positiv noch negativ geladen sein. Das meinte dein Physiklehrer mit "ausgelichenes Ladungsverhältnis" , also dass genauso viele positive wie negative Ladungen da sind.

Schießt du jetzt aber ein Elektron weg, fehlt ja eine negative Ladung und das Atom ist somit insgesamt positiv geladen. Das zieht alle Elektronen dann stärker an (wie ein Magnet also), sodass das nächste Elektron mehr Energie zum Entfernen brauch.

Hast du dann ein 2. Elektron wegeschossen, fehlen ja 2 negative Elektronen für den Ausgleich. Das heist, die Anziehung ist nochmals stärker und du brauchst wieder mehr Energie, und so weiter.

Mfg

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Die Protonen im Kern üben auf die Elektronen eine stark anziehende Kraft aus, deswegen bleibt das Atom ja überhaupt normalerweise zusammen. Ein neutrales Atom enthält genauso viele Elektronen in der Hülle, wie Protonen im Kern.
Dadurch ist es nach außen hin neutral und übt keine starken elektrischen Kräfte aus. Die Elektronen schirmen also die Ladung des Protons teilweise ab.
Je mehr Elektronen zählen, desto schwächer wird diese abschirmende Wirkung, und die elektrische Kraft, die von den Protonen ausgeht, kommt zur Entfaltung. Deshalb werden die ionisierungsenergien natürlich immer größer, je stärker ein Atom bereits ionisiert ist.

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Weil der Rest des Atoms mit jedem Ausreissen eines Elektrons positiver geladen zurückbleibt. Damit steigt der Aufwand, um ihm weitere Elektronen zu entreissen (oder aufzuzwingen), da er die übrigen Elektronen stärker festhält.

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