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Warum stecken Eltern ihre Kinder in eine Waldorfschule anstatt in eine "herkömmliche", was sind die Gruende?

gefragt von moechtegern am 29.12.2007 um 22:11 Uhr

Ich wäre froh ein paar Meinungen hier zu hören. Wir haben noch etwas Zeit bis zum Schulgang, aber man muss sich ja mal mit dem Thema beschäftigen. Mein Eindruck ist, dass bei Waldorf (von dem wenigen, was ich weiss) "weniger mehr ist", aber wenn es stimmt, dass da Benotungen wegfallen hab ich ein bisschen Zweifel, ob dass dann nicht etwas "weltfremd" ist. Diese Frage wurde gestellt von einer Person, die sich noch nicht so sicher ist. ;))

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Schule x 23.043 Erziehung x 3.278 Kind x 2.620 Waldorf x 27 Waldorfschule x 24

demosthenes
beantwortet von demosthenes am 30. Dezember 2007 11:29
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Waldorfschulen sind weder besser noch schlechter, sondern einfach nur anders als die Staatschulen.

Dort werden künstlerische Fähigkeiten stärker gefördert, aber nicht primär um der Kunst willen, sondern um die Kinder ganzheitlich zu fördern.

Die einzelnen Kinder werden individuell mehr wahrgenommen und auch gefördert.

Es gibt dort keinen Wechsel der Schulform, sondern die Kinder bleiben normalerweise von der ersten Klasse bis zum Abitur zusammen.

Sie behalten auch normalerweise von Klasse 1-8 denselben Klassenlehrer.

An Waldorfschulen kann man heute problemlos das Abitur ablegen, sie erfüllen also die staatlichen Anforderungen.

Es gibt dort erst in der "Oberstufe" Noten - das stimmt - dafür beurteilt aber jeder einzelne Fachlehrer jeden Schüler sehr ausführlich schriftlich, was sicher hilfreicher sein kann als eine "nackte" Note.

Kommentar von Nordfriesin am 30. Dezember 2007 11:55

DH! Mein Sohn wird wohl auf eine staatliche Schule kommen aber das hat nru damit zu tun dass die nächste Waldorfschule zu weit entfernt ist!


MacJohn
beantwortet von MacJohn am 29. Dezember 2007 22:41
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Waldorfschulen (auch: Rudolf-Steiner-Schulen) sind Schulen, an denen nach der von Rudolf Steiner (1861–1925) begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird. Die Waldorfpädagogik ist eine international verbreitete Reformpädagogik auf der Grundlage der ebenfalls von Steiner begründeten Anthroposophie. In Deutschland sind Waldorfschulen staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Aus der anthropologischen Auffassung von der Dreigliedrigkeit des Menschen ergibt sich das Prinzip der gleichberechtigten Förderung der intellektuell-kognitiven („Denken“), der künstlerisch-kreativen („Fühlen“) und der handwerklich-praktischen („Wollen“) Fähigkeiten der Schüler. Dies führt zu einem vergleichsweise großen Angebot an handwerklich-künstlerischen Fächern gegenüber den öffentlichen Schulen, deren Konzeption von Waldorfpädagogen zumeist als einseitig intellektuell-kognitiv kritisiert wird. Des weiteren soll aller Unterricht künstlerische Elemente enthalten.

Um Natur- und Kulturerscheinungen nicht allein kausal - das heißt intellektuell-kognitiv - beschreiben zu müssen, wird insbesondere im naturwissenschaftlichen Unterricht auf Steiners goetheanistische Wissenschaftsmethodik zurückgegriffen. Sie will das Seelenleben des Forschers im umfassenden Sinn - z.B. durch Berücksichtigung seines künstlerischen Empfindens - in den Prozess des Erkennens mit einbeziehen. In der Oberstufe tritt sie zumeist in Konkurrenz zur Methodik des allgemein etablierten Wissenschaftsbetriebes und dessen Stand der Forschung. Das Prinzip der rhythmischen Gliederung oder Ritualisierung von Unterrichts-, Tages-, Wochen- und Jahresverlauf sowie die intensive Ausgestaltung des Lernumfeldes bis in eine spezifische Schulhausarchitektur hinein ergeben sich aus dem Anspruch ganzheitlich erziehen zu wollen. In diesem Zusammenhang stehen auch häufige Theateraufführungen, Konzerte, Schulfeste und Projektunterrichte. (Quellen: Wikipedia, Bund Freier Waldorfschulen)


Qetan
beantwortet von Qetan am 29. Dezember 2007 22:19
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Wer Muesli- Pädagogik mag, wählt die Waldorfschule. Wer sein Kind von Anfang an fit für das Leben machen will, was eben auch bedeutet, sich mal durchkämpfen zu müssen, wählt einen anderen Schultypen aus.

Kommentar von A89ef949951a983380ecdfb8443b12c3smallMacJohn am 29. Dezember 2007 22:36

Da spricht mal wieder die totale Ahnungslosigkeit. Aber was nützen da Fakten, wenn man seine Vorurteile pflegen kann.

Kommentar von C457a976f16fe866efafc545a63e22fcsmallQetan am 29. Dezember 2007 22:42

Ahnungslosigkeit und Vorurteile zu unterstellen ist recht einfach. Du solltest bei Deiner großen Erfahrung, die ich voraussetze, wissen, dass die Waldorfpädagogik sehr umstritten ist.


Indy72
beantwortet von Indy72 am 29. Dezember 2007 22:18
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Das Prinzip der Waldorfschule erspart den Schülern viel Stress, weil es keine Schulnoten gibt. Außerdem werden die Kinder nicht nur einseitig kefordert, sondern auch Musisch und Handwerklich gefordert. Da ich viele ehem. Waldorfschüler kenne, behaupte ich, dass diese Schulform mindestens nicht schlechter ist als die deutsche Regelschule. Ich behaupte sogar, dass die Kinder besser und individueller nach ihren Begabungen gefördert werden und später im Beruf im Durchschnitt erfolgreicher sind.

Kommentar von moechtegern am 3. Januar 2008 00:06

Ich danke euch allen sehr für die guten Antworten und Meinungen! Mir ist klar, dass man sich selbst eine Meinung bilden muss zum Thema. Ihr alle habt mir gutes Gedankefutter geliefert, nun werden wir uns weiter mit der Materie befassen.. und haben noch etwas Zeit bis eine Entscheidung nötig ist.. :-)


Batman
beantwortet von Batman am 31. Dezember 2007 07:01
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Hallo, dazu sage ich nur soviel das es eine rein ideologische Entscheidung ist, mit der anthroposopischen Einstellung zu leben. Habe 5 Arbeitskollegen die Waldorfschüler waren und keiner von denen fand es so toll. Ihre Kinder haben sie alle in staatliche Schulen gegeben. Warum? Auch da kochen Sie nur mit Wasser gekocht und Ihnen gefiel es nicht , das vieles sehr alternativ gesehen wird. Also im Endeffekt wenn es eurem Lebensstil entspricht lasst euer Kind dahin, wenn nicht schickt es auf eine staatliche Schule. Gruss Batman


anonym
beantwortet von alteMaus71 am 30. Dezember 2007 07:52
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Meine Stieftochter (sie ist jetzt 19)ist auch auf eine Waldorfschule gegangen. Mein Mann hatte sie damals dort angemeldet, weil sie dem Druck einer herkömmlichen Schule nicht standgehalten hat, sprich: Ihr war jeden Tag schlecht und sie mußte sich übergeben. Sehr gut gefallen hat es ihr auf der Waldorfschule allerdings nicht, beziehungsweise sie hat rein gar nichts von dem angenommen, was da gelehrt wurde. Weder hat sie Sinn für Kunst oder Kreativität noch für eine alternative Lebensweise, eher im Gegenteil.


Patron
beantwortet von Patron am 29. Dezember 2007 23:32
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was hier zitiert wurde aus den quellen von Wikipedia und Bund Freier Waldorfschulen ist knapp und gut. es stimmt zwar alles, aber für nichtkenner des themas müßte noch mehr dazu kommen. wen es wirklich interessiert, der wird aber im internet oder unter originalliteratur von steiner genügend dazu finden. zu ergänzen ist nach meiner meinung, dass über jahrzehnte beobachtet werden kann, wie alle fortschrittlichen veränderungen der lehrpläne an staatlichen schulen bei näherer betrachtung sich erweisen als annäherungen an die waldorf-pädagogik!


rudraz
beantwortet von rudraz am 29. Dezember 2007 23:31
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In Walddorfschulen wird mehr auf das einzelne Individuum und deren Stärken und sowie deren Schwächen eingegangen. In den herkömmlichen Schulen geht es mehr halt nach der These "Vogel friss oder stirb"


anonym
beantwortet von moechtegern am 3. Januar 2008 00:09
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Danke an alle!!!


elmara
beantwortet von elmara am 30. Dezember 2007 12:19
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boriswulff
beantwortet von boriswulff am 29. Dezember 2007 23:42
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Ich frage mich warum Waldorfschüler übermäßig stark Nachhilfelehrer suchen. Ist das nur ein Zufall oder steckt da mehr dahinter.

Kommentar von Nordfriesin am 30. Dezember 2007 11:52

Gibt es einen Quellennachweis für diese Aussage?


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